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  • USA Bass Championship: Die Jagd auf den großen Barsch - Leser-Test von BigJim

    Wer schon immer mal gern auf Fischfang gehen wollte, aber nicht im Besitz eines Anglerscheins oder einer kostspieligen Anglerausrüstung ist, der kann alternativ auch auf entsprechende Videospiele ausweichen. So entstanden mit der Zeit diverse Fischfang-Simulationen. Relative Bekanntheit erlangte hierzulande vor allem die PC-Reihe des deutschen Publishers Astragon ("Seen und Flüsse Europas"). Andere Angler-Games, wie z.B. "Petri Heil!", "Championship Fishing" oder "Trophy Bass 3D-Fischfang", erschienen teilweise auch für andere Plattformen (PlayStation 2, Nintendo Wii), was darauf schließen lässt, dass ganz offensichtlich eine Käuferschaft für solche Produkte vorhanden ist. Das hier behandelte USA Bass Championship stammt aus dem Jahre 2004, gehört also schon zu den älteren PC-Angler-Simulationen.

    Wie alle Spiele dieser Art ist USA Bass Championship allein schon aufgrund der geringen Datenmenge schnell installiert. Während dieses Vorgangs fällt dem virtuellen Angler bereits sehr negativ auf, dass ein Handbuch o.ä. fehlt. Der textliche Verpackungsinhalt bescheidet sich mit einer kurzen Installationsanweisung und einer Art Beipackzettel, dem einige Angaben zur Tastaturbelegung und Maussteuerung (Standardeinstellung) zu entnehmen sind. Dies können wir verschmerzen, weil Angler-Simulationen für gewöhnlich nicht sonderlich komplex ausfallen. Schließlich sind Dinge wie Bedienung und Gameplay bei solchen Spielen irgendwie selbsterklärend.

    Das ist dann aber leider schon so ziemlich alles, was sich aus dem Zusammenhang erklärt. Denn ausgehend vom extrem schlichten Hauptmenü ist man zunächst ziemlich ratlos. Ein einleitendes Tutorial fehlt. Auch über die Schauplätze erfährt der Spieler wenig. Fest steht: Es geht ums Angeln - und das irgendwo in den USA. So finden wir lediglich Angaben wie "Long Lake Free", "Bear Lake Free", "Webb Lake Free" oder "Deer Lake Free". Im Spiel sehen diese Flüsse jedenfalls fast alle gleich aus. Und zwar sowohl in der Kampagne (ca. 20 aufeinanderfolgende Missionen), als auch in den Einzelmissionen ("Free Fish"), welche unabhängig voneinander absolviert werden können. Etwas räumliche Abwechselung hätte hier gut getan. Die Gewässer lassen sich übrigens per Motorboot befahren. Wir können uns also während einer Partie an unterschiedliche Stellen der Flüsse und Seen begeben, um von dort die Angel auszuwerfen. Das ist sicherlich ein Vorteil gegenüber anderen Angler-Simulationen, wo man die ganze Zeit wie in Stein gegossen an einem bestimmten Punkt des Gewässers verharren musste und keinerlei Bewegungsfreiheit hatte.

    USA Bass Championship ist komplett über Maus + Tastatur steuerbar. Allerdings mehr schlecht als recht. Das Motorboot z.B. steuert sich über die (Pfeil-)Tastaturen recht sperrig und der Funktionsumfang ist begrenzt bzw. reduziert sich im Wesentlichen auf "Werfen der Angelleine", "Leine einziehen", "Leine durchschneiden" oder "Köder auswählen", wobei sich einige dieser Funktionen auch per Maus ausführen lassen. Hilfreich sind dagegen Tastenbefehle, mit denen es möglich ist, eine Unterwasserkamera zu aktivieren (ein Fisch-Radar o.ä. fehlt nämlich, so dass wir sonst gar nicht wüssten, wo sich Fischbestände in größerer Konzentration aufhalten), den Punktestand abzurufen oder zwischen Boot und Angler umzuschalten (Perspektivwechsel). Von der "S"-Taste, mit der sich der Himmel ausblenden lässt, sollte man besser keinen Gebrauch machen. Ohne Hintergrund würde das Spiel noch hässlicher aussehen, als dies zum großen Bedauern des Betrachters ohnehin schon der Fall ist.

    Im Zentrum unseres Interesses steht natürlich der Fang des größten Barsches. Tatsächlich gibt es im Spiel größere und kleinere Fische, die allerdings wie frisch aus der Klonfabrik wirken, so dass eine weitreichende Differenzierung nach Artenvielfalt kaum möglich ist und eine solche von den Entwicklern sicherlich auch nie angestrebt wurde. Damit die Fische (an-)beißen, stehen uns immerhin diverse Köder zur Auswahl, darunter Frösche, Käfer oder andere (kleinere) Fische. Rein spielerisch ist dies jedoch belanglos. Ob die Fische anbeißen oder nicht, hängt in erster Linie vom eingestellten Schwierigkeitsgrad ab. Auf "easy" macht man binnen kürzester Zeit reichlich Beute; auf "medium" oder "hard" kann es hingegen schon mal ein Weilchen dauern, bis wir einen Fisch am Angelhaken haben. Das ist etwas schade und geht eindeutig zu Lasten des Simulationsanspruchs, dem USA Bass Championship aber leider auch in anderen Punkten nicht gerecht wird.

    Dies wird beispielsweise an der leblosen Grafik deutlich. Die Wasseroberfläche ist nur unzureichend animiert, unser Angler, den wir aus der Verfolgerperspektive betrachten, sieht aus wie eine Vogelscheuche, und überhaupt wirkt die ganze Optik starr und leblos. Das ging bereits bei Erstveröffentlichung des Titels vor mehr als sechs Jahren deutlich besser, selbst bei kleinen Entwicklerstudios mit geringem Budget. Andere (PC-)Angel-Simulationen sind bzw. waren zwar ebenfalls keine optischen Leckerbissen, aber immerhin noch netter anzusehen als USA Bass Championship. Das Optionsmenü (Grafikeinstellung) ist wenig hilfreich. Selbst auf maximaler Stufe ist das hier Dargestellte noch weit unter Durchschnitt. Eine solche Pixelgrafik kennt man sonst nur von Titeln aus den späten 1990er Jahren. Alle Bezeichnungen (Angaben im Optionsmenü, Textangaben) sind - das sei nur am Rande erwähnt - englischsprachig.

    Nahezu unverzeihlich dann aber vor allem der Verzicht auf fast sämtliche Sounduntermalung. Gerade bei längeren Anglereinsätzen hätte man sich doch zumindest etwas Musik, das Plätschern von Wasser oder Motorengeräusch (z.B. wenn wir mit unserem Boot über den Fluss fahren) gewünscht. Im Hauptmenü ertönt noch eine halbwegs erträgliche Musik (dieses Gedudel, wie man es häufig in TV-Werbesendungen hört), aber im Spiel ist Totenstille. Lediglich besondere Situationen (z.B. wenn ein Fisch angebissen hat) werden akustisch untermalt. Sonst bleibt einem eigentlich nur, Dinge wie Zeit, Punktestand oder Catch Pounds vom Monitor abzulesen, was nach spätestens 90 Minuten aber auch langweilig wird. (Fischfang-)Erfolge werden übrigens in den "High Scores" zusammengefasst. Allerdings können wir nur gegen den Computer antreten. Einen Multiplayer-Teil haben uns die Entwickler (dankenswerterweise?) erspart.

    Zusammenfassend darf man sagen, dass USA Bass Championship so ziemlich nichts von dem hält, was es verspricht. Einen "stundenlang aufregenden Fischsport mit realistischem Fischverhalten und einer Vielzahl von Wurftechniken" (Verpackungstext) vermissen wir ebenso wie "üppige Küstenlandschaften" und "faszinierende Unterwasserwelten". Angler-Fans können USA Bass Championship getrost im Regal stehen lassen und sollten sich für das Geld lieber ein oder zwei Packungen Fischstäbchen kaufen.

    Negative Aspekte:
    Dröge Grafik; Stummfilm-Atmosphäre (minimaler Soundanteil); geringer Bedienkomfort; kaum Abwechselung.

    Positive Aspekte:
    Relative Bewegungsfreiheit (Motorboot).

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    USA Bass Championship

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: BigJim
    2.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    3/10
    Steuerung
    5/10
    Sound
    3/10
    Gameplay
    2/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • USA Bass Championship
    USA Bass Championship
    Publisher
    THQ
    Developer
    ValuSoft, Inc.
    Release
    01.07.2004

    Aktuelle Simulation-Spiele Releases

    Cover Packshot von Landwirtschafts-Simulator 17 Release: Landwirtschafts-Simulator 17 Focus Home Interactive , Giants Software
    Cover Packshot von Into the Stars Release: Into the Stars
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USA Bass Championship
USA Bass Championship: Die Jagd auf den großen Barsch - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/USA-Bass-Championship-Spiel-40757/Lesertests/USA-Bass-Championship-Die-Jagd-auf-den-grossen-Barsch-Leser-Test-von-BigJim-1010626/
17.02.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/10/bass93cj77yp.jpg
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