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  • Uncharted 2: Among Thieves - Gipfelstürmer - Leser-Test von alpha_omega

    Mit dem Action-Adventure Uncharted: Drakes Schicksal sorgten die Macher von Naugthy Dog für den ersten richtig großen exklusiven Kracher für Sonys Playstation 3. Mit dem Protagonisten Nathan Drake, der auf den Spuren seines Vorfahren Sir Francis Drake nach dem legendäre Schatz von El Dorado so manche aufregende Situation meistern musste, erschuf man einen überaus sympathischen Charakter, auf den selbst die beiden Schatzsucher Indianer Jones sowie die ehemalige Videogame-Queen Lara Croft mit ein wenig Neid blicken dürften. Nach dem sehr guten ersten Teil von Uncharted, der im Jahre 2007 veröffentlicht wurde, war man natürlich auch auf den Nachfolger gespannt, der knapp zwei Jahre später in den Handel gelangte. Und so viel sei vorweg gesagt, bei der Fortsetzung, die mit dem Namen Uncharted 2: Among Thieves an den Start ging, übertrafen sich die Jungs von Naughty Dog noch einmal selbst, was vor allem an der fulminanten Inszenierung lag, die dank der Verschmelzung von Cut-Szenes und Spielelementen, den Spieler in an einem interaktiven Film teilhaben lässt, doch beginnen wir den Artikel von Uncharted 2 komplett von vorn, die uns direkt auf das Dach dieser Welt, dem Himalaya-Gebirge, führen wird.

    Auf den Spuren von Marco Polo

    Das Spiel und somit auch die Geschichte von Uncharted 2 beginnt mit einem Cliffhanger, der uns die Geschehnisse in einer bereits fortgeschrittenen Zeit auflegt. Mit einer Schusswunde am Bauch findet sich Held Drake in einem völlig zerstörten Zugwaggon wieder, der jederzeit droht in einen Gebirgsabgrund zu fallen. Mit letzter Kraft rappeln wir uns also auf, um aus dem Wrack zu gelangen - doch plötzlich sackt das Zugabteil ab und wir baumeln mit einer Hand am untersten Rohr des Waggons. Mühselig klettern wir nun Stück für Stück an der Unterseite des Wagens herauf, werden mit brillanten Kameraperspektiven versorgt, die uns unter anderem darauf aufmerksam machen wie tief der Abgrund ist und wie wunderbar doch dieses Hochgebirge ist, von dem wir immer noch nicht wissen, welches es ist und wie wir überhaupt erst dort hin gelangten. Doch mit jedem geschafften Abteil kehrt ein wenig Erinnerung zurück, als Drake mit seinem alten Kumpel Harry Flynn sowie dessen Angetrauter Chloe noch auf einer Urlaubsinsel an der Bar über die Reisen von Marco Polo philosophierten. Und so werden wir nach einer ersten anstrengenden und nervenaufreibenden Kletterpassagen, die damit endet, dass wir ohnmächtig zu Boden gehen, endlich mit mehr Details zu der erneut sehr geschickt und spannend erzählten Story versorgt, in der unter anderen auch wieder die Nazis eine kleine Nebenrolle einnehmen werden.

    Mit Hilfe einer alten Öllampe, wollen unsere drei Schatzsucher das Geheimnis von Marco Polo lüften, der vor mehr als über fünfhundert Jahren aufmachte, das sagenumwobene Shambala zu finden, in dessen Zentrum sich der Cintamani-Stein befindet, der seinem Besitzer unglaubliche Kräfte verleiten soll. Nachdem Nathan und Harry in Co-Produktion mit Chloe in einer sehr spannenden Schleichpassage in das türkische Museum eindrangen, in dem sich der Schlüssel beziehungsweise die Öllampe befand, die Informationen zu Marco Polos Reise beinhaltete, verrät der fiese Flynn seinen Kumpel Drake, da dieser seiner besten körperlich ein wenig zu nahe kam und er mit dem serbischen Kriegsverbrecher Lazarevic sowieso einen anderen Partner bei Suche an der Seite stehen hatte. Doch auch Drake kann auf die Unterstützung alter Freunde zählen und wird nach ein paar Monaten in türkischer Vollzugsanstalt von seinem alten Kumpel Sully gegen Kaution befreit. Zusammen mit Chloe, die immer noch Kontakt sowohl mit Flynn als auch Lazarevic hält, machen sich die drei nun auf die Reise nach Borneo, dem ersten Anlaufpunkt von Marco Polos Flotte.

    Klappe und ...... Action

    Borneo wird allerdings nicht der einzige Ort sein, an dem wir uns mit unzähligen Gefolgschaften von Lazarevic mittels Handfeuerwaffen und gelegentlichen Nahkampfeinlagen messen werden. Die überaus spannende Reise führt uns unter anderem auch nach Nepal, wo wir neben der alt ehrwürdigen Innenstadt auch einen Abstecher in die Spitze des Himalayas veranstalten werden. Generell sorgen die zahlreichen unterschiedlichen Locations, durch die wir zumeist mit waghalsigen Kletterpassagen dringen müssen, für enorm viel Abwechslung. Gerade eben fliehen wir noch vor Lazarevics Schurken durch ein Dschungelgebiet wo wir vor der Entscheidung stehen in einen tiefen Wassergraben zu springen um nach einer kurzen Cutscene fast von einem LKW in Nepal überfahren zu werden. Einer spektakulären Action-Szene folgt nicht selten gleich die nächste, und so kommt es unter anderen vor, dass wir nach dem Erreichen eines mehrstöckigen Hotels von einem Helikopter in Beschuss genommen werden, der dank Raketen uns den gesamten Komplex unter den Füßen wegbombt und wir mit letzter Kraft aus dem einstürzenden Gebäude fliehen müssen. Ähnliches hatte man zwar in ähnlicher Form auch schon in anderen Spielen gesehen, man erinnere nur an den Untergang des Frachtschiffes aus Call of Duty 4, doch noch nie erlebte man dies mit solch einer Intensität und mit solch einer Dramatik wie bei Uncharted 2. Es gibt eigentlich kaum eine Szene, die man noch nicht in einem guten Action-Film gesehen hat. Und so laufen wir über fahrende Züge, hüpfen in einem LKW-Konvoi von Truck zu Truck oder laufen von einstürzenden Brücken, bei denen uns der Boden förmlich unter den Füßen entrissen wird.

    Als ruhigen Ausgleich zum Luft holen, bekommen wir natürlich wie schon im Vorgänger nicht selten anspruchsvolle Klettereinlagen, die dank einer Verbesserung beim Handling sogar noch etwas geschmeidiger ablaufen wie beim Vorgänger. So achteten die Macher darauf, dass an vielen Vorsprüngen gelegentliche kleinere Steine oder Griffe mit angebracht wurden, die man nur mittels Stick- und nicht mit Sprungtastenabfrage erreichen kann. Generell verlaufen die Animationen von Drake um ein weiteres flüssiger und eleganter, als dies ohnehin schon im Vorgänger zu beobachten war. Doch nicht nur der Hauptakteur sondern auch seine Weggefährten, denen man hin und wieder mit der Räuberleiter zu Hilfe eilt oder die man in einigen Situationen schwer verletzt an der Schulter führen muss, während man gleichzeitig das Feuer erwidert und flüchtet, hinterlassen einen sowohl optisch positiven, als auch in Sachen KI gelungenen Eindruck. Nicht selten ist man unter anderen auf Koop-Gameplay angewiesen, so unter anderen auch in einem gigantisch großen Budda-Tempel oder in einer im Gebirge gelegenen Eishöhle. Und genau an dieser Stelle mache ich in Sachen Gameplay den Entwicklern einen kleinen Vorwurf, denn wie schön wäre es gewesen, die einzelnen Gebiete zusammen mit einem Freund gemeinsam zu absolvieren.

    Sam Fisher meets Killzone

    Ansonsten überzeugt die Spielmechanik vor allem bei den Gefechten durch ihre Flexibilität. Je nach dem wie geschickt und vorsichtig anstellt, lassen sich zumeist größere Gegnergruppen mittels Stealth-Gameplay überlisten beziehungsweise diese leise auszuschalten. Dabei besonders hilfreich ist auch das zuweilen äußerst clevere Levedesign, welches speziell darauf ausgerichtet wurde, seinen Charakter mittels Kletterhilfen in besonders aussichtsreiche Positionen zu führen. Zudem ist es möglich Gegner nicht nur mittels Würgegriff zum Schweigen zu bringen, sondern sie in Kraxel-Stellung mit einem kleinen Griff über das Geländer zu ziehen um ihnen somit eine Fahrkarte in den Abgrund auszustellen. Ok die Gegner-KI reagiert dabei nicht immer so brillant wie in einem Splinter Cell, doch soll sie das auch gar nicht unbedingt, da man so umso besser sich den zahlreichen Schusswechseln clever entziehen kann, was speziell in den höheren Schwierigkeitsgraden sich sehr bewährt macht.

    Doch nichts desto trotz besteht ein großer Teil des Spieles aus etlichen Gefechten mittels leichter und schwerer Waffen. Angefangen bei der AK47 bis hin zu Granat- und Raketenwerfen oder auch stationären MG's. Demzufolge ist auch das Aufkommen der Gegner etwas höher als noch in Teil eins, was Actionbegeisterte Fans mit Sicherheit nicht all zu sehr stören dürfte. Ebenso ist es nun möglich nicht nur Handgranaten als Wurfsprengungen einzusetzen, sondern auch Gasbehälter, die sich an einigen Orten befinden. An dieser Stelle gibt es auch bei der Steuerung eine kleine Veränderung zu verzeichnen. Denn der Handgranatenwurf, der im Vorgänger noch mit dem eher lästigen Siaxis-Feature begleitet wurde, kann nun auch relativ lässig mit den beiden hinteren Schultertasten getätigt werden.Auf die Unterstützung der Bewegungssensoren des PS3-Controllers verzichtete man hingegen komplett. Dafür bekommt man beim Deckungsfeaure eine kleine Erleichterung beim "Blindfeuern", welches diesmal nicht komplett ohne Fadenkreuz, sondern mit einem etwas größeren ovalen Kreis für speziell Einsteiger einfachere Verhältnisse sorgt.

    Neben der fesselnden Story, den zahlreichen Actionsequenzen sowie den in Perfektion auszuübenden Kletterpassagen, die mir aufgrund der teilweise genialen Kameraführung sogar noch besser gefielen, als die ähnlich motivierenden Kraxeleien des persischen Prinzen in dessen besten Zeiten, sorgt auch der Multiplayermodus dafür, dass man Uncharted 2 mehr als nur einmal in das Laufwerk seiner Konsole einlegt. Zwar gilt es im Aufeinandertreffen gleichgesinnter Onlinespieler nicht das eine oder andere kleine Rätsel zu lösen, doch dafür sorgen Deckungseinlagen und die Möglichkeit seiner Gegner mittels geschickter Sprung- und Kletterpassagen zu überlisten für den nötigen Anspruch, der aufgrund der eben genannten Feature sich von der Konkurrenz deutlich abhebt. Was hingegen ähnlich abläuft wie in vielen anderen Mehrspielerbereichen, ist das Ranking Up-System, welches mittels Erfahrungspunkte uns mit neuen Waffen und Fähigkeiten versorgt.

    Viel zu schön um wahr zu sein

    Sollte bereits Uncharted: Drakes Schicksal den Spieler in ein unglaubliches Dschungel-Paradies, welches mit herzerwärmenden Sonnenuntergängen und berauschenden Wasserfällen nicht geizte, so übertrifft Among Thieves auch in diesem Bereich seinen Vorgänger nochmals um gewaltige Längen. Speziell in Sachen Art-Design sollte man den Machern ein ganz großes Lob zollen, denn selten zuvor habe ich mich an den Anblick der einzelnen Locations so sehr erfreut wie in diesem Spiel. Seien es die durch Lazarevic zerstörten Straßenzüge von Nepal, die mit detaillierten Pflastersteinen oder auch kleinen Accessoires wie kleinen bunten Fähnchen oder Tonkrüge eines Basars sofort ins Auge stechen, die schneebedeckten Gipfel des Himalayas, die man langsam erblickt, während wir mit dem Zug uns Stück für Stück der Fauna entfliehen oder auch das paradiesisch wirkende Shambala, welches kurze Zeit später durch prasselnde Regenfälle und genialen Blitzeffekte förmlich für Gänsehaut sorgt. Zudem glänzt die gesamte Optik durch eine tolle Weitsicht sowie einen Wischeffekt, der speziell beim Anvisieren der Waffen für die nötige Portion Realismus sorgt.

    Doch nicht nur die einzelnen Umgebungen wurden ordentlich aufgebohrt, sondern auch die Waffenphysik. So wirken die einzelnen Wummen jetzt deutlich wuchtiger, ebenso können vereinzelte Gegenstände aus dünnen Material durchschlagen werden, während wir mit einem Raketenwerfer unter anderem einen kompletten Turm sprengen. Bei den einzelnen Charakteren, die jetzt noch viel lebendiger wirken, gab man sich ebenfalls viel Mühe. Bei der Akustik brilliert hingegen erneut der Orchester-Soundtrack, der uns wunderbare Melodien präsentiert und somit das Schatzsucher-Flair hervorragend einfängt, ein Klang von Abenteuer und Freiheit liegt ganz klar in der Luft. Eine Verbesserung vernahm ich auch bei den Soundeffekten der Waffen, die wie die gesamte Physik, jetzt weitaus brachialer beim Zuhörer ankommen. Tja und was wäre ein Uncharted ohne die amüsanten Dialoge seiner Protagonisten, die speziell bei Drake und einer alten Bekannten, die ich hier nicht nennen werde, für die nötige Würze sorgen. Lediglich die deutschen Sprecher von Chloe und Flynn fallen gelegentlich durch eine etwas falsche Betonung auf, was allerdings zu verschmerzen ist.

    Fazit
    Uncharted 2: Among Thieves darf man ohne jeden Zweifel als virtuelles Meisterwerk bezeichnen, welches auf eine imposante Art und Weise den perfekten Spagat zwischen Videospiel und interaktiven Filmgeschehen schafft. Doch lebt dieses Action-Adventure nicht nur von seinen zahlreichen und mit viel Action versehenen Höhepunkten, die den Spieler von einer Extremen in die Nächste schickt, sondern sorgen spannende Schleich- sowie nervenaufreibende Kletterpassagen für die nötige Abwechslung. Lediglich Rätselfreunde kommen wie auch schon im Vorgänger ein wenig zu kurz, stellen die einzelnen Schalterrätsel kaum echte Kopfnüsse dar. Ebenso sehr bedauert man ein klein wenig die Tatsache, dass man mit Drake nur allein auf Schatzsuche gehen wird, als Ausgleich dafür erhält man allerdings einen globalen Mehrspielermodus, der vereinzelte Spielelemente der Solokampagne mit beinhaltet und sich somit von den zahlreichen Genre-Kollegen abhebt. Doch selbst reine Solisten dürften bei einer Spielzeit von 10 bis 12 Stunden der Solokampagne nur wenig zu kritisieren haben, bekommt man neben vielen amüsanten Cutszenen die Drake in seiner unnachahmlichen Art zeigen, auch ein Art-Design geboten, dass an Schönheit und Detailverliebtheit kaum zu überbieten ist. Naughty Dog hat den ohnehin schon sehr guten ersten Teil nochmals in allen Bereichen übertroffen und somit kann ich nur jeden raten, der bis dato noch nicht in den Genuss von Uncharted 2 gekommen ist, dieses dringend nachzuholen. Sprich, wir haben es hier mit einem klaren Pflichtkauf zu tun, auf dessen Fortsetzung im November dieses Jahres man mehr als gespannt sein dürfte.

    Negative Aspekte:
    Leider kein Koop-Modus, Freunde anspruchsvoller Rätsel kommen nicht ganz auf ihre Kosten, gelegentlich merkwürdige Betonung in der deutschen Synchronisation

    Positive Aspekte:
    Umwerfendes Artdesign, nahezu perfekte cineastische Inszenierung, optimierte Bedienung, butterweiche Animationen, geniales Schatzsucher-Flair, verbesserte Waffen-SFX und Physik, atemberaubende Kameraperspektiven, spaßiger Online-Part

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Uncharted 2: Among Thieves

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    9.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Uncharted 2: Among Thieves
    Uncharted 2: Among Thieves
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Developer
    Naughty Dog
    Release
    11.06.2010
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http://www.gamezone.de/Uncharted-2-Among-Thieves-Spiel-40517/Lesertests/Uncharted-2-Among-Thieves-Gipfelstuermer-Leser-Test-von-alpha-omega-1010706/
30.04.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/10/Kapitel_18_-_Schatz_61.jpg
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