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  • Uncharted: Drakes Schicksal - Lara Croft küsst Indiana Jones - Leser-Test von Kubrick

    Uncharted: Drakes Schicksal - Lara Croft küsst Indiana Jones - Leser-Test von Kubrick "Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon."
    So haben bestimmt die meisten Besprechungen bei Naughty Dog begonnen, als es um den den Playstation-Hit "Uncharted" ging. Und im Endeffekt auch logisch, denn warum sollte man unbedingt mit neuen, mitunter unfertigen Konzepten hantieren wenn man aus einer, inzwischen höchst umfangreichen, Bibliothek exzellenter Konzepte wählen kann? Warum trotz aller Fremdeinflüsse "Uncharted: Drakes Schicksal" mehr als nur ein reines Plagiat ist, erfahrt ihr im folgenden Review.

    Auf den Spuren großer Vorbilder
    Schon die ersten Klänge des epischen Soundtracks saugen einen förmlich hinein in die Welt von Drake, dem draufgängerischen Schatzjäger. Dieser wandelt auf den abenteuerlichen Pfaden seines Vorfahren, Sir Francis Drake, um sich den Wunsch vom großen Reichtum zu erfüllen. Zusammen mit einer feschen Reporterin macht er sich auf die Suche nach den zahlreichen Spuren die ihm sein berühmter Ahne hinterließ, um endlich den Weg zu El Dorado zu finden, dem legendären, verwunschenen Inka-Gold. Doch nicht nur er ist auf der Suche: Rücksichtslose Plünderer und Banditen sind ebenso heiß auf den Schatz der Schätze und so trifft Drake in den verfallenen Ruinen nicht nur auf Spinnen und anderes harmloses Ungeziefer sondern auch auf allerlei schießfreudiges Gesindel. Doch schon bald sind Söldner und Piraten nicht mehr sein einziges Problem, da der Schatz ein grausames Geheimnis hütet mit dem wohl niemand gerechnet hätte...

    Obwohl die Geschichte in der heutigen Zeit angesiedelt ist, erkennt man ganz klar die klassischen Vorbilder: Wilde Abenteuer an exotischen Schauplätzen gepaart mit handfesten Schießereien und Explosionen verweisen ungeniert auf Indiana Jones und gruselige Krypten mit mystischen Rätseln lassen streckenweise bekanntes Resident Evil-Feeling aufkommen. Ganz zu schweigen von der stimmungsechten Silent Hill-Taschenlampe und den Klettereinlagen die selbst Lara Croft zur Ehre gereicht hätten.
    Viele Gameplay-Elemente hat man so also schon mal in anderen Spielen gesehen, selten aber in solch einer Perfektion. Die Klettereinlagen überraschen durch eine dynamische Bewegungsfreiheit, einfallsreiches Design und unglaubliche Animationen, das Deckungssystem bei Schießereien funktioniert fast besser als in Gears of War und die Grafik übertrifft mit ihren hellen, weitläufigen Arealen, knackscharfen Texturen und realistischen Details so manch hochgefeierten Shooter-Kollegen. Denn anders als beim hundertsten Kriegsszenario oder dem letzten Helden der Zukunft ist die grafische Gestaltung größtenteils hell, freundlich und durchaus einladend. Selbst die düsteren Keller und Verließe die uns im Spielverlauf begegnen wirken weder langweilig noch zu dunkel, sondern schmücken sich mit faszinierenden Lichteffekten, feuchtschimmernden Steinwänden und dynamischen Schatten die sich je nach Lichteinwurf der Taschenlampe ändern. Die Außenareale wissen durch eine üppige Pflanzenwelt zu gefallen, die realistisch und mit enormen Aufwand realisiert wurde. Keine Ecke scheint hier der anderen zu gleichen, überall erstrahlt die Südsee-Insel in einem herrlichen, sonnigen Grün. Später wird die Farbpalette zunehmend düsterer, wenn eine verfallene Stadt, ein vergessenes Kloster, unterirdische Katakomben oder ein gestrandetes Schiff auf unseren Besuch warten.
    Spielen tun sich diese abwechslungsreichen Level wie eine Mischung aus Tomb Raider und Gears of War. Müssen am Anfang teils knifflige Kletterpassagen und kleinere Rätsel gelöst werden, steht schnell auch mal ein ausuferndes Feuergefecht auf dem Plan. Man merkt aber schnell dass hier die Schießereien im Mittelpunkt stehen und der Protagonist vor umfassenden Rätselbollwerken ala' Lara Croft verschont bleibt. Dies erweißt sich als Vor- und Nachteil: Spieler mit Shootereinschlag freuen sich über die reichlich portionierte Action, greifen aber im Normalfall eher zu einem Ego-Shooter oder zu mindestens einem Titel mit Multiplayer und Onlineanbindung. Spieler die gerne Rätsel in muffigen Grabkammern lösen und sich gekonnt von Säule zu Säule schwingen werden sich schnell von den eher marginal vorkommenden Rätseleinlagen und den Kletterpassagen gelangweilt fühlen. Auch das eher locker-leichte Abenteuerfeeling leidet unter den blutigen Schießereien. Irgendwann kauft man es Drake einfach nicht mehr ab dass er in den Zwischensequenzen unbeschwert seinen Indy-Charme spielen lässt während er im Spiel an die 500 Leute ins Jenseits befördert.
    Abgesehen davon geht die Mischung aus Abenteuerspiel und 3rd-Person Shooter auf und bereitet ein menge Spielspaß. Außer der tollen Grafik sind hierfür auch die spektakulären Animationen mitverantwortlich. Drakes Körper scheint völlig den physikalischen Gegebenheiten seiner Umwelt unterworfen zu sein und reagiert auf jede noch so kleine Unebenheit um ihn herum. Obwohl die Stages schön eng geschnitten sind, bewegt sich Drake völlig natürlich ohne "hängenzubleiben". Anstatt einfach nur stur gegen eine Wand zu laufen verhält sich unser Protagonist realistisch und neigt sich etwas zur Seite, oder hebt die Füße bei Stolpersteinen. Auch bei den aufregenden Kletterpartien zeigt sich Drake von seiner menschlichsten Seite. Samtweiche Übergänge in den Bewegungen, anscheinend kraftraubende Sprünge und ein physikalisch korrekt reagierender Körper erzeugen ein Gefühl von Schwere und Realismus das es so bisher noch nie in einem Spiel zu bestaunen gab.
    Auch die vielen abenteuerlichen Orte rund um den Schatz von El Dorado wirken gerade wegen der eher dezenten Rätsel und der muffigen Atmosphäre sehr lebensnah und glaubhaft. Man muss sich diesmal also nicht fragen warum der Drachenkopf nach 500 Jahren immer noch im regelmäßigen Rhythmus Feuer speit oder warum das Kristallauge inmitten des Raumes nach mehreren Jahrhunderten immer noch so blitz-blank ist einen Sonnenstrahl in das Auge des Neptun zu befördern. Geboten werden morsche Holzstrukturen, verfallene Bauten der verschiedensten Epochen, die abenteuerlich genug sind den Forschungsdrang zu wecken, aber immer noch authentisch genug wirken um eine sehr glaubwürdigen Eindruck zu machen. Einzig und allein spätere Gruselelemente wirken dann doch etwas uninspiriert und aufgesetzt, jedoch kann man dies den Entwicklern kaum übel nehmen, da hierdurch gerade zum Ende hin frischer Wind in das Spiel kommt.

  • Uncharted: Drakes Schicksal
    Uncharted: Drakes Schicksal
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Developer
    Naughty Dog
    Release
    06.08.2008
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Uncharted: Drakes Schicksal
Uncharted: Drakes Schicksal - Lara Croft küsst Indiana Jones - Leser-Test von Kubrick
http://www.gamezone.de/Uncharted-Drakes-Schicksal-Spiel-40521/Lesertests/Uncharted-Drakes-Schicksal-Lara-Croft-kuesst-Indiana-Jones-Leser-Test-von-Kubrick-1007862/
22.10.2008
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