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  • Unreal 2: The Awakening im Gamezone-Test

    Die Xbox-Version von Unreal II bietet uns exklusiv einen Coop und einen Online Mode.

    Eingefleischte Egoshooter-Fans auf dem PC können sich noch an das Abenteuer auf Na Pali erinnern, welches man in "Unreal" erleben durfte. Dabei ging es um die Flucht von besagtem Planetoiden, auf dem sich bereits zwei außerirdische Rassen befanden. Während die Einen schon immer friedlich ihr Leben zu bestreiten versuchten, hatten die Anderen nichts besseres im Sinn als sich die Einheimischen zu versklaven und für ihre Zwecke zu benutzen. Mitten in diesem Konflikt war es unsere Aufgabe einen Fluchtweg von Na Pali zu finden, um kurz darauf wieder auf den Planeten zurückzukehren. Diese Geschichte erlebte man in dem extra erhältlichen AddOn "Return to Na Pali".

    Mit "Unreal 2 - The Awakening" wird diese Story auch auf der Xbox fortgeführt, allerdings sind die Startbedingungen dieses Mal etwas besser, da wir nicht in die Rolle eines Häftlings schlüpfen der komplett mittellos zu überleben versucht, sondern dieses Mal übernehmen wir die Rolle eines ausgebildeten und voll ausgestatteten Elite-Soldaten, dessen erste Aufgabe darin besteht, ein wichtiges Artefakt zu bergen, auf welches es ganz offensichtlich auch die außerirdische Macht abgesehen hat. So landen wir zu Beginn der Geschichte in einer kleinen Fähre auf dem Planeten auf dem sich bereits ein gigantisches Forschungszentrum der Menschen befindet. Von dort erhielten wir einen verzweifelten Hilferuf eines Wissenschaftlers, welcher bis jetzt das Artefakt vor den Außerirdischen verstecken konnte. Doch die Zeit drängt und es liegt an uns den Wissenschaftler schnell genug zu finden bevor er von den Aliens entdeckt wird.

    So beginnt die erwartungsgemäß bombastische Story zu "Unreal 2", welche eine Dichte erreicht die man einem Egoshooter auf den ersten Blick nicht zutrauen würde. Doch wie schon im ersten "Unreal" entsteht aus dem perfekten Zusammenspiel der Areale, der Soundkulisse und der Charaktere eine Inszenierung die ihres Gleichen sucht. Egal ob man alleine durch die dunklen Wälder schleicht, während der Regen hernieder prasselt, unheimliche Geräusche aus dem Gehölz an unser Ohr dringen und uns so manch seltsames Tier begegnet, oder ob man sich mit einer Handvoll Elite-Soldaten durch ganze Horden von Aliens schießt, während die Kameraden "Kontakt" hier und "Kontakt" dort melden, die erzeugte Atmosphäre kommt immer authentisch und sehr gut inszeniert 'rüber. Dazu gesellen sich die vielen Fallen und Überraschungsmomente, welche die Story nicht nur vorantreiben, sondern ihr diesen typischen, klaustrophobischen Anstrich geben den man von Unreal erwarten darf. Da kann man die relativ kurze Spielzeit schon schlucken, bietet uns doch die Xbox-Version im Gegensatz zum PC auch einen richtigen Coop-Mode, der es uns erlaubt gemeinsam mit einem Mitspieler die Singleplayer-Kampagne zu erleben.

    Dabei erzeugt die verwendete Engine eine Detailfülle in einer Grafikpracht die einen immer wieder staunen lässt. Egal ob man sich unter freiem Himmel aufhält oder sich in den Innenräumen bewegt, immer wird das Auge mit einer Detailflut belohnt die Freude aufkommen lässt. So sieht kein Baum im Freien aus wie der Andere, jeder Busch scheint ein Unikat zu sein und sogar die verstreut liegenden Felsen wiederholen sich nicht. Gleiches gilt in den Innenarealen, die wirklich alles aus der verwendeten Hardware herausholen. So existiert nicht eine glatte Wand auf die einfach nur eine Textur gelegt wurde, ganz im Gegenteil scheinen hier nicht nur ein Profigrafiker am Werk gewesen zu sein, denn die Gebäude wirken allesamt wie von den besten Architekten und Ingeneuren entworfen. In den Räumen schlängeln sich eine Unzahl an Rohren und Kabeln die Wände entlang, während das indirekte Licht der Beleuchtung der gesamten Szenerie einen unwirklichen Eindruck verleiht. Die Models der Aliens und Menschen sind ebenfalls hervorragend gelungen und genauso hervorragend animiert. Auch wenn es etwas grausam klingt, aber einen übermenschlich großen Alien per Flammenwerfer in seine Schranken zu weisen sieht nicht nur ungemein gut aus, sondern macht auch noch ganz lustige Geräusche, wenn der Chitinpanzer zu kochen beginnt. Leider erkauft man sich die Detailflut mit einer immer wieder einbrechenden Framerate, besonders wenn viel Nebel, Feuer oder Dampf verwendet wird. Auch ist die Sichtweite in den Wäldern bei weitem nicht so hoch wie bei der PC-Version.

    Wie bereits erwähnt gehört die zu "Unreal 2" gelieferte Soundkulisse zu den besseren des Genres. So mischen sich die Waffengeräusche, die abprallenden Projektile und die Schmerzlaute in Verbindung mit den viel vorhandenen Umgebungsgeräuschen und der sehr stimmungsvollen Hintergrundmusik zu einer Soundkulisse zusammen die den Spieler unweigerlich im Geschehen versinken lässt. Mitunter wird sogar versucht den Spieler in Panik zu versetzen, wenn aus dem Funkgerät die Anweisungen brüllen während die begleitenden Kameraden nicht mehr aus dem Geschrei herauskommen während sie alles abfeuern was sie in Händen halten und es doch nichts zu nützen scheint. Doch auch die Stille wird ganz bewusst eingesetzt um dem Spieler mitzuteilen besonders aufmerksam zu sein, wie z.B. in der inzwischen ziemlich bekannten Aufzugszene. Betritt man diesen, verstummen plötzlich alle Geräusche und der Lift bleibt mitten im Schacht stecken. Daraufhin schaltet sich die Beleuchtung Lampe für Lampe aus bis es stockdunkel ist. Dieser Zustand dauert aber nur kurz an, bis wir nämlich die glühenden Augen in der Finsternis auf uns zukommen sehen, begleitet von einem Schocksound der alleine einem schon das Blut in den Adern gefrieren lässt.

    Die Steuerung hält sich an den auf Konsolen bekannten Standard, sollte also niemanden vor Probleme stellen. Der linke Stick dient dazu den Charakter zu bewegen und der rechte Stick steuert die Blickrichtung. Mit den Tasten B und Y wechseln wir durch die Waffen, mit B laden wir nach und mit A können wir aufstehen bzw. springen. Einzig die Ducken-Funktion auf dem Digikreuz wirkt etwas unaufgeräumt.

    Völlig neu in der Xbox-Version von Unreal 2 - The Awakening ist das Multiplayer-Feature. Stellt Unreal 2 auf dem PC noch ein astreines Einzelspielervergnügen dar, können wir mit der Xbox-Version entweder ein richtiges Coop-Spiel per Splitscreen starten, wobei wir exakt die gleichen Missionen erleben wie in der Singleplayer-Kampagne, oder per lokal vernetzter Xboxen oder über Xbox Live ein sogenanntes XMP-Spiel austragen, was soviel bedeutet wie "Expanded Multiplayer Game". Diese Spielart erinnert etwas an ein Capture the Flag, bis auf den Umstand, dass es sich nicht um Fahnen sondern um Artefakte handelt die einzusammeln und ins eigene Hauptquartier zu bringen sind und das es zwei Artefakte statt einer Fahne gibt. Ziel des einen Teams ist es also die beiden feindlichen Artefakte aus dem gegnerischen HQ zu entwenden und ins eigene zu bringen, wobei man natürlich darauf achten muss die eigenen Artefakte auch zu behalten. Um die teilweise doch recht großen Areale flott bereisen zu können stehen uns diverse Vehikel zur Auswahl, die wiederum mit den verschiedensten Waffen ausgestattet sind.
    Das XMP-Spiel funktioniert im Grunde recht gut, dürfte aber so manchen Einsteiger etwas zu kompliziert sein, denn obwohl das eigentliche Spielprinzip jedem einleuchten sollte, sorgen die vielen Einblendungen und besonders das Farbschema der Artefakte im Interface eher für Verwirrung statt für Aufklärung. Erst wenn man verinnerlicht hat was es bedeutet wenn das Artefakt Grün, Gelb oder Rot leuchtet oder blinkt, die diversen Icons auf dem Radar kennt sowie die Hilfssymbole über den Köpfen der Mitspieler identifizieren kann (ein Totenkopf bedeutet nicht, dass der Spieler zum Abschuss freigegeben ist), kann man sich voll dem Spielgeschehen widmen. Dies hätte man sicher besser lösen können und stellt für Gelegenheitsspieler eine nicht zu verachtende Hürde dar.

    Unreal 2: The Awakening (XB)

    Singleplayer
    8,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Detaillierte Welten
    hervorragender Soundtrack
    sehr gut erzählte Geschichte und mitreissendes Gameplay
    Coop-Mode
    Xbox Live-Support
    Singleplayer-Kampagne ist etwas kurz
    nur ein einziger Online Spielmodi der komplizierter ausgefallen ist als er hätte sein müssen
  • Unreal 2: The Awakening
    Unreal 2: The Awakening
    Publisher
    Infogrames Entertainment S.A. (F)
    Developer
    Legend Entertainment
    Release
    06.02.2003

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Unreal 2: The Awakening
Unreal 2: The Awakening im Gamezone-Test
Die Xbox-Version von Unreal II bietet uns exklusiv einen Coop und einen Online Mode.
http://www.gamezone.de/Unreal-2-The-Awakening-Spiel-40642/Tests/Unreal-2-The-Awakening-im-Gamezone-Test-989849/
20.04.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/04/TV2004042014592600.jpg
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