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  • Unreal Championship im Gamezone-Test

    In Deutschland müssen wir zwar noch bis März 2003 warten, dann erst ist auch hierzulande der Onlinedienst Xbox-Live! für jeden verfügbar, doch schon jetzt erscheint nach Mechassault mit Unreal Championchip das zweite große Onlinespiel für Microsofts Konsole. Zudem verfügen beide Games über die sogenannte System-Link Funktion, mit der sich bis zu acht Xboxen lokal per Hub (oder Switch) miteinander verbinden lassen. Bei nur zwei Konsolen benötigt man den Hub hingegen überhaupt nicht und verbindet satt dessen die zwei Xboxen mit einem Crosslink-Kabel. So kann man auch schon ganz gediegene Multiplayer-Matches austragen und sich so die Zeit bis zum Launch von Xbox-Live! verkürzen. Doch auch mit nur einer Xbox kann man in Unreal Championchip mit bis zu vier Spielern gleichzeitig zocken, was dann per bekanntem Splitscreen erfolgt.

    Epic Games verpaßt mit Unreal Championchip der Xbox erstmals die neueste Version der überaus erfolgreichen Engine, welche bekanntlich auch in vielen anderen Games ihren Dienst leistet. Das Spiel selbst bietet uns ähnliches wie Unreal Tournament 2003 auf dem PC, allerdings sind einige neue Maps und Charaktere dazugekommen, die das Gameplay natürlich entsprechend vielseitiger und abwechslungsreicher machen. Zudem ist die Steuerung für einen Ego-Shooter hervorragend auf den Controller umgesetzt, was ebenso schnelle Online-Matches verspricht wie bei den PC-Spielern.

    Doch auch der Einzelspieler bekommt in typischer Unreal-Manier eine fordernde Meisterschaft geboten, die ihn durch alle Maps und gegen alle Gegner führt, bis das letzte Duell geschlagen ist und man den goldenen Topf auf das Fensterbrett stellen kann. Zu Beginn muss man sich noch durch einige Deathmatches kämpfen, bis dann das Capture the Flag etc. freigeschaltet werden. Dies macht man allerdings nicht alleine, sondern man stellt sich aus den über 45 Charakteren ein Team zusammen, mit denen man fortan durch die Maps metzelt. Die einzelnen Teammitglieder besitzen dabei verschiedene Fähigkeiten an den unterschiedlichen Waffen, die sie aber im Kampf noch verbessern können und so immer stärker werden. Trotzdem empfiehlt sich bei der Zusammenstellung des Teams eher eine gemischte Truppe zusammenzustellen, statt lauter Kämpfer mit ähnlichen Eigenschaften, denn die KI der Bots ist nicht zu verachten und sie interagieren recht ordentlich miteinander. Ebenfalls beachtenswert die ausgeprägten Eigenschaften der Charaktere, von langsam bis schnell oder feige bis mutig. Mit der Zeit erkennt man seine Teammitglieder so tatsächlich schon von der Ferne an ihrem Verhalten.
    Ebenfalls für viel Spaß sorgt die Adrenalinfunktion, die den Spieler antreibt so viele Pillen zu suchen bis seine Adrenalinanzeige auf 100% steht, um dann eine der vielen Spezialfunktionen, wie extreme Geschwindigkeit oder Unsichtbarkeit, auszulösen, oder gleich per Berserk-Mode einen Amoklauf zu starten.

    Das Herzstück von Unreal Championchip ist natürlich der Multiplayer-Part, und der ist erwartungsgemäß vielseitig und groß. Wie schon zu Beginn erwähnt, gibt es drei grundlegende Möglichkeiten mit mehreren Spielern teilzunehmen. Der Splitscreen, der System-Link und Xbox-Live!. Den Splitscreen können wir eigentlich nur für zwei Spieler empfehlen, da ansonsten selbst auf größeren Fernsehern die Übersicht schon arg leidet und bei drei oder mehr Spielern auf einer Xbox leider doch deutliche Geschwindigkeitseinbußen bei der Bildwiedergabe in Kauf genommen werden müssen. Dieses Problem tritt beim Spiel per System-Link natürlich nicht auf, wofür allerdings jeder Spieler eine Xbox und einen Fernseher benötigt. Als Entschädigung für den technischen Aufwand kann man dafür an einem Game mit bis zu acht Spielern teilnehmen. Getoppt wird das natürlich nur noch von Xbox-Live!, welches Schlachten mit bis zu 16 Kriegern gleichzeitig ermöglicht. In Deutschland müssen wir uns dafür aber noch bis März 2003 gedulden.

    Spielmodi bietet UC die schon aus UT bekannten Deathmatch, Team Deathmatch, Survival, Capture the Flag, Bombing Run und Double Domination. Deathmatch und Team Deathmatch sollten sich eigentlich von selbst erklären, geht es dabei doch einfach nur darum als Einzelgänger oder im Team so viele Frags wie möglich zu kassieren. Sicherlich die schnellste und schweißtreibendste Art und Weise Unreal zu spielen. Die taktisch interessantesten Games hingegen entstehen beim Bombing Run, bei dem es um einen Ball geht der ins gegnerische Tor geschossen werden soll. Der Ball alelrdings ist man selbst, sobald man ihn aufgenommen hat. In dieser Situation kann man auch keine Waffen benutzen ausser den speziellen Ballwerfer, der dazu dient den Ball eben ins besagte gegnerische Tor zu katapultieren. So ist man auf die Unterstützung der Teammitglieder angewiesen, die einen den Rücken freihalten müssen um überhaupt eine Chance zu haben. Da es auch, im Gegensatz zum Capture the Flag, nur einen Ball und nicht zwei Fahnen gibt, ist der entstehende Tumelt schon bei wenigen Spielern vorprogrammiert und sorgt für versprochenen Spielspaß.

    Die Grafik bietet uns das was für von einem Titel dieses Kalibers auf einer Xbox erwarten können. Die Maps sind allesamt von spitzen Qualität und hoch detailliert. Sie bestechen durch die hoch qualitativen Texturen welche selbst in den dunklen Ecken nichts von ihrer Brillianz verlieren und den vielen Leichteffekten, welche den Maps mehr als nur einen Touch Realismus verleihen.
    Die Waffen sind zum Teil etwas anders designt als beim großen Bruder der PC-Version. Ihre Charakteristik und Funktion allerdings wurde voll beibehalten, so dass nach wie vor das richtige Unreal-Feeling aufkommt. Die Effekte, von den elektrischen Waffen bis hin zu den Einschüssen der Projektile, sind selbstverständlich ebenfalls hervorragend gelungen und beziehen ihre Umwelt in das Spektakel mit ein, indem sich das Licht an den Wänden spiegelt oder Löcher in den Rohren zurückbleiben.
    Die Framerate läuft in der Regel stabil bei 30 Bilder die Sekunde, bricht aber gerne mal etwas ein, wenn besonders viele Effekte dargestellt werden oder viele Spieler in der Nähe sind. Die verlorenen Bilder beeinträchtigen das Spielgeschehen zwar nicht besonders, sind aber deutlich sichtbar und deswegen schon etwas unschön und stehen dem Titel nicht gut zu Gesicht.
    Ebenfalls etwas nörgeln kann man an der Unschärfe der gezeigten Videosequenzen, die hätten sicher nicht so stark komprimiert werden müssen.

    Die Soundkulisse dagegen gibt sich nicht die geringste Blöße. In technisch einwandfreien DTS5.1 ertönt das Kampfgetümmel wirklich räumlich. Sämtliche Geräusche sind exact zu orten und jede Waffe besitzt selbstverständlich ihre ganz typischen Sounds, genauso wie die Charaktere, die man mit etwas Übung schon am Ächzen erkennen kann. So erklingt die gesamte Spielwelt in perfektem Raumklang mit Ausnahme der Funksprüche die ausschließlich aus der vorderen Mitte kommen.

    Wenn man eine solch gelungene Steuerung wörtlich in Händen hält wie bei Unreal Championchip, fragt man sich zurecht, wieso nicht jeder Ego-Shooter so perfekt zu steuern ist. In der Standardkonfiguration wird der Charakter mit dem linken Stick bewegt, wobei bei Druck auf diesen die Figur springt, während man mit dem rechten Stick Ziel aufnimmt. Die beiden Schultertasten dienen für das primäre und sekundäre Feuer und mit den X und B Tasten wechselt man vor- oder rückwärts durch die Waffen. Ob automatisch auf die stärkste Waffe umgeschaltet werden soll kann man im persönlichen Profil wählen, ebenso ein "leichtes" Autozielen. Freilich gilt in einem Multiplayer-Game die vorgegebene Konfiguration für das Autozielen, damit es auch gerecht zugeht.

    Zum Schluß sollten wir noch die Sache mit dem Blut klären, welches nämlich in der deutschen Version grün eingefärbt wurde und nicht so exzessiv verspritzt wird, wohingegen es in der US-Version rot ist. Ansonsten unterscheiden sich die zwei Versionen nicht voneinander.

    Unreal Championship (XB)

    Singleplayer
    9,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr schnelles Gameplay
    viele verschiedene Modi
    viele Multiplayer Möglichkeiten
    sehr gute Steuerung
    Mitunter leicht einbrechende Framerate
  • Unreal Championship
    Unreal Championship
    Publisher
    Atari
    Developer
    Epic Games
    Release
    22.11.2000

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Unreal Championship
Unreal Championship im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Unreal-Championship-Spiel-40646/Tests/Unreal-Championship-im-Gamezone-Test-988966/
23.11.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/01/ut.jpg
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