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  • Unreal Tournament 2004 im Gamezone-Test

    Unreal Tournament 2004 setzt die Tradition uns jährlich neue Features zu bieten nahtlos fort.

    Am Anfang stand die Ankündigung die Spieler ab sofort jährlich mit einem Unreal Tournament-Update zu versorgen. Klar, dass sich Angesichts dieser Aussage so Mancher seine Gedanken machte ob Epic nun die gleiche Schiene fahren würde wie ElectronicArts. Als dann auch noch die Ankündigung kam, dass Besitzer des Vorgängers eine Ermäßigung erhalten würden, fühlten sich entsprechende Stimmen bestätigt und gingen schon von einem aufgewärmten Update ohne großartige Neuerungen aus. Doch wir können euch beruhigen, Epic hat ganze Arbeit geleistet und Unreal Tournament 2004 ist weit mehr als nur ein Update des bekannten Ego-Shooters.

    Doch vor den Spaß haben die Entwickler die Installationsroutine gesetzt, die gigantische 5,5 Gigabyte auf die heimische Festplatte schaufelt. Je nachdem ob wir uns die DVD oder CD-Version zugelegt haben, befinden sich diese auf 6 CD's verteilt oder doch nur auf einer komfortablen DVD. Haben wir die Installation nach gut 15 Minuten hinter uns gebracht können wir uns auch schon direkt ins Abenteuer stürzen, was anhand der bekannten Menüstruktur kein Problem darstellen sollte. Denn nach wie vor bietet uns Unreal Tournament eine Singleplayer-Kampagne ebenso wie den Schwerpunkt des Spiels, die Multiplayer-Games.

    Doch wenden wir uns zuerst dem Einzelspiel zu. Dies bietet uns zu Beginn eine Art Tutorial, in dem die möglichen Spielmodi ausprobiert werden können. Die computergesteuerten Bots halten sich dabei noch sehr zurück und dienen eher als Kanonenfutter und weniger als erntzunehmende Gegner. Haben wir dieses absolviert können wir am ersten Deathmatch teilnehmen, bis wir an den Punkt gelangen wo wir nicht mehr alleine sondern im Team kämpfen. Hier stoßen wir auch auf die erste Neuerung im Game, nämlich dem Kreditsystem. Für das erfolgreiche absolvieren der einzelnen Herausforderungen, sowie für alle besonderen Leistungen im Game selbst, erhalten wir virtuelles Geld, welches für die verschiedensten Dinge ausgegeben werden kann. Aber keine Angst, Unreal Tournament besitzt nun nicht etwa einen Shop wo man sich Waffen kaufen kann oder Ähnliches. Die erarbeiteten Kredits benutzt man für ganz andere Dinge. Wird nämlich eines unserer Teammitglieder im Kampf verletzt, können wir ihn nach dem Kampf gegen bare Münze wieder heilen lassen, damit er in der nächsten Runde nicht mit Halben Health ins Spiel einsteigen muss. Aber auch regelrechte Wetten können wir mit dem virtuellen Geld abschließen, wenn wir z.B. von einem Computerspieler zu einem Duell herausgefordert werden, was immer Mal wieder vorkommt. Dann können wir wählen wie viel von unserer angesparten Summe wir auf unseren eigenen Sieg setzen mögen. Wie im richtigen Leben auch bekommt der Gewinner alles und der Verlierer nichts. So integriert sich das neue Kreditsystem sehr gut in das bereits bekannte Gameplay.

    Freilich ist der wirkliche Schwerpunkt des Games nach wie vor die Multiplayer-Fähigkeit und zugehörige Spielmodi. Ganze zehn verschiedene Stück bietet uns UT2004 davon an, wobei uns der "Assault"-Mode bereits bekannt sein sollte, er fand erneut ins Spiel, sowie uns auch ein völlig neuer begegnet der dem Spiel so richtig gut getan hat. Die Rede ist vom sogenannten "Onslaught"-Mode, dem wahrscheinlich forderndsten und gleichzeitig spaßigsten Spielmodi im aktuellsten Unreal Tournament. Bei diesem dreht sich alles um mehrere auf der Karte verteilten Kraftknoten, die man in der Teamfarbe einfärben muss bis einem alle Knoten gehören und das eigene Kraftwerk zu arbeiten beginnt. Klar, dass das gegnerische Team alles Versucht uns daran zu hindern. Dazu gesellt sich die Schwierigkeit, dass die einzelnen Knoten untereinander verbunden sind und man immer nur denjenigen angreifen bzw. zerstören kann der auch eine Verbindung zu einem Knoten in der Teamfarbe hat. Man muss sich also Knoten für Knoten nach vorne arbeiten bis man am Kraftwerk der Gegner angelangt ist. In diesem Spielmodi kommen auch die verschiedenen Fahr- und Flugzeuge so richtig zum Einsatz, die vom kleinen Gleiter mit Einzellaser bis hin zum Riesenpanzer mit mehreren Geschützen reichen. Die Gefährte für einen Kämpfer besitzen allesamt auch nur ein einziges Geschütz welches vom Spieler während der Fahrt bzw. des Fluges bedient werden kann. Die größeren Panzer oder gepanzerten Fahrzeuge besitzen hingegen noch ein zusätzliches Geschütz welches vom Mitfahrer, der jederzeit auf- oder abspringen kann, bedient wird. So ist der Beifahrer des regulären Panzers für die MG zuständig, die sich wesentlich schneller drehen lässt als das Hauptgeschütz und so ideal geeignet ist Einzelkämpfer vom Panzer fernzuhalten.
    Eine Besonderheit die speziell im "Onslaught"-Mode zum tragen kommt ist die Spezialfähigkeit der Link-Gun. Wie der Name schon vermuten lässt kann diese Waffe etwas mehr als nur Zerstören. Richten wir sie nämlich auf einen ebenfalls mit dieser Waffe operierenden Teamkameraden, fügt ihm das keinen Schaden zu sondern potenziert die Stärke seiner Waffe. Auf diese Weise können sich mehrere Kämpfer zusammenschalten und unglaubliche Kräfte entfesseln. Gleiche Mechanik verwendet man auch zum Aufpowern der Powerknoten, die nach der Eroberung nämlich erst ein Schutzschild aufbauen müssen, was schon einige Zeit dauert währenddessen der Knoten verwundbar bleibt. Um diese Zeit zu verkürzen kann man ebenfalls mit der Link-Gun Energie zuschießen, was den Prozess erheblich beschleunigt. Zu guter Letzt erlaubt uns die Link-Gun auch das reparieren beschädigter Einheiten. Sogar während diese im Einsatz ist kann man sie aufpowern. In der Praxis bedeutet dies, dass ein voll besetzter Panzer der im Hintergrund von drei Link-Guns gespeist wird, fast unzerstörbar ist, insofern die Gegner nicht selben Trick anwenden und mit mehreren gelinkten Guns feuern.
    Neben dem nun ausführlich besprochenem "Onslaught"-Mode und dem wieder ins Spiel aufgenommenen "Assault"-Mode, gibt es noch acht weitere Spielmöglichkeiten die dem geneigten Unreal-Spieler aber bereits bekannt sein sollten. Dies sind im Einzelnen das "Deathmatch" und das "Team-Deathmatch", das beliebte "Capture the Flag", die "Double Domination" die ihrem Namen den nunmehr nur noch zwei Checkpoints verdankt, dem "Bombing Run", ähnlich dem CTF aber mit nur einer Bombe die man ins Tor des Gegners zu bugsieren hat, das "Last Man Standing" welches wohl nur dem Sieger spaß macht, die "Invasion" der Bots und schließlich der "Mutant", einer Art Fangen spielen mit scharfen Waffen.
    Wie man aber bereits jetzt schon an den Auslastungen der Online-Server erkennen kann, ist "Onslaught" der definitiv beliebteste Modi von allen. Findet man online gerade mal 100 offene CTF-Spiele, sind es das vielfache an offenen "Onslaught"-Spielen wo um die Powerknoten gekämpft wird.

    Ein ebenfalls neues und sehr gewichtiges Feature in UT2004 ist die volle Sprachunterstützung. Voll deswegen, weil man entweder per Headset direkt Kontakt mit seinen Mitspielern aufnehmen kann, welches es bekanntlich im Bundle mit dem Spiel zu erstehen gibt, oder man sich des Text-to-Speech Features bedient, welches den getippten Text in gesprochene Sprache umwandelt. Man sieht also, auch auf dem PC feiert das Headset seinen unabwendbaren Einstand. Wer aber schon an Xbox Live und zugehöriges Headset gewohnt ist und dessen Funktion kennt, dem wird sofort auffallen, dass es nicht möglich ist nur die Sprache über das Headset auszugeben und den Spielsound über die Lautsprecher laufen zu lassen. Stattdessen hat man immer die komplette Soundkulisse, also Spielgeräusche, Musik und die Gespräche im Ohr. Das erfordert etwas Einstellarbeit bis man das richtige Mischungsverhältnis gefunden hat um nichts vom Spiel zu überhören und seine Mitstreiter noch zu verstehen.
    Ansonsten bietet uns UT2004 die erwartet fulminante und in bestem 3D gehaltene Soundkulisse, die bei entsprechender technischer Ausstattung eine hervorragend räumliche Ortung aller Vorgänge erlaubt. Die Musik selbst orientiert sich stark an den bekannten Melodien und so manches Stück dürfte sogar 1:1 übernommen sein.

    Ähnlich sieht es mit der Levelausstattung zu UT2004 aus, welches uns weit mehr als 100 verschiedene Karten für die verschiedenen Spielmodi anbietet. Dabei handelt es sisch aber nicht ausschließlich um neue Maps, auch viele bekannte wurden überarbeitet und leicht geändert wieder aufgenommen. Zumindest optisch haben sich alle bekannten Karten weiterentwickelt und auch vom Gameplay her haben sich Kleinigkeiten geändert. So findet man immer wieder eine Abkürzung die es vorher nicht gab oder eine versteckte Waffe wo vorher keine war.

    Bei entsprechend leistungsstarken Rechner ist es zudem möglich alle Register der grafischen Pracht zu aktivieren und mitunter wirklich Erstaunliches in noch erstaunlicher Geschwindigkeit auf den Schirm zu zaubern. Aber selbst mit einem relativ durchschnittlichem PC sollte man keine Performance-Probleme haben.

    Die Steuerung bedient sich nach wie vor dem bekannten Muster der ASDW-Belegung und lässt sich selbstverständlich komplett den eigenen Wünschen anpassen. Praktisch alle Windows-Eingabegeräte werden unterstützt, auch wenn man sicherlich mit Maus und Tastatur am besten bedient ist. Besitzer irgendwelcher exotischer Eingabe-Hardware sollten also auch zu ihrem Recht kommen. Auch die bekannten Beschimpfungen sind wieder mit von der Party und verleihen dem Game die letzte Würze.
    Doch auch an der Waffenfront hat sich etwas getan. Es gibt zwar nach wie vor alle bekannten Waffen aus Unreal Tournament, höchstens in Kleinigkeiten vom Original variierend, es sind aber auch neue hinzugekommen. Zum Beispiel der Ionen-Pointer, der für sich genommen kaum Schaden anrichtet, hinter dem sich in Wirklichkeit aber nichts anderes als die Zielvorrichtung für das mächtige Ionengeschütz versteckt. Denn alles was man mit dem Pointer anvisiert, wird Sekunden später vom Ionengeschütz zu Staub verarbeitet, was man sich am besten aus gebührender Entfernung ansieht.
    Ebenfalls neu ist der Minenleger, der zwar nur vier Minen beherbergt, diese aber sind in der Lage sich zu bewegen. Entweder gibt man ihnen direkt einen Punkt als Ziel auf dem sie sich zu bewegen sollen, oder man lässt sie in der Landschaft liegen wo sie warten bis ein Feindfahrzeug sich nähert, woraufhin sie sich in Bewegung setzen und bei Feindberührung explodieren.
    Der "Zielmarkierer" funktioniert ähnlich, allerdings markiert er nicht das Ziel für das Ionengeschützt sondern für den Bombenangriff. In entsprechenden Missionen genügt es mit dem Laserstrahl einen Punkt zu setzen, woraufhin die Bomber starten und ihre tödliche Fracht ins Ziel bringen.

    Die sonstigen Gegenstände die uns im Spiel begegnen sollten uns allesamt bekannt sein. Es gibt immer noch die diversen Gesundheitspunkte zum einsammeln, auch die Schilde sind noch vorhanden und selbstverständlich hat man auch wieder das Adrenalin-System in UT2004 eingebaut. Nur gemein, dass man im Handbuch die Kombinationen um diese auszulösen nicht verraten werden. Es liegt in der Hand des Spielers diese selbst herauszubekommen, oder sie sich von den Mitspielern erklären zu lassen.

    Unreal Tournament 2004 (PC)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr gelungener "Onslaught"-Mode
    viele neue Waffen und Fahrzeuge
    gigantischer Gesamtumfang
    Kreditsystem peppt den Singleplayer-Mode positiv auf
    Headset-Support
    Text-to-Speech
    Deutsche Version ohne Blut und Amputationen
  • Unreal Tournament 2004
    Unreal Tournament 2004
    Developer
    Digital Extremes
    Release
    18.03.2004

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    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Unreal Tournament 2004
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http://www.gamezone.de/Unreal-Tournament-2004-Spiel-40652/Tests/Unreal-Tournament-2004-im-Gamezone-Test-989751/
22.03.2004
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