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Als Sony auf der Pressekonferenz zur Gamescom Unteil Dawn zeigte, konnte man manchen Fan von Teen-Horrorfilmen ganz leise jauchzen hören. Schließlich ist das ein nach wie vor recht unterrepräsentiertes Genre und seit Obscure gab es diesbezüglich kaum mehr Bemerkenswertes. Darum freuten wir uns umso mehr, dass wir auf der Messe schon Gelegenheit hatten selbst Hand an den Titel zu legen, was wörtlich zu nehmen ist, denn Until Dawn wird komplett per Move gesteuert. Dabei imitiert man mit dem Motion-Controller quasi eine Taschenlampe mit der man in alle Richtungen leuchten kann. Hält man die T-Taste gedrückt, bewegt man sich in die entsprechende Richtung, wohingegen man mit der Move-Taste interagiert. Dazu muss man dann auch die entsprechende Bewegung ausführen, zum Beispiel um einen Türgriff zu bewegen oder ein Fenster zu öffnen. Manchmal auch fällt die Taschenlampe aus, woraufhin man den Controller schüttelt, so als hätte die Lampe einen Wackelkontakt, und das Licht dann wieder angeht.
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Die Story könnte typischer nicht ausfallen. Eine Horde College-Studenten fahren in die Berge von British Columbia, um in einer Luxus-Skihütte so richtig die Sau rauszulassen. Die Hütte gehört einem der Eltern der Teenager und es ist natürlich klar, dass dort der blanke Horror auf sie wartet und sie wohl Stück für Stück das Leben aushauchen werden, bevor wir erfahren wer hier meuchelmordend durch den finsteren Wald streift. Zur Demonstration haben die Entwickler auf der Messe das dritte Kapitel des Spiels vorbereitet. In dem stehen Michael und Jessica im Mittelpunkt, die eben von der Clique ausgeschlossen wurden, weil sie offensichtlich zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren. Darum werden sie ins "Sexil" geschickt, einer abgelegenen Holzhütte, wo sie planen endlich ungestört zu sein. Natürlich führt der Weg dorthin durch den dunklen und unheimlichen Wald und der Titel zeigt uns so richtig wie gut er es versteht für eine gruselige Atmosphäre zu sorgen. Während eine unheimliche Musik im Hintergrund dudelt, bricht ein Hirsch aus dem Gehölz und erschreckt uns gehörig. Kurz darauf entdecken wir ein verschneites Schild, als wir den Schnee davon entfernen, entdecken wie eine Warnung vor den Bären in dem Gebiet. Dabei wechselt die Perspektive kurzzeitig zu Jessica und dann wieder zu Michael.
Richtig schaurig wird es aber erst, als wir einen aufgeschlitzten aber noch lebendigen Hirsch finden. Als wir ihn untersuchen wollen, wird er von einer für uns nicht sichtbaren Macht weggerissen. Dabei wechselt die Perspektive das erste Mal zu einem Unbekannten, welcher uns offenbar schon die ganze Zeit verfolgt. Er röchelt und schnauft und ist ganz klar böse, doch die Teenager tappen noch komplett im Dunklen. Panisch flüchten sie in die Holzhütte und wiegen sich in Sicherheit, als die Hormone wieder überhand nehmen und Michael eigentlich endlich zur Sache kommen will. Doch Jessica friert und verlangt von ihm erst den Gasofen anzuschmeißen. Das geht aber nicht so einfach, denn der Hebel um das Gas aufzudrehen, fehlt. Also durchstöbert er die ganze Hütte und findet allerlei Zeug, welches später im Spiel noch wichtig sein wird, wie zum Beispiel eine Schrotflinte. Aber auch ein Zettel fällt ihm in die Hände, auf dem alle Namen seiner Freunde vermerkt sind, mit denen er schon letztes Jahr die Hütte besuchte.
Als der Ofen nun endlich Wärme von sich gibt, dürfen wir in Person von Michael Jessica den Reißverschluss der Jacke mit dem Move-Controller endlich aufmachen. Doch genau in dem Augenblick als die letzen Hüllen endlich fallen nimmt das Unheil seinen Lauf. Es macht einen lauten Schlag und Jessicas verlorenes Handy fliegt durch das Badezimmerfenster in die Hütte. Naiv wie das Mädchen ist, hält sie ihre Freunde für die Urheber des "Scherzes", läuft vor die Hütte und schimpft lautstark in den Wald. Diese Szene sehen wir wieder durch die Augen des unheimlichen Verfolgers. Sie knallt die Türe hinter sich zu und will eigentlich dort weitermachen wo sie und Michael eben aufgehört haben, als sie durch die geschlossene Türe nach außen ins Freie gerissen wird. Michael braucht nur einen Moment um sich von dem Schock zu erholen und nimmt sofort die Verfolgung auf, indem er den Blutspuren im Schnee folgt. Diese leiten ihn zu einer Minensiedlung an ein bestimmtes Haus. Dort befindet sich ein Minenaufzug, den er natürlich in Bewegung setzt. Der Aufzug fährt hoch und in ihm liegt Jessica, tot.
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Dies ist der Augenblick an dem die Präsentation endet und wir den Move-Controller abgeben müssen. Zugegeben, schon in diesem Abschnitt den wir spielen durften konnte das Spiel beweisen, dass es Atmosphäre aufzubauen versteht. Doch nicht nur beim Spieler selbst, der Titel macht auch als Zuschauer Spaß und eignet sich deswegen sicher auch für einen gesellig gruseligen Abend mit Freunden, denn er ist fast so etwas wie ein interaktiver Teen-Horrorfilm. Darum kann man ihn auch nicht mit dem Eingangs erwähnten Obscure vergleichen, er stellt schon etwas Eigenständiges dar und kann auch mit den vielen Anspielungen auf bekannte Slasher- und Teen-Horrorfilme gefallen. Einzig die spielerische Freiheit dürfte sich in Grenzen halten, was man dem Titel aber sicher verzeihen kann.
Until Dawn wird 2013 exklusiv für Playstation 3 und Move erscheinen.






