Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Urban Assault: Die Menschheit ist am Ende - Leser-Test von Teddy547

    Die nahe Zukunft: Ein atomarer Krieg hat weite Teile der Welt für immer unbewohnbar gemacht. Die überlebenden Menschen haben sich in kriegerische Clans zerstritten, Verbündete gibt es nicht. Außerirdische wollen die restlichen Ressourcen der Erde ausbeuten oder sie als Brutstätte nutzen.

    In dieser Situation passiert das denkbar Schlimmste: Die Außerirdischen aktivieren ihre gefährlichste Waffe, die Parasite. Sie entzieht dem Planeten Wärme und Energie. Die Folge daraus sind extreme Klimaschwankungen und eine erhöhte Strahlung, die stark genug ist alles Leben auf der Erde auszulöschen. Da die anderen Clans meistens damit beschäftigt sind, sich gegenseitig auszuradieren, müsst ihr als Anführer der Resistance (die letzte freie Vereinigung der Menschen) die Parasite zerstören und die Reste der Menschheit retten.

    Zugegeben, die Geschichte klingt irgend wie abgedroschen. Und wirklich wichtig ist sie auch nicht, aber man muss nun mal irgend wie die Ausgangssituation erklären.
    Und das konnten auch schon andere Spiele in dieser oder ähnlicher Form ganz gut.

    Strategie und Action vereint in eurer Basisstation

    Ihr seid der Anführer der Resistance mit dem klangvollen Namen SDU 7. Doch einfach nur mit guten Worten und netten Gesten werdet ihr die anderen Clans und die Außerirdischen niemals aufhalten können. Zum Glück steht euch in Form eurer Basisstation jedoch eine Möglichkeit zur Verfügung in der modernen Kriegsführung mit zu halten.
    Eure Basisstation ist ein Zusammenschluss aller verbliebenen Computer auf der Welt und sieht irgendwie auch etwas danach aus. Nun jedenfalls schwebt sie und verfügt über gewisse Energiereserven. Die Energie stellt eure Lebensenergie, eure Erzeugungsenergie und eure Beamenergie gleichzeitig dar, ist also universal nutzbar.

    Lebensenergie dürfte selbsterklärend sein: Ist sie am Ende, seid ihr es ebenfalls. Also ist ein gewisses Maß an Vorsicht angebracht.
    Mit der Energie könnt ihr aber auch Dinge erzeugen. Ihr könnt Einheiten (Panzer, Flugzeuge, Hubschrauber etc.) und Gebäude (Energiestationen, Abwehrgeschütze, Radarstationen etc.) erzeugen und gegen den Feind in den Kampf schicken.
    Und ihr könnt euch beamen. Allerdings ist dies nur in sehr begrenztem Maße möglich, da die Energiekosten horrend sind. Nur auf Energiestationen kann man sich kostenlos teleportieren.
    Doch dazu später mehr. Zunächst mehr zu den Einheiten und deren Erzeugung.

    Anfangs könnt ihr nur eine Art von Panzern erzeugen. Doch im Laufe des Spiels kommt eine ganze Reihe weiterer hinzu. Wenn ihr nun eine Einheit erzeugt, kostet euch dies ein gewisses Maß an Energie. Habt ihr soviel, könnt ihr einen Panzer erzeugen. Das kostet euch sagen wir: 180 Einheiten. 750 habt ihr maximal zur Verfügung. Nun ist es so, dass die Energie für alles benötigt wird. Also findet ein Ausgleich statt: Von der Beamenergie und der Lebensenergie wird etwas weggenommen, das der Erzeugungsenergie zufließt. Erst wenn alle drei Ebenen wieder auf einem Level sind, stoppt der Ausgleich.
    Dadurch ist Taktik essentiell: Produziert ihr zu viel oder beamt ihr euch direkt in Feindesland kann es leicht passieren, dass ihr in eine gefährliche Klemme kommt.

    Doch zurück zu eurem Panzer. In wenigen Sekunden könnt ihr eine ganze Schwadron davon produzieren, die auf euer Kommando hört. Mittels einer übersichtlichen Karte könnt ihr sie an beliebige Orte auf der Karte schicken. Schickt ihr sie aber zu weit weg, werden sie bald Opfer von feindlichen Einheiten, da sie jede Feindeinheit von sich aus angreifen, sobald sie in Reichweite kommen. Glücklicherweise könnt ihr in 5 Stufen das Verhalten der KI grob definieren. Die Spannweite reicht dabei von Rückzug bis hin zu Amoklauf, wobei alles im Zielgebiet geplättet wird - selbst eigene Gebäude!
    Dennoch ist die KI, vor allem bei Flugeinheiten, als unbrauchbar zu betiteln. Würde man sich einzig auf seine Fähigkeiten als Feldherr verlassen, würden die Schlacht sich wohl ewig hinziehen.
    Deutlich effektiver und auch wesentlich spaßiger ist es da schon den menschlichen Faktor mit einzubinden.
    Denn ihr könnt in jede beliebige eigene Einheit "einsteigen" und selbst die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen. Diese Fähigkeit wird in fast allen Schlachten siegentscheidend sein. Erfreulich ist ebenfalls, dass die Steuerung mit dem Joystick geschmeidig und nahezu perfekt funktioniert.

    Energiestationen und Sektoren - Viel hilft viel

    Eure Energiereserven sind alles andere unbegrenzt, sondern ganz im Gegenteil sehr viel schneller zu Ende als euch lieb sein kann. Um sie wieder aufzuladen benötigt ihr eine Energiestation über der ihr eure Basisstation platziert. Diese beginnt nun automatisch damit Energie aufzunehmen. Das geht um so schneller, je mehr Sektoren ihr euer Eigen nennt. Die ganze Karte ist nämlich in mehr oder weniger viele Sektoren unterteilt, die zwar immer gleich groß sind, doch die Karten sind unterschiedlich groß. Generell gilt: Kleine Karten mit wenigen Sektoren sind sehr schwer, da der Gegner immer in einer vorteilhaften Position beginnt. Und wenige Sektoren heißt, dass ihr mitunter so wenig Energie bekommt, dass ihr den mächtigen Feindattacken auf Dauer nicht stand halten könnt. Ganz ohne Station segnet ihr schneller das Zeitliche als ihr Shit sagen könnt.
    Das heißt: Ihr habt keine Sektoren und keine Station? Dann seid ihr Tod. So einfach ist das.

    Schere, Stein, Papier - Es gibt für alles das passende Gegenmittel

    Dass die Menschheit sich in Clans zerstritten hat, hatte ich ja bereits erwähnt. Diese Clans stellen im Spiel die Gegner dar, die erfreulich abwechslungsreich sind.
    Da wären beispielsweise die Taerkasten, deren Technologie aus dem zweiten Weltkrieg entnommen scheint. Tatsächlich stellt dies für sie einen Nachteil in der Bewaffnung dar, die schwächer ist als bei den anderen Clans. Ihre Panzerung dagegen ist die stärkste, die die Welt je gesehen hat.
    Das genaue Gegenteil sind die Mykonier, die fast ausschließlich auf Flugeinheiten setzen. Ihre Bewaffnung ist enorm gefährlich und vernichtend, doch ihre Schilde sind schwach und kraftlos.
    Es gibt insgesamt 5 (mit der Resistance 6) verschiedene Parteien, die alle ihre Stärken und Schwächen haben. Lediglich die Black Sect haben keine Schwäche. Ganz im Gegenteil: Sie haben ihre Technologie gestohlen und können jede Einheit von jedem Clan erzeugen. Noch dazu sind sie auf der Karte unsichtbar und verfügen über eine perfekte Basisstation. Eine Sache ist allerdings klar: Ihr seid wesentlich schwächer als jede der anderen Parteien. Und dennoch könnt ihr gegen alle gewinnen. Denn der menschliche Faktor ist der Maschine immer überlegen.
    So ist für jede Menge Abwechslung gesorgt, da sich jede Macht anders am besten bekämpfen lässt. Besonders interessant wird es im späteren Spielverlauf, wenn man gegen mehrere verschiedene Parteien kämpft, die sich auch noch unter einander bekriegen.

    Generell gilt bei jedem Kampf das Stein-Schere-Papier-Prinzip. Es gibt gegen jede Einheit eine Gegeneinheit: Panzer sind gegen andere Panzer und vor allem gegen Basisstationen effektiv, Hubschrauber plätten jeden Panzer und Flugzeuge sind in aller Regel für andere Lufteinheiten tödlich. Somit sollte man sich gut überlegen, was man in die Schlacht schickt...

    Um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, müsst ihr aber erst einmal wissen, was euch erwartet und wo es herkommt. Eure wichtigsten Waffen sind somit Radarstationen und Scouts. Am besten ist, wenn man sie in alle Winkel schickt, damit man möglichst immer über alles informiert ist, was auf dem Spielfeld vor sich geht.

    Oberstes Ziel

    Eure einzige Motivation in jedem Level ist es den Teleporter zu aktivieren und durch selbigen das Level zu verlassen. Dummerweise müsst ihr dazu nicht nur den Transporter selbst, sondern auch noch eine nicht näher bestimmte Anzahl an Schlüsselsektoren kontrollieren. Und die liegen für gewöhnlich (vor allem in späteren Leveln) direkt bei der feindlichen Basisstation. Um an sie ran zu kommen müsst ihr also die Feindstation vernichten. Dass das gar nicht so einfach ist, versteht sich von selbst. Doch unmöglich ist es auch nicht. Und wenn es euch gelingt, werden gleichzeitig alle Feindeinheiten, die diese Station im Laufe der Zeit erzeugt hat, mit zerstört. Und alle Sektoren, die von dieser Station kontrolliert wurden, gehen in euren Besitz über. Eine feindliche Basisstation zerstören ist also die effektivste Möglichkeit an neue Sektoren zu kommen.
    Aber das gleiche gilt auch für eure Feinde: Wird ein Feind von einem anderen Feind vernichtet, bekommt der Zerstörer alle seine Sektoren.
    So kann euch die Situation verflucht schnell über den Kopf wachsen.

    Technik

    Urban Assault ist alt, sehr alt für ein Videospiel. Und das Alter sieht man dem Spiel auch deutlich an. Grobe Pixel, Plättchenaufbau, einfache Animationen und schwammige Texturen.
    es kommt auch auffällig oft zu Grafikfehlern, wenn eine gewisse Anzahl an Einheiten produziert wurde. Wenn man etwa 150 Panzer über die Karte rollen lässt, kommt die Engine schnell an ihre Grenzen.
    Ganz ordentlich, aber nicht besonders herausragend ist der Sound. Explosionen und Schüsse sind ganz nett anzuhören, aber nichts was einem im Sinn bleiben würde.
    Ein Negativpunkt ist, dass es im gesamten Spiel keine Musik gibt.

    Fazit

    Urban Assault ist simpel aufgebaut: Ein Schere-Stein-Papier-Prinzip, einfache Levelaufbauten, einfaches Grundprinzip. Doch gerade das ist die Stärke des Spiels. Denn was einfach ist, kann man nicht so einfach falsch machen.
    Aber ganz besonders stark ist an dem Spiel, dass man selbst die Kontrolle übernehmen kann und alles selbst kontrollieren kann.
    Das macht wirklich Spaß und macht die Hauptmotivation des Spiels aus.
    Damit man das alles bewältigen kann muss man aber Tastatur, Maus und Joystick neben einander auf dem Schreibtisch haben. Viel Platz ist also nötig zum Spielen.
    Dennoch macht es einfach grandios viel Spaß dieses Spiel zu spielen.

    Negative Aspekte:
    dümmliche KI; Grafikbugs; fehlende Musik

    Positive Aspekte:
    Action und Strategie vereint; Kontrollübernahme; hoher Spaßfaktor

    Infos zur Spielzeit:
    Teddy547 hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Urban Assault

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Teddy547
    8.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1010143
Urban Assault
Urban Assault: Die Menschheit ist am Ende - Leser-Test von Teddy547
http://www.gamezone.de/Urban-Assault-Spiel-40723/Lesertests/Urban-Assault-Die-Menschheit-ist-am-Ende-Leser-Test-von-Teddy547-1010143/
01.08.2010
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2012/05/gamezone_1__0__1__2__3__4__5__6_.jpg
lesertests