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  • Vampire Rain: Altered Species im Gamezone-Test

    Mit Altered Species können sich nun auch die PS3-Besitzer auf die Zombiejagd begeben.

    Eigentlich sind die Grundvoraussetzungen durchaus vielversprechend: Eine Mischung aus Stealth-Elementen und Survival-Horror, richtig ekelige Vampire sowie eine interessante Ausgangslage. Nur leider weiß man schon, dass die Xbox 360-Version komplett durchgefallen ist. Da Vampire Rain jedoch mit einem neuen Untertitel daher kommt, muss es ja was werden, oder?

    Es sieht düster aus

    Vampire Rain: Altered Species Vampire Rain: Altered Species Es sieht nicht besonders gut aus für die Menschheit: Überall auf der Welt tauchen immer mehr Vampire, hier werden sie Nightwalker genannt, auf. In wenigen Jahren wird es dann mehr Beißer als Menschen geben, doch noch ist es nicht soweit. Als Mitglied einer Anti-Vampir-Einheit müssen wir in einer kleineren Stadt das Verschwinden einiger Kollegen ergründen, doch das ist natürlich erst der Anfang. Es fängt wirklich sehr düster an, die Stimmung ist gelungen und man will sich sofort ins Abenteuer stürzen. Wir beginnen unsere Mission in der Nacht, es regnet unaufhörlich, nur noch wenige Menschen trauen sich auf die Straße, da bereits viele Bewohner spurlos verschwunden sind. Plötzlich hören wir ein bedrohliches Schnaufen, ein Vampir. Um ihn abzulenken, schießen wir auf einige Raben, die daraufhin davon flattern und die Aufmerksamkeit des Saugers auf sich ziehen, wir können vorbei schleichen.

    Vampire Rain: Altered Species beginnt spannend. Doch schnell wird klar, dass das Spiel von der Spielmechanik kaum mit dem Konkurrenten Splinter Cell mithalten kann. Immerhin sind die Zwischensequenzen schön düster und stimmungsvoll ausgefallen. Ein großes Ärgernis ist der Umstand, dass dem Spieler extrem frech eine offene Spielwelt vorgegaukelt wird. Theoretisch kann man sich innerhalb einer Mission in einem begrenzten Abschnitt frei bewegen und mehrere Routen ausprobieren, faktisch gibt es jedoch stets nur einen einzigen Weg, mit dem man ans Ziel kommen kann. Das artet natürlich in viel Trial & Error aus.

    Vampire Rain: Altered Species Vampire Rain: Altered Species Vampire sind äußerst zähe Burschen und kaum zu besiegen. Haben sie uns entdeckt, muss in 90 Prozent der Fälle der Checkpoint neu geladen werden, der unter Umständen recht weit entfernt ist, erste Frustmomente machen sie breit. Mit einem einzigen Nightwalker kann man wahrscheinlich noch fertig werden, wenn man ein ganze Magazin aus dem Sturmgewehr auf ihn ballert. Bei zwei Gegnern gleichzeitig ist man chancenlos und wird innerhalb einer Sekunde regelrecht zerfetzt. Da fragt man sich, wieso die Entwickler überhaupt eine Pistole in Spiel eingebaut haben, denn die Vampire sind so schnell, dass man keinerlei Möglichkeit hat, diese Waffe effektiv zu nutzen. Dafür bekommt man etwas später im Spiel ein Scharfschützengewehr, mit dem es möglich ist, einen Nightwalker mit einem Schuss zu erledigen, vorausgesetzt man trifft den Kopf. Auch das UV-Messer ist ein freundlicher Helfer.

    Gefressen werden

    Vampire Rain: Altered Species Vampire Rain: Altered Species Deswegen sollte man jede Konfrontation vermeiden und den Blutsaugern aus dem Weg gehen. So studiert man die Routen des Feindes und huscht im richtigen Moment vorbei, hält sich aus dem Sichtbereich des Gegners und überlebt. Einige Vampire stehen dabei einfach nur so herum und bewegen sich über Stunden nicht. Sie stellen quasi die Levelgrenzen dar, denn so will der Spieldesigner verhindern, dass man gerade diesen Weg nimmt. Aber auch ansonsten verhalten sich die Vampire extrem dumm. So steht der Kollege regungslos dar, während wir hinter seinem Rücken machen können, was wir wollen. Dennoch ist es äußerst nervig ständig abzuwarten und im richtigen Moment loszurennen, da sich die Vampire, wenn sie uns nicht gerade angreifen, wie Zombies verhalten, also extrem langsam durch die Gegend schleichen. Und wird man dann doch erwischt, muss man erneut minutenlang zusehen. Das macht keinen Spaß.

    Vampire Rain: Altered Species Vampire Rain: Altered Species Interessant ist, dass ein Stealthspiel zudem fast komplett auf diverse Schattenspielereien verzichtet, ebenso wie auf nützliche Gadgets. Bis auf seine Waffen kann der Held unter anderem noch auf eine Nachtsicht und die so genannte Necro-Vision umschalten. Hierbei kann man erkennen, ob es sich bei einer Person um einen Vampir oder einen Menschen handelt. Leider sind die Areale meist wie ausgestorben. Eine lebendige Spielwelt sollte man also nicht erwarten. Vampire Rain bietet absolut keine Abwechslung, man schleicht immer und immer wieder durch ähnliche Situationen und ärgert sich über den ziemlich happigen Schwierigkeitsgrad, der zu vielen Neustarts führt. Zwar hat man kurz Zeit aus der Sicht des Vampires zu verschwinden, bevor man entdeckt wird, ist der Übeltäter jedoch erst auf uns aufmerksam geworden, hat man kaum eine Chance zu entkommen.

    Vampire Rain: Altered Species Vampire Rain: Altered Species Deswegen schleicht man an auf Dächern herum, rutscht Rohre herunter oder klettert an Seilen entlang. Gleichzeitig bemerkt der etwas frustrierte Spiele die umständliche Steuerung. So rennt der Protagonist beispielsweise nicht automatisch über eine 30cm Erhebung, nein, man muss manuell hinüber klettern. In Situationen, in denen es auf richtiges Timing ankommt, ist so etwas ein ärgerlicher Moment. Obwohl sich Vampire Rain tatsächlich irgendwie wie ein Splinter Cell anfühlt, ist es das lahme Leveldesign, welches das Spiel fast komplett abstürzen lässt. Man muss in einem Level lediglich von Punkt A nach D kommen, dazwischen werden noch die Orte B und C besucht. Dabei muss man exakt das machen, was der Entwickler wollte, ansonsten landet man vorzeitig im Grab. Etwas Raum für Experimente gibt es nicht. Im Endeffekt ist Vampire Rain kein besonders kreatives Spiel, da es vom Gamplay her einfach veraltet und wenig motivierend wirkt.

    Immerhin kann man sich Abseits der Story, die in etwa acht Stunden zu meistern ist, beispielsweise in Time Trails versuchen, die höchstens beiläufig erledigt werden. Einen Online-Multiplayer gibt es auch. Statt auf vier Karten bekämpft man sich in der PlayStation 3-Version auf neun Maps. Das wäre auch schon der größte Unterschied zur Xbox 360. Acht Spieler können den lustlosen Multiplayer in Angriff nehmen. Als Modi stehen unter anderem diverse Deathmatch und Team-Variationen zur Verfügung. Viel Glück bei der Spielersuche, denn die Server sind absolut leer, was auch kein Wunder ist.

  • Vampire Rain: Altered Species
    Vampire Rain: Altered Species
    Publisher
    Ignition Entertainment
    Developer
    Ignition Entertainment
    Release
    17.10.2008
    Leserwertung
     
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Vampire Rain: Altered Species
Vampire Rain: Altered Species im Gamezone-Test
Mit Altered Species können sich nun auch die PS3-Besitzer auf die Zombiejagd begeben.
http://www.gamezone.de/Vampire-Rain-Altered-Species-Spiel-40878/Tests/Vampire-Rain-Altered-Species-im-Gamezone-Test-992053/
11.12.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/12/VR_SS_5.jpg
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