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  • Vanquish: Der Mecha-Shooter - Leser-Test von crying_devil

    Bei den Entwicklern von Platinum Games horchte ich schon bei Bayonetta auf und da musste ich natürlich auch den 3rd-Person-Shooter Vanquish genauer unter die Lupe nehmen, um zu schauen, ob das Spiel genauso bei mir einschlagen wird wie die sexy Hexe. Zumal ein Übergang von einem Hack & Slay-Titel zu einem Shooter doch Stolpersteine in den Weg stellen kann. Eines kann man aber vorweg nehmen: Vanquish ist mal wieder ein Effektfeuerwerk für die Augen und es gibt nicht umsonst den Epilepsie-Hinweis nach dem Einlegen des Spiels. Ich selbst musste nach der ersten Stunde wirklich eine Pause einlegen, da einfach zuviel an Informationen auf dem Bildschirm verarbeitet werden müssen. Und das bezieht sich weniger auf die Anzeigen, sondern mehr auf die bombastischen Effekte in diesem Action-Spektakel der Sonderklasse.

    Die Geschichte um Vanquish handelt von einer fernen Zukunft, in der die Menschheit weit über ihren Verhältnissen lebt und somit Engpässe in nahezu allen Bereichen aufkommen. Um der Situation Herr zu werden, setzt Amerika seine Hoffnungen in die SC-01 Providence, eine riesige Weltraumkolonie. Diese Kolonie besitzt einen solarbetriebenen Mikrowellengenerator, der der Kolonie die nötige Energie liefern soll.
    Durch die ganzen Unruhen auf der Erde gelingt es dem Orden des (mal wieder) russischen Sterns durch einen Putschversuch, die Kontrolle über ihr Heimatland zu erlangen. Aber dabei bleibt es nicht. Natürlich hat es der ewige Rivale auf Amerika abgesehen und versucht über eine Welle der Zerstörung, die USA zur Kapitulation zu zwingen, indem sie die Raumstation kapern, den Mikrowellengenerator in einen Mikrowellenlaser umbauen und dann als Zeichen der vernichtenden Kraft San Francisco vaporisieren. Sollte die Präsidentin nicht der bedingungslosen Kapitulation einwilligen, so wird New York City direkt nach der Neuausrichtung des Lasers das Schicksal von San Francisco teilen. Da die USA mit Terroristen selbstverständlich nicht verhandelt, wird sofort, nach der brutalen Kriegserklärung russischer seits, ein militärischer Gegenangriff ausgeführt und so beginnt der Kampf um die überdimensionale "Mikrowelle", in dem ihr in die Haut von Sam Gideon schlüpfen dürft.
    Sam ist ein Agent der DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) und mit dem ARS (Augmented Reaction Suit) unterwegs, der zusätzlich mit dem einzigartigen BLADE System (Battlefield Logic ADaptable Electronic) ausgerüstet ist. Da wird mit Begriffen um sich geschlagen, die auf den ersten Blick Verwirrung stiften, aber später im Gameplay-Abschnitt Erläuterung finden werden.
    Die DARPA ist jedenfalls direkt dem Verteidigungsministerium unterstellt und testet in diesem Krieg ihre neue, fertig entwickelte Wunderwaffe in Form des Kampfanzugs, in dem ihr steckt.
    Es gibt zwar noch einen kleinen Nebenplot, aber dieser geht in dem ganzen Actiongewitter und der mit Kraftausdrücken beladenen und auch schon recht schwachen Hauptstory komplett unter.
    Die Charaktere sind auch recht oberflächlich dargestellt, selbst wenn Sam dem kommandierenden Offizier Burns immer mal wieder den einen oder anderen moralischen Seitenhieb mit schlagfertigen Ausdrücken verpasst und Burns sich im Gegenzug auf gleiche Weise zu wehren weiß. Die Momente sind zu kurz und entsprechend längere Dialoge fehlen dort einfach, um die Chraktere genauer und besser darzulegen. Aber dazu ist ein Vanquish irgendwie auch nicht da. Und selbst wenn die Charakterentwicklung vollkommen auf der Strecke bleibt, ergötzt sich das Spiel umso mehr an den satten Effekten einer Schlacht in einer Weltraumkolonie. Zumindest konnte mich das Ende wirklich überraschen, da ich gänzlich ein anderes erwartet habe.

    Vanquish sieht grafisch gesehen auf den ersten Blick ganz gut aus. Die Texturen sind weitestgehend sehr gut und der Anzug von Sam sieht einfach mecha-toll aus. Auf den zweiten Blick erkennt man aber den fehlenden Detailreichtum gerade bei den Nebencharakteren. Während der Anzug von Sam beispielsweise keinen einzigen Makel aufweist, sieht man beim allgemeinen Kanonenfutter wie abstehende Anzugteile bei Deckung an anderen Gegenständen verschwinden. Es geht sogar so weit, dass sich die Anzugteile bei den verschiedenen Bewegungen im Anzug selbst verstecken wollen. Dagegen stellen sich die Texturen, die auch nicht wissen, welche Seite der Medaille sie besiedeln wollen und deswegen bleiben sie in der Mitte hängen. Denn sie sind manchmal schön ausgearbeitet, aber erscheinen auch mal matschig und pixelig.
    Das Leveldesign ist hingegen ziemlich eintönig und langweilig. Man erkennt immer wiederkehrende, gleiche Farben und Strukturen und es gibt dadurch nur selten mal Abwechslung dahingehend. Da täuscht auch das ganze Effektgewitter nicht darüber hinweg.
    Positiv an dieser grafischen Präsentation ist immerhin die Tatsache, dass Vanquish ohne Tearing, Slow Downs oder Ähnliches auskommt und man wenigstens die brachiale Action in Form von umherschwirrenden Kugeln, Raketen, den mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten des Anzugs, umherfliegenden Roboterteilen und auch riesigen Bossgegner, die mehr als genug Waffen an allen möglichen Körperteilen besitzen, flüssig und sauber genießen kann.

    Auch der Sound hat seine guten und schlechten Seiten. Ich bin zwar kein Fan von Techno und Synthesizer-Mucke im Hintergrund, jedoch muss man auch zugeben, dass dies zu dem futuristischen Vanquish passt.
    Die Waffen hören sich gut an, wobei das Geballer in meinen Ohren durchaus auch einen Tick satter hätte sein dürfen.
    Seltsam war für mich nur das Ereignis am Ende eines jeden Kampfes, wenn das Gebiet von den Feinden leergeballert wurde. Ein vollkommenes Anti, wenn man es mit dem Betreten eines neuen Gebietes vergleicht. Zuerst tobt alles und die Musik ist auch mal voll aufgedreht, sodass man rein akustisch total die Orientierung verliert, wenn man sie bereits nicht schon visuell komplett verloren hat. Aber nach dieser richtigen Effekthölle wird es auf einmal mucksmäuschenstill. Jegliche Hintergrundgeräusche fehlen, sodass man genau hören kann, ob man von den zuvor tobenden Effekten einen Tinitus davongetragen hat oder ob der Gehörgang im Verlauf der nächsten Szenarien sein Handtuch werfen könnte. Ja man hört noch nicht einmal die Kämpfe, die an anderen Orten bzw. nach ein paar Sekunden weiterlaufen ausgetragen werden.
    Die Synchro ist in englischer Sprache durchaus gut, auch wenn sich die Stimmen von Gideon und Burns nahezu gleich anhören. Die deutsche Synchro ist jedoch haaresträubend. Gideons Stimme ist hier geradezu gräßlich und passt meiner Meinung nach nicht einmal annähernd zu seinem Aussehen mit diesem extrem gekünstelten bzw. aufgesetzten Heldentenor und der Raucherstimme. Und nicht nur die Stimme, sondern auch die Intonation und sein Ausdrucksvermögen lassen doch sehr zu wünschen übrig. Dahingegen ist die englische Stimme ja schon himmlisch im Vergleich zur Deutschen. Und man merkt auch, dass die Synchro eher für den englischen Gebrauch bestimmt ist, denn die Lippensynchronität ist im Deutschen unterirdisch schlecht. Und wer mit Kraftausdrücken in Spielen nicht klar kommt und grundsätzlich etwas gegen eher langweilige One-Liner hat, der sollte das Spiel lieber im Verkaufsregal stehen lassen.

    Die Steuerung ist präzise und gut zu meistern, sobald man die ganzen Eigenarten des Gameplays verinnerlicht hat. Die Sensitivität der Kamera lässt sich nach Belieben verstellen und auch sonst hat man im Gefecht nie das Gefühl, dass man anhand der Steuerung ableben wird. So kann man ohne große Umstände von Deckung zu Deckung übergehen und kommt auch gut von einer Aktion direkt in die Deckung und wieder heraus.
    Und endlich gibt es einen steuerbaren Charakter, der kleinere Hindernisse sauber und gekonnt umläuft, denn Sam bleibt nie an Ecken und Kanten hängen. Man muss schon wie ein Vollhonk gegen das Hindernis laufen, damit er davon gestoppt wird. Aber läuft man direkt auf eine Ecke auf erkennt das Spiel, dass man daran vorbeilaufen will und somit wird man nicht mehr auf unliebsame Weise durch kleinere Stolpersteine am Vorankommen gehindert. Ich habe schon gedacht, dass ich das nie mehr in einem Spiel erleben werde, aber man merkt, dass Wunder durchaus noch geschehen.
    Ein wenig schade ist vielleicht die Tatsache, dass Sam nicht von sich aus springen kann, sondern nur mit einem Hindernis oder einer Leiter per Knopfdruck interagiert. Aber wirklich störend ist das nun auch nicht, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat.

    Vom Gameplay her könnte ein Spiel kaum effektenreicher und im wahrsten Sinne bombastischer sein, ohne gleich beim Einlegen der Blu-Ray einen epileptischen Anfall zu verursachen. Die Epilepsie-Warnung am Anfang des Spiels findet hier durchaus seine Berechtigung genauso wie damals bei Bayonetta und auch wenn die Story je nach Schwierigkeitsgrad um die 6 Stunden verbrauchen wird, so ist es doch unwahrscheinlich, dass irgendjemand Vanquish am Stück durchspielen wird oder gar an einem Tag.
    Neben den ganzen Effekten ist Vanquish ein reiner 3rd-Person-Shooter, der wenig auf anderen Inhalt legt als auf das Schießen. So gibt es an sich keine weiteren Items als diejenigen, die zur Aufrüstung dienen. Und somit liegt der Wert der Items wieder auf dem Schießen. Medipacks, Items zum vorübergehenden Schutz oder dergleichen wird man hier nicht finden. Das Spiel ist eher auf eine offensive Vorgehensweise ausgelegt und das schon daher, da die Deckungen auch mal weggesprengt werden können. Dennoch bedeutet das nicht, dass man einfach ohne Deckung drauflosstürmen kann, auch wenn die KI nicht unbedingt die hellste ist und einem der Anzug mit erweiterten Kampfoptionen zur Verfügung steht. Denn Schießen können die Gegner trotzdem und ab und an begegnet man öfters mehreren Gegnertypen auf einmal auf dem Schlachtfeld, was bedeutet, dass man taktischer vorgehen muss und sich zuerst einmal mit der richtigen Waffe um den gefährlichsten Gegnertyp kümmern sollte. Aber auch nur dann, wenn man eine Möglichkeit erkennt, ihn schnell und effizient aus dem Weg zu räumen. Ist dies nicht der Fall, sollte man sich zuerst um die ganzen kleineren Roboter kümmern, damit diese einem wenigstens dann nicht später im Weg stehen.
    Zunächst jedoch zum Allgemeinen etwas: Der ARS (Sams Anzug) bietet einem die Möglichkeiten des schnellen Ausweichens (Evade), des Boosts und des AR-Modus. Das schnelle Ausweichen spricht für sich. Mit Hilfe des Boosts kann man auf dem Boden schlitternd schneller vorankommen und der AR-Modus führt zu einer schnelleren Wahrnehmung seiner Umgebung, das sich so bemerkbar macht, indem die Zeit um einen herum langsamer abläuft. Wie man es schon bemerken kann, ist alles doch recht schnell in diesem Spiel. Wie dem auch sei, das schnelle Ausweichen steht einem unbegrenzt zur Verfügung. Der Boost und der AR-Modus teilen sich dieselbe Energieleiste. Die Besonderheit des AR-Modus besteht darin, dass man ihn auch während des Boosts einsetzen kann und direkt nach dem schnellen Ausweichen wie auch nach dem Vorspringen aus einer Deckung. Man muss lediglich nur die Taste für die Zielvorrichtung drücken. Aber selbst wenn man ihn in Kombination mit dem Boost einsetzt, bedeutet das nicht, dass die Energieleiste sich schneller leert. Ist diese jedoch leer, überhitzt der Anzug und man muss warten, bis er wieder vollständig abgekühlt ist bzw. die Leiste wieder voll ist. Während dieser Zeit steht einem weder der Boost noch die AR-Funkion zur Verfügung und das schnelle Ausweichen reduziert sich auf langsames Ausweichen. Nahkampfangriffe gibt es auch und diese sind auch wirklich stark. Doch sollte man sie mit Bedacht einsetzen, denn nach der Nahkampfattacke, die je nach Waffe unterschiedlich ausfällt und aus einer Combo oder auch nur einem Schlag/Tritt bestehen kan, überhitzt der Anzug automatisch. Eine Attacke die mit Vorsicht zu genießen ist.
    Wird man außerdem zu oft oder zu schwer getroffen, tritt automatisch die AR-Funktion in Kraft bis der Anzug überhitzt. Jetzt kann man entweder für kurze Zeit vollkommen in die Offensive gehen oder eine defensivere Taktik wählen und mit dem Boost zur nächsten Deckung schlittern. Und da es keine Lebensleiste im Spiel gibt und die Überhitzung des Anzugs als Alarmzeichen einem Spieler bei klarem Verstand ein eindeutiges Zeichen übermittelt, sollte man spätestens dann so schnell wie möglich die nächste Deckung aufsuchen. Denn gerade in den höheren Schwierigkeitsgraden sollte man vorsichtig zu Werke gehen. Zu anfangs stehen einem 4 Modi zur Verfügung. Nach dem ersten Durchspielen kommt noch der letzte und schwierigste hinzu. Von kinderleicht bis "Wir bearbeiten deine Eier/Eierstöcke mit Nussknackern" ist somit alles vertreten.
    Spielt man Vanquish auf Minimum Normal durch, werden auch die taktischen Herausforderungen freigeschaltet und man kann sich hier Gegnerwelle für Gegnerwelle in der Tat taktisch herausgefordert fühlen. Denn sinnloses Drauflosgeballere bringt hier recht wenig, zumal die taktischen Herausforderungen meiner Meinung nach schwerer ausgefallen sind als die Gegnerkombinationen und auch -anzahl in der Story.
    Die Waffen sind bis auf den höchsten Schwierigkeitsgrad aufrüstbar. Dies bemerkt man dann z. B. an der erhöhten Munitionskapazität oder der stärkeren Durchschlagskraft. Man kann die betreffende Waffe über ein Aufrüstungsitem direkt zur nächst höheren Hauptstufe aufrüsten. Jedoch ist es auch möglich, die Waffe über 2 Unterstufen zur nächsten Hauptstufe aufzurüsten. Hierfür muss man eine Waffe mit voller Munitionskapazität ausgerüstet haben und eine Waffe des gleichen Typs aufheben. Hat die Waffe nicht ihre volle Munitionskapazität erreicht, so füllt man diese durch das Aufheben des gleichen Waffentyps komplett bis zum Maximum auf. Vorbei sind somit die Zeiten, indem man beim Aufheben von Waffen nur eine Hand voll Kugeln bekommt. In Vanquish wird die ganze Munition für die betreffende Waffe aufgefüllt. Deswegen lohnt sich ein Absuchen des Gebietes nach dem Kampf. Manchmal muss man jedoch auch schon während des hektischen Getümmels auf dem Schlachtfeld nach Waffen suchen, da man direkt danach weitergeleitet werden kann und somit Auffüll- und/oder Aufrüstungsmöglichkeiten verloren gehen könnten. Stirbt man ab der Schwierigkeitsstufe normal oder höher, wird die Waffe um eine Unterstufe heruntergesetzt. In der höchsten Schwierigkeitsstufe braucht man sich darum aber keine Gedanken machen, denn da kann man seine Waffen von vornherein gar nicht mehr aufrüsten.
    Der Waffenwechsel, welcher über das im Story-Abschnitt erwähnte BLADE-System erfolgt, geschieht lediglich über ein Schnellwechselmenü mit dem Steuerkreuz während der ganzen Action. Das BLADE gestattet einem das Tragen von maximal 3 verschiedenen Waffen. Die vierte Waffe sind quasi Handgranaten und EMP-Granaten, die die Feinde kurzfristig handlungsunfähig machen. Wir kämpfen ja immerhin gegen Roboter.
    Hilfreich bei der manchmal doch sehr unübersichtlichen, geballten und explosiven Action auf dem Bildschirm sind die übergroß rot markierten Granaten genauso wie die gut verteilten Kontrollpunkte.
    Weniger hilfreich sind manchmal die andauernd in Bedrängnis geratenden Trupps, die einen begleiten und einem auch mal im Weg stehen können. Wenn mal ein Kamerad schwer verletzt zu Boden geht und ein Medi-Zeichen über ihm erscheint, kann man ihn entweder seinem eigenen Schicksal überlassen, wenn die Situation keine Rettung zulässt, oder ihn heilen. Entscheidet man sich für ein reines Gewissen, so lässt der Kamerad dann eine Waffe als Belohnung fallen, die entweder hilfreich sein kann oder eben nicht.
    Über die ultraschnellen Ladezeiten braucht man sich bei Vanquish auch nicht beschweren, denn die sind so schnell, dass man noch nicht mal den Text im Ladescreen zu Ende lesen kann. Man kommt sogar noch nicht einmal bis zum ersten Viertel. Das zeigt nur mal wieder auf, wie schnell das Spiel doch eigentlich ist, sodass sogar einem Gepard die Glubscher herausfallen dürften.
    Erreicht man dann den Endbildschirm, so flimmern nicht einfach nur Namen über die Mattscheibe, sondern man hat daraus einen kleinen interaktiven Arcade-Shooter gewerkelt. So muss man die Namen und Bilder "freischießen". Neben den partymachenden und tanzenden Robotern, die es leider nur an einer Stelle im Spiel gibt, ein nettes Feature in Vanquish.
    Als DLC gibt es im Playstation Store 3 zusätzliche Waffen, die jedoch in ihrer Bedeutung eher unbedeutend sind. Sie sind zwar nicht wirklich schlecht, aber von absoluter Wichtigkeit sind sie auch nicht. Wer sie haben will, kann sie sich für 1,99 Euro besorgen.

    Fazit: Vanquish ist ein abgedrehter 3rd-Person-Shooter vom Feinsten. Brachiale, explosive Mega-Mecha-Action trifft hier auf eine recht saubere technische Präsentation. Die Grafik ist insgesamt als gut zu bewerten und zeigt keine allzu großen Schwächen auf und die Steuerung ist vielleicht noch ein wenig gewöhnungsbedürftig mit den Möglichkeiten, die der Anzug bietet, aber auch intuitiv und spaßbringend. Das Gameplay verfällt so gut wie nie zur reinen Ballerei, sondern enthält auch taktische Komponenten und die seltenen Quick-Time-Events, bei denen sich Sam auch mal durch einen riesigen Roboter durchbohrt, sind auch nicht von schlechten Entwicklern. Einzig und allein der Sound sind der größte Makel am Spiel. Die Synthesizer-Klänge und Techno sind damit jetzt nicht gemeint, da sie auch passend zum futuristischen Setting passen. Und der Waffensound genauso wie die restlichen SFX sind auch ganz hörenswert. Aber bei der Synchro hört dann der Spaß auf. Während die englische noch recht passabel die Ohrmuschel versucht, zu umschmeicheln, ist die deutsche mecha-schlecht. Und das nicht nur von der Lippensynchronität her, sondern auch von der Stimmauswahl und der Intonation. Trotzdem ist Vanquish ein Titel, auf den vor allem Shooter-Fans, die mal etwas Anderes spielen wollen, ein Auge werfen sollten. Aber auch Shooter-Neulinge und welche, die es werden wollen, können beherzt zugreifen, denn dieses Actionspektakel bietet auch einen Kinderleicht-Modus, den sogar Großmütterchen mit Brillengläsern so dick wie Flaschenböden überstehen würde. Also kann man dieses Spiel auch als Einstiegstitel in das Shooter-Genre empfehlen.

    Negative Aspekte:
    deutsche Synchro, manchmal doch sehr unübersichtlich

    Positive Aspekte:
    auch taktisches Vorgehen möglich (nicht nur Ballern), ARS (Sams Anzug), bombastische Effekte

    Infos zur Spielzeit:
    crying_devil hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Vanquish

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: crying_devil
    8.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Vanquish
    Vanquish
    Publisher
    Sega
    Developer
    PlatinumGames
    Release
    22.10.2010
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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Vanquish
Vanquish: Der Mecha-Shooter - Leser-Test von crying_devil
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15.03.2011
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