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  • Venetica im Gamezone-Test

    Das erste Actiongame von Deck 13 wurde ordentlich auf der Xbox umgesetzt und lockt die Abenteurer unter euch!

    Vor fast vier Monaten veröffentlichte DTP Entertainment das erste Actiongame aus dem Hause Deck 13, einem kleinen aber sehr erfolgreichen Entwicklerstudio, welches normalerweise Lorbeeren mit Adventures einheimst und somit ein totgeglaubtes Genre vor dem Exitus bewahrt. Der deutsche Hoffnungsträger "Venetica" konnte Kollegen Sandro Odak aber leider nicht wirklich überzeugen. Fehleranfällig und unspielbar - mitunter zwei aussagekräftige Faktoren für das Scheitern der PC-Version. Mit einigen Monaten Bedenkzeit liefert nun Wizarbox die Xbox 360 Variante. Die zusätzliche Zeit lässt hoffen, das Entwicklungsstudio dagegen erschreckende Erinnerungen an die "Risen" Umsetzung aufkeimen! Die Vorurteile mal wegräumend wagten wir uns nochmals nach Venedig, um das Schicksal der Stadt zum Guten zu bewenden!

    Venetica Venetica Die junge Scarlett ist frisch verliebt und hat eigentlich ganz andere Dinge im Kopf als solch düstere Themen wie Rache oder den Tod. Warum sollte sie auch, sie lebt im 16. Jahrhundert in einem Bergdorf in der Nähe Venedigs, genießt einen herrlichen Blick über die fantastische Stadt und führt, bis auf die ganz normalen Problemchen, welche junge Mädchen eben haben, ein völlig unbeschwertes Leben. Dieses sollte aber schlagartig ein Ende finden, als ihre Siedlung von finsteren Schergen überfallen wird, die ganz offensichtlich jemanden suchen und dabei nicht gerade zimperlich vorgehen. Sie schlachten sich regelrecht durch das Dorf und als sie auf Scarlett treffen scheint auch ihr Schicksal besiegelt. Doch todesmutig wirft sich ihr Verlobter Benedict vor sie und fängt die tödliche Lanze, die eigentlich ihr galt, ab. So stirbt er in ihren Armen noch bevor sie ihre heimliche Liebe offiziell machen können.

    Venetica Venetica Der Verlust entfacht in Scarlett tiefe Wut. Sie zieht aus, um ihre große Liebe zu rächen. Anfangs, so scheint es, läuft es damit auch richtig gut, bis das schmächtige, kleine Ding erfährt, dass sie die Tochter des Todes ist... "Vom Tod? Hä?" wird man sich nun vielleicht fragen? Ja, Scarlett ist in der Tat mit der Verkörperlichung des Todes verwandt, was zum Teil auch tragische Konsequenzen auf die Menschenwelt hat - wie man zumindest im Laufe der ausufernden Story noch in Erfahrung bringt. Ein wenig erinnert die Geschichte an einen Pratchett-Roman aus der Scheibenwelt-Reihe, aus ihrer Inspirationsquelle machen aber auch die Entwickler keinen Hehl. Vom Tod in das Drumherum eingeweiht erfahren wir, dass ein Größenwahnsinniger nicht nur alle irdische Macht an sich reißen will, sondern auch nach der Überirdischen im Totenreich trachtet. Nur Scarlett, als Pendlerin zwischen der realen und der Totenwelt, kann die Verschwörung aufdecken und die sogenannten Untoten Fünf niederstrecken...

    Im Einklang mit dem Tod

    Venetica Venetica Die Story kling relativ interessant, doch wird sie leider auch zum Teil recht schleppend präsentiert. Die meisten Konversationen finden in Spielgrafik und völlig unspektakulär statt, vor allem die Gespräche im Jenseits mit dem Herrn Vater. Relativ selten wechselt der Blickwinkel auch zu den Untoten Fünf, welche recht gelungen dargestellt wurden und auch grafisch recht ansprechend wirken. Auffällig ist, sofern man die ersten Abschnitte hinter sich gebracht hat, dass sich Deck 13 sehr viel Mühe mit der Vertonung gegeben hat. Zahlreiche und bekannte deutsche Synchronsprecher (unter anderem von Kevin Kostner, Al Pacino, Orlando Bloom und Johnny Depp) hauchen den hölzernen Figuren regelrecht Leben ein und liefern bis auf wenige Ausnahmen eine superbe Arbeit ab. Besseres ist mir persönlich schon lange nicht mehr zu Ohren gekommen!

    Venetica Venetica Aufgrund ihres Schicksals lernt Scarlett sehr schnell in die "andere Welt" einzutauchen, in die ihr normale Menschen nicht folgen können. Dort wird man nicht nur vom Daddy aufgeklärt, sondern trifft unter anderem auch den Geliebten wieder, welcher stets eine kleine Gabe parat hat, die Scarlett auf ihren weiteren Weg durch Venedig weiterhelfen wird. Mit dem Zaubertrick, in die Totenwelt überwechseln zu können, kann sich Scarlett an Feinde anpirschen oder diese gar ohne Blutvergießen umschleichen und an Orte gelangen, die ansonsten nicht zugänglich wären. Durch die geheimnisvollen Nexus-Portale z. B. gelangt man in versteckte Räume, die oftmals aber nur billigen Schrott als Dankeschön parat haben und unsere Mühen fast gar mit einem Fausthieb strafen, hin- und wieder aber auch völlig neue und sonst nicht erreichbare Bereiche im Spiel offenbare oder einige Tote beherbergen. Mit den Geistern aus der Unterwelt kann Scarlett erst zu einem späteren Zeitpunkt im Spiel dann auch wirklich sprechen, doch offenbaren solche Unterhaltungen Wissen, besondere Gegenstände und ganz selten wurden solche Elemente auch in die Hauthandlung mit eingebaut.

    Venetica Venetica Fällt man ein abschließendes Resümee über Scarletts Totenfähigkeiten, so hätte Deck 13 neben Schlösserknacken, Unterhaltungen, unbemerktes Herumwandern und ähnliche Dinge sicherlich mehr aus den Möglichkeiten machen können. Doch werden die mystischen Kräfte stets benötigt und je nach Aufgabe auch gefordert! Neben der Zauberkraft stellt die Mondklinge die zweite Verbindung zur Unterwelt dar. Das Schwert des Todes wird anfangs noch als mystische Märchengeschichte gehandelt, bis unsere liebreizende Protagonistin die Klinge in einer (nicht ganz) verlassenen Waldhütte findet. Obwohl das Schwert unverkäuflich ist und einen elementaren Bestandteil der Tod-Geschichte ausmacht, ist dessen Einsatz weitestgehend eingeschränkt. Jeglicher anderer Klingetypus im Spiel vermag deutlich mehr Schaden anzurichten. Der mystischen Waffe bleiben letztendlich zwei Eigenschaften, welche den regelmäßigen Einsatz dennoch rechtfertigen: Manche Dämonen können nur mit der Mondklinge ins Jenseits befördert werden und darüber hinaus wird einzig allein durch diese Schneide Totenenergie gesammelt. Letztes ermöglicht ein Ableben der Protagonistin, ohne dass ihre Seele sofort in die ewigen Abgründe eingeht. Sie wechselt in die Totenwelt und kann sich - zumindest begrenzt durch die Totenenergie - wiederbeleben. Aber ganz ehrlich, man plagt sich mit dieser Waffe mehr ab, als dass man vom Erfolg gekrönt wird! Somit ist der Einsatz der Mondklinge nicht selten auch eine waghalsige Angelegenheit!

  • Venetica
    Venetica
    Publisher
    dtp
    Developer
    Deck 13
    Release
    18.12.2009

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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Venetica
Venetica im Gamezone-Test
Das erste Actiongame von Deck 13 wurde ordentlich auf der Xbox umgesetzt und lockt die Abenteurer unter euch!
http://www.gamezone.de/Venetica-Spiel-16023/Tests/Venetica-im-Gamezone-Test-992615/
23.12.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/09/Venetica_35_120531154150.jpg
tests