Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Vexx im Gamezone-Test

    So rotzfrech wie Vexx selbst sind auch die technischen Mankos dieses Multiplattform- titels.

    Es ist lange her, dass Frieden herrschte in Astara. Das war bevor sich der Himmel öffnete und die mächtigen Streitkräfte von Dark Yabu hernieder kamen und das Volk von Overwood versklavten. Vargas der greise Wächter und sein Enkel Vexx stellten sich ihnen verzweifelt entgegen, doch es nützte nichts, die Übermacht war zu groß. Jahre später aber fand Vexx die sagenumwobenen Kriegskrallen der Vargas, die in Verbindung mit der verbitterten Entschlossenheit von Vexx zu einer tödlichen Waffe wurden, auf dem Weg zur Befreiung seines Volkes.

    So lautet die Vorgeschichte zu Acclaims neuestem Multiplattform Jump'n Run, welches sich, das darf man ungestraft sagen, ungeniert bei Mario64 und weiteren Genrevertretern bediente, ohne auch nur eine einzige neue Spielidee oder Mechanik mit einzubringen. So sind in den verschiedenen Level zwischen acht und zwölf Geisterherzen versteckt die eingesammelt werden wollen um Zugang zum jeweils nächsten Level zu erhalten. Verteidigen kann sich unser Held Vexx auf der Suche nach dem herzen mit besagten Kriegskrallen die bereits in Freddy Krüger ihren ersten Einsatz feierten. Je nachdem wie oft und in welchem Takt man die Schlagtaste drückt, vollführt Vexx diverse Angriffe. Zusätzlich beherrscht er die aus Mario bekannte Stampf-Attacke und kann diese auch umdrehen, also nach oben stampfen. Klar, dass sich Vexx ebenfalls an bestimmten Wänden sowie an Seilen und Stangen emporziehen kann. Zu guter letzt kann sich Vexx auch unter oder auf dem Wasser fortbewegen, wozu er aber nicht seine Hände oder Füße benutzt, sondern sich in bester James Bond Manier von seinen Kriegskrallen durch das Wasser schieben lässt. Damit hätten wir alle Funktionen beieinander die man braucht um ein ansprechendes Jump'n Run zu gestalten. Leider nur hat das Acclaim nicht auf die Beine gekriegt, denn trotz der verschiedenen Herausforderungen und der doch oft vorkommenden Kleinigkeiten, wie die Sonnenuhr zum verstellen der Tageszeit oder die diversen Sub-Levels, fühlt man sich permanent an Mario 64 erinnert, was nicht nur an den geklauten Endgegnern liegt, und ärgert sich bereits im ersten Level über die oft vorkommenden und mehr als unfair ausgeführten Sprungeinlagen, die einen den Spielspaß schon kräftig vermiesen können, wenn man nach einem missglückten Sprung mehrere Minuten aufbringen muss um wieder am Ursprungsort anzukommen. Dabei werden einem nicht nur die Sprungeinlagen sondern auch das ganze Spiel gehörig vergällt, da man dem Game eine Kamera spendiert hat die garantiert das Schlimmste ist was man dieses Jahr auf die Spielergemeinde losgelassen hat. Die Kamera führt sich nämlich selbst überhaupt nicht, es unterliegt total der Kontrolle des Spielers dafür zu sorgen, dass er auch sieht wohin er läuft. Dabei gibt sich die CPU alle Mühe dem Spieler immer kräftig ins Handwerk zu pfuschen, indem die Kamera sich an irgendwelchen Gegenständen fest hängt, viel zu nahe ans Geschehen rückt, oder bei den Klettereinlagen grundsätzlich nach unten schaut, denn wen interessiert schon wohin man klettert? Dabei habe ich noch gar nicht erwähnt, dass die Steuerung nur leicht zögerlich anspricht, woran man sich aber gewöhnen kann, da Vexx so nett ist und nicht einfach eine Kante hinunterfällt sondern sich vorher noch an dieser festhält und auf Tastendruck wartet, bis er sich freiwillig in die Tiefe stürzt.

    Das gebotene Leveldesign dagegen ist im Grunde recht gut gelungen und lässt tatsächlich so etwas wie den Drang, auch noch das nächste Herz zu finden, aufkommen. Schade, dass die grafische Präsentation da nicht mithalten kann und gerade Mal mittleres Niveau erreicht. Denn stellenweise wirken die Level etwas leer und trist, die Texturen sind durch die Bank leicht unscharf und besonders auf dem GC und der PS2 stellt sich zudem noch ein heftiges Pixel- und Kantenflimmern ein. Die Höhe aber sind die PAL-Balken, welche man nicht nur den geplagten PS2-Spielern sondern auch gleich den Gamecube-Zockern mit aufgebürdet hat. Generell nämlich muss man feststellen, dass die Xbox-Version mit diversen Kleinigkeiten geschmückt ist die man den anderen Versionen vorenthalten hat. Jede Sonnenuhr z.B. besitzt ein zugehöriges Portal, welches nur zu einer bestimmten Stunde den Zugang zu diversen Sub-Levels gestattet. Auf der Xbox kann man zu besagter Stunde durch das Portal in den Sub-Level hineinsehen, GC und PS2 Spieler allerdings bekommen nur eine neblige Wand präsentiert. Gleiches gilt für die oft und viel eingesetzten Seile, welche besonders auf der PS2 schon von weitem durch Objekte hindurchleuchten! Eine Unschönheit die man aber auf allen drei Konsolen in gleichem Ausmaß erleben darf, sind die aufpoppenden Gegner, welche erst einige Meter vor dem Spieler erscheinen. Warum das so sein muss, wo sich doch die Anzahl der Gegner sehr in Grenzen hält, weiß wohl keiner so genau. Ebenso warum sogar auf der Xbox das Game immer wieder ruckelt und zuckt, was nicht an der verwendeten Hardware liegen kann, die solche Grafik ohne Probleme flüssig darstellen könnte. Trifft dann das Engine-Ruckeln auf das Kamera-Zucken bei den Klettereinlagen, ist das bebende Bild kaum mehr zu betrachten ohne die Kotztüte griffbereit zu haben.

    Ganz anders präsentiert sich dagegen die Soundkulisse, die, abgesehen von der technisch schlechten Umsetzung, mit wirklich epischen Klängen und einem Orchester aufwartet wie man es sich in anderen Games gewünscht hätte. Dabei reicht das Klangspektrum von ganz klassischen Streichern bis hin zu modernen Ambient-Klängen. Dafür hat man sich bei der deutschen Synchro alle Mühe geben sich dem allgemein niedrigem Standard dieses Spiels anzupassen. Vexx selbst spricht nur selten und leise, dafür versucht uns der greise Vargas durch die Story zu führen. Leider nur spricht er so leise und undeutlich, dass praktisch alles was er sagt komplett im Soundbrei untergeht, selbst wenn man selbst an den Tonreglern Hand anlegt. Will man damit die Stimmen auf das gleiche Niveau bringen wie die restliche Soundkulisse, darf man alle Regler (bis auf die Sprache) auf 25% zurückdrehen und versteht trotzdem noch nichts, dafür lässt die Tonqualität dann zu wünschen übrig, welche deutlich aufzurauschen beginnt. Bleiben noch die Kampfgeräusche zu erwähnen, welche sich andauernd wiederholen und in nicht besonders vielen Variationen vorhanden sind.

    Ob man's glaubt oder nicht, Vexx besitzt sogar einen Multiplayer-Part. Dieser wird aber erst freigeschaltet nachdem man den Singleplayer-Part durchgespielt hat, also nie. Zudem ist es kein vollwertiger Modi sondern lediglich einige kleine Minigames, welche es auch nicht mehr schaffen aus Vexx einen Hit zu machen.

    Vexx (PS2)

    Singleplayer
    5,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Angenehm große Spielwelten
    schöner Soundtrack
    Übelste Kamera seit es Videospiele gibt
    Zucken und Ruckeln an jeder besseren Ecke
    zögerlich ansprechende Steuerung
    viele unfaire Sprungeinlagen
    PAL-Balken
  • Vexx
    Vexx
    Publisher
    Acclaim Entertainment
    Release
    03.04.2003

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Iron Man Release: Iron Man Sega , Secret Level
    Cover Packshot von Jurassic: The Hunted Release: Jurassic: The Hunted
    Cover Packshot von Jak and Daxter: The Lost Frontier Release: Jak and Daxter: The Lost Frontier Sony Computer Entertainment , High Impact Games
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989223
Vexx
Vexx im Gamezone-Test
So rotzfrech wie Vexx selbst sind auch die technischen Mankos dieses Multiplattform- titels.
http://www.gamezone.de/Vexx-Spiel-41120/Tests/Vexx-im-Gamezone-Test-989223/
04.04.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/04/vexx_10.jpg
tests