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  • Victory Boxing: Gong! - Leser-Test von sinfortuna

    Victory Boxing: Gong! - Leser-Test von sinfortuna Boxsimulationen für Videospielkonsolen sind ein stets niveauloser und oft unansehnlicher Langweiler? Oftmals ja. Viele solcher Haudraufspiele waren dabei nicht nur in optischer Hinsicht ein Witz und "glänzten" nicht selten durch Ruckelparaden und lächerlichen Animationen sowie eine stumpfsinnige bzw. variantenarme Steuerung, die an Primitivität kaum zu übertreffen gewesen sein dürfte.... zumindest solange, bis das nächste Boxspiel erschien. Ich meine jedenfalls, dass es im Jahr 1996 zum ersten Mal der Boxtitel "Victory Boxing" war, der mich ernsthaft an eine bessere Zukunft glauben ließ. Dieses Sportspiel erschien sowohl für die alte Playstation als auch den Sega Saturn, wenn ich mich nicht irre, berichten möchte ich nun über die Saturn-Fassung. Keineswegs handelt es sich im vorliegenden Fall um einen Mega-Hit, nicht dass das jetzt falsch rüberkam, aber zum ersten Mal spürte ich bei einem Boxspiel tatsächlich so etwas wie Langzeitmotivation und zumindest den Hauch eines variantenreichen Gameplays.

    Schnell nehmen wir (erfreut) zur Kenntnis, dass wir es mit einer ausgewachsenen Sportsimulation und eben nicht mit einem drögen 08/15-Prügler zu tun haben. Wohlwollend stellen wir fest, dass wir zunächst in ein Konfigurationsmenü gelangen, in welchem wir unser Alter Ego selber kreieren dürfen: Geschlecht, Körperbau, Gewicht, Gesicht und Hautfarbe lassen sich durch uns bestimmen, woraufhin wir schließlich Extrapunkte auf unterschiedliche Fähigkeiten wie Schlagkraft, Ausdauer und Beweglichkeit verteilen. Völlig klar, dass wir eine noch so große Ausdauer haben könnten, wenn wir über eine verschwindend geringe Schlagkraft verfügen, werden wir früher oder später den Boden küssen müssen. Im umgekehrten Falle bringt uns ein mächtiger Hammer auch so gut wie nichts, wenn uns schon nach wenigen Minuten die Puste ausgeht. Eine gute Beweglichkeit ist natürlich auch wichtig, doch zumindest zu Beginn unserer Karriere würde ich ihr zunächst die geringste Beachtung schenken, mein persönlicher Tipp jedenfalls.

    Ja, Ihr habt richtig gelesen, wir haben es hier netterweise in der Tat mit einem richtigen Karrieremodus zu tun, der letztlich auch wirklich umfangreich ausgefallen ist und (je nach Lust und Talent) 20 bis 35 Stunden bei Laune halten dürften. Dreißig Konkurrenten sind es schließlich, die mit uns um die Krone bzw. den Gürtel des Boxsports wetteifern, das ist angenehm viel. Den Genre-Fan lockt zudem sicherlich das nochmalige Durchzocken mit einem anderen Charakter und selbstverständlich ist ein gepflegtes Versus-Match im Zweispielermodus auch nicht zu verachten: eine erfreulich hohe Langlebigkeit kann ich diesem Boxspiel nicht absprechen, sehr schön. Um Eure Motivation konstant hoch zu halten, locken Bonuspunkte nach erfolgreichen Fightsund unser Trainer versorgt uns ab und an mit sehr wertvollen Tipps, die uns direkt zu neuen Moves, Spezialattacken und Kombos bringen. Das hat was.

    Positiv zu vermerken ist zudem, dass die Athleten im Ring hervorragend unterwegs sind, soll heißen, dass sie ganz und gar nicht steif durch den Ring stapfen, sondern blitzschnelle Ausweichmanöver und Konterattacken auf der Pfanne haben und (im Laufe der Zeit) gekonnt vor dem Kontrahenten umhertänzeln. Da der Boxring an sich und somit auch das Geschehen um die beiden Boxer bzw. Boxerinnen herum rotiert, sieht das Ganze phasenweise richtig lebendig aus. Frei dürfen wir den Blickwinkel leider nicht justieren, so dass wir uns auf vorgegebene Perspektiven verlassen müssen, bei Nichtgefallen gibt es per Tastendruck einen schnellen Kameraschwenk. Ganz perfekt ist das sicher nicht umgesetzt worden, doch würde es deutlich zu weit gehen, wollte man die Kämpfe als chronisch unübersichtlich bezeichnen, eigentlich sind wir immer Herr oder Frau der Lage und sollten Missgeschicke nicht einer mangelhaften Spieltechnik ankreiden, sondern uns lieber selber an die eigene Nase fassen. Interessant: während des Kampfes bzw. bei den Rundenpausen sind wir immer auf dem Laufenden, wie es mit der Trefferquote aussieht, das heißt, dass wir ziemlich genau Bescheid wissen, wer im Falle, dass es keinen K.-O. gäbe, durch Punktsieg gewinnen würde.

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Victory Boxing
Victory Boxing: Gong! - Leser-Test von sinfortuna
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10.06.2007
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