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  • Vietcong: Purple Haze im Gamezone-Test

    Krieg ist die Hölle!

    Nein, ich will nicht mehr nach Vietnam. Nach dem durchaus brauchbaren Conflict: Vietnam und dem eher auf seine Brutalität reduzierten Shellshock Nam 67 steht uns nun der nächste Einsatz in Vietcong: Purple Haze bevor. Wer nun glaubt, dass es sich dabei um dasselbe Spiel wie die gleichnamige PC-Version handelt, dem werden recht bald die Unterschiede auffallen. Denn wo der PC noch mit ganzen 38 Missionen bestückt ist, bietet uns die Konsolenversion nur noch 19 davon. Viele von diesen wurden auch umgeschrieben und spielen sich nun anders als auf dem PC.

    Schön, dass ich angemeldet bin Schön, dass ich angemeldet bin Davon abgesehen aber ist das was uns Vietcong: Purple Haze bietet - ganz ehrlich gesagt - nicht besonders prickelnd. Denn das mit dem Spiel etwas nicht stimmt merkt man bereits in der ersten Mission sobald man seinem einheimischen Fremdenführer erklärt hat, dass er uns doch den Weg ins Hotel weisen soll. Dieser Vorgang nämlich pflastert den ganzen Schirm voller Texte die ein- und ausgeblendet werden, dass es eine wahre Freude ist. Zu allem Überfluss wird uns auch noch während des gesamten Spiels angezeigt, dass wir uns nicht - oder eben doch - bei Xbox-Live! angemeldet haben. Welchen Sinn das beim Offline-Game macht erklärt uns keiner. Ist aber auch nicht so schlimm, denn inzwischen kämpfen wir schon mit der Ungeduld und würden uns wünschen, dass der Fremdenführer sich etwas schneller bewegen würde. Denn ein Radar oder eine Karte gibt es nicht, wir sind ganz auf seine Ortskenntnisse angewiesen. Brav wie dieser ist, bleibt er vor jeder Falle stehen und gibt uns Bescheid, woraufhin wir uns bücken dürfen und den gefährlichen Draht zerschneiden. So geht das dann eine Weile, wobei wir immer mal wieder einen Funkspruch absetzen und die wenigen Gegner niederstrecken, bis endlich volle Klarheit herrscht wie dumm unsere Kameraden sind. Denn andauernd laufen sie uns vors Rohr, gehen völlig unmotiviert aus der Deckung heraus, was mitunter zu mehr als lächerlichen Situationen führt. Ich wusste nämlich nicht mehr ob ich Lachen oder Weinen sollte als mein MG-Schütze exakt einen Meter vor einem Charlie stand und sich die beiden Figuren befeuerten was die Rohre hergaben ohne auch nur den geringsten Schaden davon zu tragen. Irgendwie erinnerte mich das an Teenager auf Exctasy die sich eben zu Tode steppten. So richtig abstrus wurde es aber erst als dann auch noch der Sani ankam und versuchte den MG-Schützen zu heilen, der immer noch wie ein Verrückter feuerte aber nie traf.

    Grafik und Leveldesign

    Viel Text mitten im Bild Viel Text mitten im Bild Irgendwann hat man auch diese Situation gemeistert und man beginnt sich an manchen Stellen des Spiels zu fragen ob das Leveldesign tatsächlich so ausgefallen ist wie geplant oder ob man schlicht etwas vergessen hat? Da gibt es nämlich allen Ernstes Abschnitte die nur aus einem glatten Boden bestehen, zugegeben mit recht gelungener Gras-Textur, auf den man recht fantasielos drei Baumstümpfe und einen Felsen gestellt hat. Da die Sichtweite auch nicht besonders weit reicht wird dem Auge ein recht leerer Level mit weißem(!) Hintergrund geboten, was schon sehr nach Playstation One aussieht. Wenn dann auch noch die Gegner nach ihrem Ableben einfach schamhaft im Boden versinken, ist es endgültig Schluss mit dem authentischem Eindruck und man möchte nur noch Nachhause.

    Englische Cutscenes mit deutschen Untertiteln Englische Cutscenes mit deutschen Untertiteln Derweil gibt es durchaus Abschnitte im Dschungel die gar nicht so schlecht aussehen, auch wenn man sich dann fragt warum das Fallen-Entschärfen so rudimentär ausgefallen ist, man kann praktisch nichts Falsch machen da es nur ein Knöpfchen zu drücken gilt. Wenigstens sind die eigenen Mannen nicht so dumm, dass sie diese Übersehen, sie bleiben immer brav davor stehen und warten auf unser Handeln. Besonders auffällig dabei unser Fremdenführer der sich selbst Kundschafter nennt, der offensichtlich nur einen fest vorgezeichneten Weg kennt den er immer entlang schleicht, bis wir uns zu weit von ihm entfernt haben. Dann bleibt er einfach stehen und wartet darauf, dass wir wieder zurückkommen. Erst dann setzt er seinen Weg fort. Somit ist es nur schwer möglich einen Bereich vorher abzusichern, weil wir immer wieder zu unseren Leuten zurückkehren müssen, damit sie endlich weiter gehen. In einem Satz zusammengefasst: Die KI der Kameraden ist schrecklich und zerstört jedwedes Spielgefühl.

    Die Soundkulisse

    US-Soldaten blinzeln nicht US-Soldaten blinzeln nicht Wie es sich für ein Spiel dieses Genre gehört werden wir mit den typischen Sounds der 60er beschallt, auch wenn die verwendeten vier Lieder bei weitem nicht so bekannt sein dürften wie Ähnliches in ähnlichen Games. Trotzdem sorgen sie - zumindest Anfangs - für das erwartete prickeln vor dem ersten Einsatz. Denn zugegeben, auch die englische Sprachausgabe, besonders in den Cutscenes, ist recht gut gelungen. PC-Spielern wird sofort auffallen, dass man die Sprachtexte stark geändert hat, das böse Wort mit F kommt praktisch nicht mehr vor und mitunter hören sich unsere Soldaten wie zu heiß gewaschene Memmen an die auch lieber Zuhause geblieben wären. Ist ja auch nur zu verständlich bei dem grausamen Leveldesign.
    Über die Waffensounds selbst kann man sich kaum beschweren, die verschiedenen Ballermänner besitzen alle ihren spezifischen Sound und so manche Waffe sorgt für den erhofften Bums. Die Sterbegeräusche der Gegner hingegen wurden entweder absichtlich beschnitten oder es stimmt etwas mit der Routine nicht so ganz. Denn manchmal hört man den Todesschrei eines VC der sich in hundert(!) Meter Entfernung befindet so laut als stünde er neben einem, meist jedoch sterben sie ganz lautlos. Bis es aber soweit ist, beschimpfen sie uns immer mit den gleichen Sprüchen die sich schon bald zu wiederholen beginnen.

    Steuerung

    Sichtweite gleich Null Sichtweite gleich Null Wie aus ähnlichem Spielen bekannt kann unser Kämpfer drei Positionen einnehmen, nämlich Stehen, Hocken oder Liegen, wobei sich die Zielgenauigkeit erhöht je stabiler unsere Lage ist. Zusätzlich noch können wir uns Kimme und Korn vor die Nase halten, womit man ganz besonders gut zielen kann - was auch die einzige Möglichkeit ist einen vernünftigen Kopfschuss zu setzen - wobei man aber auf dem Punkt festgenagelt ist und sich nicht mehr bewegen kann.
    Eine spezielle Taste um Granaten werfen zu können gibt es nicht, stattdessen müssen wir die Waffenauswahl aufrufen und dort zur Granate navigieren. Je länger wir sodann den Abzug ziehen desto weiter wird die Granate geschmissen. Die haben auch eine ziemliche Sprengwirkung und sind in der Lage gleich mehrere Vietkongs regelrecht aus ihren Schützengräben zu bomben, trotzdem sieht man die Explosion kaum, aus einiger Entfernung überhaupt nicht mehr oder höchstens noch ein Staubwölkchen, was im krassen Gegensatz zu der Wirkung der Metaleier steht.

    Xbox Live!

    Einer der schöneren Abschnitte Einer der schöneren Abschnitte Im Gegensatz zu den beiden Eingangs erwähnten Vietnam-Spielen besitzt Purple Haze einen richtigen Xbox Live! Support, der uns neben dem Online-Gaming auch das Herunterladen zusätzlicher Inhalte gestattet, sobald welche verfügbar sind. Der Online-Mode selbst bietet uns neun Karten auf denen insgesamt sechs verschiedenen Spielvarianten ausgetragen werden können. Dabei handelt es sich um das "Angriffs-Team-Spiel", wobei es darum geht ein bestimmtes Ziel, wie "Rette den Piloten" zu erfüllen und das gegnerische Team natürlich versuchen muss das zu verhindern. Bei "Flagge erobern" handelt es sich um ein ganz klassisches CTF, ebenso wie man den "Deathmatch" nicht mehr erklären muss. Hinter dem "Echten Krieg" versteckt sich ein Spielmodi bei dem jedes Team versuchen muss schneller als das andere alle auf der Karte verteilten Flaggen einzusammeln. Hinter dem "Koop-Mode" schließlich verstecken sich einige wenige Einsatze die man gemeinsam erfüllen kann.

    Lediglich das "Deathmatch" und das "Team Deathmatch" lassen sich auf allen neun verfügbaren Karten spielen, bei den restlichen gibt es immer diverse Beschränkungen. Ein recht witziges Feature hat man in die Sprachkommunikation per Headset eingebaut. Dieses simuliert nämlich kein Funkgerät sondern die tatsächliche Sprachkommunikation zwischen den Teammitgliedern. Das bedeutet, dass der Abstand zum Sprecher darüber entscheidet wie laut wir ihn hören, ist er zu weit weg hören wir ihn sogar überhaupt nicht mehr. Beim Online-Spiel führt dies dazu, dass wir zu schreien beginnen um weiter entfernte Kameraden zu erreichen, wofür uns die näher stehenden Kollegen recht dankbar sind, sobald das Pfeifen aus ihren Ohren wieder verschwunden ist.

    Vietcong: Purple Haze (XB)

    Singleplayer
    6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Online-Spielbar
    08-15 Leveldesign
    supereinfache KI
    viel zu viele mitten ins Bild eingeblendete Texte
    im gesamten recht unmotivierend
  • Vietcong: Purple Haze
    Vietcong: Purple Haze
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    Pterodon s.r.o.
    Release
    30.09.2004

    Aktuelles zu Vietcong: Purple Haze

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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990014
Vietcong: Purple Haze
Vietcong: Purple Haze im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Vietcong-Purple-Haze-Spiel-41208/Tests/Vietcong-Purple-Haze-im-Gamezone-Test-990014/
05.10.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/10/TV2004100114202600.jpg
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