Eine Neuauflage des erfolgreichen Spiels mit einigen sinnvollen Erweiterungen - vor allem für Einzelspieler.
Nach dem großen Erfolg des vierten Teils der Serie bringt uns Sega AM2 eine Neuauflage der besonderen Art. Zahlreiche sinnvolle Erweiterungen und Bonusmaterial bis zum Abwinken dürften diesen Titel auch für Besitzer des Originals interessant machen.
Für alle Leser, die Virtua Fighter 4 verpasst haben sollten, hier eine kurze Zusammenfassung unseres Tests:
Grafisch präsentiert sich das Spiel einfach gigantisch. Angefangen vom Menüdesign, welches sicherlich eines der besten ist, bietet das Spiel sehr viele angenehme grafische Details, die oft erst beim zweiten mal hinsehen auffallen. Die Designer der einzelnen Level (insgesamt gibt es 14 Stück) haben sich hier besonders ins Zeug gelegt, denn im Hintergrund spielen sich allerlei Dinge ab, die in der Hitze des Gefechts oft übersehen werden können: Im Schnee-Level verändert sich der Untergrund dynamisch danach wo unsere Kämpfer bereits gestanden sind, im griechischen Level zerfallen im Hintergrund die Überreste der Akropolis und im asiatischen Herbst-Level bewegen sich die Blätter nicht nur im Wind sondern auch passend zu den Bewegungen unserer Kämpfer.
Die einzelnen Kämpfer (15 Stück stehen in "Evolution" nun zur Auswahl) sind allesamt sehr detailliert dargestellt und gerade deren lange Gewänder oder Haare bewegen sich passend zur jeweiligen Kampfsituation. Die PAL-Version glänzt mit einer perfekten Anpassung und bietet einen 50/60 Hz Modus zur Auswahl. Der Hintergrundsound ist ebenfalls sehr gut gelungen und sogar passend zum jeweiligen Thema der Kampfarena gestaltet. Fetzige Rockmusik mit teilweise asiatischen Sphärenklängen erwarten euch.
Das Gameplay wird alten Virtua Fighter-Hasen sehr bekannt vorkommen, das Kampfsystem wurde übernommen aber auch an vielen Stellen erweitert. Besonders angenehm sind wie immer die guten Kombo-Möglichkeiten, welche für echte Könner die absolute Herausforderung darstellen. Auch die einzelnen Level können zum Sieg verhelfen, wenn man einen Gegner erst mal gegen die Wand knallen lässt, bevor man ihm mit einer passenden Schlagkombination endgültig den "Todesstoß" verpasst. Ring-outs sind ebenfalls möglich und gerade der defensive Part wurde noch mal überarbeitet. An vielen Stellen kann nun noch mehr "gecountert" oder auch ausgewichen werden, indem man den Joystick schnell hin und her bewegt. Ein sehr umfangreiches Tutorial bringt dem Spieler alle wichtigen Moves bei - dies ist auch bitter nötig, denn Viruta Fighter glänzt als eines der Kampfspiele mit den meisten Bewegungen überhaupt.
Was bietet denn nun der Zusatz "Evolution"?
Einiges. Die Erweiterungen sprechen vor allem den durchschnittlichen Einzelspieler an, der am simplen Arcademodus zu schnell die Lust verliert. Man hat sich hier offensichtlich an Soul Calibur orientiert, es dürfen nun tonnenweise Bonusfeatures freigeschaltet werden, das nötige Geld dazu verdient man im neuen "Quest-Mode" der den bisherigen "Kumite-Mode" ersetzt. Der eigene Kämpfer kann außerdem in allen erdenklichen Arten umgestaltet werden, von simplen Farbänderungen bis hin zu speziellen Kostümen, Augenfarben oder Zubehör ist alles vertreten. In den Kämpfen kann man zusätzlich ganze Sammlungen mit über 1500 Figuren, Logos und Abzeichen freispielen - die "Ich-spiel-alles-auf-100%-durch-Zocker" werden sich freuen!
Der "Quest-Mode" findet in virtuellen Spielhallen statt, in denen man gegen ebenso virtuelle Spieler antritt, die basierend auf den Spieltechniken realer Spieler entwickelt wurden. Es werden sogar richtige Turniere in diesen Spielhallen organisiert, man kämpft sich auf einer Leiter bis zum Finale nach oben. Wer hier siegt wird mit Geld und neuen Features belohnt, außerdem werden so neue Level freigeschaltet. Zusätzlich kann man sich in einem Menü spezielle Aufgaben stellen, die wiederum weitere Bonusgegenstände bringen. Hier geht es dann darum den Gegner z.B. fünf mal aufs Kreutz zu legen oder mehrere Male seinen Schlägen auszuweichen.
Evolution bietet aber auch bessere Grafik: Die Kämpfer haben noch mal ein großes Stück bei den Details zugelegt und auch die Hintergründe scheinen etwas flüssiger und schöner zu sein. Zwar sind die Texturen immer noch nicht so messerscharf wie beim großen Bruder in der Spielhalle, für eine PS2 aber dennoch eine beachtliche technische Leistung, die sich locker mit anderen aktuellen Prügelspielen messen kann.
Zwei neue Kämpfer gibt es auch noch, da wäre zum einen der Judoka namens "Goh" und zum anderen der gefährliche Kick Boxer "Brad". Die beiden Neueinsteiger spielen sich ziemlich gut und dürften zu den stärkeren Kämpfern im Bunde zählen.
