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  • Virtua Tennis 2009 im Gamezone-Test

    Ein fordernder Online-Modus und eine tiefgängige Karriere bieten neben dem nötigen Umfang auch die entsprechende Abwechslung.

    Man nehme einen bekannten und entsprechend erfolgreichen Sporttitel, wechselt die Nummerierung oder die Jahreszahl aus, bringt ein neues Gesicht aufs Cover und lässt die PR-Maschinerie anlaufen. Dann noch ein paar Versprechungen von den Entwicklern ins rechte Licht gerückt und schon kann der Rubel rollen. So oder so ähnlich stellen sich das viele Publisher vor. Natürlich tickt auch Sega nicht anders und bringt die Tage einen neuen Ableger seiner seit Jahren ziemlich einträglichen "Virtua Tennis"-Reihe in die deutschen Verkaufsregale - mit den angesprochenen Änderungen und den großen Ankündigungen.
    Doch was steckt wirklich hinter dem neuen Titel? Hat sich in den letzten zwei Jahren etwas in grafischer und technischer Hinsicht getan? Kann man Erweiterungen am Umfang erwarten? Und wie sieht es mit dem Gameplay aus - gab es hier eventuell einen Wechsel von Arcade zur Simulation? Und, ganz wichtig: Wo ist nun wirklich der Unterschied zu "Virtua Tennis 3"?

    Bekanntes muss nicht schlecht sein - Aufschlag zum Spielspaß

    Virtua Tennis 2009 Virtua Tennis 2009 Sicher die Spielbeschreibung spricht von neuen Spielern, neuen Plätzen und einem leicht redesignten Karrieremodus, doch oberflächlich betrachtet hat sich nicht wirklich viel in den letzten 24 Monaten verändert. Immer noch gibt sich das Menü aufgeräumt und immer noch beinhaltet es Punkte wie "World Tour", "Showmatch", "Turnier", "Arcade" und "Online" - letzteres heuer erstmals auch auf der PS3, womit wir eine der größten Änderungen auch schon angesprochen haben. Und damit dürfte auch klar sein, dass hier bereits die erste Kritik des Tests ansetzt. Funktionierendes erhalten ist soweit nicht das schlechteste, allerdings erwartet man als Spieler bei einer Fortsetzung doch auch eine gewisse Weiterentwicklung und die fehlt bei "Virtua Tennis 2009" in punkto Spielvarianten eigentlich komplett. Wer den Vorgänger besitzt und selbigen etwas intensiver gespielt hat, der wird beim aktuellen Ableger kaum etwas Neues entdecken können.

    Virtua Tennis 2009 Virtua Tennis 2009 Ist der Titel nun deshalb schlecht? Eben nicht - und dies ist auch genau das "Schizophrene" am gebotenen Inhalt. Trotzdem, dass einem irgendwie alles bekannt vorkommt, man es einfach schon kennt, sind die integrierten Spielmodi extrem abwechslungsreich und machen vor allem auch Spaß. Wer Liebhaber des gepflegten Gelegenheitsspieles ist, kann sich nicht nur in Einzelspielen austoben, sondern hat vor allem auch die Möglichkeit sich durch eine Vielzahl von wirklich witzigen Minispielchen zu kämpfen. Immerhin ganze 12 Stück sind davon ins Spiel integriert worden. Lust beim "Zoo Feeder" Panda, Gorilla und Löwe mit Nahrung zu versorgen, beim "Pot Shot" ein Poolspiel per Tennisschläger auszuführen oder beim "Pirate Wars" alle Schiffe zu versenken? Mit "Virtua Tennis 2009" ist das alles kein Problem.

    Virtua Tennis 2009 Virtua Tennis 2009 Deutlich mehr Zeit solltet ihr allerdings schon mitbringen wenn ihr euch an die Spielmodi "Turnier" oder "Arcade" wagt. Letzteres bietet euch z. B. die Möglichkeit durch Siege auf unterschiedlichen Plätzen gegen stetig stärker werdende Gegner Goodies bzw. Bonis frei zu spielen. So könnt ihr bei erfolgreicher Absolvierung unter anderem in den Genuss von Tennislegenden, wie etwa Stefan Edberg und Boris "Bobbele" Becker, kommen. Schon allein das mag ja für dein ein oder anderen Anreiz genug sein, sich durch die langen und teilweise schweren Levels zu kämpfen. Aber das alles ist nur nettes Beiwerk, denn das Herzstück, der Hauptmodus, die Herausforderung von "Virtua Tennis" ist auch in der "2009"-Version die so genannte "World Tour". Der klassische Karrieremodus der Spielereihe von Sega gibt sich auch heuer so, wie sich solch eine Spielvariante nun mal geben muss. Ihr erstellt euch euer virtuelles Alter-Ego bis ins kleinste Detail und beginnt die Tennisszene von ganz unten - oder anders: vom 100 Platz der Amateur-Rangliste - neu aufzumischen. Hierbei bleibt es euch überlassen, ob ihr lieber als Männlein oder Weiblein an die jeweilige Weltspitze stürmen wollt. Begleitet werdet ihr hierbei von einem allseits gegenwärtigen und sich mit Tipps kaum zurückhaltenden Coach, dem Ex-Weltklassespieler Tim Henman. Gerade bei den Trainingssessions sind seine Informationen nicht zu vernachlässigen, sind sie doch das einzige was euch das Spiel zur Verfügung stellt, um die teilweise kniffligen Aufgaben, welche euch in der so genannten Akademie gestellt werden, zu erfüllen. Übrigens könnt ihr nicht nur hier eure Fähigkeiten auf Vordermann bringen, sondern auch beim erfolgreichen Bestehen, der auf der Weltkugel beliebig verteilten, bereits oben erwähnten Minispielchen. All das bringt euch technisch zwar weiter, nagt aber auch kräftig an der Kondition, weshalb Ruhepausen ebenso wichtig sind, wie schweißtreibende Sessions auf dem Court. Doch bei der ganzen Trainingsarbeit und "Erholerei" solltet ihr nicht vergessen, dass es ganz nebenbei auch noch darum geht euch durch Turniere zu kämpfen bzw. zu siegen, dementsprechend in der Weltrangliste immer weiter nach vorne zu kommen, um irgendwann gegen die Profis antreten zu dürfen und schlussendlich auch noch darauf das nötige Kleingeld einzuheimsen, welches wiederum in bessere Ausrüstung investiert werden sollte. Besonders nett: Während eurer "World Tour" könnt ihr auch jederzeit ein Online-Match starten - bringt Abwechslung, macht aber auch fürs strapazierte Konto durchaus Sinn. Umfangreich, tiefgängig und Zeitintensiv, das sind die Schlagworte der Spielvariante "World Tour". Leider gibt es aber auch hier einen Kritikpunkt: Der Karrieremodus kommt nur sehr schwer in Gang - soll heißen, anfangs fehlt durch den zu niedrig angesetzten Schwierigkeitsgrad bei der Gegnerwahl einfach die Herausforderung. Spätestens, wenn ihr aber bei den Profis antreten dürft, ist dieser Makel auch wieder vergessen, denn dort wird genau das geboten, was man bei einem "Virtua Tennis" einfach erwartet, nämlich lange und harte Matches.

    Virtua Tennis 2009 Virtua Tennis 2009 Lange, harte Matches könnt ihr übrigens auch beim wirklich gut implementierten Onlinemodus über Xbox-Live bzw. PSN erwarten. Online-Ranglisten und die Möglichkeit sich bei richtigen Online-Turnieren zu beteiligen, werden wohl jeden Multiplayerfan für längere Zeit begeistern. Begeistern dürfte aber auch, dass sich unter den immerhin 200 integrierten virtuellen Tennisspielern gegen die ihr offline antreten könnt, ganze 23 Originalspieler befinden. Namen, wie Federer, Nadal und Williams sollten selbst Tennisunkundigen ein Begriff sein. Genauso umfangreich geben sich die vorhandenen Turniere. So könnt ihr nicht nur den heuer erstmals offiziell lizenzierten Davis Cup nachspielen, sondern euch auf diversen, Courts, verteilt auf der ganzen Welt, austoben. Ob nun Dubai, Düsseldorf, Vancouver oder doch lieber Paris, London, Melborn, alles ist vertreten, alles ist spielbar und vor allem auch recht authentisch implementiert.

    Advantage Arcade - Vorteil Zugänglichkeit

    Virtua Tennis 2009 Virtua Tennis 2009 Mag der Spieleinhalt umfangreich sein, das Gameplay ist es ganz sicher nicht. Hier ist leichte Zugänglichkeit und Spielen ohne den gewissen Frustmoment angesagt. Allerdings bleibt dadurch natürlich auch der Realismus auf der Strecke. Was "Virtua Tennis" schon seit Anbeginn der Serie ausmacht, sind diese actionreichen, langen Ballwechsel - und dies ist ohne Abstriche auch beim "2009"-Ableger so. Schläge ins Aus oder gar ins Netz sind kaum möglich, im Endeffekt macht der Spieler den Punkt, welcher den längern Atem hat und sich durch geschickte Wechsel der Schlagvarianten Vorteile verschaffen kann. So genannte "unforce errors" gibt es somit beim Tennisspiel von Sega nicht, was das Spiel natürlich weit weg von einer Simulation und nahe hin zur Arcade rückt. Alles soweit aber auch aus den Vorgängern bereits bekannt und damit nicht wirklich überraschend. Wirklich überraschend ist allerdings, dass die Entwickler trotzdem durch marginale Änderungen versuchten, etwas diesen unrealistischen Touch abzulegen und doch mehr "real life" ins Spiel zu bringen. So ist es heuer deutlich entscheidender als bei "Virtua Tennis 3", wie ihr zum Ball steht und wann ihr mit der Schlagausführung beginnt. Befindet ihr euch im richtigen Abstand bzw. Winkel und habt die entsprechende Aktionstaste zeitig gedrückt, dann wird euer Schlag entsprechend stärker und präziser - könnt ihr hingegen gerade noch einen "Return" ansetzen, ohne große Zeit in Positionierung bzw. Tastendruck investiert zu haben, dann wird kaum mehr als ein Kullerball daraus werden. Großes Lob an die Verantwortlichen, denn das macht das Spiel noch intensiver - allerdings weiterhin in den "arcardigen" Grenzen.

  • Virtua Tennis 2009
    Virtua Tennis 2009
    Developer
    Sumo Digital Ltd. (UK)
    Release
    29.05.2009

    Aktuelles zu Virtua Tennis 2009

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Steep Release: Steep
    Cover Packshot von FIFA 17 Release: FIFA 17 Electronic Arts , EA Canada
    Cover Packshot von EA Sports UFC 2 Release: EA Sports UFC 2 Electronic Arts
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Virtua Tennis 2009
Virtua Tennis 2009 im Gamezone-Test
Ein fordernder Online-Modus und eine tiefgängige Karriere bieten neben dem nötigen Umfang auch die entsprechende Abwechslung.
http://www.gamezone.de/Virtua-Tennis-2009-Spiel-7499/Tests/Virtua-Tennis-2009-im-Gamezone-Test-992230/
08.06.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/06/Virtua_Tennis_2009-Xbox_360Screenshots16495IVANOVIC_SHANGHAI__9__120531154201.jpg
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