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  • Viva Piñata im Gamezone-Test

    Nicht nur Kinder können mit diesem Titel ganz besonders viel Spaß bei der Gartenarbeit und der Pflege und Aufzucht der Pinatas haben.

    Ich gebe es am Besten gleich zu Beginn zu, bevor ich das erste Mal von Rare's Spiel "Viva Pinata" gehört hatte, wusste ich nicht woher diese bunten Tierchen stammen oder welchen Zweck sie erfüllen. Wem es so ging oder geht wie mir, dem sei erklärt, dass Pinatas bunte Tierchen aus Papier sind welche man bis zum Rand mit Süßigkeiten gefüllt hat. Auf Kindergeburtstagen und Parties gilt es diese Tierchen so lange mit einem Stock zu malträtieren, bis sie platzen und ihre süßen Innereien freigeben.

    Mein Haus, mein Garten, meine Pinatas

    Viva Piñata Viva Piñata In Rare's "Viva Pinata" geht es genau um diese bunten und mit Leckereien gefüllte Tierchen, die im Spiel aber ein richtiges Leben führen, es sich bei Möglichkeit recht gut gehen lassen und ab und zu sogar den Liebesreigen tanzen, auf das es viele kleine und neue Pinatas gibt. Aufgabe des Spielers ist es hierbei, für eine möglichst angenehme Umgebung für die einzelnen Tiere zu sorgen, die allesamt mit spezifischen Bedürfnissen ausgestattet wurden. Welche dies sind, können wir in der Enzyklopädie nachlesen. Doch schütten wir die Pinatas nicht mit der Wanne aus und beginnen wir ganz am Anfang.

    Viva Piñata Viva Piñata Unser erster Garten ist eigentlich keiner, zumindest noch nicht. Betreten wir ihn das erste Mal, ist er noch übersäht mit Unrat und kein besonders erquickender Anblick. Felsbrocken verhindern das wachsen schöner Pflanzen und viele kahlen Stellen lassen den Garten eher wie eine Müllkippe aussehen. Doch natürlich gibt es ein Mittel gegen den ganzen Unrat, nämlich unser erstes Werkzeug, eine verrostete Schaufel. Diese dient gleich zwei Zwecken, denn zum einen können wir mit ihr den Unrat beseitigen, indem wir so lange auf ihn hauen bis er sich sprichwörtlich in Wohlgefallen auflöst, und zum anderen können wir damit die "harten Untergründe" umgraben, um etwas anderes darauf wachsen zu lassen. Und das ist Anfangs erst einmal Gras. Und genau darin besteht auch unsere erste Aufgabe um an das erste Pinata zu kommen, möglichst viel des kleinen Gartens zu begrünen. Haben wir dies erledigt, trollt sich auch schon das erste Pinata in unseren Garten, nämlich ein sogenannter Whirlm, eine Art Regenwurm. Der Whirlm ist recht anspruchslos und wird vom frischen Gras, welches wir eben gepflanzt haben, angezogen. Somit stellt er den ersten Bewohner unseres Gartens dar, was wir daran erkennen, dass unser Whirlm1 plötzlich farbig wurde, statt in Schwarz und Weiß durch die Gegend zu robben. Doch mit einem Whirlm alleine passiert noch nicht viel, es muss wenigstens ein Zweiter auftauchen damit Nachwuchs entstehen kann. Die Bedingungen die erfüllt sein müssen damit die verschiedenen Pinatas sich fortpflanzen können, stehen ebenfalls in der Enzyklopädie geschrieben, bei unseren anspruchslosen Whirlms sind das 10 Quadrat-Pinometer Gras und eine Whirlm-Behausung, welche aus einigen verlassenen Abflussrohren besteht. Ist dies vorhanden, können wir entweder darauf warten bis die Whirlms von selbst darauf kommen was wir von ihnen erwarten, oder wir versuchen sie zu drängen, indem wir den einen Whirlm immer wieder auf den anderen Whirlm aufmerksam machen. Wenn alles gut geht, ziehen sich die Zwei in ihre Behausung zurück und tanzen den Liebestanz, kurz darauf gibt's Whirlm3. Wem die einfach durchnummerierten Namen der Pinatas nicht gefallen, der kann jedem einzelnen Tier auch einen individuellen Namen geben.

    Viva Piñata Viva Piñata Nach diesem Prinzip funktionieren alle Pinatas in unserem Garten. Jede Rasse wird von etwas bestimmtem Angezogen, der Sparrowmint beispielsweise steht auf Whirlms, so wie das Vögel eben tun, und jede Rasse benötigt die Erfüllung bestimmter Bedingungen um sich fortpflanzen zu können. Dabei baut eine Rasse auf der anderen auf bzw. zieht die andere nach sich. Es liegt also am Spieler wie schnell er an neue Pinatas kommt, indem er den Garten so herrichtet, dass nicht nur die schon vorhandenen Tiere zufrieden sind sondern auch neue angelockt werden. Oft benötigt man dafür bestimmte Pflanzen, welche erst die Existenz bestimmter Pinatas ermöglicht. Umgekehrt können wir die Pflanzen aber auch in bare Münze umwandeln, indem wir sie direkt verkaufen, oder darauf warten bis sie Früchte tragen. Und Geld kann man nie genug besitzen, denn die Ausstattung unseres Gartens geht ganz schön ans Portemonnaie. Jedes Stück Zaun, jede Behausung und jede Pflanze will bezahlt werden, weswegen wir manchmal auch nicht umhin kommen ganze Tiere zu verkaufen, bestmöglich direkt an eine Kinderpartie.

    Viva Piñata Viva Piñata Bis dahin aber sollten wir dafür gesorgt haben, dass es unseren Viechern auch gut geht, indem wir die Bedingungen günstig halten und bei Bedarf auch mal den Arzt vorbeischicken. Doch auch dieser will für seinen Einsatz entlohnt werden und heilt nicht umsonst. Einzig ein komischer Kauz der immer wieder über unseren Rasen läuft hilft uns gerne und kostenlos mit Samen für neue Pflanzen aus. Er redet dabei zwar viel unverständlichen Stuss, seine Geschenke aber nehmen wir gerne an, denn im Laden müssen wir für jeden Samen löhnen. Zudem gibt's ab und an auch eine Überraschung in Form einer neuen und noch nicht da gewesenen Pflanze.

    Das Dorf

    Viva Piñata Viva Piñata Neben unserem Garten in dem wir uns hauptsächlich aufhalten werden, gibt es auch noch das Dorf. Dort finden wir diverse Geschäfte und Handwerker die uns bei unserem Bestreben den attraktivsten Garten zu gestalten unterstützen. In Costolots Laden beispielsweise bekommen wir neben diversen Samen auch Zäune, Süßigkeiten, Obst, Gemüse, Pflastersteine und Dünger, womit aber bei weitem noch nicht alles Erhältliche erwähnt ist. Im Papiertiere Laden gibt es, richtig, Papiertiere, sowie Accessoires für diese. In Gretchen Fetchems Laden hingegen können wir uns diverse Dienstleistungen kaufen, wie einen Jäger welcher die "sauren" Pinatas aus unserem Garten vertreibt. Ebenfalls eine Dienstleistung bietet uns Willy Builder an, er ist für das errichten neuer Behausungen zuständig. Diese benötigen wir unbedingt, wie schon erwähnt, damit sich unsere Pinatas fortpflanzen können. Im Postamt schließlich ist es möglich Tiere und Gegenstände mit anderen Spielern zu tauschen. Die vor langer Zeit angesprochene Möglichkeit auch den Garten der Freunde besuchen zu können, hat leider nicht mehr ins fertige Spiel gefunden, übrig geblieben ist alleine das Tauschgeschäft.

    Grafik, Sound & Interface

    Viva Piñata Viva Piñata Viva Pinata ist in erster Linie bunt, und zwar megabunt, was mitunter bis an die Schmerzgrenze geht. Doch Viva Pinata ist auch angenehm hoch detailliert, was dem Aquariumseffekt sehr zu gute kommt. Immer wieder ertappt man sich dabei wie man einfach nur seinen Garten beobachtet, den Pinatas bei ihrem Treiben zuschaut und sich freut wieder eine neue Pflanze wachsen zu sehen, während die Sonne untergeht und sich unser Zoo langsam zum Schlafen legt. Wenn dann alle im Land der Träume angekommen sind meint man sogar besonders leise sein zu müssen, um niemanden aufzuwecken oder zu stören.

    Viva Piñata Viva Piñata Die Bedienung des Interfaces ist im Grunde recht einfach gehalten, wir bewegen und drehen die Kamera frei nach Gusto, wobei sich der etwas ungewöhnlich gestaltete Kursor immer in der Mitte des Bildes befindet. Haben wir kein Werkzeug ausgewählt, können wir herumliegende Dinge einfach aufheben und an anderer Stelle wieder ablegen. Ebenso können wir aus dieser Sicht heraus jederzeit Pinatas oder Gegenstände direkt verkaufen, ohne erst das Dorf besuchen zu müssen. Platzieren wir den Kursor auf einer Behausung, ist es möglich in diese hineinzusehen, um zu kontrollieren was unsere Pinatas so treiben. Idealerweise sind sie gerade dabei neue Pinatas zu "ertanzen". Wählen wir ein Werkzeug aus, erscheint das Kreisrunde Auswahlmenü welches auch für alle möglichen anderen Operationen benutzt wird und zwar hübsch gestaltet wurde, die Menüpunkte bestehen aus einzelnen Blättern die man selektieren kann, aber auch etwas Fehlerträchtig ist. Besonders bei der Ja/Nein-Abfrage kann man schnell mal die falsche Wahl treffen. Aich alndet man Anfangs gerne mal im falschen Shop, solange man noch nicht verinnerlicht hat wer nun genau was anbietet. Nach einiger Spielzeit aber geht auch das ganz problemlos von der Hand. Trotz der an den Tag gelegten Einfachheit aber könnten jüngere Spieler durchaus Probleme mit dem Interface haben, welches wegen seiner Leistungsfähigkeit nämlich etwas überladen ausgefallen ist und mitunter immer eine Taste mehr benötigt als eigentlich nötig wäre. Denn warum muss man den Verkauf eines Gegenstandes noch ein zweites Mal mit der Y-Taste bestätigen, wo man doch alles andere mit der A-Taste bestätigt? Warum muss man das Verlassen eines Shops ebenfalls noch ein zweites mal mit der A-Taste bestätigen und warum fällt das selektieren eines Pinatas der sich "auf" einer Behausung findet so schwer? Ansonsten allerdings gibt es am Interface nichts zu bemängeln, die meisten Tätigkeiten kann man schnell und ohne Umwege erledigen und wer sich ein Aufbauspiel wie Viva Pinata zulegt hat sicher nichts gegen etwas Micromanagement.

    Viva Piñata Viva Piñata Die Soundkulisse von Viva Pinata lebt hauptsächlich von den vielen doch recht menschlich ausgefallenen Tierstimmen. Je voller der Garten wird desto mehr wird gesummt, gebrummt und auch gejammert, wenn ein Pinata mal krank geworden ist. Die im Spiel vorkommenden Menschen, allesamt recht seltsame Typen mit noch seltsameren Masken, sind sogar richtiger Sprache mächtig, auch wenn sie mitunter ziemlichen Stuss reden. Besonders der samenspendende Kerl der immer mal wieder durch unseren Garten trottet sondert schon ganz besonders seltsame Sprüche ab. All das soll aber so sein wie es ist und macht den einmaligen Flair dieses Spiels aus. Wem das nicht gefällt, der ist bei den Sims besser aufgehoben.

    Viva Piñata (X360)

    Singleplayer
    8,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr ausgereiftes Gameplay
    wunderbar ineinandergreifende Mechaniken
    der Aquariumseffekt
    hohes Suchtpotenzial
    einmal angefangen muss man immer weiterspielen
    putzige Grafik
    gelungene Soundkulisse
    das Charakterdesign
    Interface ist einen Tick zu unübersichtlich
    nur minimalistische XBL-Unterstützung
  • Viva Piñata
    Viva Piñata
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Rare
    Release
    01.12.2006

    Aktuelle Simulation-Spiele Releases

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991092
Viva Piñata
Viva Piñata im Gamezone-Test
Nicht nur Kinder können mit diesem Titel ganz besonders viel Spaß bei der Gartenarbeit und der Pflege und Aufzucht der Pinatas haben.
http://www.gamezone.de/Viva-Pinata-Spiel-41422/Tests/Viva-Pinata-im-Gamezone-Test-991092/
12.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/11/Gamezone-image2.jpg
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