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  • WWE: Day of Reckoning im Gamezone-Test

    THQ schicken mit "WWE Day of Reckoning" ihren bislang ausgereiftesten Gamecube-Wrestler in den Ring.

    Vom Tellerwäscher zum Millionär

    Nach zwei recht durchwachsenen "Wrestlemania"-Spielen auf dem Nintendo Gamecube präsentieren THQ mit "Day of Reckoning" ein WWE-Spiel, welches mit vielen neuen Features endlich den Wünschen und Anregungen der Fans in fast jeder Hinsicht gerecht wird.
    Nicht nur umfasst "Day of Reckoning" erstmals einen vollwertigen Storymodus, sondern zudem auch eine der durchdachtesten und umfangreichsten Create-A-Wrestler-Funktionen, die je ein Wrestling-Spiel veredelt haben. Daneben sind einmal mehr fast sämtliche wichtige Matcharten zu finden, inklusive des zweifelhaften, aber dennoch kurzzeitig lustigen "Bra and Panties"-Neuzugang. Dabei ist es insbesondere die starke Orientierung an der herausragenden, hauseigenen "Smackdown"-Serie (PS2), die das dritte Gamecube-Spiel des Entwicklerstudios Yukes in die richtige Richtung gelenkt hat - ohne dabei jedoch ganz eigene Spielcharakteristika vermissen zu lassen.

    WWE: Day of Reckoning WWE: Day of Reckoning Der komplett neue Storymodus erstreckt sich über eine einjährige Saison und wird wie in den "Smackdown"-Spielen mittels zahlreicher, untertitelter Zwischensequenzen vor und nach den Kämpfen vorangetrieben. Anstatt jedoch in die Rolle eines der rund vierzig im Spiel enthaltenden WWE-Superstars zu schlüpfen, verkörpert der Spieler hier einen gänzlichen unbekannten Neuling, welchen man sich zuvor im vorbildlichen Create-A-Wrestler-Modus selbst erstellt hat. So beginnt man seine WWE-Karriere ohne festen Vertrag unter der Obhut von Aufbautrainer Jonathan Coachman, der unserem angehenden Rookie in den ersten Monaten das Wrestlerleben mit einigen Stolpersteinen "versüßt". Bevor man überhaupt davon träumen kann, vor den TV-Kameras der WWE auftreten zu dürfen, muss der Spieler sich zunächst gegen erfolglose Trainees in den so genannten House Shows bewähren. Jene Veranstaltungen finden in kleineren Hallen statt und dienen dazu, die angehenden Wrestler für die großen Bühnen vorzubereiten. Dabei gilt es, neben einem pflichtmäßigen Sieg in jedem Match bestimmte Anforderungen zu erfüllen: Beispielsweise wird uns aufgetragen, einen bestimmten Körperteil des Gegners zu bearbeiten, um ihn auf diese Weise abschließend zur Aufgabe zwingen zu können. In einem anderen Match hingegen müssen zwingend gleich zwei Finishing-Manöver gezeigt werden, bevor man den Gegner zum Sieg pinnen darf. Hat man die vergleichsweise harten, ersten Monate hinter sich gebracht, wird uns schließlich ein fester WWE-Vertrag angeboten; in der Folge wird der selbst gebastelte Wrestler Teil der wöchentlichen WWE-Geschehnisse, tritt um Titel an und legt sich mit den ganz Großen der Liga an. Zwar wird der gesamte Storymodus dank teils ausufernder Story-Sequenzen stilgerecht präsentiert, bleibt dabei jedoch vom Anfang bis zum Ende komplett linear. Ausschließlich die Entscheidung, ob der eigene Athlet im Rahmen von RAW oder SMACKDOWN antreten soll, bleibt dem Spieler selbst überlassen. Abgesehen davon folgen wir einer vorgegebenen, wenn auch überraschend spannenden Geschichte. Dabei unterscheiden sich die Storylines von RAW und SMACKDOWN aufgrund anderer Kontrahenten und Fehden; das grundsätzliche Strickmuster bleibt dennoch das gleiche und beinhaltet jeweils das große Finale bei Wrestlemania XX, bei welcher man die Gelegenheit erhält, um den World Heavyweight Championship anzutreten. Einen weiteren Wermutstropfen bringt die Linearität des Storymodus in Form einer für jedes Match geltenden, unbedingten Siegpflicht mit sich. Wenn man ein Kampf also verlieren sollte, bleibt keine andere Option, als das gleiche Match nochmals von vorne zu beginnen. Abgesehen von diesen kleineren Kritikpunkten erzeugt der Storymodus nichts desto trotz eine vergleichbar hohe Motivation wie das nicht-linerae "Smackdown"-Pendant.

    WWE: Day of Reckoning WWE: Day of Reckoning Aufgrund der unausweichlichen Anforderung, zwecks des Storymodus einen eigenen Wrestler zu kreieren, steht der Create-A-Wrestler-Modus bei "Day of Reckoning" ungewohnt stark im Mittelpunkt. Dieser lässt jedoch kaum Wünsche offen: Angefangen bei der unglaublich detaillierten, optischen Ausgestaltung eines Wrestlers bis hin zu den mächtig umfangreichen Move-Paletten präsentiert sich die CAW-Funktion in einer absoluten Bestform. Besonders die Möglichkeit, beim Einlauf nicht nur die Lightshow und Feuerwerkseffekte bestimmen zu können, sondern vielmehr noch die einzelnen Kamerawinkel sowie die verschiedenen Posen des eigenen Wrestlers, werden das Herz eines jeden WWE-Fan höherschlagen lassen. Darüber hinaus begeistert die neue Option, von seiner Kreation ein Porträt-Photo "schießen" zu dürfen, welches danach im Auswahl-Menü zwischen den Original-Wrestlern angezeigt wird. Insgesamt punktet der Create-A-Wrestler-Modus sowohl durch Masse als auch durch Klasse - die denkbar vorteilhafteste Konstellation also.

    WWE: Day of Reckoning WWE: Day of Reckoning Das Kampfsystem wurde nochmals gründlich überarbeitet, ohne sich aber dabei zu weit von den Wurzeln zu entfernen. Erneut vertreten ist die Unterscheidung zwischen leichten und starken Griffen, wie auch das Kontern mittels der beiden Schultertasten. Das "Weight Detection"-System, welches vor einem Jahr seine Einführung erlebte, basiert hingegen in "Day of Reckoning" auf einer gänzlich anderen Steuermechanik: Versucht man also, als Leichtgewichtswrestler einen der dicken Brocken zu stemmen, wird am unteren Bildrand eine Momentum-Leiste eingeblendet; falls man diese innerhalb einer gegebenen Zeitspanne durch rasend schnelles Drücken des A-Knopfes auffüllen kann, gelingt sogar der große Coup und der schwere Kontrahent wird auf die Matte befördert. So unkonventionell und witzig dieses Konzept ist, so ärgerlich kann der Umstand sein, von Natur aus ein begabter "Schnelldrücker" zu sein und somit praktisch jedes Mal in der Lage ist, die Leiste füllen zu können - besonders in Multiplayermatches kann man auf diese Weise gegenüber den überforderten Freunden seine Überlegenheit ausspielen, zumal die Schnelldrückleiste bei weitem nicht nur bei der Weight Detection vom Spiel genutzt wird: So ist unter anderem auch bei Aufgabegriffen (sowohl Angreifer als auch Unterlegener!), bei Schlagkombinationen in der Ecke und auf dem Boden sowie beim liegenden Regenerieren auf der Ringmatte kräftig Knöpfchendrücken angesagt. Durchaus fraglich bleibt in diesem Zusammenhang, was dieses "Track and Field"-Syndrom, das schon in der Vergangenheit zahlreichen Controllern das Lebenslicht ausgeblasen hat, in einem Kampfspiel verloren hat, welches ansonsten einen hohen spielerischen Anspruch besitzt. Die ständige Anforderung, in bestimmten Situationen wie wild auf dem A-Knopf rumzuhämmern, versetzt das ansonsten so durchdachte Kampfsystem zu Teilen in seinen Grundfesten. Davon abgesehen gibt es allerdings neben ein erneut nicht ganz einwandfreien Gegner-KI fast nur Positives zu vermerken, allem voran das neue "Momentum Change"-Konzept. Dieses erlaubt einem Kontrahenten, welcher kurz vor der finalen Niederlage steht, mittels eines gleichzeitigen Drucks auf die A- und B-Taste, sich noch mal kurzzeitig Luft zu verschaffen; ohne Frage ein höchst interessanter Faktor, welcher zunächst im Ausgang eindeutig scheinende Matches noch mal richtig spannend machen kann. Daneben dürfen sich Fans noch auf dezent erweiterte Movesets freuen, welche unter anderem den umfassenden Einsatz vom Doubleteam-Moves sowie eine ganze Reihe neuer Manöver, bei denen das Ringseil genutzt wird, beinhalten.

    WWE: Day of Reckoning WWE: Day of Reckoning Auch im technischen Bereich war man keineswegs tatenlos: So präsentieren sich die Charaktermodelle dieses Mal deutlich detaillierter, und auch die Animation wirken insgesamt noch runder als beim direkten Vorgänger "Wrestlemania X9". Die bei den Einläufen der Kontrahenten zum Einsatz kommenden Effekte sind denkbar nah an der TV-Vorlage und vermitteln ein authentisches WWE-Feeling. Ganz anders die nach wie vor enttäuschend spartanische Soundkulisse, welche mit einem äußerst mageren Hallensound aufwartet. Da hilft auch die erstmalige Lizenznahme von Original-Songs diverser amerikanischer NuRock-Bands nicht viel, zumal die mit knapp über 10 Songs extrem mager ausgefallene Songauswahl schon deutlich früher an den Nerven des Spielers zerrt als noch die unauffällige, stereotype Hintergrundmusik der vorangegangenen WWE-Spiele.

    WWE: Day of Reckoning (GC)

    Singleplayer
    8,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gelungener Storymodus
    ordentliches Kampfsystem
    überragender Create-A-Wrestler-Modus
    schicke Optik
    hohe Mehrspieler-Tauglichkeit
    Deplaziertes "Track-and-Field"-Syndrom
    Storymodus fast durchweg linear
    dünner Sound
  • WWE: Day of Reckoning
    WWE: Day of Reckoning
    Publisher
    THQ
    Developer
    Yukes
    Release
    01.10.2004
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990008
WWE: Day of Reckoning
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http://www.gamezone.de/WWE-Day-of-Reckoning-Classic-43139/Tests/WWE-Day-of-Reckoning-im-Gamezone-Test-990008/
24.09.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/03/screenshot_010.jpg
tests