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  • WWE Raw 2 im Gamezone-Test

    Aufgrund miserabler KI und durchschnittlicher Spielbarkeit das schwächste WWE-Spiel seit Jahren.

    Von wegen künstliche Intelligenz...

    Traurig, aber wahr: Nach dem soliden bis guten "Wrestlemania XIX" für den Gamecube steht uns mit dem Nachfolger des vor einem Jahr erschienenen "Raw" ein kleines Debakel ins Haus. Dabei präsentierte sich der Xbox-exklusive Titel auf der diesjährigen E3 noch als sehr vielversprechend und ließ mit einigen neuen, grundlegenden Veränderungen wirklich auf ein echtes Highlight unter den Wrestlingspielen hoffen. Jetzt, da die finale Version in den Regalen steht, lässt sich zumindest feststellen, dass die Entwickler ihre Versprechen bezüglich eines größeren und schöneren Spiels tatsächlich zu weiten Teilen eingehalten haben. Dennoch ist "Raw 2" insgesamt sogar schlechter als der Vorgänger und wartet mit einigen geradezu unverzeihlichen Mängeln auf, die den Spielspaß massiv nach unten drücken.

    Auf grafischer Ebene brilliert "Raw 2" in allen Bereichen: Mit tollen Lichteffekten, phantastischen Animationen und detaillierten Texturen wird das Potenzial der Xbox gut genutzt und eine sehr intensive Atmosphäre vermittelt. Auch die Präsentation inklusive der langen Einläufe im TV-Stil, der gelungenen Menüführung sowie einigen netten Extras mag durchweg gefallen. Stark verbessert wurde auch der Create-A-Player-Modus, der mit vielen Einstellungsmöglichkeiten lange bei der Stange halten soll. Dies waren die guten Nachrichten; die schlechte ist: "Raw 2" ist in vielerlei Hinsicht in den Einzelspielermodi fast unspielbar.

    Das Kampfsystem des Vorjahres wurde bis auf kaum erwähnenswerte Verbesserungen eins zu eins übernommen. Bis auf die Tatsache, dass die träge und umständliche Handhabung einigen Spielern den letzten Nerv rauben dürfte, wäre dies ja auch nicht weiter schlimm, wenn da nicht die wirklich miserable KI wäre. Was soll ich als Spieler davon halten, wenn ich in einem TagTeam-Match am Sieg gehindert werde, weil mein Computerpartner hin und wieder auf die irrsinnige Idee kommt, mich beim Pinnen des Gegners angreifen zu müssen. Anfänglich hätte man denken können, dies sei ein durchdachter Bestandteil des Storymodus; bedauerlicherweise ziehen sich die Unberechenbarkeiten der KI durch praktisch jedes Match. So ist es beispielsweise auch sehr fragwürdig, warum das Computerteam in einem TagTeam-Match fast nie wechselt - von Teamplay keine Spur. In Käfigmatches steht der Gegner oft nur seelenruhig rum, während man selbst den Käfig zum Sieg erklimmt.

    Einhergehend mit der schlichtweg unbrauchbaren KI wirken sich zudem die diversen Schwierigkeitsstufen des Spiels rein gar nicht auf das Verhalten eines Gegners aus. Egal ob man auf "Einfach" oder "Schwierig" spielt, der Gegner lässt sich praktisch ohne Gegenwehr verprügeln; hier und da mal eine Konteraktion ist da ist schon das höchste der Gefühle. Wo liegt denn dann der Unterschied zwischen "Einfach und "Schwierig"? Nun, die Entwickler haben es sich offensichtlich ganz leicht gemacht, indem der Schwierigkeitsgrad sich fast ausschließlich nur auf die Ausdauer des Gegners bezieht. Auf der höchsten Schwierigkeitsstufe sind so auch schon einmal fünf Finishing-Moves hintereinander von Nöten, um den Gegner zum Sieg auf die Matte pressen zu können. Nicht nur ist dies vollkommen unrealistisch, sondern zerrt es auch ordentlich am Nervenkostüm des Spielers, da sich auf diese Weise auch mal ein Match über 15 Minuten hinziehen kann, obwohl man den Gegner von Anfang an nach Belieben dominiert. Zu allem Überfluss zählt der Ringrichter beim Pin meist auch noch extrem langsam, so dass der Gegner auch nach der härtesten Aktion oft schon bei "Eins" wieder auf den Beinen steht. Gegen einen hohen Schwierigkeitsgrad ist sicher nichts einzuwenden, aber auf die Weise, wie es hier gelöst wurde, verkommt wirklicher Spielspaß zur Mangelware.

    Als wäre dies nicht schon genug des schlechten, haben sich zudem noch andere Ungereimtheiten und sogar einige kleine Bugs in Spiel eingeschlichen. So mutet es gerade im Vergleich zum Vorgänger äußerst seltsam an, warum man zum Beispiel den Kampf nicht mehr auf die Rampe und die Bühne verlegen kann. In den "Hell in a Cell-Matches" kann man den Käfig aus dem gleichen Grunde deshalb jetzt nur noch auf einer Seite verlassen. Ähnlich enttäuschend ist, dass die jeweiligen Champions beim Einlauf nicht ihre Gürtel tragen; selbst eine entsprechende Einblendung fehlt. In den "Smackdown"-Spielen gehört dies schon längst zum guten Ton. Fans der WWE wird darüber hinaus negativ auffallen, dass das Spiel im Storymodus teilweise völlig unsinnige und unrealistische Kampfpaarungen und sogar weibliche TagTeam-Champions, welche dann in der Folge den Titel munter gegen 150-Kilo-Kolosse verteidigen, generiert. Echte Programm-Bugs sind vor allem im Sound-Bereich vorzufinden: Die Ansagen der Hallensprecher wurden viel zu leise abgemischt; außerdem wurden die beiden Ringsprecher der WWE den falschen Shows zugeordnet, so dass hier nun Lilian Garcia die Großveranstaltungen und Howard Finkel die Smackdown-Sendung übernimmt. In der Realität ist es genau umgekehrt.

    Der neue Storymodus ist wahrscheinlich die Erweiterung, auf die viele Fans am meisten gespannt waren. Im Gegensatz zur "Smackdown"-Reihe werden hier jedoch keine echten Geschichten verwendet. Vielmehr wählt der Spieler vor jeder Show aus einer feststehenden Auswahl an Handlungsmöglichkeiten. So kann man beispielsweise einen anderen Wrestler in der Umkleide überraschen, ihn herausfordern oder gar versuchen, ihm einen Gegenstand aus seiner Sporttasche zu entwenden. Dieses Prinzip funktioniert in der Praxis recht gut, ist aber, da die verschiedenen Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind, recht wiederholungsanfällig. Die Entwicklungen der arg simplen "Storylines" werden mittels kleiner Zwischensequenzen ohne Sprachausgabe und Text ebenso simpel und trocken präsentiert. Oft muss der Spieler sich selbst zusammenreimen, was da jetzt eigentlich genau passiert. Durch erfolgreiche Handlungen gewinnt die Figur des Spielers auf einer Skala von eins bis hundert an Popularität und verliert umgekehrt durch Niederlagen wieder an derselben. Ziel des Spiels ist es - ähnlich "Smackdown" - im Hauptkampf bei Wrestlemania auftreten zu dürfen.
    Der Storymodus mit seiner attraktiven, wenn auch langatmigen Vierspieler-Option ist letztlich das, was die hartgesottensten aller WWE-Fans noch bei der Stange halten könnte, obwohl auch hier natürlich die schlechte KI stark ins Gewicht fällt und zudem fraglich ist, ob sich die potenziellen Mitspieler mit dem anfangs sehr umständlichen Kampfsystem auseinandersetzen wollen.

    WWE Raw 2 (XB)

    Singleplayer
    6,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Schöne Präsentation und Grafik
    viele Kämpfer und Matcharten
    Äußerst schlechte und frustrierende KI
    schlechte Ausbalancierung der Schwierigkeitsgrade
    träges Kampfsystem
    auf Dauer langweiliger Storymodus
    unschöne Bugs
    eingeschränkte Bewegungsfreiheit außerhalb des Rings
  • WWE Raw 2
    WWE Raw 2
    Developer
    Yukes
    Release
    29.09.2003

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WWE Raw 2
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http://www.gamezone.de/WWE-Raw-2-Spiel-43144/Tests/WWE-Raw-2-im-Gamezone-Test-989479/
29.09.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/09/TV2003092913514800.jpg
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