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  • WWE SmackDown! Here Comes the Pain im Gamezone-Test

    Das neue Smackdown verteidigt dank vieler Verbesserungen ohne Mühe den Referenz-Thron.

    Wrestling der Superlative

    "Here Comes The Pain" ist das bereits vierte Update der traditionsreichen "Smackdown"-Reihe, welche Jahr für Jahr die Herzen der WWE-Fans höher schlagen lässt. Einmal mehr hat man sich beim japanisch-amerikanischen Produktionsgespann Yukes/Jakks nicht auf dem Erfolg des Vorjahres ausgeruht, sondern ist in vielen Belangen auf die zahlreichen Wünsche und Anregungen eingegangen. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen dabei das komplett neue Grapple-System, der rundum verbesserte Seasonmodus sowie drei zusätzliche Matcharten, darunter die monströse Elimination Chamber, welche bei den letztjährigen "Survivor Series" in New York City erstmalig für Furore sorgte. Schon auf dem Papier wird nicht mit rekordverdächtigen Zahlen gegeizt: 65 Wrestler, 18 Arenen und weit über 150 Matchvarianten sprechen für sich und schaffen eine exzellente Ausgangsposition für den ambitionierten fünften Teil einer ebenso ambitionierten Serie.

    Wie jedes Jahr steht der Seasonmodus, auf dem letztlich zu großen Teilen der Erfolg der "Smackdown"-Reihe beruht, im Mittelpunkt des Interesses. Nachdem hier bereits im Vorgänger ungeahnte Dimensionen erschlossen werden konnten, gab es jedoch nicht wenige Aspekte, welche für Verwirrung sorgten und den Spielfluss unnötig beeinträchtigten. Zentral war dabei die Kritik am Free Roaming-Konzept, welches dem Spieler die Möglichkeit verschaffen sollte, sich zwischen Veranstaltungen frei in den Backstage-Bereichen zu bewegen und mit Wrestlerkollegen zu kommunizieren. Nicht nur kam hierbei die überaus hässliche und nutzlose Ego-Perspektive zum Einsatz, viel mehr war noch zu bemängeln, dass die sich anbietenden Aktionen keinerlei Einfluss auf die Entwicklung der verschiedenen Storylines hatte. Ersteres Manko wurde nun endgültig ausgemerzt: So kann man nun über ein Untermenü relevante Schauplätze direkt anwählen, ohne endlose 3D-Märsche in Kauf nehmen zu müssen.

    Im Gegensatz zum Vorgängerspiel erstreckt sich der Seasonmodus statt über zwei Jahre nur noch über ein Jahr, was jedoch der massiv erhöhten Storydichte nur zu gute kommt. Vom ersten Monat an werden dem Spieler spannende und unterhaltsame Storylines mit vielen Wendungen und Verzweigungen geboten. Der Fortgang der diversen Intrigen wird erneut mittels vieler, teilweise recht langer Zwischensequenzen in Spielgrafik ansprechend in Szene gesetzt. Entgegen anderer, vollmundiger Ankündigungen seitens Publisher THQ wurde die im Vorgänger spärlich eingesetzte Sprachausgabe nun komplett entfernt. Dies betrifft einerseits den Kommentar während eines Matches als auch die Ansagen des Ringsprechers. Stattdessen wurde die Menge an Text kräftig erhöht, was ein noch kompakteres Gesamtbild der verschiedenen Storyentwicklungen entstehen lässt. Ebenso wirkt die Mehrheit der Zwischensequenzen dank vieler neuer Animationen und Gimmicks wesentlich spektakulärer als noch im Vorjahrestitel. Die Storylines an sich stammen ausnahmslos aus der Feder der tatsächlichen WWE-Autoren und umfassen nicht nur die Geschehnisse aus der Saison 2002/03, sondern zudem auch klassische Storylines aus den letzten fünf Jahren WWE-Geschichte, darunter das legendäre Steelcage-Match gegen Firmenchef Vince McMahon, welches 1999 beim "St. Valentines Day Massacre" stattfand. Hat man der Storymodus einmal komplett durchgespielt, darf man nun erfreulicherweise sämtliche Statistiken inklusive der Titelwechsel komplett in eine neue Saison übernehmen, was beim Vorgänger nicht möglich war.

    Die Spielstruktur des Seasonmodus entspricht zwar in den Grundzügen der des vierten Teils, wobei jedoch nun vor einem Kampf einige interessante Optionen mehr zur Verfügung stehen. Erneut wird die Popularität und Entwicklung eines Superstars anhand der bekannten Superstar-Points auf einer Skala von eins bis hundert gemessen. Die Vergabe letzterer basiert dieses Jahr allerdings auf einem erweiterten, sehr durchdachten Prinzip. Superstar-Punkte werden nicht nur für gewonnene Kämpfe, sondern ganz besonders auch auf Grundlage der eigenen Handlungen in den Backstagebereichen vergeben. Wenn man sich beispielsweise in einer verbalen Gegenüberstellung den Respekt eines Mitstreiters verdient, gibt's Bonuspunkte; verärgert man einen Kontrahenten, werden entsprechend Punkte abgezogen. Dies sind jedoch nur zwei der vielen möglichen Situationen, welche eine Gutschrift oder den Verlust von Punkten zum Ergebnis haben kann. So darf man sich unter anderem nebenbei als Preisrichter in einem Bodybuilding-Kontest zur Verfügung stellen oder mit den Divas der WWE auf Tuchfühlung gehen. Der Clou an den frei anwählbaren Backstage-Ereignissen ist, dass diese erstmals in einigen Fällen auch gewisse Auswirkungen auf den Verlauf der eigenen Karriere haben können. Hat man es sich zum Beispiel mit einem Wrestler in Backstageunterhaltungen erst mal gründlich verscherzt, kommt es vor, dass die daraus resultierende Fehde zu einem Bestandteil der Hauptstory gemacht wird.

    Neben den Superstar-Points gilt es im Seasonmodus auch, Erfahrungspunkte zur Verbesserung der Charakterattribute sowie bares Geld zwecks der Freischaltung der vielen im Spiel enthaltenen Extras zu erwirtschaften. Ähnlich den Superstar-Points werden Erfahrungspunkte nicht nur für die eigentlichen Matches, sondern auch für die Backstage-Aktionen gutgeschrieben. Die sogenannten Smackdown-Dollars lassen sich hingegen nur durch konkrete Erfolge in Kampfveranstaltungen einsacken. Zu den freischaltbaren Boni gehören die neu hinzugekommenen Legenden-Wrestler, zusätzliche Arenen, Ladebildschirme sowie Bauteile für den erneut herausragenden Create-A-Wrestler-Modus. In letzterem kann man sich in stundenlangen Bastelsitzungen seinen eigenen Superstar aus einer Fülle von Auswahlmöglichkeiten selbst zusammenstellen, oder aber reale Wrestler originalgetreu nachbauen. Eine Premiere feiert dabei das Morphing-System, mit dem man sämtliche Körperteile völlig frei und ohne Einschränkungen nach seinen Vorstellungen bearbeiten kann.

    Das Kampfsystem wurde inklusive der bewährten Grafik-Engine direkt aus den Vorgängern übernommen, kann aber mit vielen entscheidenden Detail-Verbesserungen aufwarten, welche trotz der grundsätzlich hohen Spielgeschwindigkeit dem Gameplay einen ordentlichen Simulations-Einschlag verleihen. Im Mittelpunkt steht dabei das neue Grappling-Konzept. Statt nämlich direkt einen Wurf auszuführen, begibt man sich per Tastendruck auf dem Steuerkreuz zunächst in eine von vier möglichen Griffpositionen (Strike, Submission, Signature, Powermove). Befindet man sich schließlich im Lock-Up, darf man - ausgehend vom gewählten Grapple - nochmals zwischen jeweils vier weiteren Aktionen wählen. Insgesamt ergeben sich somit allein sechzehn verschiedene Manöver in Standardsituationen; in der Tat eine gewaltige Steigerung zum Vorgänger. Gekontert wird neuerdings mit den Schultertasten, mit denen sich jeweils auf Schläge oder Griffe antworten lässt. Die Palette an Kontermöglichkeiten wurde hierbei nochmals beträchtlich aufgestockt. Die zweite grundlegende Neuerung im Kampfsystem betrifft die Aufgabegriffe: Sobald ein Submissionhold zum Einsatz kommt, erscheint eine zusätzliche Leiste am Bildschirmrand, welche Aufschluss darüber gibt, wie weit man von der endgültigen Aufgabe entfernt ist. Aufgrund der Tatsache, dass nun auch erstmalig Körperzonen-definierter Schaden im Spiel enthalten ist, lässt sich hier anhand einer kleinen Grafik jederzeit überprüfen, welche Körperregionen des Gegners bereits geschwächt sind, um dann die Aufgabeaktionen gezielt ansetzen zu können. Die letzte endscheidende Verbesserung nennt sich Weight-Detection-System und soll verhindern, dass Leichtgewichtswrestler die großen Brocken stemmen können. Dies funktioniert sehr gut und erweist sich in der Praxis letztlich als dringend notwendige Bereicherung für spannende Kämpfe. Übrigens gehören blutleere Gefechte jetzt auch der Vergangenheit an: wie auch schon bei "Wrestlemania XIX" lassen sich Platzwunden am Kopf verursachen. Dementsprechend ist auch zum ersten Mal in einem "Smackdown"-Teil die Firstblood-Matchvariante enthalten.

    Auf der technischen Seite hat sich mehr getan, als man hätte vermuten können: Viele neue Lichtspielereien, überragende Animationen und ein endlich halbwegs annehmbares Publikum zeigen, dass die Entwickler noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt sind. Zwar fällt auf, dass sowohl in den Kämpfen als auch in den Storysequenzen viele Animationsphasen aus dem Vorgänger übernommen wurden, dennoch sieht hier noch alles etwas geschliffener und detaillierter aus. Völlig überarbeitet wurden allerdings die charakterindividuellen Animationen; so verfügt jetzt jeder Wrestler über ein durchweg angepasstes Moveset mit sämtlichen Trademarkmoves und typischen Kampfbewegungen. Letztere wurden auf formidable Weise in die entsprechen Manöver eingearbeitet und sorgen für einen zuvor nie gekannte Authentizität. Soundtechnisch ist alles beim alten geblieben: Leicht nervige Hintergrundmusik und fade Publikumsgeräusche paaren sich hier mit den gewohnt guten Soundeffekten.

    Die Multiplayer-Qualitäten der Serie bleiben nach wie vor unerreicht. Via Multitap können sich im Exhibition-Modus bis zu sechs Spieler gleichzeitig am Geschehen beteiligen. Hinsichtlich des enormen Sortiments an Matcharten inklusive der phantastisch umgesetzten Elimination Chamber ist hier auf lange Sicht für gesellige WWE-Runden vorgesorgt.

    WWE SmackDown! Here Comes the Pain (PS2)

    Singleplayer
    9,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Fesselnder Saison-Modus
    tiefgreifendes Kampfsystem
    viele Wrestler und Matcharten
    sehr gute Create-A-Wrestler-Funktion
    hochklassige Präsentation
    exzellenter Multiplayerpart
    Magere Publikumsgeräusche
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    Cover Packshot von WWE All Stars Release: WWE All Stars THQ
    Cover Packshot von Pro Evolution Soccer 2010 Release: Pro Evolution Soccer 2010 Konami
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WWE SmackDown! Here Comes the Pain
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http://www.gamezone.de/WWE-Smackdown-Here-Comes-The-Pain-Spiel-43146/Tests/WWE-SmackDown-Here-Comes-the-Pain-im-Gamezone-Test-989575/
18.11.2003
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