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  • WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger im Gamezone-Test

    Eine Panzersimulation die besonders wegen der fehlenden Konkurrenz zu punkten vermag.

    Spätestens seit dem ersten "Panzer-Elite" - fast zehn Jahre ist das jetzt her - wissen wir, dass sich WW2-Spiele, die sich ausschließlich auf die Panzerwaffe beschränken, einer kleinen, aber treuen Anhängerschaft erfreuen. Das russische Entwicklerstudio G5 Software hat sich des Themas erneut angenommen und eine Panzersimulation vorgelegt, die vor einigen Wochen auch in Deutschland erschien. In den letzten Jahren ging das Bestreben der Entwickler - nicht zuletzt bei sogenannten Panzer-Games - eindeutig in die Richtung, Arcade-lastige und optisch ansprechende Titel zu produzieren, was nicht selten zu Lasten des Realismus ging. Wir sind der Frage nachgegangen, ob "WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger" nur eines der üblichen Ballerspiele ist, oder vielleicht doch dem Anspruch einer ernstzunehmenden Panzersimulation gerecht wird.

    T-34 gegen Tiger

    WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger Schauplatz in "WWII Battle Tanks" ist die Ostfront des Jahres 1944. Die Deutsche Wehrmacht, die bereits zuvor in Stalingrad und bei Kursk schwere Niederlagen hat einstecken müssen, befindet sich auf dem Rückzug und auf der Flucht vor den zur Gegenoffensive angetretenen Russen. Der breit angelegte Schlag der Sowjetarmee, an dem etliche Heeresdivisionen beteiligt waren und in dessen Verlauf Stalins Soldaten u.a. die Rückeroberung der weißrussischen Hauptstadt Minsk gelang, fand zwischen dem 22. Juni und dem 29. August 1944 statt, trug den Decknamen "Operation Bagration" und bildet den Hintergrund für das Spiel. Im Zentrum der erbittert geführten Schlachten stehen dabei zwei der bekanntesten und erfolgreichsten Kampfpanzer des Zweiten Weltkrieges: der wegen seiner Beweglichkeit und Robustheit allgemein anerkannte russische T-34 und der zwar schwerfälliger, aber nicht minder gefürchtete deutsche Tiger-Panzer, eine Art motorisierte Festung, die bei ihrem Anblick Angst und Schrecken in den Reihen der Gegner auslöste. Beiden Fahrzeugen ist jeweils eine Kampagne (eine russische, eine deutsche) gewidmet. Ferner existiert ein Multiplayer-Teil in den Modi Skirmish (Jeder gegen Jeden) sowie "Team Mode" (Rot gegen Blau) für bis zu sechzehn Spieler. Auf sowjetischer Seite verjagen wir die deutschen Eindringlinge aus Mütterchen Russland, auf Seite der Deutschen versuchen wir, mit Hilfe unserer Panzer den Rotarmisten "hinhaltend" Widerstand zu leisten, um so den geordneten Abzug der eigenen Truppen zu decken.

    In allen Lagen und Situationen

    WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger "WWII Battle Tanks" versteht sich nicht als Raserei mit kettenbestückten Fahrzeugen, sondern möchte eine ernstzunehmende Panzersimulation sein. Wir können die wichtigsten drei Mannschaftspositionen eines Panzers selbst besetzen, nämlich die des Kommandanten, Fahrers und die des Schützen. Natürlich kann der Spieler im selben Augenblick immer nur eine Funktion ausüben. Die beiden anderen Positionen übernimmt auf Wunsch die Computer-KI. Festlegen - grundsätzlich beginnen wir jede Mission in der Rolle des Fahrers - muss man sich dennoch nicht. Während der Schlacht dürfen wir bei Bedarf jederzeit die Mannschaftspositionen wechseln, was es uns erlaubt, das Geschehen aus mehreren Blickwinkeln (Ego-/Verfolgeransicht, Innenraumansicht, Lukenansicht, Schützenansicht, Turm-/Kommandanten-Ansicht usw.) zu erleben. Die Einsätze selbst sind - soviel sei an dieser Stelle schon verraten - weniger abwechselungsreich. Die Auftragsziele, die uns vor Beginn der Schlacht mittels Textfenster angezeigt werden, wiederholen sich ständig und ziehen sich von Anfang bis Ende durch beide Kampagnen. So müssen wir feindliche MG-Nester und Pak-Stellungen vernichten, Truppentransporter unter Feuer nehmen, Dörfer erobern und/oder sichern, eigene Truppenteile (z.B. Artilleriepanzer) schützen oder eskortieren, vor allem aber gegnerische Panzer bekämpfen. Hierbei sind Feindpanzer, die man meist schon auf weiterer Entfernung erkennt, gar nicht mal die größte Gefahr. Als weitaus tückischer erweisen sich für gewöhnlich gut getarnte Panzerabwehr-Stellungen, da sich diese meist nicht auf Anhieb ausmachen lassen und gut getarnt sind. Dennoch werden wir mit einigen Geländeabschnitten recht schnell vertraut. Allein schon deshalb, weil wir sie mehrmals befahren. So stößt der Spieler in der Russen-Kampagne beispielsweise mit seinem T-34 in den Raum Krinovichi vor, genau jenem Abschnitt, den er zuvor in der Deutschland-Kampagne mit seinem Tiger verteidigt hat. Am Ende einer jeden Mission erteilt eine kurze Statistik Auskunft über Treffer, Effektivität und zerstörte Einheiten.

    Realismus mit Mängeln

    WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger "WWII Battle Tanks" spielt sich realistischer als man das von Titeln wie "Panzer Elite Action" kennt, wo allein die Ballerei bestimmend für das Gameplay ist. "T-34 vs. Tiger" gibt sich da etwas mehr Mühe, zumindest in Ansätzen. Die beiden namensgebenen Panzer sind unterschiedlich. Allein schon im Fahrverhalten. Der Tiger hat z.B. einen weitaus größeren Wendekreis als der relativ flinke T-34. Und um die Tiger-Zieloptik mit ihren zwei Entfernungsskalen und Strichplattenentfernungen richtig anwenden zu können, bedarf es schon einer gewissen Übung. Das Cockpit des Panzers sieht ziemlich echt aus. Auch wenn man so ein Fahrzeug noch nie von innen sah, so erhält man doch eine ungefähre Vorstellung davon, wie es gewesen sein muss. Wird unser Panzer getroffen, ist unser Gefährt schweren Erschütterungen ausgesetzt, so dass in solchen Augenblicken ein Zielen und Schießen selbst nicht möglich ist. Fahrverhalten und Ballistik erscheinen halbwegs nachvollziehbar. Erwischen wir die Kette eines Feindpanzers, fliegt diese ab und der Feind ist bewegungsunfähig. Treffer an der Hinterseite eines Panzers richten mehr Schaden an als an dessen Vorderseite. Schalten wir als Fahrer nicht in den richtigen Gang, säuft der Motor ab. Ein Überqueren metertiefen Wassers ist mit dem Kampfpanzer nicht möglich, ohne Schaden zu nehmen. All diese Dinge wurden von den Entwicklern durchaus bedacht.

    WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger Doch dann wimmelt es wieder von Mängeln, die geradezu ins Auge fallen. So können wir mit unserem Tiger mühelos schwere Bäume und Panzersperren umfahren, bleiben aber an kniehohem Geäst hängen. Deutliche Aussetzer auch im Bereich der KI. Gegner - vor allem Infanteristen oder Besatzungen von Mannschaftstransportwagen - verhalten sich bisweilen wie auf dem Präsentierteller, stehen teilnahmslos in der Gegend rum und sind daher leichte Beute. Für das Hauptrohr (unser Panzer verfügt noch über ein Maschinengewehr) stehen lediglich drei Munitionsarten zur Verfügung. Das Verschießen von Nebelgranaten ist ebenso wenig möglich, wie die Angabe von Formationsbefehlen, was uns etliche taktische Möglichkeiten nimmt. Zwischensequenzen, die den Spielverlauf auflockern könnten, fehlen. Sogar ein Tutorial. Letzteres hätte man wenigstens erwarten können, zumal es in "WWII Battle Tanks" nicht mit zwei oder drei Tasten getan ist, obwohl sich die Steuerung anhand des Begleithandbuches relativ schnell erlernen lässt. Ein weiteres Manko: Man kann nicht schnellspeichern. Qualmen wir mitsamt unserem Panzers in den Weiten Großrusslands ab, müssen wir die komplette Mission nochmals von vorne starten. Es gibt nur zwei Schwierigkeitsgrade (unverwundbar: an/aus). Ein Mittelding wäre ganz nett gewesen. Auch optisch erwartet uns kein Feuerwerk. Die Gestaltung der Kampfpanzer und sonstigen Fahrzeuge ist zwar gelungen, aber die Gestaltung der Umgebungswelt ähnelt der des ersten "Operation Flashpoint", was einem Rückschritt in die Steinzeit gleichkommt. Gelungen dagegen der Sound. Gefechtslärm und Motorengeräusche klingen echt gut, besser wäre wohl zu sagen: bedrohlich. Je nach gewählter Fraktion sprechen die Besatzungsmitglieder in deutscher oder russischer Sprache. Schade nur, dass sich die Kommandos ("12 Uhr - Pak-Stellung - 400 Meter - Sprenggranate!") ständig wiederholen, was wir aber akzeptieren, weil dies im Panzer-Krieg wohl tatsächlich so ist und Befehlsangaben eben klaren Regeln folgen.

    WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger (PC)

    Singleplayer
    6,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Halbwegs glaubwürdige Fahr- und Waffenphysik
    guter Sound
    vergleichsweise solide Steuerung
    mehrere Mannschaftspositionen spielbar
    optische Gestaltung der Rad- und Kettenfahrzeuge
    Dröge Grafik
    auf Dauer eher eintönige Missionen
    KI-Mängel
    fehlendes Team-Management (keine Formationsbefehle)
    relativ hohe Hardwareanforderungen
  • WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger
    WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger
    Publisher
    dtp
    Developer
    G5 Software (RU)
    Release
    21.11.2008

    Aktuelle Simulation-Spiele Releases

    Cover Packshot von Landwirtschafts-Simulator 17 Release: Landwirtschafts-Simulator 17 Focus Home Interactive , Giants Software
    Cover Packshot von Into the Stars Release: Into the Stars
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WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger
WWII Battle Tanks: T-34 vs. Tiger im Gamezone-Test
Eine Panzersimulation die besonders wegen der fehlenden Konkurrenz zu punkten vermag.
http://www.gamezone.de/WWII-Battle-Tanks-T-34-vs-Tiger-Spiel-43190/Tests/WWII-Battle-Tanks-T-34-vs-Tiger-im-Gamezone-Test-992052/
11.12.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/12/dfgdfsa.jpg
tests