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  • Wario Ware Touched!: Wario zum Anfassen - Leser-Test von Corlagon

    Wario Ware: Touched!, entwickelt von Nintendo SPD 1 und Intelligent Systems, erschien Ende 2004 zum japanischen Nintendo-DS-Launch, kurioserweise gerade einmal sieben Wochen nach dem Game-Boy-Advance-Vorgänger Twisted!. Erneut hebt sich die Mikrospielsammlung von ihren Vorgängern durch eine unterschiedliche Bedienung ab, wie sie durch die neue Hardware ermöglicht wurde. Die Story hingegen ist im Prinzip immer noch die alte: Wario sieht erneut eine Gelegenheit, mit seiner Clique künstlerisch wertvolle Spiele zu schaffen und viel Geld damit zu verdienen.

    Wario Ware läßt sich am ehesten als moderner Arcade-Titel kategorisieren. Über 180 Mikrospiele sind auf der Karte enthalten. Wie der Name andeutet, sind sie äußerst simpel und dauern jeweils maximal ein paar Sekunden (auch wenn es eine auffällig hohe Anzahl an Spielen mit zweifacher Länge gibt, was in den Vorgängern nur in bestimmten Kategorien der Fall war). Ihr erhaltet eine knappe Anweisung wie "Poke!" oder "Slice!" und werdet direkt in die Action geworfen; die Bedienung beschränkt sich auf den Touchscreen (von Dingen wie Pause-Taste abgesehen; freundlicherweise könnt Ihr explizit zwischen rechts- und linkshändiger Bedienung wählen), in einer Kategorie wird stattdessen ins Mikrophon gepustet (was je nach Art des Pustens nicht unbedingt angenehm ist). Die verschiedenen Spiele haben kein durchgehendes Motiv und schwanken sehr stark zwischen realistisch und abstrakt. Ein paar Beispiele:
    • Findet auf einer Art Wimmelbild einen vorgegebenen Gegenstand.
    • Schüttelt mit dem Touchpen einen Baum, bis alles heruntergefallen ist.
    • Reißt Haare aus.
    • Zieht eine Trennlinie zwischen zwei Arten von Objekten.
    • Erzeugt mit dem Mikrophon eine Kaugummiblase, blast jedoch nicht zu feste, sonst platzt sie.
    Alle Spiele existieren in jeweils drei Versionen. So sehen sich die zu begutachtenden Objekte auf den höheren Leveln ähnlicher, mehrere Bäume müssen geschüttelt werden und es wird eine größere Kaugummiblase gefordert.

    Die Mikrospiele sind grob sortiert, so spezialisieren sich die verschiedenen Kategorien auf Spiele, in denen man schneidet, kritzelt, zieht usw. Im Hauptmodus bekommt Ihr nach Start einer Stage zufällige Spiele aus der entsprechenden Kategorie vorgesetzt, von denen Ihr maximal drei in den Sand setzen dürft. Habt Ihr eine bestimmte Anzahl Spiele überstanden, folgt ein sogenanntes Boßspiel, das ein bißchen länger dauern sollte (z. B. muß ein Hindernisparcours bewältigt werden), gewinnt Ihr, gilt die Stage als geschafft. Spielt Ihr sie dann erneut, hat die Stage kein Ende mehr, so daß Ihr auf High Score spielen könnt; Stufe und Tempo der Mikrospiele erhöhen sich dann nach und nach und wenn Ihr ein Boßspiel gewinnt, erhaltet Ihr ein verlorenes Leben zurück.

    Alle "gefundenen" Spiele erscheinen in einem Album und lassen sich dort einzeln anwählen (und haben dann sogar Anleitungen). Habt Ihr eins gestartet, wiederholt sich dieses mit wechselnder Schwierigkeitsstufe und ständig ansteigendem Tempo so lange, bis Ihr Eure vier Leben verloren habt. Natürlich werden die gespielten Runden mitgezählt, und es gibt die Herausforderung, eine vorgegebene Punktzahl zu knacken (die meiner Ansicht nach allerdings öfter im Konflikt zur tatsächlichen Schwierigkeit des Spiels steht, als das in den Vorgängern der Fall war). Allerdings sind nur die Mikrospiele verfügbar, die Ihr schon einmal im Storymodus gesehen habt, was wie gesagt vom Zufall abhängig ist.

    Schließlich erhaltet Ihr (hauptsächlich durch Leistungen im Hauptmodus) noch knapp drei Dutzend Souvenirs, bei denen es sich größtenteils um simple Gimmicks handelt; es sind aber auch einige weitere Minispiele darunter.

    Wie schon angedeutet sind die Mikrospiele, oder Wario Ware überhaupt ziemlich schräg, und so haben sie auch keinen einheitlichen Graphikstil, im Gegenteil: Manche Spiele sind comichaft, einige zeigen sogar nur Strichmännchen, es gibt aber auch eine ganze Reihe mit realistischer Graphik, und natürlich auch wieder Anleihen bei älteren Nintendo-Spielen. Die Hintergrundmusik der Mikrospiele ist natürlich deren Länge entsprechend simpel, im Hauptmodus gibt es aber eigene, durchgehende (in einer Stage sogar Gesang).

    Bereits das ursprüngliche Wario Ware war wirklich originell, sowohl in Bezug auf das Spielkonzept als auch auf die Präsentation. Wie schon bei Twisted! ist auch in Touched! die einzige wesentliche Neuerung die Steuerung; die Mikrospiele selbst haben jedoch zugelegt und sind oder zumindest wirken nicht mehr so abwechslungsarm wie zu Anfang. Nach wie vor ist die High-Score-Jagd im Album auf Dauer eher monoton, schließlich sind die Mikrospiele noch repetitiver als die meisten klassischen Arcade-Spielchen - mehrere von ihnen sind sogar als "trivial" einzustufen und womöglich nur mit Glück ... äh, Pech zu verlieren. Der ursprüngliche Stage-basierte Modus mit zufällig ausgewählten Mikrospielen ist da schon unterhaltsamer, doch wenn man sich auf ihn beschränkt, ist das Spiel dann doch recht schnell vorbei.

    Negative Aspekte:
    „Album“-Modus etwas monoton, Schwierigkeitsgrad nicht durchgängig ausgewogen

    Positive Aspekte:
    originell, schön schräge Aufmachung

    Infos zur Spielzeit:
    Corlagon hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Wario Ware Touched!

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Corlagon
    8.3
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Wario Ware Touched!
    Wario Ware Touched!
    Publisher
    Nintendo
    Release
    11.03.2005
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1010827
Wario Ware Touched!
Wario Ware Touched!: Wario zum Anfassen - Leser-Test von Corlagon
http://www.gamezone.de/Wario-Ware-Touched-Spiel-41813/Lesertests/Wario-Ware-Touched-Wario-zum-Anfassen-Leser-Test-von-Corlagon-1010827/
23.08.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/03/wwtouch_9.jpg
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