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  • Warlords Battlecry 3 im Gamezone-Test

    Technisch veraltet - spielerisch trotzdem gut!

    Die Warlords Battlecry Serie hat schon immer durch ihren enormen Umfang in Sachen spielbare Rassen und Helden begeistern können. Dies ist auch beim dritten Teil der Fall, satte 16 Rassen wollen erforscht und ausprobiert werden. Das Gute daran ist, dass sich tatsächlich jede einzelne davon völlig anders spielt und über eigenständige Gebäude, Einheiten und Ressourcenanforderungen verfügt. Hinzu kommt, dass der zu Beginn des Spiels erschaffene Held, zusätzlich zu seiner Rasse, aus über 28 verschiedenen Klassen wählen kann; die dadurch spielbaren Variationsmöglichkeiten sind nahezu unerschöpflich und sicherlich im gesamten Genre einmalig.

    Habt ihr euch schließlich auf einen Helden und dessen Ausrichtung festgelegt, bleibt euch dieser über die gesamte Kampagne hinweg erhalten und steigt währenddessen auch fleißig mit Level und Fähigkeiten auf. Ja sogar diverse Ausrüstungsgegenstände können bei einem Händler auf der Weltkarte gekauft oder direkt auf dem Schlachtfeld gefunden und angelegt werden. All diese Faktoren sind ganz klassische Rollenspielelemente, jedoch ist Warlords Battlecry trotzdem in erster Linie ein Echtzeitstrategiespiel: Habt ihr euch nämlich auf der Weltkarte für eine der zahlreichen Missionen entschieden, startet der eigentliche Kampf, welcher größtenteils den klassischen RTS-Regeln gehorcht, stellenweise aber ein paar interessante Unterschiede aufweist: Wie schon im Vorgänger werden auch hier keine Ressourcen gesammelt, sondern ganz einfach eine Mine, eine Erzgießerei oder auch ein Kristallvorkommen von eurem Helden oder dessen Verbündeten zu eurem Besitz "konvertiert". Zwar kann man bei einigen Rassen zusätzliche Arbeiter einer Ressourcenquellen zuweisen, wer allerdings wirklich viel erwirtschaften möchte, muss wohl oder übel auf der ganzen Karte verteilt nach den benötigten Rohstoffen Ausschau halten. Dieser Umstand zwingt euch ganz automatisch dazu, die durch Wachtürme geschützte Basis zu verlassen und den Helden und seine untergebenen Kampfeinheiten auf der ganzen Karte zu verteilen, um somit möglichst effektiv und schnell an die benötigten Ressourcen zu kommen.

    Was dann passiert, ist in jeder der sehr üppig ausgefallenen Missionen sehr ähnlich: Ihr geht vorerst größeren Kämpfen aus dem Weg und versucht durch geschicktes Konvertieren von verfügbaren Rohstoffquellen möglichst viele Reichtümer zu erwirtschaften. Damit baut ihr die Fähigkeiten eurer verschiedenen Einheiten aus und steigert deren Rüst- und Angriffswerte. Ganz nebenbei wird eine kleine Armee mit idealerweise besonders kräftigen Kämpfern aufgestellt, um dann schließlich den ersten Angriff auf die feindliche Basis wagen zu können. Dieser Prozess fällt bei Warlords Battlecry 3 im Vergleich mit anderen Genrevertretern sehr langwierig aus und kann mitunter fast schon etwas langweilen. Ein Grund dafür ist sicherlich auch der Umstand, dass die anfangs verfügbaren und deutlich schwächeren Kampfeinheiten eigentlich zu überhaupt nichts gut sind, da sie vom Gegner bereits mit einem einzigen Schwertstreich vom Bildschirm geputzt werden. Will man wirklich durch ein feindliches Bollwerk brechen, muss man jedes einzelne Mal Basis und Einheiten so lange aufrüsten und ausbauen, bis man schließlich die ganz besonders starken Kämpfer produzieren und in die Schlacht schicken kann. Rasante Action wie bei anderen Genrevertretern sollte man sich hier also nicht erwarten, jeder Zug und Angriff sollte sehr gut überlegt sein, denn nicht nur das Aufrüsten der eigenen Kämpfer, sondern auch deren Produktion dauert vergleichsweise ziemlich lange. Aus diesem Grund ist auch der Schwierigkeitsgrad nicht gerade einfach ausgefallen, doch zum Glück bietet das Spiel nach der ersten Niederlage ganz automatisch eine einfachere Einstellung an. Dennoch werden blutige Einsteiger einiges an Durchhaltevermögen aufweisen müssen, denn das enthaltene Tutorial ist für ein Spiel dieses Umfangs deutlich zu kurz geraten: Es werden lediglich simple Grundtechniken erklärt, die komplexeren Elemente des Spiels muss man sich mühselig selbst beibringen. Ein ganz klassischer Kritikpunkt des Genres ist ebenfalls vertreten: Die Wegfindung der Einheiten ist eher suboptimal ausgefallen und nicht selten marschieren eigene Gruppen auf allen möglichen Wegen zum Ziel, nur eben nicht auf dem, den man selbst als sicher einstufen würde. Diverse zusätzliche Mausklicks sind also auch bei diesem Spiel nötig, um nicht aus Versehen in ein gegnerisches Lager zu tappen.

    Wer sich allerdings auf das eher langwierige Gameplay einlässt, wird dafür auch wieder ausreichend belohnt: Der eigene Held steigt während der Missionen durch Kämpfe im Level auf, erlernt hin und wieder auch ein paar neue Zaubersprüche (130 Sprüche insgesamt) oder findet in einem versteckten Schrein einen kleinen Bonusquest, welcher in dem meisten Fällen zusätzliche Einheiten als Belohung bietet. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Mission werdet ihr oft mit einem weiteren Stückchen der Story belohnt oder freut euch über einen weiteren Levelaufstieg eures Helden. In der zentralen Oberwelt zieht ihr dann von einem Ort zum nächsten, erfahrt dort mehr über die Hintergrundgeschichte, kauft neue Waffen und Rüstungen oder trefft manchmal auch auf einen Hinterhalt, welcher eine kleine Zusatzmission startet. Auch ist nicht jede einzelne Mission direkt mit dem Verlauf der Story verknüpft, manchmal dürft ihr auch einfach so losziehen um auf diese Weise magische Schätze, Artefakte und natürlich jede Menge Erfahrungspunkte zu verdienen.

    Um sich von den technischen Qualitäten dieses Spiel ein Bild machen zu können, reicht ein kurzer Blick auf die Screenshots aus: Warlords Battlecry 3 unterscheidet sich nur minimal von seinem zwei Jahre alten Vorgänger und selbst der war technisch schon nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Die Pixelgrafik erinnert stellenweise stark an die jungen Jahre des Genres und kann heutzutage wirklich niemanden mehr vor den Bildschirm locken. Andererseits ist es natürlich verständlich, warum man in Sachen Optik einen so radikalen Sparkurs fährt: Da jede der 16 spielbaren Rassen über eigene Gebäude und Einheiten verfügt, wäre der Aufwand für eine 3D Umsetzung viel zu groß gewesen. Technik-Freaks wird dieses Spiel aber dennoch nicht begeistern können, Retrogamer und Gameplay-Puristen wiederum werden sich am optischen Trauerspiel nur wenig stören. Soundeffekte und Hintergrundmusik sind dafür ganz gut ausgefallen, jedoch haben wir gerade während der ohnehin recht trockenen Story-Sequenzen eine atmosphärische Sprachausgabe vermisst. Die deutsche Lokalisierung ist durchweg gut gelungen selbst die wenigen deutschen Sprachsamples sind sehr ordentlich ausgefallen.

    Warlords Battlecry 3 (PC)

    Singleplayer
    7,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    16 spielbare Rassen
    28 wählbare Klassen für den zentralen Helden
    riesiger Umfang
    interessantes Ressourcenmanagement
    130 verschiedene Zaubersprüche
    gute deutsche Lokalisierung
    Grafik ist hoffnungslos veraltet
    mitunter mühseliger und langwieriger Missionsablauf
    normale Kampfeinheiten viel zu schwach
    schlechte Wegfindung
  • Warlords Battlecry 3
    Warlords Battlecry 3
    Publisher
    Vidis Electronic Vertriebs GmbH (DE)
    Developer
    Infinite Interactive (AU)
    Release
    05.2004

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989917
Warlords Battlecry 3
Warlords Battlecry 3 im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Warlords-Battlecry-3-Spiel-41831/Tests/Warlords-Battlecry-3-im-Gamezone-Test-989917/
21.06.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/06/snap03045.jpg
tests