Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Warpath im Gamezone-Test

    Ein Unreal Tournament Klon der es trotz des günstigen Preises und aller Mühe nicht mit der mächtigen Konkurrenz aufnehmen kann.

    Wenn man den Namen Digital Extremes hört, kann man schon mal hellhörig werden. Immerhin arbeitete der Entwickler zusammen mit Epic Games an dem Klassiker Unreal, der Unreal Tournament-Serie und Unreal Championship für Konsolen. Auch mit Pariah, dem letzten Projekt von Digital Extremes, konnte die Firma durchaus überzeugen. Nun klebt auch auf Warpath der Schriftzug der Kanadier. Eigentlich ein gutes Zeichen...eigentlich.

    Auf dem Kriegspfad

    Warpath Warpath Ich gebe es zu, die Überschrift ist sehr einfallsreich, doch irgendwie passt diese Überdosis an Ideenreichtum (Achtung Ironie) zum Spiel. Zur Story: Ohm (ähneln verblüffend den Strogg aus Quake 4), Kovos (dicke Zylonen aus Battlestar Galactica?) und Menschen (sehen in ihren Rüstungen wie eine ungefährlichere Ausgabe des Master Chiefs aus Halo aus) kloppen sich um einen Planeten. Genauso uninspiriert wie das Charakterdesign ist auch die Story. Aber was soll's, Warpath versteht sich sowieso als Multiplayer-Shooter, weswegen man die Singleplayer-Kampagne lediglich als Offline-Training ansehen sollte. In diesem Modus steht ihr zunächst vor einem wabenförmigen Strategiefeld, auf dem ihr euer nächstes Match auswählen könnt. Habt ihr eines gewonnen, gilt es dann aber zusätzlich bereits eroberte Felder zu verteidigen. Habt ihr alle Punkte erobert, geht es gegen den Endgegner. Nach maximal zwei Stunden ist die Singleplayer-Kampagne durch und dann bleibt immerhin noch der Multiplayer.

    Warpath Warpath Warpath bietet uns vier Spielmodi: Deathmatch, Team Deathmatch und Capture the Flag erklären sich von selbst. Zu "Angriff" können allerdings ruhig ein paar Worte verloren werden. Hier müsst ihr zunächst einen oder mehrere strategische Punkte eine bestimmte Zeit lang halten, bis die Basis des Feindes, und somit der Reaktor, angreifbar ist. Alle vier Spielvarianten sind sowohl im Offline- als auch im Online-Modus verfügbar. Offline ist Warpath allerdings ein totaler Ausfall. Die Bots sind so dämlich, dass sie nicht mal zum Training geeignet sind. Sie laufen ständig wie auf Schienen durch die Level und reagieren nur vereinzelt auf euren Beschuss. Ihr könnt euch also bequem an ihren Allerwertesten hängen und ordentlich fraggen. So quält ihr euch von Partie zu Partie, um an die begehrten Waffen zu kommen, die erstmal frei gespielt werden wollen. Online hingegen kann Warpath aber eine Zeit lang durchaus Spaß machen, immerhin sind menschliche Gegner eine willkommene Abwechslung zur debilen KI. Leider sind die Server von Warpath oft sehr schlecht besucht. Da hilft nur eine kleine LAN-Session unter Freunden

    Auf dem Kriegspfad II

    Warpath Warpath Was Warpath fehlt, ist die Selbstständigkeit. Irgendwie hat man das Gefühl die Sparfassung von Unreal Tournament 2004 zu spielen. Das fängt schon mit den Arenen an, die teilweise von der Optik und dem Design her sehr dem "großen Bruder" ähneln, gleichzeitig aber nie dessen Qualität erreichen. Bei den Waffen gaben sich die Entwickler sehr wenig Mühe: Sturmgewehr, Schrotflinte, Raketenwerfer, Granatwerfer, Scharfschützengewehr und ein Schießprügel, der blaue Energiekugeln verballert, haben sich eingefunden. Was machen die blauen Energiekugeln? Genau, sie leuchten blau. In der Sekundärfunktion sind sie dann auch noch relativ tödlich. Mit dem Vibro Blade könnt ihr, falls euch die Munition ausgeht, im Nahkampf euren Feinden ans Leder. Eine Sekundärfunktion haben die Ballermänner nicht. Mit so genannten C.A.M.s könnt ihr eure Waffen allerdings upgraden. Dies bedeutet mehr Schaden, mehr Magazine oder blaue Kugeln (ja, ich mag die blauen Kugeln), die an den Feinden haften bleiben.

    Warpath Warpath Trotz des hohen Wiedererkennungswertes der Karten, sind diese jedoch sehr solide gestaltet und lassen einigen Raum für taktisches Vorgehen. Einige Level unterstützen zudem Fahrzeuge. Drei Stück sind es an der Zahl. Zwei verschiedene Geländewagen und ein Hoverbike lassen einen wuchtigen Panzer trotzdem vermissen. Optisch zeigen sich die Maps abwechslungsreich. Eisige Impressionen wechseln sich beispielsweise mit kühlen, technischen Räumen ab. Die Steuerung zeigt sich im grünen Bereich. Bei einem Spiel, das die Unreal Engine 2 benutzt, darf allerdings auch nichts anderes erwarten werden.

    Technik auf dem Kriegspfad (oder Auf dem Kriegspfad III)

    Warpath Warpath Ja, langsam leiert sich der Gag aus aber wir sind auch schon fast durch. Also zum Geschäft: Wie schon erwähnt, wird Warpath von der Unreal Engine 2 befeuert. Die kann teilweise noch recht nette Bilder auf dem Monitor zaubern. Auch in Warpath gibt es einige sehr hübsche Stellen zu bewundern. Im Großen und Ganzen sieht man dem Grafikgrundgerüst das Alter allerdings deutlich an. Was sich vor allem an den undetaillierten Texturen an den Wänden, den Waffen und den Figuren unübersehbar zeigt. Dafür dürfte das Spiel selbst auf drei Jahre alten Rechnern noch angenehm flüssig laufen. Achtung: Ohren bitte zuhalten, denn Warpath verwöhnt euch mit dudeliger Hintergrundmusik, die wahrscheinlich jeder von uns mit einem handelsüblichen Musikprogramm und etwas Übung ohne Probleme selbst hinbekommen hätte. Die deutsche Sprachausgabe erklingt glücklicherweise sehr selten, beispielsweise wenn ihr eine Flagge erobert habt. Wer das wohl vertont hat? Wahrscheinlich irgendjemand, der beim Pokerabend verloren hat. Von einem martialischen "Double Kill" eines UT 2004 meilenweit entfernt. Abschließend sei noch gesagt, dass die Physikengine teilweise recht kuriose Situationen verursacht. Ein bisschen Spaß muss sein, dachten sich wohl auch die Entwickler.

    Warpath (PC)

    Singleplayer
    5,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    4/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Solides (wenn auch nicht sehr einfallsreiches) Map-Design
    Steuerung geht in Ordnung
    Unreal Engine 2 bietet teils noch recht akzeptable Optik
    läuft auch auf älteren Rechnern
    kurze Ladezeiten
    aufrüstbare Waffen
    Online-Gefechte machen zeitweise Spaß
    Langweilige und kurze Offline-Kampagne
    zu wenige Spielmodi
    die dümmsten Bots seit langem
    Unreal Engine 2 kommt langsam in die Jahre
    fehlerhafte Physikengine
    primitive Hintergrundmusik
    die wenigen deutschen Wortfetzen
    nur 6 einfallslose Feuerwaffen
    zu wenig Eigenständigkeit
    sehr unfairer Endgegnerkampf
  • Warpath
    Warpath
    Publisher
    dtp
    Developer
    Digital Extremes
    Release
    11.05.2007

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991288
Warpath
Warpath im Gamezone-Test
Ein Unreal Tournament Klon der es trotz des günstigen Preises und aller Mühe nicht mit der mächtigen Konkurrenz aufnehmen kann.
http://www.gamezone.de/Warpath-Spiel-41855/Tests/Warpath-im-Gamezone-Test-991288/
09.05.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/05/Warpath2.jpg
tests