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  • Way of the Samurai 2 im Gamezone-Test

    Das etwas andere Samurai-Spiel geht in die zweite Runde und überzeugt weiterhin mit frischem Gameplay.

    Ein Hauch von Freiheit

    Schon das vor zwei Jahren erschienene Vorgängerspiel - damals noch unter Eidos' FreshGames-Label vertrieben - überzeugte sowohl Spieler als auch die Fachpresse mit einem spannenden wie innovativen Konzept und definierte damit eine noch bis heute unverbrauchte Spielidee: Das Multipath-Adventure. In der Rolle eines herrenlosen Samurai-Kriegers wurde der Spieler zwischen die Fronten eines eskalierenden Clan-Krieges geworfen; wie jedoch der Konflikt sein Ende fand, lag einzig und allein in der Hand des Spielers, der mit all seinen Entscheidungen während des Spiels den Fortgang des Handlung "eigenhändig" formte. Auch im nun vorliegenden zweiten Teil, der über Capcom den Weg nach Europa fand, halten die japanischen Entwickler Acquire an genau dieser Erfolgsformel fest und bescheren uns erneut ein Samurai-Spiel fernab der gängigen Genre-Klischees.

    Die Story in "Way of the Samurai 2" hat zwar inhaltlich nichts mehr mit der des ersten Teils zu tun, jedoch weist das Storyszenario eine Menge Parallelen auf: Erneut schlüpft der Spieler in die Haut eines Ronin, der auf seiner ziellosen Odyssee durch das feudale Japan in eine Region gelangt, welche von Korruption und Bandenkriegen geschüttelt wird, und erneut ist es ausschließlich der Spieler, der mittels seiner Vorgehensweisen die Macht über das letztendliche Schicksal seiner Spielfigur hat. So hat jede der Entscheidungen, die man im Verlaufe des Spiels zu treffen hat, tatsächlichen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Geschichte. Jedes neue Spiel kann auf diese Weise einen anderen Ausgang nach sich ziehen: Schlage ich mich auf die Seite einer Rebellengruppe, werde ich zum Handlager machtgieriger Politiker oder trete ich als Beschützer der Armen und Schwachen auf? Dies sind nur einige der Möglichkeiten, die sich bei "Way of the Samurai 2" dem Spieler aufbieten. Dabei ist man darüber hinaus weder an die Erfüllung bestimmter Missionen noch an irgendwelche zentralen Punkte innerhalb der Story gebunden, um im Spiel voranzukommen. Stirbt die Spielfigur jedoch während eines Kampfes, heißt es unwiderruflich "Game Over" - das erneute Laden eines zuvor gespeicherten Spielstandes ist nicht möglich. Um in den Genuss eines der möglichen Spielenden zu gelangen, benötigt man im Schnitt zwar nur etwa maximal drei Stunden, dafür ist jedoch der Wiederspielwert erneut immens hoch.

    Doch bevor man in der Stadt Amahara zur Legende werden kann, gilt es zu Beginn des Spiels, seinen eigenen Samurai zu erstellen: Aus einer zunächst nur kleinen Auswahl aus vorgefertigten Gesichtern und Kleidungsstücken erschafft man den vorerst namenlosen Protagonisten, mit welchem man das folgende Spiel bestreiten wird. Ebenso wählt man vor jedem neuen Spiel aus einer Auswahl an verschiedenen Schwertern und Gegenständen, welche jedoch neben den weiteren Kostümen und Gesichtern erst in wiederholten Spieldurchläufen erspielt werden können. Spielt man "Way of the Samurai 2" zum ersten Mal, muss man sich mit dem einzigen zur Verfügung stehenden Schwert begnügen. Jede der rund siebzig im Spiel zu ergatternden Waffen bietet dabei unterschiedliche Movevarianten und Grundeigenschaften. Das Freispielen sämtlicher Bonusgegenstände und Zusatz-Features basiert dabei auf einem höchst motivierenden Grundprinzip: Nach jedem Spielende erhält man abhängig von den im Spielverlauf erbrachten Leistungen eine bestimmte Anzahl an Punkten sowie einen damit gekoppelten Statustitel wie beispielsweise "Großmeister" oder "Anfänger". Dabei ist es nicht von Bedeutung, wie das entsprechende Spiel zu Ende ging: Ob man nun getötet wird, einfach die Stadt verlässt oder eines der begehrten Spielenden erreicht - Punkte gibt es in jedem Falle. Abhängig von den gesammelten Punkten werden auf diesem Wege stetig neue Features freigeschaltet. Dieses Konzept unterstreicht erneut, dass "Way of the Samurai 2" ganz klar darauf ausgelegt ist, gleich mehrfach durchgespielt zu werden, um wirklich alle Funktionen des Spiels nutzen zu können.

    Die Spielstruktur ist einmal mehr zeitgebunden: Die Geschehnisse in Amahara erstrecken sich über einen Zeitraum von zehn Tagen, von denen jeder Tag nochmals in fünf einzelne Abschnitte von früh morgens bis spät abends unterteilt ist. Während eines Tages darf man tun und lassen, was man will; Ausgangspunkt ist dabei immer die Übersichtskarte, auf der die zehn verschiedenen Bereiche der Stadt eingezeichnet sind. Hat man sich für ein Ziel entschieden, reicht ein Klick auf das entsprechende Viertel auf der Karte, um dorthin zu gelangen. Jeder der Stadtteile bietet diverse Dienste an: Beim Schmied werden gefundene Schwerter identifiziert und gestärkt, in Restaurants und Teehäusern darf man zu einem stärkenden Snack einkehren und Rasthäuser laden zu einem erholsamen Schlaf ein. Darüber hinaus locken zahlreiche Shops mit einem weit gefächerten Angebot verschiedener nützlicher Waren interessierte Kunden an. Geld spielt somit auch eine tragende Rolle bei "Way of the Samurai 2": Wer nicht zahlfähig ist, macht sich schnell unbeliebt. Um diesem Zustand Abhilfe zu schaffen, verdient man sich mit kleinen Aufträgen seinen Unterhalt. Diese reichen von einfachen Laufburschen-Jobs bis hin zur Beseitigung bestimmter Zielpersonen. Auch kleinere Aufträge können dabei schon mehrere Lösungswege bieten, die darüber entscheiden, wie man sich abschließend in der Gesellschaft von Amahara einfügt.

    Da in Amahara bewaffnete Auseinandersetzungen an der Tagesordnung sind, bleibt es nicht aus, dass unser Protagonist immer wieder zum Schwert greifen muss. In solchen Fällen kommt das wohldurchdachte Kampfsystem zum Tragen: Jede Waffe erlaubt zunächst mit hohem und niedrigem Schlag zwei Angriffsvarianten. Davon ausgehend lassen sich fast wie in einem klassischen Beat Em'Up die einzelnen Angriffe zu wirkungsvollen Kombinationen aneinanderketten. Mit dem regen Gebrauch des Schwertes lernt man nach und nach weitere Kampfbewegungen wie Griffe oder tödliche Angriffe dazu. Dabei ist es erstaunlich, wie viel sich neben der obligatorischen Blocktaste mit nur zwei Knöpfchen bewerkstelligen lässt. Vor allem gegen stärkere Kontrahenten entbrennen taktisch geführte Schwertduelle, welche in Sachen Spielbarkeit kaum Wünsche offen lassen, wäre da nicht...

    ...ja, wäre da nicht die zuweilen äußerst bockige Kamera; diese stellt nämlich aus technischer Hinsicht das einzig schwerwiegende Problem des Spiels dar. Gerade in engen Räumen ist die virtuelle Linse oftmals so ungünstig positioniert, dass mangels Übersicht der eine oder andere Schlag in der Luft verpufft. Ansonsten jedoch befindet sich "Way of the Samurai 2" auf einem grundsoliden technischen Niveau; erfreulich dabei ist besonders die Tatsache, dass das beim Vorgängertitel extrem augenfeindliche Texturflimmern der Vergangenheit angehört. Überdies läuft die Action dank dem integrierten 60Hrz-Modus jederzeit flüssig ab. In Sachen Sound freut sich der Purist auf einen handgemachten asiatischen Soundtrack, welcher atmosphärisch sehr gut zum Spiel passt. Auch die englische Synchronisation gibt für Videospielverhältnisse wenig Anlass zur Klage.

    Way of the Samurai 2 (PS2)

    Singleplayer
    8,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Komplett nichtlinearer Storyverlauf mit verschiedenen Enden
    große Waffenauswahl
    taktisch angehauchtes Kampfsystem
    hohe Langzeitmotivation
    Zwischensequenzen nicht jederzeit abbrechbar
    in Kämpfen etwas problematische Kamera
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Way of the Samurai 2
Way of the Samurai 2 im Gamezone-Test
Das etwas andere Samurai-Spiel geht in die zweite Runde und überzeugt weiterhin mit frischem Gameplay.
http://www.gamezone.de/Way-of-the-Samurai-2-Spiel-41978/Tests/Way-of-the-Samurai-2-im-Gamezone-Test-989880/
25.05.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/05/wots2_title.jpg
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