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  • We Love Katamari im Gamezone-Test

    Electronic Arts bringt dieses total verrückte Machwerk japanischer Videospielkunst endlich auch zu uns nach Europa.

    "We ♥ Katamari" ist der Nachfolger von Namcos "Katamari Damacy", einem der vielleicht skurrilsten Spiele überhaupt. Leider wurde es hierzulande nie veröffentlicht, dafür aber von unseren US-Kollegen als eines der besten Spiele des Jahres 2004 mehrfach ausgezeichnet. Electronic Arts hat ein Herz mit den Zockern der ersten Stunde und bringt dieses verrückte Machwerk japanischer Videospielkunst jetzt endlich auch zu uns nach Europa.

    We Love Katamari We Love Katamari So skurrile Spiele wie Namcos "We ♥ Katamari" können wohl nur Japanern einfallen und der hochgradig abgedrehte Humor dieses gelungenen Ausnahmefalls in Sachen Spieldesign wird wohl auch nur von den spielsüchtigen Asiaten gänzlich verstanden werden. Vergleichen kann man den Titel eigentlich mit keinem anderen Spiel, dafür ist es in Sachen Design, Gameplay und Präsentation viel zu einzigartig. Alleine schon die Hintergrundgeschichte ist alles andere als normal und grenzt neben Grafik und Musik fast schon an interaktive Bewusstseinserweiterung mit durchweg positiven Nebenwirkungen. Soweit wir den Ideen der Entwickler folgen konnten, dreht sich die Story von "We ♥ Katamari" um den König des Kosmos und seine schräge Familie, welche nichts Besseres zu tun hat, als für neue Sterne am Himmel zu sorgen. Doch in Namcos Ausnahmespiel werden Sterne nicht durch komplexe Gesetze des Astrophysik geboren, sondern von den Familienmitgliedern des Kosmoskönigs in japanischen Kinderzimmern und Kleinstädten zusammengerollt. Hört sich etwas seltsam an? Ist es auch. Passend dazu ist Inszenierung des Königs ausgefallen: Der schräge Kosmosbastler ist wohl nicht nur ein Abba-Fan der ersten Stunde, sondern hat augrund seiner Äußerungen in den Zwischensequenzen auch ein paar Drogenexperimente zu viel gemacht. Ganz sauber und normal ist der schrullige Monarch auf jeden Fall nicht - gleiches trifft wohl auch auf die Entwickler dieses genial-kranken Gameplay-Experiments zu.

    Die Seele des Klumpens

    We Love Katamari We Love Katamari Würde man versuchen, den japanischen Titel "Katamari Damashii" frei ins Deutsche übersetzen, so würde daraus wohl die "Klumpen Seele" werden. Der echten japanischen Bedeutung wird diese sehr grobe Übersetzung allerdings nicht gerecht, dazu haben beide Wörter einfach viel zu viele Verwendungsmöglichkeiten in der japanischen Sprache. Doch im Spiel selbst geht es sehr wohl um einen Klumpen, nämlich den titelgebenden "Katamari". In fast allen Levels des Spiels muss der junge Prinz des Kosmos den anfangs noch winzig kleinen Katamari auf eine bestimmte Größe bringen. Das funktioniert genauso einfach wie der Bau eines Schneemanns: Rollt der Katamari über ein kleineres Objekt in seiner Umgebung, bleibt dieses an ihm kleben, wodurch sich der Umfang der Kugel nach und nach vergrößert. Im Prinzip ist damit auch schon alles nötige in Sachen Gameplay gesagt, denn während der zahlreichen und optisch abwechslungsreichen Missionen macht ihr eigentlich immer nur eines: Rollen, rollen und nochmals rollen. Ein Spielprinzip, welches genau deshalb einfach genial ist, weil es so genial einfach ist.

    We Love Katamari We Love Katamari Der größte Reiz immer weiter zu spielen liegt hauptsächlich an den kosmischen Ausmaßen, die der Katamari im Laufe des Spiels annimmt: Während ihr in den ersten paar Levels noch Briefmarken, Essensreste und vereinzelte Bleistifte zusammenrollt, kommen später auch Haustiere, Mülleimer, Fahrräder und sogar Autos dazu. Gegen Spielende startet man schließlich mit einem Katamari von ca. zwei Meter Durchmesser und arbeitet sich auf eine fast kosmische Größe von über zwei Kilometer Durchmesser hoch. Dabei werden nicht nur ganze Häuser, Kirchen und Walfische aufgerollt, auch Wolken, Berge, Großstädte und ganze Inselgruppen werden vom immer größer werdenden Katamari wie von einer galaktischen Fusselrolle aufgesogen. Das große Finale besteht schließlich darin, das gesamte Sonnensystem mitsamt der Sonne selbst aufzurollen. Das so etwas natürlich völlig krank und durchgeknallt ist, sollte mittlerweile klar sein, doch genau deshalb bietet "We ♥ Katamari" auch ein so unvergleichliches Spielgefühl. Spätestens in den letzen Levels fühlt man sich wie eine Mischung aus Godzilla und einer Sperrmüll-Lawine, doch diese wirklich einzigartige Erfahrung sollte jeder von euch am besten selbst machen.

    Extrem simpel und trotzdem abwechslungsreich

    We Love Katamari We Love Katamari Im Vergleich zum bei uns nicht veröffentlichten Vorgänger "Katamari Damacy" haben Namcos Entwickler dem zweiten Teil um einiges mehr spielerische Abwechslung beschert: Viele der unzähligen Levels müssen nun mehrfach bestritten werden, allerdings mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen. Während es anfangs meist darum geht, innerhalb eines Zeitlimits mit dem Katamari eine bestimmte Größe zu erreichen, fallen die Aufträge später deutlich komplexer aus. Da müssen dann beispielsweise Sumoringer durch möglichst deftige Lebensmittel gerollt und somit fetter gemacht werden, ein Katamari ohne dazugehörige Anzeige eine vorgegebene Größe erreichen, schlechtes Wetter durch das Aufrollen von Wolken beseitigt oder ein tagheller Klumpen aus winzig kleinen Glühwürmchen geformt werden. Auf der nicht weniger schräg dargestellten Levelauswahl haben verschiedene Personen immer wieder neue Auftrage für euch und selbst wenn ihr das Spiel komplett durchgespielt habt, gibt es immer noch genügend versteckte Geheimnisse in Form von verschollenen Familienmitgliedern, lustigen Verkleidungen und Extralevels zu entdecken.

    Da ihr im Laufe des Spiels locker über tausend verschiedene Gegenstände und Lebewesen aufrollt, hat Namco auch eine kleine Objekt-Datenbank integriert. Hier könnt ihr jeden einzelnen Gegenstand in Bezug auf Größe, Aussehen und Geräusch nochmals im Detail bewundern. Sogar an einen Mehrspielermodus hat man gedacht, allerdings funktioniert dieser ähnlich skurril wie das restliche Spiel: Beide Spieler teilen sich die Steuerung des Katamari und müssen trotz der nicht gerade einfachen Bedienung das jeweilige Missionsziel erreichen. Auf Dauer ist dieser Modus sicherlich kein großer Wurf, aber als Partyspiel für zwischendurch ist das völlig konfuse Herumgerolle durchaus geeignet.

    Richtig rollen will gelernt sein

    We Love Katamari We Love Katamari Die Steuerung von "We ♥ Katamari" ist eigentlich so simpel wie das zugrunde liegende Spielprinzip, birgt aber im Vergleich dazu auch die größten Tücken. Gespielt wird das Ganze ausschließlich mit den beiden Analogsticks des Joypads. Vorwärts geht es, wenn ihr beide Sticks nach vorne drückt, gedreht wird der Katamari, wenn ein Stick nach vorne und der andere nach hinten gedrückt wird. Außerdem sind natürlich noch Kurven sowie Rückwärts- und Seitwärtsbewegungen möglich. Besonders hilfreich ist außerdem noch der so genannte "Quick Turn", wodurch ihr auf einen Schlag eine Drehung um 180° hinlegt. Eigentlich ist die Steuerung also ganz einfach und wer das enthaltene Tutorial gespielt hat, weiß alles, was es zu wissen gibt. Trotzdem wird die Katamari-Rollerei in manchen Levels zu einer recht fummeligen Angelegenheit, denn wenn der Klumpen eine gewisse Größe erreicht hat, wird er mitunter etwas störrisch und ist nicht immer so einfach und präzise zu bewegen, wie man es vielleicht gerne hätte. Auch alte Hasen werden mit der einfachen, aber gewöhnungsbedürftigen Steuerung des Spiels früher oder später so ihre Probleme haben.

  • We Love Katamari
    We Love Katamari
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    01.02.2006

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We Love Katamari
We Love Katamari im Gamezone-Test
Electronic Arts bringt dieses total verrückte Machwerk japanischer Videospielkunst endlich auch zu uns nach Europa.
http://www.gamezone.de/We-Love-Katamari-Spiel-42062/Tests/We-Love-Katamari-im-Gamezone-Test-990619/
20.01.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/01/TV2006010215102900.jpg
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