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  • Wet im Gamezone-Test

    Derber Humor, herrlicher B-Movie-Charme und eine toughe Heldin, der man in Sachen Gewaltgrad deutliche Grenzen bei uns setzte.

    Robert Rodriguez und Quentin Tarantino haben die Exploitationfilme sowie B-Movies aus den 70er Jahren wieder in Erinnerung gerufen, weswegen WET jetzt auf genau dieser Welle reitet und ein ähnliches Look & Feel vermittelt. Gezuckert mit einer attraktiven Protagonistin und jeder Menge Zeitlupen-Action kann im Prinzip fast nichts mehr schief gehen.

    Rubi Malone schneidet dich in Stücke

    Wet Wet Die durchaus ansehnliche Hauptdarstellerin Rubi ist eine Frau, mit der man sich nicht anlegen sollte. Schwer bewaffnet mit Schwert und Knarren hechtet sie agil von Gegner zu Gegner, während sie ihre Opponenten mit lässigen Sprüchen verspottet. Wie schon bei einem B-Movie ist die Story von WET nur ein nettes, aber völlig unbedeutendes Beiwerk, um die Heldin in den Mittelpunkt zu stellen, die einen fiesen Gangsterboss zur Strecke bringen will. Die toughe Rubi ist zwar einigermaßen glaubwürdig ausgearbeitet, der Rest der Charaktere wird leider im Schnelldurchgang abgearbeitet. Dazwischen müssen hunderte von Gangstern über den Haufen geballert werden, und das in einem zunächst nett inszenierten Look, der eben an alte B-Movies erinnert, inklusive einem wackeligen Filmriss-Filter und uralten TV-Spots die immer mal wieder eingespielt werden. Der Humor darf natürlich auch nicht fehlen, der sich beispielsweise in witzigen Ladescreens wiederspiegelt. Hier wartet Rubi in einem Fahrstuhl und ist völlig von Bummelmusik und der Wartezeit genervt. Ein kleiner Seitenhieb in Richtung Mass Effect?

    Wet Wet Spielerisch lehnt sich der Third Person Shooter WET an Spielen wie Stranglehold an, da auch Rubi von den Zeitlupeneffekten massiv Gebrauch macht. Das Feature lässt sich in diesem Fall jedoch unbegrenzt anwenden. Der taktische Einsatz der verlangsamten Zeit ist demnach nicht nötig. Im normalen Tempo kann man die Feinde ohnehin kaum besiegen. Die Zeitlupe setzt immer dann ein, wenn wir beispielsweise springen, an Wänden entlang laufen oder auf den Knien rutschen und gleichzeitig Feuern. Doch Rubi hat noch andere Moves drauf, weswegen sie kopfüber an Leitern herunter rutscht und mehrere Schergen aufs Korn nimmt. John Woo wäre stolz, wobei die Bewegungspalette von Rubi sehr schnell zeigt, dass sich die Manöver doch recht zügig wiederholen. Und wenn Rubi ihre Feinde nicht gerade mit dem Schwert zerlegt oder mit Maschinenpistolen, Schrotflinten und Armbrüsten bearbeitet, imitiert sie ein wenig die gute Lara Croft und versucht sich an recht simplen Klettereinlagen. Das Zielsystem ist übrigens eine gut funktionierende Mischung aus manuellem und automatischem Zielen. Während man mit einem Stick die Gegner für die erste Waffen umschaltet, muss man mit dem zweiten Schießprügel manuell zielen. So kann man zwei Feinde gleichzeitig auf Korn nehmen.

    Wenn Rubi Malone wütend wird

    Wet Wet Je mehr Feinde man möglichst schnell und stylisch über den Jordan schickt, desto höher schießt die Komboanzeige nach oben. Diese sorgt dafür, dass man unterschiedlich viele Stilpunkte erhält, mit denen man Rubis Waffen und Fähigkeiten aufbessern kann. Man ist also durchaus geneigt zu überlegen, wie man die Bösewichten am besten um die Ecke bringt. Besonders gut für die Punktejagd sind einige Stellen während der 12 Missionen, in denen man in einer quasi abgegrenzten Arena Türen oder andere Eingänge blockieren muss, da daraus ansonsten unendlich viele Feinde heraus stürmen. Diese Abschnitte machen ungewöhnlich viel Spaß, weil man hier so richtig hohe Kombos erreichen kann. Ebenfalls amüsant ist der Rage-Modus, der an bestimmten stellen automatisch einsetzt. Hier verwandelt sich die Optik in ein comic-artiges Geschehen, bei dem die Farbe rot dominiert. Ja, es mach sehr viel Spaß sich so richtig auszutoben, obwohl ein spielerischer Unterschied zum Rest der Missionen kaum vorhanden ist, weswegen nach dem Sinn gefragt werden muss.

    Wet Wet Ansonsten muss man leider zugeben, dass der tolle Grindhouse-Look nicht lange verbergen kann, dass es sich bei WET um ein recht gewöhnliches Action-Spiel handelt, das spätestens aber der zweiten Hälfte nichts Überragendes mehr zu bieten hat. Die Spielabschnitte wiederholen sich, während die Gegnervielfalt ebenfalls stark zu wünschen übrig lässt. In zwei Abschnitte unternimmt Rubi jedoch eine rasante Autofahrt, in der sie von Wagendach zu Wagendach springt, an heranrasenden LKWs entlang läuft und die fahrenden Gegner ins Visier nimmt, natürlich mit reichlich Quicktime-Events. An anderer Stelle liefert sich Rubi einen Schusswechsel im freien Fall, während sie Trümmern eines explodierten Flugzeugs ausweicht Das macht kurzfristig Spaß, ist allerdings wenig anspruchsvoll. Zudem lockern solche Ereignisse viel zu selten das höhepunktlose Gameplay ab. Bezeichnend dafür ist auch der Endkampf, der enttäuschenderweise nur aus QTEs besteht. Ohnehin sind Boss-Kämpfe Mangelware, wobei man sich immerhin ab und zu hinter eine Gatling-Gun klemmen kann, um heranstürmende Verbrecher und explosive Fässer mit Maßnahmen zu versehen.

    Wet Wet So kurzweilig und amüsant das Gameplay auch ist, die Spielzeit ist leider extrem knapp ausgefallen. Nach fünf Stunden hat Rubi zwar die totale Verwüstung hinterlassen, doch leider muss man sich danach anderen Spielen widmen. Es sei denn, man besucht Rubis Schrottplatz und erledigt einige der Herausforderungen. Hier muss man unter Zeitdruck durch Ringe laufen und auf Zielscheiben schießen. Zudem kann man sich am Arcade-Modus versuchen, bei dem es die Punktezahlen aus den Storymissionen zu überbieten gilt. Gerade weil die Steuerung schnell erlernt ist, recht gut funktioniert, nur bei Sprungpassagen zeigt sie sich zu schwammig, und man fröhlich auf Highscore-Jagd gehen kann, ist der Wiederspielwert in höheren Schwierigkeitsgraden aber immerhin gegeben. Und weil man manchmal nicht genau weiß, wo es weiter geht, kann man per Knopfdruck auf die Rubi-Sicht schalten, die verdeutlicht, an welchen Simsen oder Stangen sich die Spielfigur festhalten kann.

  • Wet
    Wet
    Publisher
    Bethesda Softworks
    Developer
    A2M
    Release
    25.11.2010
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992411
Wet
Wet im Gamezone-Test
Derber Humor, herrlicher B-Movie-Charme und eine toughe Heldin, der man in Sachen Gewaltgrad deutliche Grenzen bei uns setzte.
http://www.gamezone.de/Wet-Spiel-42156/Tests/Wet-im-Gamezone-Test-992411/
05.10.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/10/asdfdgdsgdsfg_120531154227.jpg
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