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  • Whiplash im Gamezone-Test

    Selten so gelacht: Auch wenn das Gameplay eher Durchschnitt ist, bleibt der Humor von Whiplash unübertroffen!

    Pop Goes the Weasel!

    In Whiplash trefft Ihr auf zwei ganz besonders abgedrehte Helden: Das von Elektroschocks leicht zittrig gewordene Wiesel Spanx und der durch Ultra-Haarlack abgehärtete Schneehase Redmond sollten gerade ein weiteres, schreckliches Experiment über sich ergehen lassen, als ihnen die unverhoffte Flucht aus ihrem Käfig gelingt. Die beiden verwirklichen nun endlich mal das, was sich Tierschützer schon lange erträumen: Sie brechen aus einem Tierversuchslabor aus und geben den bösen Wissenschaftlern kräftig Saures. Natürlich besteht das oberste Ziel der beiden darin, aus dem riesigen Komplex des Konzerns zu entkommen, doch wenn nebenbei noch etwas mehr Equipment der Firma als nötig in Mitleidenschaft gezogen wird, dann kann das für die vielen anderen gefangenen Tiere nur von Vorteil sein. Da die beiden Ausbrecher aneinander gekettet sind, wird die Flucht nicht gerade einfach - besonders für Redmond nicht, er muss nämlich als pelzige Waffe herhalten.

    Whiplash ist so ziemlich das witzigste und abgedrehteste Spiel was uns seit Sam & Max auf den Tisch gekommen ist. Selten hatten wir mit zwei Pixelhelden solch einen Spaß wie mit Spanx und Redmond. Nicht nur das beide absolut hervorragend animiert und erstklassig synchronisiert wurden, auch das ganze Spiel sprüht nur so vor tiefschwarzem Humor. In den Hallen des Genron Konzerns trefft Ihr ständig auf neue und völlig verrückte Erfindungen wie zum Beispiel die Hamsterkanone, das Robo-Wiesel oder den Hühner-Raketenwerfer. Diese eher unkomischen Erfindungen werden durch hervorragende Sprecher, welche an die Klasse von "You don't know Jack" herankommen, zur absoluten Lachgarantie. Außerdem macht es einfach Spaß mit den beiden Helden alles in Schutt und Asche zu legen - schließlich geht es hier gegen Tierversuche und da haut man gerne noch einmal extra auf den virtuellen Forscher drauf. Da Redmond ja sozusagen unzerstörbar ist, kann Spanx ihn als äußerst effektive Waffe missbrauchen: Der kleine Nager muss einiges über sich ergehen lassen und wird nicht nur als gefährliches Wurfgeschoss, sondern auch als Türöffner, Luftballon, Eiswürfel und lebendige Fackel gegen die zahlreichen Forscher und Gegenstände eingesetzt.

    Wenn man sich aber mal von der urkomischen Präsentation und dem genialen Charakterdesign der beiden Helden erholt hat, tritt schnell das klassische Jump'n'Run-Spielprinzip in den Vordergrund. Hier findet der Fan des Genres eigentlich alles was er zum Glücklichsein braucht: Zahlreiche und vor allem witzige Moves was das Kampfsystem anbelangt und ziemlich knifflige Sprungpassagen in Sachen Leveldesign. Da Redmond in allerlei seltsame Automaten gestopft werden kann, gibt es auch ab und zu ein paar schmucke Kombinationsaufgaben die nur mit einem brennenden oder gefrorenen Hasen zu bewältigen sind. Außerdem gibt es jede Menge versteckter Bonusräume zu finden und durch das Konsumieren von so genannten "Hyper-Snacks" steigen die beiden ungleichen Helden sogar in höhere Levels auf, was sich wiederum auf Angriffskraft und Lebensenergie positiv auswirkt. Ein Nebenziel bei der ganzen Mission ist auch die komplette Zerstörung der Forschungseinrichtung, was natürlich jede Menge Freude macht, da in den Räumen genügend technischer Schnickschnack herumsteht, der nur darauf wartet mit Redmond zertrümmert zu werden.

    Doch gerade in Sachen Leveldesign hätten die erfahrenen Macher von Crystal Dynamix mehr auf dem Kasten haben müssen: Viele der Gänge sehen absolut identisch aus und führen schnell dazu, dass Ihr Euch in dem riesigen Firmenkomplex verlauft. Da Ihr jederzeit Zugang zu bereits gemeisterten Abschnitten habt, kann es auch mal dazu kommen, dass Ihr unfreiwillig einen ganzen Level mitsamt seiner beinharten Sprungpassagen noch einmal bestreiten müsst. Dies hätte man ganz einfach durch ein paar verschlossene Türen oder ein klassisches Level-Prinzip lösen können. Stattdessen haben die Entwickler eine komplexe 3D-Karte in das Spiel integriert, welche in Sachen Komplexität der von Metroid Prime in nichts nach steht. Dumm nur, dass die Bedienung dieser Karte absolut in die Hose gegangen ist und die Beschreibungen der einzelnen Aufgaben nicht ausführlich genug sind um wirklich nützlich zu sein. Wenn ihr dann das nächste Ziel nicht findet und die dämliche 3D-Karte auch nicht mehr weiterhilft, ist schnell der Spielspaß in den Keller gerutscht. Dazu gesellen sich die klassischen Designfehler in Sachen Sprungpassagen: Wer Pech hat und nach einem fünfminütigen Martyrium aus komplexen Sprüngen und fiesen, pixelgenauen Schwüngen im falschen Moment abspringt, darf alles noch Mal von vorne durchackern. Da die Steuerung gerade in Sachen Schwingen und Abspringen nicht gerade vorbildlich ist und auch die automatische Kamera oftmals ihren Dienst versagt, können knifflige Sprungpassagen schnell zu Frustgefühlen führen. Diese ekeligen Stellen sind zwar eher selten der Falle und eigentlich kommt Ihr die meiste Zeit butterweich und angenehm durch das Spiel - doch wenn dann plötzlich eine einzige Stelle zwanzig Anläufe benötigt um bestanden zu werden, dann ist dies einfach nicht besonders schön und drückt die ansonsten hervorragende Stimmung.

    In Sachen Grafik gibt es eigentlich nicht viel zu meckern: Besonders die mehr als witzige Animation der beiden Helden lässt gerne mal ein Auge bei den eher trist aussehenden Forschern zudrücken. Auch die Levels sind durchweg schön und vor allem bunt gestaltet worden; lediglich die sich sehr oft wiederholenden Verbindungsgänge sind auf Dauer langweilig. Da die Synchronisation der beiden Helden so gelungen ist und auch die sonstige Sprachausgabe den schwarzen Humor erst so richtig in Fahrt bringt, ist selbige eine ganz große Stärke des Spiels. Da man hier mit professionellen Sprechern, die etwas von Ihrer Arbeit verstehen, bedient wird, sieht man auch gerne wohlwollend über die eher müde Hintergrundmusik hinweg.

    Whiplash (PS2)

    Singleplayer
    7,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    extrem witzige Story und sehr viele versteckte Gags
    hervorragend gestaltete Hauptfiguren
    gelungene Grafik und Animationen
    professionelle Sprecher
    innovatives Level-up System
    teilweise unfaire Sprungpassagen
    ungünstige Kamera
    unbrauchbare 3D-Karte
    häufige Orientierungslosigkeit
  • Whiplash
    Whiplash
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Crystal Dynamics
    Release
    15.12.2003

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989274
Whiplash
Whiplash im Gamezone-Test
Selten so gelacht: Auch wenn das Gameplay eher Durchschnitt ist, bleibt der Humor von Whiplash unübertroffen!
http://www.gamezone.de/Whiplash-Spiel-42209/Tests/Whiplash-im-Gamezone-Test-989274/
09.05.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/03/TV2004030112284600.jpg
tests