Satoru Iwata bei der Vorstellung der Wii U [Quelle: Siehe Bildergalerie]
"A great idea solves multiple problems at the same time" - Shigeru Miyamoto
Schon einen Tag bevor Microsoft und EA die diesjährige E3 in Los Angeles mit großangelegten Pressekonferenzen eröffnen, ließ Nintendo eine eigene, erste Bombe platzen: In der Pre E3 Show stellte Nintendo-Chef Satoru Iwata die Wii U und ihre Features in einem 30-minütigem Film vor. Demnach wird mit der Wii U ein eigenes Social Network, das MiiVerse gestartet, das auch als Handy-App verfügbar sein wird. Damit kann man jederzeit Freunde um Hilfe bitten, Statusupdates posten (getippt oder handschriftlich) und sogar Videochats mit Freunden starten, denn das Wii U GamePad, so der offizielle Name, enthält ja eine nach vorn gerichtete Kamera. Die Videopräsentation haben wir euch unter diesen Zeilen angehängt.
Funktionen und Features
... neu hinzu kommt der "Wii U Pro Controller" für Coregamer. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Im Mittelpunkt der Wii U steht das neue Eingabegerät der Konsole, das Wii U GamePad. Der Name leitet sich vom Controller des NES ab, den Fans damals auch Gamepad nannten, und nicht Joystick. Das Gamepad enthält wie bereits bekannt zwei voll funktionsfähige Analogsticks zum Steuern, die man auch drücken kann. Der Prototyp im letzten Jahr benutzte noch Schiebepads, wie man sie vom 3DS kennt. Damit will man noch mehr auch eine Coregamer-Zielgruppe anpeilen, das beweist das (sehr skurrile) Video mit einem Zombiejäger-Game (nicht weiter betitelt, kann rein zu Demozwecken erfunden worden sein). Das GamePad nutzt wie die Wiisteuerung aber auch Motion- und Gyrosensoren, wird also auch eine Casual-Zielgruppe ansprechen und "für die Familie" entwickelt.
Dank NFC (Near Field Communication, "Nahfeld-Kommunikation) lassen sich spezielle Objekte mit entsprechenden Chips entweder in Spiele einlesen oder Daten können aus Spielen heraus per NFC gespeichert werden. Was damit möglich ist, hat Ubisoft kürzlich in einem Rayman Legends Trailer gezeigt. Special und Collectors Editions würden durch ein solches Verfahren nicht nur haptisch aufgewertet werden, die Echtwelt-Figuren könnten sogar Einfluss auf den Spielinhalt nehmen.
Per (im Vergleich zu NFC altmodischem) Infrarot kann man darüber hinaus sogar alle handelsüblichen Geräte mit seiner Wii U steuern. Das heißt: Schon bald kann man theoretisch getrennte Fernbedienungen für TV und Kabel/SAT-Anlage austauschen und das Fernsehprogramm mit dem Wii U GamePad wechseln.
Gaming in HD-Highclass-Optik wird übrigens nicht nur am Fernseher stattfinden. Durch eine einzigartige Technologie wird das Bild auch auf dem Touchscreen des GamePads in Topgrafik angezeigt werden können - verzögerungsfrei, so Iwata, was in der Tat eine technische Neuheit wäre. Wenn der Fernseher mal gerade belegt ist, kann man auch ohne eine Runde Wii U spielen. Im Spiel muss der Touchscreen übrigens nicht dasselbe anzeigen, wie der TV-Screen. Die Entwickler setzen dabei gezielt auf "assymetrical diversity". Als Beispiel zeigen sie, wie in "Wii U Sports" (Spieltitel von Redaktion erfunden, nicht bestätigt) das GamePad für den Baseball-Catcher herhält und eine separate Fanghilfe anzeigt, während auf dem TV-Monitor das Spiel aus einer anderen Perspektive stattfindet.
Neues Social Network: MiiVerse
Nachrichten an seine Freunde im MiiVerse kann man entweder auf dem Touchscreen tippen oder handschriftlich mit dem Stylus schreiben. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Mit der Wii U setzt Nintendo nun endlich auch wieder auf ein richtiges Spielernetzwerk, wie Xbox Live und das Playstation Network es vormachen. Jedoch vermischen die Japaner die beiden, rein auf Spiele getrimmten, Netzwerke mit Social-Media-Aspekten, eine Art Xbox Live-Facebook-Crossover. Spieler können im MiiVerse Freunde finden, ihnen Nachrichten schreiben, Statusupdates posten und sogar Nachrichten an bestimmten Spielstellen hinterlassen. Wenn man dann immer wieder bei einem Gegner stirbt, kann man eventuell auf die Hilfe des Social-Schwarms zurückgreifen - muss aber nicht, um sich nicht spoilern zu lassen. Überraschend: Laut einem Promofilm kann man sogar aus dem Spiel heraus eine Video-Applikation starten und einen Videochat veranstalten. Dafür benutzt die Wii U die nach vorn gerichtete Kamera im GamePad. Ein riesiger Schritt für ein Unternehmen, das sich mit restriktiven, kinderfreundlichen und sicheren Netzwerken bei ihren letzten Geräten nicht nur Freunde schuf.
Das MiiVerse wird im Video bereits auch als iPhone-App gezeigt und ist somit nicht an die Konsole gebunden. Iwata erklärt sogar, dass viele Wii-U-Apps browserbasiert sind und so auf Wii U, Nintendo 3DS, im Internet und auf jedem webfähigen Handy/Smartphone funktionieren. Diese Funktion wird jedoch nicht sofort beim Start der Konsole verfügbar sein, sondern erst danach freigeschaltet.
Abschließend beinhaltet die Wii U auch einen Webbrowser, mit dem man entweder auf dem großen TV-Screen surfen kann, oder auf seinem Touchpad. Ob die Applikation auch funktioniert, ohne die Wii U zu starten (also eventuell auch als Remote-App funktioniert und ein iPad ersetzen könnte) ist noch nicht bekannt. Interessant: Wer will, kann so seine Urlaubsbilder ganz leicht auf den Fernseher zaubern, um sie seinen Freunden zu zeigen, oder auch ein Video im Netz (ob Flash wohl funktioniert?) suchen und dann auf dem TV schauen. Dazu gibt es Spielereien, wie etwa einen Vorhang zum Verdecken des Browsers und andere Special Effects.







Aber ich bin ja auch kein 12 Jähriges ADHS-Kind oder eine gelangweilte Hausfrau. Diese Personengruppen machen schließlich gefühlte 90% der Nintendo-Kundschaft aus. Und deren Bedürfnisse erfüllt Nintendo lückenlos.
Ich finds trotzdem immer gut das Nintendo versucht immer einen eigenen Weg zu gehen. Ich bin mit deren Sachen groß geworden und gerade erfolglos waren sie in Ihrer Vergangenheit nicht oder?
Klar auch ich finde nicht immer alles gut, die Mii's…