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  • Wild Arms 3: Ein RPG-Western, yippieyayeah - Leser-Test von denjuandemarco

    Wild Arms 3: Ein RPG-Western, yippieyayeah - Leser-Test von denjuandemarco Nachdem mich immer mehr das Gefühl beschleicht, dass ich hier ruhig weiter Gas geben sollte und von Natur aus sowieso schon immer ein sehr braves Bürschchen gewesen bin, habe ich in Windeseile einen neuen RPG-Bericht (Role Play Game) gefertigt. Natürlich handelt es sich um ein weiteres Rollenspiel für die Videospielkonsole Playstation 2, auf der es ja nun wahrlich eben nicht nur so von Rollenspielen wimmelt. Dieses Spiel, von dem ich Euch nun berichten werde, nennt sich Wild Arms 3 und ist erst das zweite (neue) Videospiel in diesem Jahr, welchem ich mich widmete und erst vor wenigen Tagen durchgespielt hatte. Und da die Erinnerung in diesem Fall eben noch taufrisch ist und ich nicht (wie bei vielen anderen Videospielberichten vorher) noch einmal zwecks Intensivierung meines Erinnerungsvermögens das entsprechende Spiel rauskramen, entstauben und probespielen muss, lege ich nun auch besser gleich los.

    Vorgänger

    Der erste Teil von Wild Arms erschien 1998 für Sonys Playstation und gehört bis zum heutigen Tage zu meinen Lieblingsrollenspielen. Diesen kaufte ich damals kurz nach dem Erscheinen bei ebay. com in den USA und knapp zwei Jahre später noch einmal als deutsche PAL-Version, so sehr hatten mir die Atmosphäre und das Spielprinzip jenes ersten Teils zugesagt. Der zweite Teil erschien dann leider nur als US-Version und war für mich eine leichte Enttäuschung. Nun hoffte ich sehr, dass diese dritte Folge von Wild Arms, welche damit zugleich ihr Debüt auf der Playstation 2 gab, ein ähnlich großer Hit wie der Ur-Teil würde werden können.

    Version

    Gleich ein negativer Brocken vorweg, so deutlich muss ich das leider sagen. Wild Arms 3 erscheint definitiv nur als JP- oder US-Version, das ist ein Hammer, und zwar im durch und durch negativen Sinne. Die Verkaufszahlen waren beim ersten Teil sehr hoch und dass die Fangemeinde der Playstation 2 auf dem europäischen Kontinent gerade in Deutschland, extrem groß, ja sogar mit gewaltigem Abstand am Größten ist, sollte sich mit Sicherheit auch in Übersee herumgesprochen haben. Nun ja, jedenfalls scheint sich womöglich herumgesprochen zu haben, dass unsere Jüngsten nun noch früher dem Englischunterricht beiwohnen dürfen. Hust. Denn eines steht fest: ohne (sehr) fortgeschrittene Englischkenntnisse wird das nix hier mit Wild Arms 3. Demzufolge schrumpft auch die Zielgruppe merklich, zumindest dürfte das Mindestalter nun etwa 14 Jahre betragen. Da ich dann doch knapp über dieser Altersgrenze liege, tangierte mich persönlich das genannte Problem nur ganz leicht. Sch... .. lecht beurteile ich das Ganze natürlich trotzdem, da führt kein Weg daran vorbei. Somit ein fetter Minuspunkt, kein Zweifel.

    Geschichte

    Nach diesen zwei kleinen Schockern (zumindest für die deutsche RPG-Gemeinde) kommen wir jetzt zur Geschichte von Wild Arms 3. Ich reiße diese aber nur kurz an und ziehe dann über sie her. Hehe. Wie schon im ersten Teil von Wild Arms befinden wir uns auch hier in der Welt von Filgaia, leider befindet sich diese in einem größtenteils verwüsteten Zustand. Kaum eine S.. äh, kaum ein Mensch traut sich noch raus aus den Städtchen, denn draußen lauern nahezu Heerscharen an Monstern. Shane (ein Prophet, Priester, Schamane oder was auch immer, sucht es Euch selber aus) orakelt großes Unheil. Da dieser gute Mann anscheinend nicht chronisch an Schlafstörungen oder Ähnlichem zu leiden scheint, wollen wir seinen üblen Träumen dann doch lieber einmal Glauben schenken, es ist demnach also wirklich Böses im Anmarsch, na juut. Unsere mutigen Protagonisten, die dem Ganzen auf die Schliche kommen und sich gegen das drohende Unheil zur Wehr setzen wollen, bestehen eigentlich aus einer Ansammlung von eigenbrödlerischen Egoisten. Jeder verfolgt ursprünglich ein eigenes Ziel, völlig unabhängig von den Wünschen und Vorstellungen der anderen Helden. Dieses kleine Grüppchen besteht aus vier sogenannten Driftern, denen es primär um Geld und Ruhm zu gehen scheint, na ja, wahrscheinlich primär um den Zaster, aber das habe jetzt nur ich (böser Onkel) gesagt. Virginia, Jet, Clive und Gallow raufen sich also zusammen, um den Geheimnissen auf die Spur zu kommen und den Monsterhorden den Garaus zu machen. Auffällig ist das Ambiente im Western-Stil, welches in Wild Arms 3 eindeutig vorherrscht. Dieses in Verbindung mit den Fantasy-Elementen eines Rollenspiels stellte ich mir schon von Anfang an als nicht ganz uninteressant vor.
    Die Geschichte von Wild Arms 3 ist dann auch in der Tat gar nicht einmal so schlecht, gerade die Kombination von Fantasy und dem Good-Old-Western-Style (Schießeisen und Pulver sind hier Trumpf, keine Schwerter), den Duellen im Wüstenstaub, den Aufenthalten in Geisterstädten, den vier doch sehr unterschiedlich ambitionierten Heldenfiguren in ihrem dann doch gemeinsamen Bestreben, den Wurzeln der üblen Träume des Priesters auf die Spur zu kommen, um Filgaia schließlich vor dem Untergang retten zu können, all das hat mir schon gefallen, keine Frage. Eine 08/15-Story findet Ihr hier jedenfalls nicht vor, daher vermerke ich dies folgerichtig auch als durchaus positiv. Negativ ist leider aber, dass mir die Identifikation mit den Helden etwas (sehr) schwer gefallen ist und diese ist ja bei Rollenspielen ein sehr wichtiger Aspekt. Trotz der amerikanischen Sprache (denn diese kann gewöhnlich in dieser Hinsicht deutlich mehr überzeugen als oft sehr trockene oder gar unpassende deutsche Übersetzungen) wirken die Dialoge nicht besonders witzig, spritzig, eben nicht mitreißend. Demzufolge präsentieren sich die Charaktere auch etwas farbloser, als ich es von guten oder sehr guten Rollenspielen ansonsten gewohnt bin. Irgendwie ging mir alles, was die Charakterentwicklung angeht, etwas zu schnell, zumindest am Anfang. Aber womöglich sind meine Ansprüche im Laufe der Jahre inzwischen etwas zu hoch geworden, zumindest wirkte die Präsentation der Individuen etwas oberflächlich auf mich, viel zu oberflächlich für meinen Geschmack. An dem Gesagten könnt Ihr erkennen, dass Vorteile und Nachteile sich hinsichtlich der Geschichte von Wild Arms 3 ungefähr die Waage halten, ich hatte mir doch ein bisschen mehr erhofft.
    [Geschichte = 6. 5/10]

  • Wild Arms 3
    Wild Arms 3
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    18.02.2003

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Wild Arms 3
Wild Arms 3: Ein RPG-Western, yippieyayeah - Leser-Test von denjuandemarco
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20.02.2004
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