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  • Wing Island im Gamezone-Test

    Uninspiriert, altmodisch und dann auch noch viel zu kurz! Dieses Spiel ist mit Sicherheit nicht der erhoffte Überflieger.

    Flugspiele könnten sich durchaus gut auf der Wii machen. Die Wii-Remote gepaart mit der Nunchuk-Erweiterung sind wie geschaffen für den Steuerknüppel, den ein Pilot in luftiger Höhe zu bedienen hat. Daher ist es nicht verwunderlich, dass in letzter Zeit einige Flugzeugspiele auf den Markt gekommen sind. Während "Blazing Angels" oder auch "Heatseeker" ambitionierte Actionfans ansprechen dürften, soll Hudsons "Wing Island" wohl eher friedlichere Naturen begeistern. Nur leider macht dieser Titel kaum etwas richtig und versorgt uns mit einem öden und ziemlich altbackenen Spielprinzip, so dass es für diesen Kunstflug ganz sicher kein Gold hageln wird.

    Wing Island Wing Island Herzstück des Titels ist der Storymodus, in dem der junge Sparrow Wing Jr. die Hauptrolle in einer absolut belanglosen und mehr als überflüssigen Story übernimmt. Diese versucht in sehr einfachen In-Game Videosequenzen, oder noch langweiligeren Standbildern mit Textboxen, die unterschiedlichen Missionen zusammen zu halten. Aber im Grunde ist es vollkommen egal, was die Vogelviecher in einer brabbelnden Sprache (erinnert irgendwie an Banjo-Kazooie) von sich geben, denn die Aufgaben lassen sich auch ohne den Tante-Emma-Klatsch schnell bewältigen. Sparrow Jr. lebt auf einer kleinen Südseeinsel und hat dort das Unternehmen seines Großvaters übernommen. Das "Geschäft für alle Angelegenheiten" bietet einen unvergleichlichen Service für alle Bewohner. Egal wo es brennt, egal was die Kunden verlangen, solange man dies mit einem Flugzeug erledigen kann, klingeln die Kassen.

    Gähnende Aufgabenstellungen

    Wing Island Wing Island Ihr rückt also ständig als Handlanger in so genannte "Missionen" aus und müsst schlicht irgendwelche Kisten, Hölzer oder Getränke an unterschiedliche Orte fliegen, ausgebüchste Kühe einsammeln, irgendwelche Felsen mit Bomben sprengen, Luftpiraten das Handwerk legen oder einfach mal den Empfang eines Königs verkündigen. Dazu klemmt sich der gute Sparrow Wing Jr. in den Pilotensitz eines Doppeldeckers und umkreist die Südseeinsel. Wenn wenigstens feine Sandstrände mit herannahenden Wellen, Schatten spendenden Palmen und einige Touristenzentren die Aussicht versüßen würden, hätte man vielleicht etwas gefallen an den Rundflügen rund um die sehr kleine Insel. Da sich der Detailgrad aber stark in Grenzen hält, liefert man schnell die Ware aus und begibt sich in die nächste Mission.

    Spielerisch unterscheiden sich die Aufgaben aber kaum und übermitteln nach spätestens einer Spielzeit von etwa einer Stunde ordentlich Langeweile. Denn egal ob Feuer gelöscht wird, Kisten abzuwerfen sind oder man schöne Fotos macht, zumeist fliegt man simpel auf das Objekt der Begierde zu und löst den B-Knopf für die Aktion aus. Ab und an muss man noch auf bestimmte Dinge achten, die zum Beispiel nicht getroffen werden dürfen, aber ansonsten kann der Titel einzig allein durch den Ballon-Kunstflug noch etwas Abwechslung anbieten. Hier müsst ihr in einer bestimmten Zeit alle roten Ballone rund um die Insel zum platzen bringen, was Dank einiger "günstig" verteilter Felsen oder Häuser doch etwas Fingerspitzengefühl abverlangt. Wurden die Bewohner der Insel zufrieden gestellt, geht es ab in das felsige nächste Gebiet und anschließend zu den antiken Ruinen - dem letzten Abschnitt von "Wing Island". Nach etwa 2-3 Stunden flimmert auch zum ersten Mal der Abspann über den Bildschirm, was doch etwas schockierend wirken kann. Aber immerhin tummeln sich anschließend noch mal so viele jungfräuliche Aufgaben im Menü, welche sogar einige weitere neue Missionsarten in petto haben.

    Unausgereifte Steuerung

    Wing Island Wing Island Die einzelnen Aufgaben sind meist simpel und verlangen groß keine Leistung, die Steuerung erweist sich aber als ziemlich knifflig. Hätten die Entwickler beide Controller zur Hand genommen und die Aktionen einfach mal sinnvoll auf alle möglichen Tasten verteilt, müsste man nicht die Finger krümmen und wilde Bewegungen ausführen. Den Flieger haltet ihr auf konstanter Bahn, wenn die Fernbedienung waagerecht gehalten wird. Mit einer Neigung nach oben oder unten gewinnt der Doppeldecker an Höhe oder geht in einen Sinkflug über. Kippt ihr stattdessen den Controller auf die Seite, lenkt der Flieger in eine entsprechende Richtung. Das alles wäre ja noch in Ordnung, wenn man nicht gleichzeitig mühsam auf dem Steuerkreuz die Geschwindigkeit kontrollieren und zugleich die B-, als auch A-Taste beackern müsste.

    Viel schlimmer wirken sich aber die Spezialmanöver aus. Der Nachbrenner wird durch eine schnelle Bewegung der Fernbedienung nach vorne aktiviert, während selbige Bedienung nach hinten den Gegenschub einschaltet und den Flieger stark abbremst. Schnippt ihr den Controller stattdessen auf die Seite, vollziehen die Flieger eine plötzliche Wende. Grundsätzlich eine ganz sinnvolle Methode, um einen herannahenden Berg auszuweichen. Nur leider werden allein aufgrund normaler Lenkbewegungen oftmals auch die Spezialbewegungen ungewollt ausgelöst. Nicht selten blickt man deshalb plötzlich auf eine matschige Wand und weiß einfach nicht mehr, was Oben oder Unten ist und wohin mal fliegen muss. Ein Crash ist dann meist unvermeidbar und bedeutet ein Scheitern der Mission.

    Ebenfalls unglücklich fallen die Missionen mit einem Formationsflug aus, bei denen ihr nicht nur ein Flugzeug steuert, sondern vier weitere euren Eingaben stets folgen. Dabei könnt ihr die Formation jederzeit neu ausrichten, was einen Einfluss auf die Geschwindigkeit und Wendigkeit der Kompanie haben wird. Dies geschieht ebenfalls wieder mit Bewegungen des Controllers, wobei aber die A-Taste dazu gedrückt werden muss. Schnell verwechselt man aber dann die Eingaben mit den Spezialmanövern und kommt vollkommen durcheinander. Insgesamt machen die Einzelflüge aber auch deutlich mehr Spaß, da fünf gleichzeitig gesteuerte Vögel doch etwas unhandlich ausfallen.

    Was bleibt dem Hobbypiloten noch?

    Wing Island Wing Island Die Mechaniker unter euch werden mit Sicherheit noch ein wenig Spaß im Hangar finden, wo sie die im Einsatz befindlicher Flugzeuge warten und reparieren sowie aufrüsten. Im Zubehörhandel können nämlich zusätzliche Teile erworben werden, welche die Flugleistung deutlich steigern können. Das Gewicht kann reduziert, die Wendigkeit verbessert und die Motorleistung getuned werden. Wem die Bastlerei zu aufwendig ist, der kann sich aber auch gleich einen ganz neuen Flieger leisten. Dafür wird aber auch eine ordentliche Stange an Geld benötigt, welche ihr euch in den Einsätzen für besonders gute Leistungen erarbeiten müsst. Beendet ihr die Missionen besonders schnell und ohne Schaden, gibt es Belohnungen in Form eines Honorars und eine Auszeichnung in Sterne. Sofern die Motivation bei den stinklangweiligen Missionen vorhanden ist, kann man seine Highscore auch im nachhinein noch verbessern und mehr Erfolge abstauben.

    Abseits des normalen Abenteuers findet sich aber nicht mehr allzu viel auf dem Silberling. Das hervorragende Tutorial führt jeden Anfänger in die Grundsteuerung ein. Dort machen alle Bewegungen meist auch Sinn, im freien Einsatz gehen diese aber fließend über und nicht selten löst man dann falsche Flugmanöver aus. Im Wettbewerbsmodus können bis zu zwei Spieler teilnehmen und ihren Spaß haben, wobei die "Minispiele" genauso wie die Missionen nicht gerade aufregend ausgefallen sind. Ihr macht Jagd auf rote Ballone - entweder die des Kontrahenten oder sonstige - oder kämpft schlicht gegen die Zeit an. Steuerungstechnisch muss man aber von der Wii-Remote/Nunchuk-Variante abraten. Das gibt nur Ärger zwischen den beiden Spielern, denn der zweite bedient dann sein Flugzeug mit dem Nunchuk. Besser ist es, wenn man noch eine zweite Fernbedienung parat hat.

  • Wing Island
    Wing Island
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Hudson Soft
    Release
    13.04.2007
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991260
Wing Island
Wing Island im Gamezone-Test
Uninspiriert, altmodisch und dann auch noch viel zu kurz! Dieses Spiel ist mit Sicherheit nicht der erhoffte Überflieger.
http://www.gamezone.de/Wing-Island-Spiel-42578/Tests/Wing-Island-im-Gamezone-Test-991260/
19.04.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/Screenshots_Wing_Island_002.jpg
tests