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  • Wonderland: Alice! Alice! Alice im... - Leser-Test von RAMS-es

    Wonderland: Alice! Alice! Alice im... - Leser-Test von RAMS-es Es gibt für mich nur wenige große Köpfe in Sachen spitzenmäßiges Spieledesign, die nicht nur durch One Hit Wonders oder Serien ihren Ruf erworben haben. Noch seltener sind weibliche Vertreter in dieser hehren Zunft. Mir kommt da auf Anhieb nur die allseits beliebte Anita Sinclair (eine Dame die nicht auch noch gut aussieht, sondern auch noch meine unendliche Leidenschaft für M. U. L. E. teilt) in den Sinn. Sie stand lange Jahre der europäischen Version von Infocom, der englischen Firma Magnetic Scrolls als Frontfrau vor. Neben Level 9 Computing gehörte diese Firma zur absolute Creme de la Creme in Sachen europäische Text Adventures mit Stil. Neben THE PAWN, CORRUPTION, FISH, JINXTER und GUILD OF THE THIEVES, kamen wir Elite Zocker 1991 in den Genuß der Versoftung von WONDERLAND nach dem Roman von Lewis Carrol. WONDERLAND erschien für IBM kompatible Systeme in zwei Versionen, einmal als Stand Alone 1991 und Jahre später als Windows Version in der Magnetic Scrolls Collection. Die Portierung für den Commodore Amiga unterscheidet sich nur in der technischen Ausführung, während die Macintosh Version absolut identisch ist. Zwei lange Jahre werkelten die Jungs um Anita Sinclair, besonders erwähnen sollte man David Bishop, an dem neuen Text Adventure und ich kann jetzt schon sagen, daß sie es wieder einmal geschafft haben sich in puncto Qualität zu übertreffen. Aber alles der Reihe nach, bitte.

    Im Jahre 1865 hätte sich Lewis Carroll sicherlich niemals vorstellen können, daß sein witziges Kinderbuch Alice in Wonderland einmal für merkwürdige, elektronische graue Kisten namens Computer umgesetzt werden würde und für weitere Furore sorgen könnte. Die klassische Geschichte von dem verträumten kleinen Mädchen Alice. das einen verrückten Ausflug in das merkwürdige Wonderland macht, war schon damals ein großer Überraschungserfolg für den Mathematiker Dodgsons, so hieß Carroll in Wirklichkeit. Ursprünglich hatte er die Geschichte für die Tochter eines guten Freundes, Alice Liddell, geschrieben. Wahrscheinlich lag es ja an seiner berufsmäßigen Bindung an die Naturwissenschaften, daß er zunächst Alice und später viele andere junge Geister mit seiner Idee, der auf den Kopf gestellten Naturgesetzte so begeistern konnte. Alice in Wonderland wurde zu einem Klassiker der Kinderbuchliteratur, das schließlich auch von Walt Disney zu einem netten Zeichentrickfilm verarbeitet wurde. Neben diesem Buch, schrieb Carroll noch zahlreiche andere Bücher, darunter auch Through the Looking Glass, aber keines dieser Werke konnte je die Popularität des Wunderlands erreichen.

    Die Heldin des Romans und natürlich auch des Spiels ist Alice, ein phantasievolles Mädchen, das sich in der Strenge ihres viktorianischen Elternhauses schrecklich langweilt. Die Erwachsenen sind zu ernst und weigern sich für aufregende Abenteuer zu begeistern oder wollen nicht die spannenden Geschichten über selbst erdachte Abenteuer hören. Eines Tages aber als Alice gelangweilt im Garten döst, ihre viel zu ernste Schwester Emily liest, scheint alles wie immer, langweilig! Doch plötzlich traut Alice ihren Augen nicht mehr. Ein weißes Kaninchen in Anzug, Weste und mit einem Zylinder auf dem Kopf eilt auf seine Taschenuhr blickend an ihre murmelnd vorbei. "Keine Zeit, es ist so spät" hört noch Alice und schon verschwindet das Kaninchen in der Hecke. Ohne zu Zögern oder Nachzudenken stürzt Alice hinter ihm her. Kaum hat sie das Loch im Boden entdeckt stolpert sie und fällt.. . und fällt.. . einen schier endlosen Schacht in die Tiefe hinab. Während ihres Falls sieht Alice die merkwürdigsten Dinge und Wesen durch die Luft schweben. Irgendwann landet sie mit einem unsanften Plumps auf dem Boden. Als sie sich wieder aufrappelt, sieht sie gerade noch wie das Kaninchen durch eine Tür verschwindet und ist vollkommen auf sich alleine gestellt. Nun beginnt eine Irrwanderung durch das Wunderland. Dabei begegnet Alice allerlei grotesken Gestalten, wie zum Beispiel dem verrückten Märzhasen, der rauchenden Riesenraupe und nicht zuletzt der bösen Herzkönigin, die gleich ihre ganze Kartenarmee auf das arme Mädel hetzt. Nichts scheint im Wunderland so zu sein, wie es in Wirklichkeit ist. Nicht zu selten wird unserer jungen Heldin übel mitgespielt. Zaubertränke, Riesenpilze, skurrile Häuser und endlose Geburtstagsfeiern sind zwar schön und gut, aber irgendwann muß Alice ja auch wieder nach Hause kommen.

  • Wonderland
    Wonderland
    Publisher
    Midnight Synergy
    Developer
    Midnight Synergy
    Release
    06.2003
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Wonderland
Wonderland: Alice! Alice! Alice im... - Leser-Test von RAMS-es
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06.04.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/08/1_Wonderland.JPG
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