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  • World Master Golf: Golf-Vorspeise - Leser-Test von sinfortuna

    World Master Golf: Golf-Vorspeise - Leser-Test von sinfortuna Schon sehr früh konnte mich eine sehr geruhsame Spezies an PC- bzw. Videospielen begeistern, nämlich jenes der Golfspiele. War die Grafik der Golfspiele Mitte und Ende der 80er Jahre auch sehr mau, so gefiel das Gameplay und insbesondere die Langzeitmotivation. Letztere kam ironischerweise ausgerechnet bei denen aus den 90ern regelmäßig zu kurz. Zudem wusste die regelmäßig gut durchdachte und unkomplizierte Handhabung zu gefallen und dies obwohl der Anspruch in der Regel überdurchschnittlich hoch war. Und genau das geht vielen Golfsimulationen der aktuellen Zeit ab, betrachtet man sich beispielsweise die völlig unnötig verkomplizierte Tiger-Woods-Serie. Auch mit dem traditionellen Drei-Klick-System auf einen am unteren Bildschirmrand positionierten Balken lassen sich - je nach Timing - raffiniert angeschnittene Bälle schlagen, um nahe Hindernisse zu überwinden oder zum umkurven. "World Masters Golf" für das Supernintendo aus dem Jahre 1996 gehört zu den Modulen, welche ganz am Ende der Ära des SNES erschienen, insofern durfte man eigentlich auch in punkto Präsentation einiges erwarten. Da ich seinerzeit nahezu jedes Golfspiel für Nintendos 16-Bit-System ausprobierte, fiel mir selbstverständlich auch dieser Titel kurz nach seinem Erscheinen in die Hände. Angesichts des Preises von 119 DM (so prangt es auf der Verpackung) mag manch einer unter uns die Hände über den Kopf zusammenschlagen, doch in Zeiten, in denen man auch gerne 100 bis 150 Spielstunden in ein Game investierte, relativierte sich letztlich vieles. So auch hier. Denn tatsächlich handelt es sich um ein gelungenes Golfspektakel - gemessen am damaligem Standard, versteht sich - doch leider stellen sich letztlich Defizite ausgerechnet im Hinblick auf die Langzeitmotivation heraus.

    Als Anhänger der PGA Tour Golf Reihe von EA - ich spielte alle drei Teile, u.a. auch die (bessere) Version des dritten Teils für das Sega Mega Drive, war ich gespannt wie ein Flitzebogen, worin die hauptsächlichen Unterschiede bei "World Masters Golf" bestehen würden. Die erste positive Überraschung gleich in der Anfangsphase des Spiels: die Grafik. Wie es sich für einen Titel aus dem Jahr 1996 gehört, brilliert vorliegender Golf-Titel durch eine vergleichsweise brillante optische Darstellung sowohl der Spielfigur als auch insbesondere der angebotenen knallbunten Kurse. Das macht Lust auf mehr. Vor der Ausführung des Schlages schauen wir auf eine dreh- und zoombare Übersichtskarte, welche sich als sehr nützlich herausstellt. Sehr schön. Starren wir dann beim Schwung noch auf eine 3D-Standbild-Optik, so freuen wir uns nach der Ausführung an einem gut in Szene gesetzten blitzsauberen 3D-Ballflug, welcher dynamisch wirkt, die Spielatmosphäre merklich verdichtet und wir uns somit "mittendrin" im Geschehen fühlen. Die bereits erwähnte Karte zeichnet unseren frisch ausgeführten Schlag per Markierungslinie zusätzlich auf, so dass wir sozusagen ein unmittelbares Feedback erhalten, die Distanzen je nach Schlägerauswahl überprüfen und gleichzeitig uns ans Zoomen und Drehen hinsichtlich des auszuführenden nächsten Schlages machen können. Kleiner Schwachpunkt: so schön die Umgebung (für ein Golfspiel zumindest) aussieht, so (halbwegs) detailreich die Hintergründe texturiert sind, so wenig begeistert bin ich über die Darstellung auf dem Grün, also kurz vor dem Einlochen. Hier fehlt es am Feinschliff, denn oft ist nicht hundertprozentig auszumachen, wie stark es genau nach oben oder unten bzw. das Grün vor dem Loch nach rechts oder links abfällt. Glücksschläge oder eben auch unverschuldete Fehlschläge sind somit keine Seltenheit und das ist bei einem Golfspiel ja wirklich nicht das, was wir uns erhoffen, schätze ich. Echte Golffreaks - und nur diese werden sich aller Voraussicht nach für "World Masters Golf" wirklich interessieren - rümpfen über diesen kleinen aber keineswegs unwesentlichen Lapsus die Nase. Die gute optische Darstellung der Schauplätze und des 3D-Ballfluges versöhnt zwar ein bisschen, kann diesen Makel aber nicht komplett überdecken. Soundtechnisch dürfen wir (leider) generell bei einem Golfspiel nicht allzu viel erwarten und da macht dieser Titel auch keine Ausnahme: auf dem Platz ist ein Soundtrack verständlicherweise belanglos, doch etwas mehr Atmosphäre durch ein mitgehendes Publikum, authentisch wirkendes Vogelgezwitscher, Rauschen der Blätter im Wind, plätscherndes Wasser und Außengeräusche je nach Beschaffenheit des Untergrundes hätten wir gerne vorgefunden. Eine gelungene akustische Untermalung finden wir nicht wirklich vor, das Ambiente wirkt steril.

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World Master Golf
World Master Golf: Golf-Vorspeise - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/World-Master-Golf-Classic-42948/Lesertests/World-Master-Golf-Golf-Vorspeise-Leser-Test-von-sinfortuna-1006127/
30.06.2007
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