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  • World Racing im Gamezone-Test

    Die PS2-Version von World Racing musste ganz schön Federn lassen und reicht nicht an die Xbox heran.

    Um nur wenige Renntitel wurde ein dermaßen großer Hype vor dem Release veranstaltet wie für "World Racing - Mercedes Benz". Unglaubliche Weitsicht, eine Engine die das freie Befahren des Geländes erlaubt sowie eine gigantische Auswahl an Autos und Strecken wurden versprochen. Nachdem nun schon die Xbox-Spieler geraume Zeit in den Mercedes verbringen konnten, ist nun der Zeitpunkt gekommen zu sehen ob man bei Synetic den Mund zu voll genommen hat, oder ob sie doch eines der besten Rennspiele für diese Konsole geschaffen haben.

    Begrüßt wird der Spieler von einem professionellem Video welches ausschließlich aus nett zusammengeschnittenen und heftig verfälschten Ingame-Szenen besteht. Dabei bezieht sich "die Verfälschung" nicht nur auf die über das Bild gelegten Filter, sondern auch auf die dargestellte Geschwindigkeit, denn das Intro läuft wesentlich schneller ab als gleich die Autos im Rennen. Bis man allerdings zum Rennen kommt, wird man erst einmal mit der unübersichtlichsten Menüstruktur seit es Rennspiele gibt belastet. Erst nach x Versuchen beginnt man das System hinter der Struktur zu erkennen und das da tatsächlich eine gute Idee dahinter steckt, nämlich dem Spieler die Möglichkeit zu geben direkt von einem zum nächsten Rennen zu gelangen, ohne irgendwelche Einstellungen vornehmen oder Listen checken zu müssen. In der Praxis leider muss man sich dann doch vom obersten bis zum untersten Menüpunkt durchtasten, bis das Rennen endlich beginnt. Will man zudem noch eine Kleinigkeit ändern, verirrt man sich schnell in den Untiefen des Interfaces.

    Doch wie dem auch sei, nach erfolgreicher Bewältigung des Menü-Adventures befinden wir uns endlich auf der Piste und können unsere ersten Runden drehen. Dabei wird sofort klar mit welcher Sorte Rennspiel man es hier zu tun hat, nämlich mit jener, die vom Spieler verlangt sich den Spielspaß erst einmal zu erarbeiten. Getreu dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Denn ein Vergnügen sind die ersten zehn bis fünfzehn Rennen wahrlich nicht, so langsam quälen sich die Mercedes die Strassen entlang. Da bekommt man schnell das Gefühl ein Zeitlupenrennen zu fahren. Hat man noch dazu die Standardeinstellungen übernommen, richtet sich die Gegner-KI nach dem eigenen Können, so steht es zumindest im Handbuch. In der Praxis hingegen bedeutet dies den berühmten Gummibandeffekt, welcher das Gegnerfeld penetrant um den Spieler schart. Ärgerlich wird dieser Zustand eigentlich erst dadurch, dass den Gegnerfahrzeugen anscheinend Eigenschaften aufgebrummt werden die nichts mehr mit den technischen Fähigkeiten der Gefährte zu tun haben. So ist es keine Seltenheit, dass ein Geländewagen, dessen Höchstgeschwindigkeit mit 170 km/h angegeben wird, locker mit 200 Sachen vor uns herprescht, selbst in den Kurven scheint er am Boden zu kleben, wo unsere Limousine schon längst den Bodenkontakt verloren hat. Synetic sei Dank, kann man diesen Effekt in den Optionen ausschalten, was gleich für wesentlich mehr Spielspaß sorgt.

    Der Spielspaß nämlich soll von der Karriere getragen werden die man Rennen für Rennen zu absolvieren hat. Wie aus diesem Genre bekannt schaltet man so weitere Autos frei, wovon es über 100 Stück in diesem Game gibt. Schade nur, dass die ganz aktuellen Mercedes Modelle nicht verfügbar sind. Dabei besteht die Karriere nicht nur aus Einzelrennen gegen die Computergegner, welche sich übrigens auf magere fünf Stück begrenzen, sondern auch aus Duellen gegen einen einzigen Gegner sowie sogenannten Checkpoint-Races die querfeldein ausgetragen werden. Eben dieses Feature, sich (theoretisch) völlig frei bewegen zu können, wurde im Vorfeld des Releases immer wieder als Besonderheit herausgestellt. Daran lässt sich eigentlich auch nichts mäkeln, hätte man das Feature nicht so teuer erkauft. Denn gut 80% aller herumstehenden Objekte können einfach durchfahren werden, was bei einem Busch noch zu schlucken wäre, bei einem Baum jedoch schon etwas befremdlich wirkt. Wirklich schlimm hingegen sieht es aus wenn man z.B. die Area51 befahren darf und dort durch jedes Flugzeug und jeden Hubschrauber einfach hindurchflitzt. Das ist wirklich schade, wo doch die gebotene Grafik, nicht nur auf den ersten Blick, recht gut aussieht. Besonders die Lichteffekte verdienen ein extra Lob, denn es ist schon ein schöner Eindruck zusehen zu können, wie die Sonne am Horizont aufgeht und die Landschaft in wunderbar malerisches Licht taucht, die Schatten immer kürzer werden und sich die Umwelt in den hervorragend modellierten Autos spiegelt. Streckenabschnitte die zu Beginn noch im Schatten liegen werden schon nach der ersten Runde leicht beleuchtet um in der letzten Runde voll vom Sonnenlicht angestrahlt zu werden. Dazu gesellen sich sehr viele Animationen in der Umwelt, wie Hubschrauber, Flugzeuge, Ufo's oder sogar Zeppeline, dafür stehen alle lebenden Objekte, also Menschen und Tiere, steifgefroren in der Gegend herum. Müßig zu erwähnen, dass man auch durch sie einfach hindurchfahren kann.
    Allerdings darf man nicht unerwähnt lassen, dass die PS2-Version im Vergleich mit der Xbox recht verpixelt wirkt, auf manchen grafischen Effekt verzichten musste und vor allem ab und zu sogar deutlich sichtbare Framedrops präsentiert. Gleich weggelassen hat man die Innenansicht, PS2-Spieler werden also nie ein Mercedes Cockpit zu Gesicht bekommen. Ausschließlich zwei Verfolger- und die Stoßstangenkamera sind vorhanden.

    Leider konnte uns auch die Soundkulisse nicht so ganz überzeugen, die mit recht belanglosen Hintergrundtiteln daherkommt und besonders durch das unausgeglichene Mischungsverhältnis der Motorengeräusche auffällt. So gehen wir davon aus, dass die extrem leisen Motorsounds des eigenen Autos der Mercedes Firmenphilosophie entsprechen, das erklärt aber nicht die viel zu lauten Motoren der Gegnerfahrzeuge, die man schon hören kann bevor sie im Rückspiegel auftauchen. Apropos Rückspiegel: Den hat man sich bei der PS2-Version ebenfalls komplett gespart, lediglich per R2 Taste kann man einen Blick nach Hinten werfen. Von der freien Rundumsicht aus der Xbox-Version ist hier weit und breit nichts zu sehen.

    Womit wir uns dem Multiplayer-Part widmen können, der es bis zu zwei Spielern per Splitscreen erlaubt gleichzeitig ein Rennen zu fahren. Im Splitscreen-Mode muss man zwar keine reduzierten Details in Kauf nehmen, dafür bricht auch dort die Framerate etwas ein. Auf Computergegner muss man im Multiplayer-Spiel komplett verzichten, dafür wird eine Statistik geführt die über die Leistung der einzelnen Fahrer Buch führt.

    World Racing (PS2)

    Singleplayer
    6,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Großer Fuhrpark und sehr gelungene Automodelle
    Ausführlicher Karriere-Mode
    Einbrechende Framerate
    unausgeglichene Soundkulisse
    viele Objekte ohne Kollisionsabfrage
    sehr unübersichtliche und verschachtelte Menüstruktur
    kein Wagensetup
    fehlende Innenansicht
    fehlender Rückspiegel
    Multiplayer-Part auf zwei Spieler limitiert
  • World Racing
    World Racing
    Developer
    Synetic
    Release
    22.08.2003

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Forza Horizon 3 Release: Forza Horizon 3 Microsoft
    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
    Cover Packshot von Trials of the Blood Dragon Release: Trials of the Blood Dragon Ubisoft , RedLynx
    Cover Packshot von The Collider 2 Release: The Collider 2 Techland
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World Racing
World Racing im Gamezone-Test
Die PS2-Version von World Racing musste ganz schön Federn lassen und reicht nicht an die Xbox heran.
http://www.gamezone.de/World-Racing-Spiel-42984/Tests/World-Racing-im-Gamezone-Test-989396/
29.08.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/09/21_08.jpg
tests