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  • World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets im Gamezone-Test

    ...bietet uns noch mehr Profis, noch mehr Kasinos, aber in erster Linie ein Online-Gameplay welches süchtig macht.

    Im Februar 2006 erschien das erste World Series of Poker aus dem Hause Activision. Exakt ein Jahr später folgte World Series of Poker 2007 und nun, nur neun Monate später, flattert uns schon der Nachfolger World Series of Poker 2008 ins Haus. Zwar habe ich die Vorgänger nicht gespielt, allerdings kenne ich die anderen aktuellen Pokerspiele, so dass ich durchaus Vergleiche ziehen kann. Das ist auch bitter nötig, denn World Series of Poker kommt mit einer Reihe Funktionen daher, wie die Einbindung der Xbox Live Vision-Cam, dem Digimask-Feature oder den Multi-Table Online-Spielen, die den Vergleich mit der Konkurrenz nicht scheuen müssen.

    World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets Auch wenn Pokern gegen CPU-Gegner nicht unbedingt das Gelbe vom Ei darstellt, hat man sich doch alle Mühe gegeben die Singleplayer-Karriere von World Series of Poker 2008 so attraktiv und fordernd als möglich zu gestalten. Was als erstes sehr positiv ins Auge sticht, ist die herrliche Präsentation der Kasinos in welchen die Spiele abgehalten werden. Schön aufbereitete Videos stimmen uns auf das kommende Spiel ein und lassen tatsächlich etwas vom erhofften Vegas-Flair aufkommen. Ganz anders der listenförmige Kalender, welcher uns die bevorstehenden Spiele auflistet. Er zeigt uns zwar alle wichtigen Informationen an, ja erschlägt uns regelrecht mit Zahlen und Daten, wirkt im Gesamten aber sehr trocken und langweilig.

    World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets Am Spiel selbst ändert das freilich nichts, denn wenn wir erst einmal mit den berühmten Pokerspielern am Tisch sitzen, unser Pokerface hinter der Digimask verbergen, während uns das dritte Ass den Schweiß aus den Poren treibt, dann merkt man, dass man es hier mit einem ausgereiften Produkt zu tun hat. Denn wo andere Pokerspiele ihr Heil in übermäßig viel verschiedenen Spielvarianten suchen, oder den psychologischen Faktor beschwören, setzt World Series of Poker voll auf Realismus. Aufgesetzte Minigames gibt's hier nicht, auch keine Überzahl an Pokervarianten die eh kein Mensch kennt. Stattdessen spielen wir das allseits bekannte und beliebte Texas Hold'em, holen uns die besten Tipps der besten Pokerspieler per Videotutorial, und messen uns schließlich online mit den besten Spielern der Welt.

    World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets Die Präsentation des Spiels selbst fiel nicht unbedingt prickelnd aus, genau genommen sogar etwas trocken. Grundsätzlich sehen wir in den linken zwei Dritteln des Screens den Pokertisch samt Spieler, während im rechten Drittel der aktuelle Spieler eingeblendet wird. Kommt es zum Showdown, werden die beteiligten Spieler nebeneinander angezeigt, samt ihren Karten natürlich. Irgendwelche Hinweise, ob der jeweilige Spieler blufft oder so, geben die Charaktere nicht. Einzig das Zeitfenster bis zu ihrer Entscheidung dient uns als Hinweis. Leider fielen sämtliche Texteinblendungen sehr klein aus, so klein, dass man an Röhren-TVs seine Probleme damit bekommt und beispielsweise die Kreuz und Blatt-Karten kaum voneinander unterscheiden kann. Nur gut, dass man in den Optionen die klassische Vierfarb-Darstellung aktivieren kann, die Karos also in blau und die Kreuz in grün angezeigt werden. Das ändert leider nichts an der Sieganzeige, die man mit der Lupe suchen muss um sie zu finden. Derweil hätte doch nichts dagegen gesprochen nach dem Spiel den Namen des Siegers und sein Blatt groß anzuzeigen, stattdessen aber wird in der Zeile des Spielers winzig klein vermerkt mit welchem Blatt er gewann. Ebenfalls noch etwas Feinschliff hätten die Animationen der Spieler sowie des Kartengebers vertragen. Besonders letztgenannter bewegt sich wie eine mechanische Puppe, aber nicht wie ein Mensch mit Rückgrat. Bei den Spielern selbst hingegen stört, dass sie oft von einer Animationsphase zur nächsten springen, ohne Zwischenanimation.

    World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets Wirklich gelungen dafür ist das Digimask-Feature, welches es allen Besitzern der Xbox Live Vision-Cam erlaubt ihren Kopf ins Spiel zu bringen. Dafür muss man lediglich zwei Bilder seines Kopfes machen, einmal frontal und einmal von der Seite, schon generiert das Programm unsere 3D-Kopf daraus. In der Praxis freilich muss man für einige Vorbedingungen sorgen, damit das Ergebnis zufrieden stellt. So braucht man eine entsprechend helle Beleuchtung, bestenfalls Tageslicht, will man nicht aussehen als würde man an Bluthochdruck leiden, und einen möglichst weißen Hintergrund. Und will man sich nicht selbst mit verdrehten Augen fotografieren, ist es auch noch ganz hilfreich eine zweite Person parat zu haben, die schaut ob der Kopf auch exakt in der Mitte des Bildes ist und keine Schattenwürfe zu erkennen sind. Haben wir die zwei Bilder gemacht, geben wir noch unser Geschlecht an, ob wir älter als 15 Jahre sind und suchen uns noch eine passende Frisur aus, schon ist unser digitaler Kopf einsatzbereit. Schade, dass man an dieser Stelle im Tool die Bezeichnungen der Frisuren kennen muss, ebenso wie die der Brillen, denn eine Vorschau gibt's hier nicht, nur eine Textliste. Bis zum optimalen Ergebnis aber vergehen sowieso mehrere Versuche. Und weil's schlaue Zeitgenossen gibt, die wer weiß was fotografieren und sich auf den Kopf setzen, kann man das Feature auch deaktivieren.

    World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets Doch die Xbox Live Vision-Cam wird nicht nur zum digitalisieren des eigenen Kopfes benötigt, wir können sie auch für das integrierte Videokonferenz-Feature benutzen. Sobald wir nämlich eine Online-Lobby betreten, befinden wir uns quasi schon in einer Videokonferenz. Das ist ein nettes Feature um sich vor dem Spiel in die Augen sehen zu können, wird aber kaum von den Spielern genutzt. Man trifft zwar nicht wenige Spieler die bereits ihr Konterfei ins Spiel brachten, sich aber auf die Finger schauen lässt sich wohl keiner gern. Etwas ungeschickt gelöst hierbei ist sicher, dass der Spieler keinerlei Warnung erhält, dass seine Kamera bereits fröhlich das Wohnzimmer öffentlich macht, sobald man eine Online-Lobby mit angesteckter Kamera betritt. Drückt man nicht die X-Taste für die Xbox Live Vision-Cam Features, bemerkt man nicht, dass man schon gefilmt wird und wundert sich nur über die gehässigen Kommentare der Mitspieler über die eigene Unterwäsche...

    World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets Dafür gibt's am Online-Gameplay selbst nichts zu bemängeln. Dabei stehen uns zwei grundlegende Spielvarianten zur Auswahl, nämlich die Ranking-Matches, welche sich auf unser Online-Ranking ebenso auswirken wie auf unseren TrueSkill-Rang, sowie die Player-Matches, die keinen Effekt auf das Online-Ranking haben, sehr wohl aber auf unseren TrueSkill. Egal für welche Spielart wir uns entscheiden, immer dauert es nur wenige Sekunden und wir befinden uns in der nächst erreichbaren Lobby. Ist der Countdown von zwei Minuten abgelaufen, startet das Spiel automatisch. Im Idealfall ist die Lobby bis dahin mit neun Spielern gefüllt, oder mit zwei kompletten Tischen, insofern wir ein Multi Table Tournament gestartet haben. Im schlechtesten Fall startet ein Game für Zwei, was ja auch Spaß machen kann. Das Problem dabei ist technischer Natur, denn so angenehm die superschnelle Spielervermittlung auch ist, man benötigt immer nur kurze Zeit bis man das nächste Online-Spiel starten kann, so lästig ist es zehn Sekunden vor dem Start aus der Lobby zu fallen. Derweil kann ich keinen technischen Grund festmachen woran das liegt, denn es gibt stabile Lobbys, aus denen kein einziger Spieler herausfällt, und es gibt welche in denen ein unglaublich reges Kommen und Gehen herrscht. Das geschieht aber nicht freiwillig, denn wenn bestimmte Spieler in die Lobby kommen scheint es andere dafür hinaus zu werfen, und umgekehrt.

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World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets
World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets im Gamezone-Test
...bietet uns noch mehr Profis, noch mehr Kasinos, aber in erster Linie ein Online-Gameplay welches süchtig macht.
http://www.gamezone.de/World-Series-of-Poker-2008-Battle-for-the-Bracelets-Spiel-42995/Tests/World-Series-of-Poker-2008-Battle-for-the-Bracelets-im-Gamezone-Test-991596/
10.12.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/12/image4.jpg
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