World in Conflict: Soviet Assault im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Mit der Soviet Assault-Erweiterung wechseln World in Conflict-Spieler die Seiten.

Es hat recht lange gedauert, bis das bereits zum Start von World in Conflict versprochene Add-On Soviet Assault endlich auf den Markt gekommen ist. Dennoch muss man dem Entwickler Massive Entertainment bescheinigen, dass das Team eine schwere Zeit durchgemacht hat, schließlich wurde man von Vivendi Games an Ubisoft verkauft. Nach 1 ½ Jahren ist es aber nun soweit und eines der besten Strategiespiele der letzten Jahre wird erweitert.

Die Russen kommen, schon wieder

World in Conflict: Soviet Assault World in Conflict: Soviet Assault In World in Conflict: Soviet Assault übernimmt man das Kommando über die russischen Streitkräfte, die in einer parallelen Zeitlinie im Jahr 1989 den Dritten Weltkrieg beginnen. Insgesamt darf sich der Käufer des Add-Ons auf sechs neue Einsätze freuen, welche mit der Qualität des Hauptprogramms locker mithalten können. Da die Einsätze recht ausführlich ausgefallen sind, verbringt man mit den zusätzlichen Inhalten gut und gerne vier Stunden. Das klingt zunächst recht wenig, doch immerhin bekommt man Soviet Assault für rund 15 Euro.

Launch-Trailer zu World in Conflict: Soviet Assault
World in Conflict: Soviet Assault World in Conflict: Soviet Assault Am Gameplay hat sich nichts verändert. Noch immer gilt es sich von Wegpunkt zu Wegpunkt zu arbeiten, um die Karte langsam aber sich zu erobern. Da man auf eine Basis verzichtet, muss man mit den vorgegebenen Einheiten zurecht kommen, wobei man für erfolgreich erfüllte Missionsziele Punkte erhält, die man in neues Kriegsgerät investieren kann. Bereits die Vollversion konnte mit dem abwechslungsreichen Missionsdesign und den stimmungsvollen Zwischensequenzen überzeugen und auch Soviet Assault bietet zehn neue Filmchen, die teils einige Minuten lang sind. Die Hauptfiguren sind diesmal der recht sympathische und vernünftige Oberst Orlovsky, der den Krieg nicht unbedingt positiv sieht, allerdings dennoch seinen Pflichten nachgeht, und sein Neffen Malashenko, den man im Gegenzug am besten als Fanatiker bezeichnen könnte.

World in Conflict: Soviet Assault World in Conflict: Soviet Assault Alleine die erste Mission zeigt, was die Entwickler von Massive Entertainment drauf haben. Hier gilt es West Berlin von den Nato-Truppen zu "befreien", während man auf Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor oder die Siegessäule trifft. Zunächst ist man als kleiner Trupp unterwegs, um vorbereitend Flugabwehrstellung zu sprengen, während man aufpasst, dass die Hubschrauber, die um den Einsatzort kreisen, nichts von dem Plan mitbekommen. Ist das erledigt, erfolgt der Großangriff auf Berlin, während die letzten Minuten in einer fast noch nie dagewesenen Massenschlacht enden. Zwar steuern wir nur eine Handvoll Einheiten, doch um uns tobt der Krieg mit unzähligen Panzern, Hubschraubern und Infanterie. Zwar lassen die nächsten Einsätze in Sachen Dramatik ein wenig nach, doch sind sie immer noch sehr motivierend zu spielen.

Das komplette Spielerlebnis

World in Conflict: Soviet Assault World in Conflict: Soviet Assault Leider bietet uns Soviet Assault darüber hinaus keinerlei neue Einheiten, während der unveränderte Multiplayer-Modus drei neue Karten erhält. Der einzige Trost: Man darf die Russen in den Kampf schicken und der sehr gelungenen deutschen Sprache lauschen, die in einem herrlichen russischen Akzent daher kommt. Da sich am Gameplay fast gar nichts geändert hat und auch an der Technik so gut wie kaum geschraubt wurde, sollten sich Besitzer von World in Conflict den Kauf sehr gut überlegen, wobei sie ihn kaum bereuen dürften, da vor allem die Grafik noch locker mit der Genrespitze mithalten kann, selbst nach Eineinhalb Jahren. Schon damals war vor allem die Physikengine wegweisend, die beispielsweise Bäume aufgrund einer Druckwelle realistisch umkippen ließ.

World in Conflict: Soviet Assault World in Conflict: Soviet Assault Gleichzeitig ist übrigens auch die Complete Edition für einen Preis von etwa 30 Euro erschienen, die neben Soviet Assault auch das Hauptprogramm beinhaltet. Hier hat man die Möglichkeit die amerikanische Kampagne in einem Zug und gebündelt mit den russischen Aufträgen zu spielen. So beginnt man zunächst mit dem Angriff auf Berlin, während man danach erst auf der US-Seite Seattle vor der Invasion aus Russland verteidigt. Da die Soviet Assault-Missionen immer wieder passend die US-Einsätze unterbrechen, entsteht eine noch stimmigere Kampagne. Natürlich kann man die Missionen aus dem Add-On auch einzeln in Angriff nehmen, doch dann geht der Zusammenhang ein wenig verloren. Andererseits kann man sich darüber ärgern, dass keine neue Story erzählt, sondern lediglich die vorhandene vertieft wird. Ob das eine nun positiver als das andere gewesen wäre, muss jeder selbst entscheiden. Wer mehr zum Thema lesen will, sollte sich einfach unseren Test zu World in Conflict durchlesen.

Meinung

Wertung zu World in Conflict: Soviet Assault (PC)

Wertung:

8.2 /10
Pro & Contra
spannend inszenierte Einsätzeabwechslungsreiche Missionszielegelungene Zwischensequenzengute deutsche Sprachausgabeimmer noch sehr gute Technik
geringer Umfang (nur sechs Missionen)nach ca. 4 Stunden vorbeikeine neuen Einheitenkeine Gamplay-Veränderungen
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