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  • World in Conflict im Gamezone-Test

    Echtzeitstrategen aufgepasst, für diesen Titel lohnt es sich die Geldbörse zu zücken und den Rechner aufzurüsten.

    Eigentlich trifft es sich ganz gut, dass ich den Test zu World in Conflict um den Zeitraum geschrieben habe, an dem zum 17. mal der Tag der Deutschen Einheit gefeiert wurde. Im Spiel selbst ging die Geschichte für den Westen im Jahre 1989 nämlich etwas unvorteilhafter aus. Als die Sowjetunion merkte, dass die Berliner Mauer langsam anfing zu bröckeln, vielen die Sowjets in West-Deuschland - und aufgepasst - auch in den USA, ein. Das Spiel beginnt an einem sonnigen Tag an der Westküste der USA, als plötzlich Farmschirmspringer den Himmel über Seattle verdunkeln, sowie Panzer und Hind-Hubschrauber aus Frachtschiffen herausrollen, bzw. aufsteigen.

    Johnny, ich glaub die Russen sind im Kelläää

    World in Conflict World in Conflict Zu Beginn des Spiels, als die Sowjetischen Truppen die USA stürmen, ist das US-Militär völlig überrascht und dementsprechend auch nicht siegreich. Deshalb werden anfangs zu euren Aufgaben die Evakuierung von Zivilisten und grundsätzlich der Rückzug gehören. Später finden zahlreiche entscheidende Schlachten im Zentrum der USA und auch in Europa statt. Wovon World in Conflict lebt, ist die unglaublich dichte Atmosphäre die erzeugt wird. Es wird nicht nur die Geschichte der West-Mächte und der Sowjetunion erzählt, sondern auch das Schicksal einzelner Soldaten. Da versucht beispielsweise ein Soldat die US-Behörden am Telefon zu überzeugen, dass sie seinen Sold der Ex-Frau zukommen lassen sollen. Ein anderes Schicksal beschreibt einen Mann, der seine Familie aus der Stadt rausbekommen will, auf die ein Atomschlag verübt werden wird. Es entstehen beeindruckende Bilder, wenn Polizisten plötzlich gegen Panzer antreten müssen, oder ein kleines Mädchen mit ihrem niedlichen rosafarbenen Fahrrad, in einem amerikanischen Vorort plötzlich hunderte Fallschirmspringer am Himmel erblickt. Erzählt werden die mitreißenden Ereignisse in Form von gezeichneten Bildern, Ingame-Sequenzen und beeindruckenden Render-Filmen. Trotzdem entsteht nie ein Bruch zwischen den einzelnen Erzählweisen. Die Entwickler von Massive Entertainment haben es geschafft ein homogenes Ganzes zu erschaffen.


    Straßenkämpfe zwischen Burger King & Dunking Donuts

    World in Conflict World in Conflict Nicht minder beeindruckend ist das abwechslungsreiche Missionsdesign ausgefallen. Ständig treten unvorhersehbare Ereignisse in Kraft, die von euch fordern die taktische Ausrichtung zu ändern. Da gilt es Brücken zu halten, den Marktplatz einer kleinen Stadt zurückzuerobern oder durch verschneite Wälder zu schleichen. Dabei gibt es neben den Hauptzielen, die während einer Mission ständig aktualisiert werden, auch zahlreiche Nebenaufträge, welche zwar nicht für den Abschluss eines Auftrages zwingend notwendig sind, euer Leben jedoch ungemein vereinfachen. So könnt ihr beispielsweise, falls die Zeit reicht, Absprungzonen bombardieren, um dann später auf weniger Widerstand bei der Evakuierung eines Krankenhauses zu stoßen.

    World in Conflict World in Conflict World in Conflict spielt sich flott, sehr flott. Die wechselnden Missionsziele und der ständig um euch tobende Kampf, lässt euch keine Sekunde verschnaufen. Hilfreich dabei ist der fehlende Basenbau. Zu Anfang jeder Mission habt ihr eine bestimmte Anzahl an Verstärkungspunkten, die ihr für Kriegsgerät eintauschen könnt. Dabei könnt ihr Landezonen bestimmen, über denen die Panzer und Truppen abgeworfen werden. Das Arsenal bietet alles, was die damalige Zeit hergab: Leichte bis schwere Panzer, gepanzerte Transportwagen, Amphibienfahrzeuge, mobile Flakstellungen, Truppentransporter, Hubschrauber, Artillerie und die einzelnen Infanterie-Arten. Flugzeuge und Schiffe sind zwar auch im Krieg mit involviert, können jedoch nur indirekt für Angriffe angefordert werden. In World in Conflict werdet ihr meist mit maximal einem Dutzend Einheiten unterwegs sein. Dadurch solltet ihr einen ausgewogenen Mix in die Schlacht ziehen lassen können. Taktisches Vorgehen ist also Pflicht. Aber keine Sorge, für zerstörte Einheiten bekommt ihr eure Verstärkungspunkte zurück, wodurch ihr neues Kriegsgerät einfliegen lassen könnt. Jedoch werden euch die Punkte nur relativ langsam gut geschrieben und es dauert auch einige Zeit, bis das herbeigerufene Transportflugzeug ankommt. Bis dahin seid ihr womöglich vom Feind aufgerieben worden. Für erfüllte Missionsziele wiederum, wozu auch Nebenaufgaben zählen können, bekommt ihr von eurem Vorgesetzen schon mal zusätzliche Verstärkungspunkte oder gar einen Gratispanzer. Das ist doch schon mal was.

    World in Conflict World in Conflict Für jeden Abschuss erhaltet ihr zudem Taktische-Hilfs-Punkte. Habt ihr genug dieser Punkte gesammelt, dürfen Luftschläge in Form von Napalmangriffen, Panzerbrecher, lasergesteuerten Raketen oder Luft zu Luft-Angriffe angefordert werden. Zudem könnt ihr auch Artillerie-Sperrfeuer in den unterschiedlichsten Variationen auf die feindlichen Truppen herunterregnen lassen. Die Atombombe darf hierbei ebenfalls nicht fehlen, die übrigens nur in der Uncut-Fassung auch so heißt. An einigen Stellen im Spiel habt ihr sogar nur diese taktischen Hilfen zur Verfügung und müsst euren Verbündeten auf diese Weise helfen. Auch wenn ihr meist nur mit einer handvoll Einheiten in den Kampf zieht, die Schlacht um euch tobt. Ständig bekriegen sich die Fraktionen, und ihr seid mitten drin.

    Haltet die Stellung

    World in Conflict World in Conflict Wie ihr seht, kommt man mit dem so genannten "Tank-Rush" nicht ans Ziel, mal abgesehen davon, dass ihr nie so viele Truppen anhäufen werdet. Trotz der intensiven Missionen ist nicht alles so positiv zu sehen. Einige Spielelemente wiederholen sich sehr oft. So müsst ihr während der Missionen oft taktische Punkte halten. Je länger ihr einen dieser Punkte haltet, desto mehr Befestigungsanlagen, wie MG-Nester, bauen sich um ihn herum auf. Bis dahin heißt es eine Welle nach der anderen abzuwehren. Hier sind wir schon beim nächsten Negativ-Punkt. Die KI der Gegner gibt sich mal wieder äußerst suizidgefährdet. Bis auf das halsbrecherische Heranstürmen beherrscht sie kaum taktische Finessen. Das macht es euch zwar leichter die Stellung zu halten, da ihr euch schnell auf das Vorgehen einstellen könnt, aber so langsam nervt dieses KI-Problem gewaltig.

    World in Conflict World in Conflict Dann wiederum versöhnen euch die Defensiv- und Offensiv-Fähigkeiten der einzelen Einheiten. So könnt ihr beispielsweise Blendgranaten abwerfen oder einen Rauchvorhang um euch ablassen. Zu den offensiven Aktionen zählen besonders starke Raketen oder Granatwerfer. Zwar könnt ihr die Fähigkeiten beliebig oft benutzen, doch braucht es einige Zeit, bis sich das Waffensystem wieder auflädt. Das Interface ist recht strukturiert ausgefallen und auch die jeweiligen Befehle und Formationen sind schnell ausgeführt. Lediglich die frei zoom- und bewegbare Kamera sorgt manchmal für etwas Unübersichtlichkeit. Jedoch ist dies ein generelles Problem bei Echtzeitstrategiespielen, die keine feste Kameraperspektive besitzen.

  • World in Conflict
    World in Conflict
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Massive Entertainment AB (SE)
    Release
    09.04.2010

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991461
World in Conflict
World in Conflict im Gamezone-Test
Echtzeitstrategen aufgepasst, für diesen Titel lohnt es sich die Geldbörse zu zücken und den Rechner aufzurüsten.
http://www.gamezone.de/World-in-Conflict-Spiel-42939/Tests/World-in-Conflict-im-Gamezone-Test-991461/
05.10.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/10/ss2.jpg
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