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  • Worms Forts Unter Belagerung im Gamezone-Test

    Die Würmer können neuerdings auch Burgen bauen und Priester durch die Gegend schießen.

    Na, wer hat noch alle Worms-Spiele im Kopf? An das ursprüngliche Worms und das darauffolgende Worms 2 kann sich sicher jeder noch erinnern. Relativ populär auch das Worms Armageddon sowie das Worms 3D, wie uns der Name verrät erstmals nicht mehr Flach wie eine Flunder. Doch daneben gab es auch noch die Worms World Party und Worms Blast sowie das Worms Pinball. Einige unter euch werden auch noch den Directors Cut der Worms kennen und ganz wenige haben vielleicht auch das Worms für das Saturn gespielt. So vorgebildet stellt es kein Problem dar sich dem neuesten Abenteuer der frechen Würmer zu widmen, welches wieder einmal ein neues Element einführt, nämlich die Burgen die gebaut werden können.

    Na, hat's weh getan?

    Unser Hauptgebäude Unser Hauptgebäude Für alle diejenigen die mit dem Spielprinzip der Worms noch nichts anfangen können eine kurze Erklärung: Bei den Worms handelt es sich um ein rundenbasiertes Taktikspiel bei dem die einzelnen Spieler abwechselnd die Kontrolle über ihre vier Würmer übernehmen, die mit allerlei mehr oder weniger verrückten Waffen sich gegenseitig den Garaus zu machen versuchen. Dafür können sie pro Runde jeweils einen Wurm bewegen und seine Waffe abfeuern. Wer zuerst alle Gegner ausgeschaltet oder ihnen die heimatliche Burg zerstört hat, der gewinnt die Runde.

    Völlig neu nun in Worms Forts: Unter Belagerung ist die Möglichkeit Burgen zu errichten. Dabei beginnt jeder Spieler mit nur einem einzigen Gebäude, welches sein Schloss darstellt und nicht zerstört werden darf, und kann sich dann pro Runde ein weiteres Gebäude dazu stellen. Dies können einfache Türme, starke Burgfriede oder sogar fast uneinnehmbare Zitadellen sein. Der Untergrund sowie die Anzahl der eingebauten Sterne in der Burg sind entscheidend welches Gebäude man bauen kann. Zusätzlich wird zwischen allen angrenzenden Gebäuden eine Mauer gezogen. Dies hat zwei Gründe: Zum einen können wir neue Gebäude nur an bereits bestehenden ansetzen, es ist also nicht möglich irgendwo im Feld einen Turm zu bauen, und zum anderen gehen Gebäude die ihre Verbindung zum Schloss verlieren kaputt. Dies stellt ein wichtiges taktisches Element im Spiel dar, den so ist es möglich einer ungeschickt aufgebaute Burg durch die Zerstörung einer einzigen Mauer große Teile wegzunehmen.

    Ein Totempfahl in Ägypten? Ein Totempfahl in Ägypten? Doch die Gebäude erfüllen noch einen weiteren Zweck: Nur auf ihnen ist es möglich die stärkeren Waffen einzusetzen, je größer das Gebäude desto größere Waffen kann man darauf benutzen. Wo man am Boden stehend noch auf seine Bazooka, die Granaten und ähnlich schwache Waffen angewiesen ist, kann man bereits auf einem kleinen Turm einen Cluster-Werfer benutzen. Wird das Gebäude größer sind auch das Chilli mit Blutbad möglich, der Kühlschrankwerfer und schließlich sogar ein handfestes Trebuchet. Es lohnt sich also möglichst viele Gebäude zu bauen.

    Neben den militärischen Gebäuden gibt es auch einige wenige die mit anderen Funktionen belegt sind. Besonders praktisch ist das Krankenhaus, welches nicht etwa dazu dient verletzte Würmer zu heilen, sondern um neue Würmer zu "generieren". Allerdings ist es nicht möglich mehr als vier Würmer zu besitzen. Damit man im Spiel nicht auf die wenige Munition angewiesen ist, empfiehlt es sich eine Waffenschmiede zu bauen. Diese stellt zwar nichts her, allerdings landen die begehrten Munitions- und Waffenkisten ganz besonders gerne in ihrer Nähe, so dass man sie nur noch einzusammeln braucht. Das wissenschaftliche Labor hingegen wirkt sich direkt auf die Stärke unserer Waffen aus, die durch dieses Gebäude dauerhaft gestärkt werden. Eine ganz besondere Funktion besitzen die Leuchttürme, welche man nicht selbst bauen kann, da sie sich bereits auf dem Spielfeld befinden. Sie treten grundsätzlich immer im Pärchen auf, da es mit ihnen möglich ist Gebäude ab vom Schloss zu errichten. Denn die zwei zusammengehörigen Leuchttürme sind unsichtbar miteinander verbunden, so dass wir, wenn wir an einem Leuchtturm angebaut haben, am nächsten weiterbauen können.

    Das Wunder schließlich, welches das letzte zu erreichende Gebäude ist, besitzt nur einen Zweck, seine Mitspieler unter Zeitdruck zu setzen. Denn hat man ein Wunder errichtet, müssen es die Mitspieler innerhalb zwei Runden zerstören oder selbst eines errichten, um das Spiel nicht zu verlieren.

    Äh, äh, Ägypten?

    Nervige Cutscenes Nervige Cutscenes Optisch treten die Würmer dieses mal im ägyptischen Outfit auf und treiben sich auch in entsprechender Umgebung herum. Wie gewohnt ist die grafische Darstellung von der einfacheren Sorte, was die Engine aber nicht daran hindert immer wieder ins Stottern zu geraten. Auch die Kamera hat mitunter arge Probleme das Geschehen einzufangen und die auftauchenden Klippingfehler zu verheimlichen. Besonders ärgerlich ist dies, wenn die Kamera praktisch im Kopf unseres Wurmes steckt und sein hohles Inneres offenbart. Doch auch hinter Mauern oder Vorsprüngen versteckt sie sich gerne und zeigt uns Dinge die wir gar nicht sehen wollten. Mitunter fragt man sich da schon, weshalb eine so einfache Grafik im Jahre 2004 nicht fehlerfrei über den Schirm flimmern kann.

    Gähnplay...

    Überschwemmung! Überschwemmung! Bei der Einführung des neuen Features des Burgenbauens haben die Entwickler offensichtlich schnell gemerkt, dass das Spielprinzip nicht ganz aufgeht. Denn theoretisch ist man in der Lage jede Runde ein neues Gebäude zu errichten, insofern der Platz reicht. Es ist aber kaum möglich jede Runde ein feindliches Gebäude zu zerstören. So geschieht es, dass die Burgen unaufhörlich wachsen, bis das ganze Spielfeld zugebaut ist. Damit das Wachstum eingedämmt und die Spielzeit verkürzt wird setzt nach der vorbestimmten Zeit das sogenannte Sudden Death ein, was aber anders funktioniert als man dem Namen entnehmen könnte. Ab diesem Augenblick wird nämlich einfach nach jedem einzelnen Spielzug eine Katastrophe ausgelöst, wie die Überschwemmung, der Meteoritenhagel oder die Atombombe, welche die Würmer zusätzlich verstrahlt, was ihre Lebenszeit auf wenige Runden verkürzt. So endet das Spiel meist zwei bis drei Runden nach Beginn des Sudden Death.

    Diese Mechanik birgt aber mehr als nur ein Manko in sich: Zum einen sind die Enden der Schlachten nie fair, denn selbst wer zu Beginn des Sudden Death die größte Burg und die meisten Würmer besitzt, hat noch lange nicht gewonnen. Bereits ein Erdbeben kann genügen um alle vier Würmer ertrinken zu lassen. Denn die Katastrophen sind mehr als unberechenbar und keinesfalls fair oder ausgeglichen. Wenn es dumm her geht, bekommt ein Spieler mehr Schaden ab als alle anderen zusammengenommen.

    Je größer der Turm desto stärker die Waffe Je größer der Turm desto stärker die Waffe Der zweite Kritikpunkt am neuen Gameplay sind die Burgen selbst, die viel zu schnell wachsen, von denen man aber selbst immer nur die vordersten Gebäude am Feind benötigt, der ganze Rest steht meist ziemlich nutzlos herum. Zusätzlich bieten einem die Gebäude keinerlei Schutz, feindliche Würmer können sie ebenso betreten wie einfach über die Mauern springen. Es macht also überhaupt keinen Sinn zu versuchen sein Schloss einzumauern, da praktisch jede Waffe und jeder Wurm trotzdem direkt das Schloss angreifen kann.

    Und der dritte große Kritikpunkt ist die mehr als gemächliche Präsentation des gesamten Spiels. Sie ist es, die einem die Singleplayer-Kampagne mehr als vergällen, denn ein Computerspiel welches sich selbst spielt ist zwar nett anzusehen, macht aber kaum Spaß. Denn die einzelnen Einsätze ziehen sich viel zu sehr in die Länge und die meiste Zeit des Spiels schaut man nur dem Computer zu, wie er in aller Gemütlichkeit überlegt, dumme Sprüche macht und sich irgendwann endlich für eine Waffe entscheidet. Hat er endlich seinen Zug beendet gibt es noch die ebenfalls viel zu lahm inszenierten Abwürfe der Spezialwaffen und Munition zu betrachten um daraufhin die immer und immer wiederkehrenden Videoschnippsel zur Einleitung der Katastrophen zu sehen. So kommt es, dass wir Minuten ohne Beschäftigung vor dem Schirm verbringen bis wir endlich wieder für wenige Sekunden zum Spielen kommen.

    Die Multiplayer Gefechte

    Gleich regnets Steine Gleich regnets Steine Zugegeben, Worms zog seine Faszination noch nie aus dem Einzelspielervergnügen sondern konnte erst in der Gruppe sein ganzes Potenzial entfalten. So auch dieser Teil, der alleine mehr als langweilig ist, mit mehreren menschlichen Spielern aber so richtig Spaß machen kann. Zumindest für ein oder zwei Runden, bis man auch hier den Glitsch im Gameplay bemerkt und jedes Spiel mit einem Sudden Death beendet. Denn selbst wenn man die Rundenzeiten maximal heraufschraubt und das Sudden Death so weit als möglich hinauszögert, es beendet doch jede Multiplayer-Runde. Zusätzlich gibt sich auch die Präsentation genauso in die Länge gezogen wie im Singleplayer-Spiel. Bis der Wechsel von einem zum nächsten Spieler stattgefunden hat vergehen mitunter Minuten, und bis der einzelne Spieler wieder an die Reihe kommt mitunter sogar eine Viertelstunde. Während dieser Zeit kann man Cola trinken, Kaffee machen, Pizza bestellen oder die Freundin anrufen, man wird nichts Wichtiges versäumen.

    Die weite Welt der Online-Würmer?

    Mit Worms Forts: Unter Belagerung können auch wir Europäer erstmalig online spielen, zumindest wenn man im Besitz einer Xbox ist. Der Playstation2-Variante hingegen hat man jegliche Online-Allüren ausgetrieben. Lediglich bis zu vier Spieler an einer Konsole bedient Worms Forts: Unter Belagerung. Diese können entweder per HotSeat gegeneinander antreten, wofür nur ein einziges Joypad benötigt wird, oder schlicht nacheinander, wobei jeder Spieler sein eigenes Joypad bedient. Selbstverständlich wird ab dem dritten Mitspieler ein Multitap benötigt.

    Resistance is futile

    Knopfdruck genügt Knopfdruck genügt Die gebotene Soundkulisse hält sich mehr als zurück und kredenzt uns Hauptsächlich die bekannten Töne und Sprüche. Fast alle Sprüche der Würmer in all den verschiedenen Sprachen sind aus dem Vorgänger recycelt worden. Die Musikuntermalung hingegen ist neu und bietet uns dermaßen Flache Töne, dass man oft überhaupt nicht mehr wahrnimmt, dass hier Musik gespielt wird. Besonders auffällig, dass unsere Würmer in den Zwischensequenzen immer brav den Mund zum Untertitel bewegen, aber keinerlei Geräusch ihrer Sprachöffnung entfleucht. Das wirkt fast so, als wäre hier durchaus eine Sprachausgabe geplant gewesen die man sich später geschenkt hat.

    Worms Forts Unter Belagerung (PS2)

    Singleplayer
    6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Neue und noch verrücktere Waffen
    Gameplay geht nicht auf
    Singleplayer-Kampagne zum einschlafen
    jedes MP-Spiel endet mit einem Sudden Death
    dünne Soundkulisse
    Klippingfehler und Kameraprobleme
    Grafik von gestern
    nur wenige MP-Karten
    kein Online-Gaming
  • Worms Forts Unter Belagerung
    Worms Forts Unter Belagerung
    Developer
    Team 17
    Release
    24.11.2004

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von SD Gundam G: Generation Wars Release: SD Gundam G: Generation Wars Bandai Namco , Tom Create
    Cover Packshot von Grim Grimoire Release: Grim Grimoire Koei Co. Ltd. , Vanillaware
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990115
Worms Forts Unter Belagerung
Worms Forts Unter Belagerung im Gamezone-Test
Die Würmer können neuerdings auch Burgen bauen und Priester durch die Gegend schießen.
http://www.gamezone.de/Worms-Forts-Unter-Belagerung-Spiel-43047/Tests/Worms-Forts-Unter-Belagerung-im-Gamezone-Test-990115/
15.12.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/12/TV2004121513240000.jpg
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