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  • X 3: Reunion - Bitte haben Sie eine Stazura geduld - Leser-Test von xilver

    X 3: Reunion - Bitte haben Sie eine Stazura geduld - Leser-Test von xilver 1999 brachte der deutsche Entwickler Egosoft das Spielprinzip vom Legendären Elite neu raus - getarnt als X - Beyond the Frontier. Ein Paar Jahre später kam dann x2 - die Bedrohung - grafisch aufpoliert und mit Tollen Effekten bestückt faszinierte es Spieler weltweit in dem von Kriegen, Diplomatie und kleinen Auseinandersetzungen gezeichneten X-Universum - die Piraten nicht zu vergessen. Ende 2004 sollte dann schließlich das Hochgepriesene X2-Add On herauskommen - doch kurz vor dem Release stoppte Egosoft das Projekt, zugunsten ihres neuen Spieles: X3- Reunion (Wiedersehen). Warum der erneute Flug ins Universum trotz der auf den ersten blick vereinfachte Steuerung des Spiels und der bombastisch wirkenden Grafik leider doch sehr einstecken muss, werde ich in folgendem Review festhalten - zumindest werde ich es versuchen.

    X2 wurde stark kritisiert - keine vorgerenderten Videos, keine Einfache Steuerung und zu komplexe Menüführung - weswegen der ansonsten tolle Titel doch leider unter den Erwartungen vieler Gelegenheitsspieler zurückblieb und den Spielspaß, auch durch die sehr dünn geflochtene Story, mehr als drückte - zumindest am Anfang. Auch die Bugs, die häufig auftraten und so schon das vorankommen der Storyline behinderten, waren nicht gerade von kleiner Anzahl.
    Leider ist es bei X3 nicht anders, zwar wurde dieses mal wirklich auf Vorgerenderte Videos gesetzt, leider sind diese aber sehr Pixelig geworden - und ähneln sehr stark der X-Eigenen Engine zum basteln von Universen, die aber leider völlig unbrauchbar ist, um flüssige Charakteranimationen zu erstellen, wie man bei X2 sah.
    Auch die Story ist in X3, ähnlich wie im Vorgänger, etwas gewöhnungsbedürftig, Sie starten nicht, wie bisher, ein Spiel und werden in die Story hineingezogen, sondern Sie können von Anfang an Wählen, was Sie spielen möchten. Da gibt es zum einen den "Normalen" Modus, indem Sie im ganz normalen X-Universum ihre Story durchziehen können - oder auch nicht. Dazu kommt der "Schnellstart"-Modus, der ihnen auch die Story um Julian und Saya, und die neue Bedrohung durch ein unbekanntes Schiff, das wie aus dem nichts auftaucht - und verschwindet, und natürlich den tödlichen Khaak, aufheizt, aber ihnen einen schnelleren Spielverlauf bietet - sozusagen auf Story basierend. Dann gibt es noch drei weitere Modi: Der Händler Modus, in dem es, wie schon im Titel gesagt, auf das Handeln mit den unzähligen Rohstoffen im X-Universum ankommt, den "Bankrotter Pirat"-Modus, indem Sie sich vom untersten Weltraumtaschendieb zum höchsten Piraten aufschwingen, und den "Eigenes Spiel"- Modus, sozusagen das, was die X-Reihe auszeichnet: Völlige Handlungsfreiheit, ohne Storyzwang und Zwischensequenzen. Die letzten drei Modi enthalten übrigens keine Storyline (was beim letzten schon anzunehmen war).
    Zwischensequenzen, ein guter Übergang: Grafik.
    Wo in X2 noch brav mit Shader2-Grafik gebastelt wurde - und die Stationen und Schiffe im Universum dadurch, trotz wunderschönem Bumpmapping, eher detailarm ausgefallen sind, wird in X3 die neuste Version des Shader3 Modells ausgereizt - mit sichtbarem Erfolg. Filigrane Modellierungen an jeder einzelnen Station, die sich über mehrere Arme miteinander verbinden und so einen klassischen "Fabrikkomplex"-Look aufweisen können, sind nur ein Vorteil der neuen X-Engine, die den Detailgrad im Universum um ein Vielfaches erhöht - nicht zuletzt wegen der völlig neu Designten Gebäude, die zwar den Alten aus X2 ähneln, aber beim genauen Hinsehen deutlich an Grafischen Details zugelegt haben. Leider entfallen die teils sehr schön gemachten Flüge durch die Stationen um an einen Landeplatz zu kommen, bei fast allen Fabriken, Stationen und Kraftwerken werden Sie von nun an einfach unter die Station geklemmt - was zwar in der Geschwindigkeit des Andockprozesses von Vorteil ist, aber dennoch etwas unzufriedenstellend ist. In einige wenige Stationen können Sie dennoch hineinfliegen, allerdings ist das Innenleben dieser sofort mit dem Außenbereich verbunden, es gibt also keine Schleusen oder ähnliches mehr. Schade.
    Auch die eindrucksvollen Flüge durch die Raumtore, die in X2 bisher durch eine kleine Videosequenz gezeigt wurden, fallen weg.
    Die Universen sind gewohnt groß, unendlich kann man fast schon sagen, nahezu in jedem Sektor gibt es einen Realistisch aussehenden Planeten, der sich ebenso realistisch auf mehreren Ebenen dreht (Wolkenschichten und Boden), aber ebenso unwichtig sind wie die Sonnenpunkte, die zwar hell strahlen, für Sie aber unerreichbar sind. Über diesen Realismusgehalt kann man sich natürlich auch streiten.
    Um einen weiteren Unterschied zum Vorgänger aufzudecken: in dessen Nachfolger gibt es keine Cockpit Ansicht mehr, Sie bekommen zwar ein komplettes Virtuelles HUD mit vielen Infos und schnell erreichbaren Shortcuts bereitgestellt, aber die Abwechslung bei den verschiedenen Schiffen geht in dieser Ansicht gegen null. Zwar können Sie ihre Sicht weiterhin mit den NUM-Tasten verändern, Sie sehen allerdings, wenn Sie nach links oder rechts sehen nur eine Antriebsturbine mit verwaschenen Texturen (bei ihrem Ersten Schiff, dem Merkur). Die Außenansichten sind weiterhin über die F-Tasten zu erreichen, allerdings fehlt ihnen in diesen Ansichten das Fadenkreuz und die Übersicht.
    Die Schiffvielfalt ist im vergleich zu X3 nicht viel größer geworden. Zwar bekommen Sie neue Riesenschiffe, Fabrikkomplexe und Zerstörer, aber diese können Sie erst nach sehr, sehr langen Stunden voller Handeln, Kämpfen und Fliegen zu ihrem Inventar zählen - die Credits auf ihrem Konto vermehren sich nur sehr langsam, und meist gehen diese dann auch wieder für Reparaturen und Waffenupgrades drauf - das Spiel wird so nach einiger Zeit langweilig, nicht zuletzt wegen der wählerischen Kundschaft am schwarzen Brett, die von ihnen fast immer einen höheren Handelsrang und einen ebenso hohen Kämpfer-Rang, sowie ein Schiff der M3 bzw. M5 Klasse (oder auch TP) verlangen, Sie bekommen am Anfang des Spiels allerdings nur einen M4 - und den will keiner.
    Als ein kurzes Zwischenfazit kann man also sagen, dass man bei X3 Grafisch und Atmosphärisch viel geboten bekommt, aber auch einstecken muss, nicht zuletzt wegen kleiner Details, die bei X2 für die gewisse Freude im Weltraum sorgten.
    Der Sound, bisher immer ein Pluspunkt der X-Reihe, ist in X3 nicht mehr auf ihrem Stand von X2, und die Sound-KI des Spieles ist eine große Käfersammlung, nicht zuletzt wegen der Vermischung von 2 Verschiedenen, weiblichen, Computersystemstimmen. Wie man es aus dem Vorgänger kennt, werden alle anvisierten Gebäude von einer Netten Cyberdame erklärt und gleich noch benannt. Was bei X2 noch den witzigen Effekt von zusammengewürfelten, aber in sich stimmigen, Sprachdateien hatte, wird in X3 leider zur Ohrenvergewaltigung. Nicht nur das die Dateien extrem gekürzt wurden, zum Beispiel wird das "Tor" fast um das "r" verringert, sodass Sie nur ein schnelles "To(a)" aus ihrem Lautsprecher hören, sondern auch das die Zeit zwischen den Einzelnen Sprechstücken manchmal über 10 Sekunden dauern kann - während in X2 alle Teilstücke nacheinander abgespielt wurden. Zudem überschlagen sich die Dateien oft, sodass sie Beispielsweise den Satz "Sonnenkraftwerke erzeugen... Sonnenkraftwerke erzeugen Energie (...)" zu hören bekommen, da die Sprachdateien immer wieder abgespielt werden, bis sie zu Ende gelaufen sind.
    Der Rest wurde fast zu 70% aus X2 übernommen, nur ein paar neue, langweilige "Arrrrgon"-Laute der neuen Computerstimme, die (vielleicht gewollt) etwas Osteuropäisch klingt, und ein paar neue Musikstücke, darunter allerdings auch stimmige und Schön anzuhörende Lieder, wurden hinzugefügt. Allerdings ist die Musik allgemein auf bekannt hohem Niveau und die Musikstücke fügen sich gut in die Atmosphäre der einzelnen Sektoren ein. Die "Automatischen Kommunikationssysteme" aus X2 wurden komplett übernommen und nicht überarbeitet - zumindest nicht auffällig, genau wie die Sprachausgabe ihrer Mitlebewesen im Universum (Split, Teladi, Argonen und Paraniden).
    Die Waffen- und Kollisionssounds sind Standardkost.
    Alles in allem ist X3 Soundtechnisch leider eine Enttäuschung, nicht zuletzt wegen der langen Wartezeiten zwischen zwei Sprachsamples der Raumschiff KI, vor allem stört das wechseln zwischen Alter und Neuer KI-Stimme. Nur die Musikstücke sind wieder einmal Qualität von höchster Güte. Warum nicht auch etwas nehmen, das altbewährt ist?
    Als nächster Punkt auf der Liste steht die Steuerung, und die ist X-artig, wie schon die Vorgänger ist X3 kein hektisches Spiel, sondern setzt auf unzählige Menüs mit unzähligen Funktionen. Zwar hatte Egosoft versprochen, die Umständliche und großflächige Menüführung von X2 komplett zu überarbeiten und mit einer schönen, mit Blinkebuttons ausgestatteten Menüleiste unten am Bildschirm zu versehen, aber durch diese angebliche "Verbesserung" ist die Menüführung im Spiel selber nur noch umständlicher geworden, da Sie nun mehr mit der Maus arbeiten müssen. Allerdings hat die Maus, im Gegensatz zum Vorgänger, immer mehr zu tun, die Schiffsmanövrierung ist nun leichter mit der Maus zu bewältigen, das Schiff reagiert schneller und Kontrollierbarer auf die Mausbewegungen. Zudem können Sie, ähnlich wie beim Genre-Vorbild Freelancer die Maus als Steuerung - oder als Auswahlwerkzeug verschiedener Inhalte wählen, beispielsweise Fabriken direkt anzuvisieren - X3 besitzt einen Cursor!
    Allerdings ist mir bei dem Spiel ein Phänomen aufgefallen, dass mich etwas ins Grübeln gebracht hat: Das Spiel selbst läuft absolut flüssig, die Grafik ist also gut überarbeitet worden, aber die Steuerung ruckelt. So kann es passieren, dass Sie durch den Raum fliegen, sich einen kleinen Spaß erlauben wollen und zwischen einer der vielen Speichen der neuen teladianischen Handelsstation oder der Sonnenkraftwerke (Waffenfabriken ...) fliegen wollen, oder um es realistischer zu machen, einem Asteroiden in einem Wolkenfeld den Sie erst zu spät gesehen haben, ausweichen wollen, und die Steuerung (weder Tastatur noch Maus) reagiert - The End.
    Der Frustfaktor ist also gegeben, nicht zuletzt wegen der dauernden Doppelbestätigung einer Aktion mit Schaltfläche.
    Die Steuerung kann also wieder mal als negativer Punkt angesehen werden - scheinbar ein Dauerlaster der X-Reihe, aber man gewöhnt sich dran.
    Bleibt noch die Story und der Inhalt des Spiels, und hier kann X3 wieder Punkten:
    Wo sie noch teilweise unzusammenhängende und wirre Aufträge hintereinander in X2 absolvierten und auch ohne die Story zu einem wahren Segen - oder Schrecken für das Universum werden konnten, hat sich Egosoft diesmal mehr mühe mit der Story gegeben: Julians Vater Kyle liegt weiterhin im Koma, Trantor wurde völlig zerstört, das X-Universum ist in einer Phase der Neuentwicklung (was die ganzen neuen Gebäude/Upgrades erklärt) und die Goner (eine Art Sekte, mit den Mormonen zu vergleichen), haben ein Artefakt gefunden das "von größter Wichtigkeit" für das Universum ist - und von Piraten gestohlen wurde. Gepaart mit der immerwährenden Gefahr eines Khaak-Angriffes, den Xenon (die außer Kontrolle geratene Terraforming KI der Argonen (= Menschen)) oder dem neuen, geisterhaften Schiff, das aus dem nichts auftaucht und wieder Verschwindet. Wenn Sie die Story zudem einige Zeit lang Spielen, gelangen Sie schneller zu mehr Ruhm und Handelsrang, als im Freien Spiel, da Sie hier nicht auf vorgescriptete Gegnerangriffe hoffen können, sondern gezielt danach suchen müssen.
    Dennoch liegt der Schwerpunkt von X3 weiterhin im Bereich der Handlungsfreiheit, ob Händler, Kämpfer, Konzernmogul oder Gelegenheitsarbeiter, das Spiel schreibt ihnen keinen Weg vor, um nicht ans Geld oder neue Schiffe zu kommen, selbst illegale Geschäfte sind überhaupt kein Problem - sofern man über genügend Feuerkraft verfügt, um die Argonische Polizei in Schach zu halten.
    Die KI des Systems selber ist im Gegensatz zur Sound-KI überragend. Das Universum entwickelt sich selbstständig weiter und Reagiert auf jede Entscheidung ihrer Insassen, das Handelsystem ist genau so komplex wie fordernd und orientiert sich am System "Angebot und Nachfrage". Zudem Verspricht Egosoft, dass sich dieses System auch im Konkurrenzwesen verbessert hat, neue Rohstoffvorkommen sollen Selbstständig erschlossen werden etc.
    Neu in X3 sind allerdings die Stadtkämpfe, wie Sie ihn gleich zu Anfang des Spiels serviert bekommen - es erinnert etwas an die Verfolgungsszene aus Mafia, Sie sitzen am hinteren Geschütz und erledigen reihenweise Gegner, welche Sie verfolgen.
    Ein Tutorial fehlt komplett, was Neueinsteigern das Handbuch auf den Hals hetzt, das zwar komplett in Farbe, aber auch 107 kleinbedruckte Seiten stark ist. Ansonsten liegen der Packung noch ein hässliches und Informationsloses Poster bei, sowie das Spiel auf DVD. Zum runterladen des wirklich nötigen Updates muss man sich bei Egosoft mit einer Seriennummer registrieren.
    Einen Multiplayermodus gibt es nicht - wäre in meinen Augen aber eine wirklich interessante Neuerung gewesen.

  • X 3: Reunion
    X 3: Reunion
    Publisher
    Deep Silver (DE)
    Developer
    Egosoft
    Release
    18.11.2005
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X 3: Reunion
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16.11.2006
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