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  • X2 - The Threat im Gamezone-Test

    X2 bietet Euch eine bombastische Grafik und ein gähnend lang- weiliges Gameplay im unendlichen Weltraum.

    Der unendlich langweilige Weltraum

    Es gibt Spiele die ein ganzes Genre begründeten und nicht nur einen Nachfolger in ihrem Schweif nachzogen. So geschehen mit Elite, welches in der zweiten Hälfte der Achtziger mit seiner Vektorgrafik und dem absolut neuem Spielprinzip eines 3D Space Adventures die Spieler vor ihren 8Bit-Rechnern fesselte. Privateer war es dann, das die Idee des frei befahrbaren Weltraums mit seinen Raumstationen, Planeten und Asteroiden wieder aufnahm und für damalige Zeiten eine revolutionäre 3D-Grafik präsentierte. Allerdings war schon damals klar, dass solch ein Spielprinzip und vor allem solche Welten für einen einzigen Spieler eigentlich viel zu verschwenderisch sind, denn eigentlich ist der unendliche Weltraum ideal geeignet um es mit vielen anderen Spielern gleichzeitig zu bevölkern. Diese Idee wurde dann auch von Freelancer realisiert, welches einen ebenso spannenden Singleplayer-Part anbot, wie die Möglichkeit sich mit vielen anderen Spielern im gleichen virtuellen Universum auszutoben. Dabei gelang den Entwicklern das Kunststück eine Maussteuerung zu programmieren die bis heute von keinem anderen Team je erreicht wurde. Denn bisher war man im Weltraum immer auf seinen Joystick angewiesen, nach ganz klassischer Manier.

    X2 - The Threat schlägt in exakt die gleiche Kerbe indem es uns ein wahrlich gigantisches Spieluniversum bietet welches mehr als dicht bevölkert ist. Allerdings ist X2 ein astreines Singleplayer-Spiel, eine Möglichkeit im lokalen Netz oder gar per Internet zu spielen ist nicht vorhanden. Demnach hat man es auch ausschließlich mit computergesteuerten und generierten Personen und Ereignissen zu tun. Ebenso klassisch wurde die Steuerung umgesetzt, die wie in den alten Tagen voll auf den Joystick setzt und gleichzeitig ein voll beladenes Keyboard anbietet, auf der kaum eine Taste unbelegt ist. Zwar kann man die Maus ebenfalls zur Steuerung der Raumschiffe einsetzen, einen Dogfight gewinnt man damit aber nicht, denn das Schiff reagiert viel zu träge auf die Maus und ist weit vom Komfort einer Freelancer-Steuerung entfernt. Dafür verlangt die Komplexität dieser nicht nur ein ausführliches Studium des Handbuches und viel Herumprobieren, denn manche Funktion wird im Handbuch schlicht nicht erwähnt oder liegt auf einer anderen Taste als beschrieben. So vergehen locker einige Stunden bis man ohne Nachzublättern fehlerfrei Navigieren und das erste Raumschiff bedienen kann. An diesem Punkt angelangt merkt man wie schwer es ist an die wichtigen Erweiterungen für das eigene Schiff heranzukommen. Denn praktisch jede bessere Funktion verlangt erst einmal den Kauf des entsprechenden Equipments. Ich erwähne an dieser Stelle nur den schon aus Elite bekannten Docking-Computer, ohne den man sich manuell in die Schleusen hineinbugsieren darf, was bei einer Berührung der Wand bereits das Aus bedeuten kann. Wollen wir die Handelspreise der angebotenen Produkte auch erfahren ohne erst andocken zu müssen, gibt es dafür ebenfalls eine entsprechende Erweiterung zu kaufen. Das Gleiche gilt für den Zugang zum interstellaren Netzwerk, die Möglichkeit einen Wingman zu kommandieren oder gleich eine Station zu kaufen. Immer muss erst kräftig investiert werden um danach verdienen zu können. So vergehen locker 10 bis 20 Stunden Spielzeit bis man erst einmal das Allernötigste beieinander hat. Bis dahin ist man aber leider schon an Langeweile gestorben, denn die Raumschiffe bewegen sich schon extrem langsam durch den unendlichen Weltraum und die überzogenen Gespräche auf den Stationen taugen auch kaum dazu die Augen noch offen halten zu können. Diese lassen sich aber wenigstens überspringen und so sitzt man schon relativ flott wieder in seinem Raumschiff und schwebt dem nächsten Sprungtor entgegen. Um die Sache doch etwas zu beschleunigen gibt es das bekannte Feature der Time-Compression, welches die Zeit im Universum einfach schneller ablaufen lässt. Besonders elegant ist das natürlich nicht und dem realistischen Eindruck ist das ebenfalls nicht förderlich, dafür ist es wenigstens praktisch. Denn selbst mit Time-Compression ist man locker 20 Minuten unterwegs um vier bis fünf Systeme zu durchqueren. Hat man sich im späteren Verlauf des Spiels dann solche Helferlein wie den Autopiloten und den Docking-Computer zugelegt, muss man selber praktisch überhaupt nicht mehr fliegen und gibt nur noch den Kurs an und den Befehl an das Objekt, meist ein Sprungtor oder eine Station, anzudocken. Schon spielt sich das Game praktisch von alleine.

    Was dieses Spiel zu etwas Besonderem macht ist die herrliche Grafik die einem die ersten Spielstunden überhaupt nicht bemerken lässt, dass eigentlich überhaupt nichts passiert. Zwar braucht man schon einen entsprechend ausgerüsteten PC um die Grafik in seiner ganzen Pracht und ruckelfrei genießen zu können, dann aber zeigt uns X2 so richtig wo seine Stärken liegen. Jeder einzelne Sektor im Weltraum besitzt seinen ganz typischen Farbeindruck und ist meist dicht bevölkert mit vielen Raumstationen, Fabriken, Planetenshuttles, Asteroiden, Sprungtoren und natürlich Raumschiffen. Sämtliche Oberflächen sind mit einem Bump-Mapping Effekt überzogen und der ganze Stolz der Engine, die realistischen Schattenwürfe, kommen besonders beim Flug durch ein Asteroidenfeld zur Geltung, wenn sich der Schatten des Schiffes superreal auf den schwebenden Steinen manifestiert. Aber auch die Ausleger der Raumstationen oder andere abstehende Objekte erzeugen absolut realistische Schattenwürfe an denen man sich kaum satt sehen kann. Ebenfalls sehr gelungen sind die diversen Raumstationen und die gigantischen Planetenshuttles, welche dazu dienen mit dem eigenen Raumschiff anzudocken um sodann auf einem Planeten zu landen. Die Architektur dieser taugt schon um einen die Augen aus den Höhlen quellen zu lassen, so detailliert und mit vielen beweglichen Objekten sind sie versehen.
    Etwas aus der Rolle fallen leider die menschlichen und außerirdischen Charaktere, die zwar schön designt sind, sich aber ziemlich unnatürlich und roboterhaft bewegen. Auch etwas misslungen ist der Übergang beim Andocken zwischen der freien Flug- und der Andockphase. An dieser Stelle wird der Bildschirm einfach schwarz und Sekunden später befinden wir uns im inneren der Station. Ähnlich verhält es sich beim Flug durch ein Sprungtor, der zwar nur wenige Sekunden dauert, aber ebenfalls mit einem schwarzen Schirm beginnt und endet. Hier hätte man sich ein Beispiel an Freelancer nehmen sollen, wo das wesentlich schöner gelöst wurde.

    Ebenso bombastisch wie die Grafik gibt sich die Soundkulisse, die uns im Weltraum mit gut passenden Sphärenklängen unterhält und uns im angedockten Zustand ebenfalls recht gut gelungene Gespräche auftischt. Das Raumschiff selbst ist natürlich mit vielen, meist recht leise gehaltenen, Systemsounds ausgestattet, welche die diversesten Funktionen bestätigen. Mitunter leider etwas zu leise, wie z.B. der Systemsound der uns darauf hinweisen soll, dass wir den Time-Compression Mode verlassen haben. Befinden wir uns nämlich in diesem und kommen einem Objekt - wie einer Raumstation oder einem Asterioden - zu nahe, fallen wir wieder auf Standardgeschwindigkeit zurück. Selbiges trifft auch auf die Waffensounds zu, die zwar allesamt sehr verschieden und futuristisch klingen, aber ruhig etwas mehr Bums vertragen hätten.

    Die Steuerung ist vor allem eins, nämlich kompliziert. Selbst mit Handbuch und Online-Hilfe braucht man mehrere Stunden bis man alle Funktionen einmal ausprobiert hat und so wenigstens weiß, dass sie existieren. Bis man die ganzen Shortcuts auswendig kann vergeht noch einmal die gleiche Zeit. Trotzdem lohnt es sich das zu tun, denn die alternativ vorhandenen Blättermenüs sind an Unübersichtlichkeit kaum mehr zu überbieten und manchmal sogar mit falschen Shortcuts versehen. Ein schnelles Agieren ist so auf alle Fälle nicht möglich, weswegen man auf erwähnte Shortcuts zurückgreifen "muss".
    Die Steuerung des Schiffes geschieht primär mit dem Joystick oder Gamepad, da die ebenfalls angebotene Maussteuerung einfach unmöglich zu Bedienen ist. Die Bedienung per Joystick hingegen funktioniert ganz gut, hat nur auf der Feuertaste einen kleinen Bug liegen. Denn auch wenn man mit der Maustaste augenblicklich einen Schuss lösen kann, reagiert die Feuertaste am Joystick nur verzögert und manchmal sogar überhaupt nicht. Wir gehen davon aus, dass dieser Glitch mit dem angekündigten Patch behoben wird.
    Ansonsten bietet uns X2 ein fast voll belegtes Keyboard das erst einmal auswendig gelernt werden will.

    X2 - The Threat (PC)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    High End-Grafik
    gelungene Soundkulisse
    beeindruckende Objekte im Weltraum
    Sehr lang gezogenes Gameplay
    es dauert Ewigkeiten bis das Spiel endlich loslegt
    Bug in der Joysticksteuerung
    roboterhafte Charakteranimationen
    kein Multiplayer-Part
    keine vernünftige Maussteuerung
  • X2 - The Threat
    X2 - The Threat
    Publisher
    Egosoft
    Developer
    Egosoft
    Release
    01.12.2003

    Aktuelle Simulation-Spiele Releases

    Cover Packshot von Landwirtschafts-Simulator 17 Release: Landwirtschafts-Simulator 17 Focus Home Interactive , Giants Software
    Cover Packshot von Into the Stars Release: Into the Stars
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989653
X2 - The Threat
X2 - The Threat im Gamezone-Test
X2 bietet Euch eine bombastische Grafik und ein gähnend lang- weiliges Gameplay im unendlichen Weltraum.
http://www.gamezone.de/X2-The-Threat-Spiel-43205/Tests/X2-The-Threat-im-Gamezone-Test-989653/
19.12.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/12/x2_title_2.jpg
tests