Motorola gelingt ein Etappensieg im Patentstreit gegen Microsoft. Einem außerordentlichen gerichtlichen Beschluss in Mannheim zufolge darf in Deutschland keine Xbox 360 mehr verkauft werden. Demnach ist es Microsoft nicht länger gestattet, Konsolen an Händler auszuliefern und muss diese theoretisch zurückrufen und zerstören. Ebenfalls betroffen ist das Betriebssystem Windows 7, der Vertrieb des Internet Explorers und des Windows Media Players. Für den Endverbraucher sollte dies allerdings vorerst keine Auswirkungen haben, denn das Urteil gilt noch nicht als rechtskräftig.
Außerdem hindere Motorola laut Microsoft die Entscheidung eines Bezirksgerichts in den USA, das es Motorola verbietet, aus einem deutschen Urteil nutzen zu ziehen. Der Xbox 360-Entwickler kündigte Berufung an: "Das ist nur ein Schritt in einem langen Prozess und wir sind zuversichtlich, dass Microsoft sein Versprechen einhalten wird, das die essentiellen Patente fair und auf einer vernünftigen Basis für den Nutzen der Konsumenten von Web-Videos erhalten bleiben werden", gab ein Sprecher von Microsoft in einem Statement ab. Der Streit handelt von Lizenzgebühren für den H.264-Standard, ohne den Windows und Xbox 360 keine Videos abspielen könnten. Wir halten euch zum Thema Xbox 360-Verkaufsverbot weiterhin auf dem Laufenden.







