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  • Xenosaga Episode I: Der Wille zur Macht im Gamezone-Test

    Die beste Story in einem RPG seit langem. Ein absolut packendes Meisterwerk!

    Ein episches Meisterwerk

    Nach dem riesigen Erfolg von Xenogears auf der PSone ist nun endlich ein weiterer Teil der Saga erschienen: Xenosaga - Der Wille zur Macht. Der Designer Tetsuya Takahashi hat schon vor einiger Zeit Squaresoft mit dem größten Teil des Xenogears-Teams verlassen und sich mit dem Label Monolith Soft selbstständig gemacht. Die Rolle des Publishers übernimmt seltsamerweise Namco, Squaresoft hat also nichts mehr mit dem Spiel zu tun.

    Takahashi gab schon bekannt, dass Xenogears noch lange nicht das war, was er sich von der Story versprochen hatte. Nun ist mit Xenosaga endlich der Begin der "richtigen" Geschichte zu haben. Episode I und die hoffendlich nachfolgenden Teile sind also mehr oder weniger ein eigenes Spiel, welches aber an manchen Stellen parallelen zu Xenogears aufweist.

    Der Untertitel "Der Wille zur Macht" stammt übrigens von Friedrich Nietzsche und ist so auch in der japanischen und englischen Version vorhanden. Das menschliche Leben ist für Nietzsche ein Streben nach Macht - und dies in den verschiedensten Formen. Der von seinen Kollegen so viel geachtete, edle Verstand sollte für ihn also lediglich ein Werkzeug zur Macht sein - damit war Nietzsches philosophischer Ansatz eine gewisse Revolution, die für reichlich Diskussion sorgte. Dieses Machtstreben ist auch ein wichtiger Bestandteil der Story des Spiels, welche in den zahlreichen Zwischensequenzen auf mitreißende Art und Weise erzählt wird.

    Das Spiel beginnt mit einer wunderschönen Rendersequenz bei der wir die Ausgrabung eines Monolithen namens "Zohar" zu Beginn des 21. Jahrhunderts miterleben können. Dieser Monolith wird noch einen sehr wichtigen Part in der Story des Spiels haben, da er angeblich schon seit Beginn der Zeit existiert hat und eine zentrale Schlüsselrolle bei der Suche nach dem großen Geheimnis des Universums spielen wird. Als nächstes befinden wir uns viele tausend Jahre in der Zukunft auf einem Schlachtschiff der Vector Industrial Corporation. Ab hier ist das Spiel auch in Echtzeitgrafik zu sehen, allerdings fällt der Unterschied kaum auf. Wunderschöne Musik untermalt das weiter voranschreitende Intro, in dem wir außerdem erfahren, dass der geheimnisvolle Monolith gerade in den Lagerraum des Raumschiffes gebracht wurde. Danach finden wir uns in der Rolle von Shion Uzuki wieder, welche sich in der finalen Testphase ihres Androiden-Projektes namens KOS-MOS befindet. KOS-MOS wurde nur zu einem Zweck geschaffen: Zur Bekämpfung der gefürchteten Gnosis, einer außerirdischen Rasse, mit der sich die Menschheit seit vielen Jahren im verbitterten Krieg befindet. Natürlich wird es nicht lange dauern, bis KOS-MOS ihren Pflichten nachkommen muss, viel früher schon als es Shion Uzuki und ihrem Entwicklungsteam lieb sein wird...

    In Xenosaga spielt die Story die Hauptrolle und könnte als eine gewagte, aber hervorragende Mischung aus Kubrick's 2001, Final Fantasy: The Movie und Armitage III bezeichnet werden. Die Entwickler haben aber trotzdem dem Spiel eine ganz eigene und hervorragende Note verliehen, welche besonders Fans von japanischen Animes in Verzückung geraten lassen wird. Mit Storyelementen wurde in Xenosaga wirklich nicht gespart, es finden sich angeblich 20 Stunden reiner Zwischen-sequenzen in diesem epischen Machwerk, stellenweise sogar bis zu 50 Minuten an einem Stück in denen der Spieler nicht eingreifen kann. Diese Spielabschnitte sind allerdings so genial inszeniert, dass man gerne innerhalb einer Spielsession zu neunzig Prozent nur Story konsumiert und dabei kaum selber spielt. Eine handliche Funktion zum Abkürzen ist integriert, die Filme können also auch jederzeit übersprungen werden. Insgesamt hat man aber doch genug selber zu tun, das Spiel ist eben nur so riesig, dass der Anteil an Zwischensequenzen entsprechend groß geraten ist.

    Das Kampfsystem ist ähnlich dem von Xenogears und der Spieler kann unterschiedliche Schlagkombinationen zum Angreifen von Gegnern verwenden. Im weiteren Spielverlauf lernen wir natürlich neue dazu und können diese im Menü einstellen. Je nach dem, in welcher Reihenfolge wir unsere Angriffe einsetzen, entwickelt sich auch der angerichtete Schaden bei unseren Gegner. Das "Ether"-Magiesystem aus Xenogears taucht hier auch wieder auf, es wurde aber ein wenig verändert: Die unterschiedlichen Fähigkeiten sind in Gruppen aufgeteilt und man muss erst die grundlegenden Abilities des jeweiligen Zweigs erlernen bevor neue Fähigkeiten freigeschaltet werden.

    Wie in den meisten Rollenspielen bekommt man nach einem Kampf Erfahrungspunkte, aber darüber hinaus gibt es noch die sogenannten Talent bzw. Skillpoints, die für weitere erlernbare Fähigkeiten benötigt werden. Während der Kämpfe werden die Positionen der Partymitglieder und ihrer Gegner in einem speziellen Fenster angezeigt, Charaktere die in der hinteren Reihe stehen, können nicht durch gewöhnliche Angriffe verletzt werden (also nur durch Magie). Außerdem wird in diesem Fenster angezeigt welche Figur als nächstes angreifen darf. Durch den sogenannten Event Slot kommt eine Portion Glück ins Spiel, den pro Runde wird ein besonderes Ereignis angezeigt, von dem die Figur profitiert, die gerade an der Reihe ist. So kann dieser Charakter z.B. stärkere Attacken benutzen, schneller angreifen oder am Ende des Kampfes mehr Skillpoints abräumen. Wer eine Runde lang nur verteidigt, kann dadurch Actionpoints ansammeln und beim nächsten Angriff noch stärkere Attacken einsetzen - Eine Taktik, die besonders bei dicken Endgegnern hilfreich ist. Weiterhin spielen auch die Kampfroboter (A.G.W.S. genannt) wieder eine große Rolle in Xenosaga. Bestimmte Charaktere können jederzeit während des Kampfes in ihren A.G.W.S. wechseln und dadurch wesentlich mächtigere Angriffe einsetzen und auch mehr Treffer einstecken. Diese Kampfroboter können übrigens mit den unterschiedlichsten Waffen bestückt und aufgerüstet werden und haben ganz eigene Statuswerte, welche ebenfalls aufgelevelt werden können. Ein besonders wichtiger Punkt ist die Art und Weise, wie man in einen Kampf geraten kann: Die Feinde sind nämlich bereits vorher in den verschiedenen Arealen zu sehen, mit etwas Geschick kann man sich auch an einem Monster vorbeischleichen und damit einem Kampf entgehen. Eine viel bessere Lösung als die Zufallskämpfe in Final Fantasy, man ist in Xenosaga lange nicht so schnell von den auftretenden Kämpfen angenervt.

    Das verwendete Menüsystem, ist absolut übersichtlich und bereits nach kurzer Zeit kommt man damit hervorragend zurecht. Ein witziges Gimmick ist das U.M.N, eine Art Outlook Express der Zukunft, das mit diversen Plugins ausgerüstet werden kann. Hier kann Shion Uzuki ihre Emails lesen und beantworten und sogar Dateianhänge downloaden. Ein lustiges Spielelement, das dem Spiel noch mehr Tiefe verleiht.

    Grafisch präsentiert sich Xenosaga sehr überzeugend. Die Animationen während der Kämpfe und auch die Verwendung von sehr schönen Spezialeffekten machen das Spiel zu einem echten Augenschmaus. Der geschickte Einsatz von Blur-Effekten lässt den Eindruck einer realen Filmkamera entstehen, da Objekte in der Ferne somit unschärfer dargestellt sind. Stellenweise wechselt das Spiel während der langen Zwischensequenzen zu einem DVD-Video über, allerdings nur für seltene Spezialeffekte und Überblendungen, die in der Spielegrafik nicht möglich gewesen wären. Besonders KOS-MOS hat es uns angetan, dieser weibliche Android ist sicherlich einer der schönsten und heißesten in der gesamten Geschichte der Japano-RPG's. Das Charakterdesign ist also offensichtlich sehr gelungen, wenn sogar Redakteure im besten Alter wieder mal einer Figur aus einem Videospiel verfallen können. Die Grafik ist zwar nicht ganz so berauschend wie Final Fantasy, hat aber einen ganz besonderen Stil, den man sehr schnell ins Herz schließt und nicht mehr so schnell vergessen wird. Gleiches gilt für den Sound, den Altmeister Yasunori Mitsuda komponiert hat. Die musikalische Untermalung des Spiels hat echte Kinoqualität und steht den fantastischen Soundtracks der Final Fantasy Reihe in nichts nach.

    Xenosaga Episode I: Der Wille zur Macht (PS2)

    Singleplayer
    9,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Unglaublich packende Story
    hervorragendes Charakterdesign
    durchdachtes Menü- und Kampfsystem
    die lange Wartezeit auf Episode II
    für manche Spieler zu lange Zwischensequenzen
  • Xenosaga Episode I: Der Wille zur Macht
    Xenosaga Episode I: Der Wille zur Macht
    Developer
    Monolith Software, Inc. (JP)
    Release
    03.2003

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Winx Club Release: Winx Club Konami
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Xenosaga Episode I: Der Wille zur Macht
Xenosaga Episode I: Der Wille zur Macht im Gamezone-Test
Die beste Story in einem RPG seit langem. Ein absolut packendes Meisterwerk!
http://www.gamezone.de/Xenosaga-Episode-I-Der-Wille-zur-Macht-Spiel-43273/Tests/Xenosaga-Episode-I-Der-Wille-zur-Macht-im-Gamezone-Test-989171/
11.03.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/03/TV2003031111415300.jpg
tests