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  • Yakuza 4 im Gamezone-Test

    Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger hat der vierte Teil leicht zugelegt ohne uns aber revolutionär Neues zu bieten.

    Playstation 3 Spieler kommen derzeit aus dem Frohlocken nicht mehr heraus, denn nachdem erst kürzlich exklusive Spiele wie z.B. Little Big Planet 2 oder auch Killzone 3 erschienen sind, steht nun mit Yakuza 4 der nächste vielversprechende als auch heiß erwartete Hochkaräter in den Händlerregalen. Zwar wurde dieser Titel schon im März 2010 in Japan unter dem Namen Ryu ga Gotoku 4: Densetsu wo Tsugumono veröffentlicht, doch trotz einjähriger Portierungszeit sollte man dem Titel eine Chance geben, zumal sich, im Vergleich zu Teil 3 der Serie, die Einschnitte in der westlichen Version absolut in Grenzen halten. Einzig das in der japanischen Version enthaltene Spielhallen-Quiz musste für die Welt außerhalb des Landes der aufgehenden Sonne entfernt werden. Über Sinn und Unsinn dieser Maßnahme lässt sich streiten; Fakt ist allerdings auch, dass bei der Vielzahl sonstiger gebotener Möglichkeiten das entfernte Quiz nicht weiter ins Gewicht fällt.

    Derer vier sollt ihr sein

    Yakuza 4 Yakuza 4 Die umfangreichste Änderung gegenüber den Vorgängern dürfte wohl die viergeteilte Story sein. Dabei wurde nicht nur die Geschichte an sich geteilt, sondern auch die jeweils zugehörigen spielbaren Charaktere. Neben dem Yakuza-Urgestein Kiryu Kazuma, der nach wie vor ein Waisenhaus leitet, wurden noch drei weitere Akteure ins virtuelle Leben gerufen, deren Geschichten wir nach und nach erleben. Begonnen wird unser Abenteuer mit Shun Akiyama, einem - sagen wir mal - Kredithai, der innerhalb eines tobenden Bandenkriegs durchaus auch seine guten Seiten zu zeigen vermag. Yakuza-Mörder und Berufsschläger Taiga Saejima liefert uns als zweiter im Bunde seine Sichtweise der Dinge, ebenso wie der korrupte Bulle Masayoshi Tanimura, der es einfach nicht lassen kann seinen persönlichen Profit mit Mitteln aus der Unterwelt erheblich zu verbessern. So unterschiedlich und verworren sich die Protagonisten präsentieren, vieles scheinbar verrückt wirkt, in keiner Weise zusammen passt und überdies die Geschichte um unsere vier Helden keinen offensichtlichen Knotenpunkt hat - wir haben uns davon nicht täuschen lassen! Denn wie nicht anders zu erwarten war, wurde erst mit dem finalen Showdown wirklich alles aufgelöst - vor allem auch, wie die vier sehr unterschiedlichen Handlungsstränge tatsächlichen zusammen gehören. Bis es aber soweit ist, stehen etliche Spielstunden auf dem Programm, in denen wir auch den einen oder anderen alten Bekannte aus den vorigen Teilen wiedertreffen.

    Da steht ein Van auf dem Dach

    Yakuza 4 Yakuza 4 Anders als noch in Teil drei, dürfen wir nicht nur die Straßen des Tokioter Stadtteils Kamurocho unsicher machen, sondern auch die Dächer, die ungemütlichen Hinterhöfe - auch als Rojiura bekannt, sowie Bereiche unterhalb der Stadt, die als Kamuchika bezeichnet werden. In den unterirdischen Passagen haben allerdings nicht nur Tiefgaragen ihren Platz bekommen, auch diverse Geschäfte sind zu finden sowie für uns als Spieler wichtige Schließfächer. Diese Anordnung und die sich nach und nach öffnenden verschiedenen Ebenen gaukelt uns eine weitaus größere Spielwelt vor als tatsächlich geboten wird. Weniger ist manches Mal mehr, schien die Devise zu sein, mit der die Entwickler versuchen uns eine schienbar vielseitige 'open World' bieten zu wollen. Und was sollen wir sagen? Das Konzept geht grundsätzlich auf, auch wenn Wiederholungstäter sich des Eindrucks nicht werden erwehren können, dass vieles schlicht bekannt erscheint und nur "augenscheinlich verändert" wurde. Sei es drum - den vielen Aktionen, die mit allen vier Herrschaften möglich als auch nötig sind - sind nicht an die Umgebung gebunden und besitzen so viel Eigenheiten, dass wir dem offensichtlichen Umgebungsrecycling wohlwollend vergeben. Unabhängig davon sorgt ein bisweilen etwas kruder Humor dafür, dass sich Yakuza, auch wenn ihm das gerne vorgeworfen wird, nicht einwandfrei ernst nimmt; Oder wie sonst als mit Humor lässt es sich beschreiben, da ein Lieferwagen auf einem Häuserdach abgestellt wurde, in dem ein überteuerter Waffenhändler seinen Geschäften nachgeht. Von dieser Begebenheit inspiriert, halten wir die Augen offen und sehen uns nach weiteren dieser ausgefallenen Gimmicks um.

    Every face tells a story

    Yakuza 4 Yakuza 4 Leider hat sich seit Yakuza 3 an der verwendeten Technik nicht wirklich etwas geändert. Viele Texturen wirken sehr verwaschen oder sind sehr einfach gehalten, so dass viele Bereiche schlicht gleich aussehen. Mit Antialiasing wurde ebenfalls sehr sparsam umgegangen, so dass wir öfter mit dem unschönen Treppchen-Effekt konfrontiert worden sind. Überdies bekamen wir auch viele flimmrige Kanten zu sehen. Des Öfteren mussten wir auch Bekanntschaft mit Streaming-Rucklern machen und leider haben die Entwickler den Pop-Ups kein Hausverbot erteilt, denn mit denen mussten wir uns auch stellenweise auseinandersetzen. Wünschenswert wäre, wenn die Entwickler in Sachen Proportionen noch ein paar Hausaufgaben machen würden, denn besonders die Hände so gut wie aller Figuren wirken vorzugsweise in den Zwischensequenzen arg groß (z.T. größer als der jeweils zugehörige Kopf!), und sorgen auf diese Weise für wohl eher unfreiwillige Komik. Über jeden Zweifel erhaben sind allerdings die wirklich fantastischen Gesichter sämtlicher Charaktere. Nicht nur, dass jedes Gesicht anders ausschaut, was an sich schon eine Besonderheit darstellt, sondern auch deren Animationen wissen hundertprozentig zu gefallen bzw. zu überzeugen. Kein Wunder, wurden die Mimik der Gesichter, die Ausdrücke, usw. mittels realer Menschen gescannt. Besonders in den zahlreichen Zwischensequenzen könnt ihr diese gelungenen Gesichts-Effekte immer wieder genießen. Richtig toll ist auch, dass jedes Gesicht - wie man so schön sagt - seine eigene Geschichte, u.a. in Form von Falten und Narben, erzählt. Aufgefallen ist uns auch, dass Yakuza definitiv zu den ganz wenigen Ablegern gehört, bei denen die virtuellen Figuren mit durchaus "lebendigen Augen" glänzen. Dass die Lippen-Synchronität soweit stimmt, verwundert angesichts der originalen japanischen Sprachausgabe nicht.

    Yakuza 4 Yakuza 4 Der grundlegend positive Eindruck hinsichtlich der gelungenen Gesichts-Animationen kann allerdings nicht auf alle anderen Bereiche der Körperbewegungen übertragen werden. So schauen die unzähligen Kämpfe zwar wirklich toll aus, und auch das Bewegen durch die Stadt geht in Ordnung, aber z.B. bei den Verfolgungsjagden erscheinen die Bewegungen kantig, unrund, nicht ausgereift und mitunter sind sie weit davon weg als Augenschmaus durchzugehen. Bezogen auf den kompletten Umfang, stufen wir dies allerdings als Kleinigkeit ein, die am Ende nicht störend ins Gewicht fällt. Da stoßen wir uns doch eher daran, dass nicht alle Sequenzen mit Sprachausgabe versehen sind und so manches Mal lediglich durch Quietsch- und Grunz-Geräusche unterstrichen werden. In diesem Fall gilt: Fleißig mitlesen! An dieser Stelle geben wir auch mit auf den Weg, dass es für diejenigen etwas knifflig werden könnte, die mit der Fremdsprache Englisch auf Kriegsfuß stehen, denn neben der japanischen Sprachausgabe werden lediglich englischer Untertitel (gültig ebenfalls in den Menüs, Optionseinstellungen, usw.) serviert. Keinesfalls trivial - wie man vielleicht annehmen könnte, denn es ist mitunter recht gutes Englisch gefragt, da sonst reichlich Story relevante Unterhaltungen ein Mysterium bleiben. Angesichts der Gesichtsträchtigkeit des Titels geht so wahrlich viel an Information schlicht verloren.

  • Yakuza 4
    Yakuza 4
    Publisher
    Sega
    Developer
    Sega
    Release
    18.03.2011
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Yakuza 4
Yakuza 4 im Gamezone-Test
Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger hat der vierte Teil leicht zugelegt ohne uns aber revolutionär Neues zu bieten.
http://www.gamezone.de/Yakuza-4-Spiel-43437/Tests/Yakuza-4-im-Gamezone-Test-993255/
04.04.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2011/04/22087night_2.jpg
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