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  • Ys: The Ark of Napishtim im Gamezone-Test

    Falcom hat die Zeichen der Zeit erkannt: Ein Spiel muss nicht immer kompliziert und umfangreich sein um gut zu gefallen.

    Auch die ältesten Rollenspiel-Serien feiern hin und wieder eine willkommene Auferstehung: "Ys: The Ark of Napishtim" lässt die Herzen alter 16-Bit-Zocker höher schlagen, versetzt aber auch Neueinsteiger in eine längst vergessene Zeit, in der Rollenspiele hauptsächlich noch unkompliziert und kurzweilig waren.

    Ys: The Ark of Napishtim Ys: The Ark of Napishtim Einige von euch werden sich vielleicht noch an ihre vergangenen Abenteuer in der Welt von "Ys" auf dem SNES, der PC-Engine oder sogar dem Master System zurückerinnern. Der erste Ausflug der Serie auf die PS2 bleibt nicht nur dem ursprünglichen Genre der Action-Rollenspiele treu, sondern erzählt auch weiterhin die Geschichte von Adol Christin, der seit jeher den rothaarigen Helden der Serie verkörpert. Adol gerät mit seinen Freunden auf hoher See in einen schweren Sturm und findet sich kurz darauf am Strand einer unbekannten Inselgruppe wieder. Da ist es natürlich Ehrensache, dass er nicht nur den schnellsten Weg nach Hause sucht, sondern, ganz nebenbei, auch noch alle Probleme der Inselbewohner löst und die Welt vor dem sicheren Untergang rettet. Die Hintergrundgeschichte dieses Spiels ist zwar schon seit längerer Zeit ziemlich ausgelutscht, macht aber aufgrund der durchweg liebevoll inszenierten Charaktere und der langen Gespräche mit ihnen trotzdem viel Spaß. Schnell hat der japanophile Rollenspieler die Priesterin Olha und ihre kleine Schwester ins Herz geschlossen und freut sich über jede neu erkämpfte Zwischensequenz mit den beiden.

    Einfach, aber gut: Das Gameplay

    Ys: The Ark of Napishtim Ys: The Ark of Napishtim Das Gameplay von "Ys: The Ark of Napishtim" ist eigentlich recht schnell erklärt: Im Gegensatz zu aktuellen Rollenspielen, welche immer komplexer und aufwendiger werden, bleibt "The Ark of Napishtim" zu großen Teilen dem über acht Jahre alten Erstling der Serie treu. Wer das Spiel also bereits auf dem Master System oder dem NES gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen und bereits nach ein paar Minuten in das actionreiche Aufleveln seiner Spielfigur vertieft sein. Das Kampfsystem ist denkbar einfach und funktioniert vollständig in Echtzeit: Ihr müsst euch den verschiedenen Gegnern lediglich nähern und sie per Knopfdruck mit dem Schwert vom Bildschirm putzen. Manche Bösewichte erfordern eine Sprungattacke, die meisten von ihnen sind jedoch mit simplem Knöpfchendrücken erledigt. Neben heilenden Kräutern lassen die schnell besiegten Feinde hin und wieder auch ein paar blaue Kristalle fallen, welche in einem Laden im nächsten Dorf zur Aufwertung von Adols Schwert genutzt werden können. Eine so aufgemöbelte Klinge erlaubt nicht nur magische Zusatzangriffe, sondern schlägt mit jedem Upgrade auch immer fester zu. Natürlich steigt auch Adol selbst nach und nach im Level auf - und dies sogar recht schnell, was den wohl größten Motivationsfaktor des Spiels ausmacht. Wer sich allerdings mit einem zu niedrigen Level oder einem zu schwachem Schwert zu weit in die Inselwelt und deren Höhlen hineinwagt, erlebt schnell sein blaues Wunder: Manche Gegner besiegen euch mit nur einem einzigen Treffer, was ein klares Zeichen dafür ist, dass ihr wohl noch ein paar Level weiter aufsteigen müsst. An diesen Stellen stellt sich dann auch schnell etwas spielerischer Leerlauf ein und man verbringt viel Zeit einzig und allein damit, sich mit dem Töten von zahllosen Monstern ein paar Erfahrungsstufen zu verdienen.

    Ys: The Ark of Napishtim Ys: The Ark of Napishtim Wer sich allerdings länger mit dem sehr einfachen Kampfsystem des Spiels befasst hat, wird früher oder später auch die beiden möglichen Spezialangriffe gemeistert haben und die im Laufe des Spiels zugänglich werdende Schwertmagie an den richtigen Stellen einsetzen. Ganz besonders im Kampf gegen die zehn verschiedenen Endgegner wird dann doch nebst einer möglichst hohen Erfahrungsstufe einiges an Fingerfertigkeit abverlangt. Zusätzlich dürft ihr in "Ys: The Ark of Napishtim" an bestimmten Stellen die Prüfungen der Göttin Alma absolvieren. In diesen von der Spielwelt abgetrennten Bereichen müsst ihr euch gegen ganz besonders fiese Monster beweisen; als Belohnung warten am Ende dieser Aufgaben jede Menge Erfahrungspunkte, Gold und Kristallsplitter auf euch.

    Linear aber trotzdem motivierend

    Ys: The Ark of Napishtim Ys: The Ark of Napishtim Die gesamte Spielwelt ist sehr linear aufgebaut und wird in den meisten Fällen nur durch weit überlegene Gegner vor zu neugierigen Forschern bewacht. In den Läden des Dorfes und durch das Bezwingen der eindrucksvollen Endgegner kommt ihr an immer bessere Ausrüstung und natürlich neue Schwerter. Die Vielfalt dieser Helden-Ausstattung lässt allerdings zu wünschen übrig, da euch im gesamten Spiel gerade mal sechs verschiedene Rüstungen und Schilde sowie drei verschiedene Schwerter erwarten. Natürlich öffnet ein neues Schwert auch den Zugang zu bisher verborgenen Bereichen und eine verbesserte Rüstung lässt euch nicht selten auch die schwereren Gegner erfolgreich passieren. Größere Herausforderungen in Form von Puzzles oder Rätseln erwarten euch so gut wie nie, zu großen Teilen findet das Abenteuer in sehr linearer und manchmal fast schon eintöniger Form statt. Aber trotzdem wird es Fans von Action-Rollenspielen nicht loslassen und dies genau aus dem Grund, der schon immer in diesem Genre die größte Motivation dargestellt hat: Das stetige Aufleveln der Spielfigur. Es macht einfach unerwartet viel Spaß sich durch eine Unzahl besiegter Feinde endlich eine neue Erfahrungsstufe zu erarbeiten und dann schließlich den bisher übermächtigen Endgegner an anderer Stelle zu erledigen. Durch die ebenfalls aufrüstbaren Schwerter ist diese Motivation sogar doppelt vorhanden, schließlich bekommt man von fast jedem besiegtem Monster auch neue Kristallsplitter, welche wiederum eine weitere Steigerung der Waffenkraft ermöglichen.

    Technisch zweckmäßig aber auch nicht schlecht

    Ys: The Ark of Napishtim Ys: The Ark of Napishtim Die grafische Umsetzung von "Ys: Ark of Napishtim" ist ebenso zweckmäßig, wie das Gameplay einfach ist. Ihr seht das Spielgeschehen während des gesamten Spiels aus einer schrägen Vogelperspektive, in besonders engen Dungeons zoomt die Kamera auch mal ein Stück weiter weg. Optische Höhepunkte sind natürlich die Kämpfe mit den Bildschirm füllenden Endgegnern und die Gespräche in den Dörfern. Die vollständig gesprochenen (englischen) Dialoge werden von zahlreichen Manga-Zeichnungen begleitet und sorgen somit für eine unverwechselbare, japanische Rollenspiel-Atmosphäre. Alle Gespräche werden auf Wunsch natürlich mit deutschen Untertiteln versehen, auch die üblichen Menüs und Gegenstände sind dann vollständig eingedeutscht. Die Hintergrundmusik rundet das klassische Japan-Setting passend ab: Die glücklich machende Fahrstuhlmusik mit fernöstlichem Einschlag passt hervorragend zu den handgezeichneten Figuren und der bisweilen knallbunten Optik des Spiels.

    Ys: The Ark of Napishtim (PS2)

    Singleplayer
    8,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    enorme Motivation durch schnelles Aufleveln
    gute Story
    riesige Endgegner
    typische Manga-Atmosphäre
    ein Fest für alte Ys-Fans
    günstiger Preis
    stellenweise nötiger Auflevel-Leerlauf
    sehr einfach gestricktes Gameplay
    sehr dürftige Ausrüstungs-Vielfalt
    optisch nur zweckmäßig
  • Ys: The Ark of Napishtim
    Ys: The Ark of Napishtim
    Developer
    Falcom
    Release
    14.09.2005

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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Ys: The Ark of Napishtim
Ys: The Ark of Napishtim im Gamezone-Test
Falcom hat die Zeichen der Zeit erkannt: Ein Spiel muss nicht immer kompliziert und umfangreich sein um gut zu gefallen.
http://www.gamezone.de/Ys-The-Ark-of-Napishtim-Spiel-43584/Tests/Ys-The-Ark-of-Napishtim-im-Gamezone-Test-990393/
14.09.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/05/Ys_Screenshot_03.jpg
tests