ZombiU für Wii U [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Auch auf der Bühne war ZombiU für uns schon ein riesiger Spaß und einer der besten Gründe für eine Wii U. Gestern durften wir nun endlich auch selbst Hand an das Survival-Horrorspiel legen und uns die interessante neue Steuerung genauer angucken. Gefallen hat uns vor allem der kreative und unverbrauchte Ansatz ans Genre, den das französische Studio hier wagt. Es geht explizit nicht um die Frage, ob man die Zombie-Apokalypse überlebt, sondern wie lang. Denn die Geschichte verfolgt nicht den Lauf der Geschichte eines spielbaren Charakters, es dreht sich eher um einen NPC.
Zur Story: ZombiU versetzt den Spieler in die Londoner Innenstadt im Jahre 2012. Ein Virus hat die Bevölkerung befallen, ihre Menschlichkeit zerstört und sie in geistlose Monster verwandelt, die nach dem Fleisch der wenigen Überlebenden jagen. Die schreckliche Infektion kam aber nicht für alle überraschend. Ein Weltuntergangs-Fanatiker hat sich vorbereitet und in einem U-Bahntunnel verschanzt. Er ist unser Auftraggeber, um den sich alles dreht: Er holt Überlebende zu sich, gewährt ihnen Unterschlupf und Nahrung. Doch dafür verlangt er etwas, will, dass seine Gäste Botengänge und Missionen für ihn erledigen. Diese Boten übernehmen dann wir. Unsere Spielfigur sammelt auf dem Weg Waffen und Erfahrung, wer viel mit Pistolen schießt, verbessert seinen Pistolenskill. Der Clou: Wenn man stirbt, ist das Spiel nicht vorbei. Stattdessen verlieren wir nur die Kontrolle über unseren alten Charakter, der sich zum Zombie verwandelt, und steuern dann einfach einen neuen Überlebenden. Der Skill ist dann für immer verloren, die Items aber nicht: Der Inhalt des Rucksacks wird zwar nicht übertragen, aber wer will, kann sich seine Tragetasche zurückholen, indem er die Zombieversion seines vorherigen Charakters aufsucht und ihm den Rucksack abnimmt. Geil! Also heißt es nach jedem Tod erst mal, die eigene Leiche zu suchen und kaltzumachen, um an all die Items, Waffen und Gadgets ranzukommen, die man davor noch bei sich hatte. Witzige Idee: Auf diese Weise selbstkreierte Zombies bevölkern auch das Spiel der Online-Kumpels, so findet man immer wieder auch neue, coole Items.
Zombies sind rar aber zäh und gefährlich (2) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Die Spielwelt ist offen und in verschiedene, miteinander verbundene Bereiche gegliedert. Weil die Wii U mit genug Speicher ausgestattet ist, wird man zwischen allen Bereichen umherreisen können, ohne zwischendrin nachladen zu müssen - die Spielwelt soll wirklich komplett offen sein. Man kann entsprechend jederzeit an einen Ort zurückkehren oder neue Gebiete erkunden, auch wenn sie gerade nichts mit der aktuellen Mission zu tun haben. Wer sich etwa gemerkt hat, dass er in einem Supermarkt Schrotmunition gefunden hat und nach einem Tod der Weg zur eigenen Leiche von zu vielen Zombies versperrt ist, kann auch einfach in den Supermarkt zurückkehren, um sich dort aufzumunitionieren. Trotzdem muss man immer dran denken, dass der eigene, beim Tod zurückgelassene Rucksack auch andere Items beinhaltet.







Aber was ist mit der Story, wenn man keinen festen Charakter hat? Man stellt ja somit fast gar keine Bindung zu ihm her?