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  • Zombies: Ein Zombie hing am Glockenseil - Leser-Test von denjuandemarco

    Zombies: Ein Zombie hing am Glockenseil - Leser-Test von denjuandemarco Zwar habe ich mir erneut ein Videospiel für SEGAs alte Megadrive-Konsole ausgesucht und ebenso schreibe ich auch dieses Mal über ein Jump'n Run, doch bei "Zombies" aus dem Jahre 1993 handelt es sich um ein außergewöhnlich originelles Spielchen, so dass es fast schon ein Verbrechen wäre, dieses Spielmodul unerwähnt bleiben zu lassen. Wie sich unweigerlich schon aus dem Titel schlussfolgern lässt, werdet Ihr bei diesem Abenteuer, welches im Grunde eher als ein Shoot'n Run denn als reinrassiges Jump'n Run zu bezeichnen ist, tief ins Horror-Ambiente eintauchen. Und so ließ ich (Wahnsinniger) es mir vor mittlerweile mehr als zehn Jahren nicht nehmen, exakt 109. 95 DM für dieses Zombie-Gemetzel springen zu lassen. Ja, so war's. Gurgel. Mittlerweile gebt Ihr selbstverständlich nur noch einen Bruchteil dessen aus und insofern dürfte insbesondere für Nostalgie-Freunde, Sammler oder sonstige Retro-Fetischisten dieses Game nicht ganz uninteressant sein, schätze ich.

    Storyline

    Wie es eigentlich von Beginn an, zu erwarten war, werdet Ihr nicht von einem oscarverdächtigen Drehbuch bzw. Handlungsstrang verwöhnt, aber welchen Videospiel-Konsolero kümmert das schon, insbesondere bei genau diesem Genre! ? Hrrhrr. Jedenfalls werde ich nichtsdestotrotz ein, zwei Wörtchen über die Story verlieren. Es begab sich zu einer Zeit, als eine bitterböse radioaktive Verseuchung ein nettes Fleckchen Erde unbarmherzig heimsuchte. Würg. Und bei dem entsprechenden Fleckchen handelt es sich natürlich "rein zufällig" um unser Heimatstädtchen. Ach nee, wie gemein. Und so verwandelt sich dieses einst so idyllische Plätzchen in ein wahrhaftiges Horror-Szenario. Denn durch die ausströmende Radioaktivität haben sich zu allem Unglück bösartige, mächtig fiese und Euch natürlich extrem feindlich gesinnte Monster entwickelt. Doch nicht nur Ihr allein seid die Zielscheibe der mutierten Monster, sondern gleich die gesamte Nachbarschaft soll in den Tod gerissen werden. Das ist natürlich nicht sehr nett und so macht Ihr Euch todesmutig auf, den mutierten Horrorbiestern zu zeigen, wo der Hammer hängt. Klaro. Und demzufolge wird auch nicht lang gefackelt und Ihr findet Euch unversehens im düsteren Heimatdorf wieder, das Zombie-Abschlachten kann somit unverzüglich beginnen.

    Spielverlauf

    Schon nach sehr kurzer Zeit wird Euch klar, dass es sich nicht nur um "gewöhnliche" Zombies handelt, welche überall im Dorf ihr Unwesen treiben. Besonders Kenner von Kinofilmen, insbesondere von Horrorstreifen, dürften hier womöglich das ein oder andere wohlbekannte "Deja-vu" erleben. Denn Ihr trefft in der Tat im Verlauf dieses Horrorabenteuers auf die sozusagen "crème de la crème" des guten alten Horror-Genres, so geben sich zum Beispiel aus Uralt-Klassikern der Filmgeschichte der kleine Jason aus der berühmten Serie "Freitag der 13. ", die "Mumie", der "Blob" und eine Bande altbekannter Blutsauger die Ehre bzw. ein nettes Stelldichein. Dies macht der Hersteller Luca Arts möglich, der als Hersteller großzügig (oder auch nicht) seine diesbezügliche Lizenz dem Entwicklerteam von Konami für dieses Spiel verkloppte bzw. mit diesen in gemeinsamer Kooperation fungierte.
    Die Gegnerschar ist stellenweise wirklich "starker Tobak" bzw. besonders hartnäckig und demzufolge ist es bitter nötig, dass Ihr auf ein umfangreiches Waffenarsenal zurückgreifen könnt. Im Laufe des Spiels stehen Euch nämlich netterweise massig verschiedene Gegenstände zur Verfügung, beispielsweise das silberne Tafelbesteck, bestehend aus Teller, Gabeln, Messer, die Ihr als tödliche Waffen gegen heranwetzende Werwölfe einsetzt. Des weiteren kommen auch Pistolen, Panzerfäuste und ab und an auch sehr skurrile Objekte wie Speiseeis, Clowns oder Staubsauger zum Einsatz, die Palette an zur Verfügung stehenden "Waffen" ist in diesem Punkt doch sehr breit gefächert. Primär startet Ihr Eure Jagd auf die Heerscharen an Zombies mit gesegnetem Weihwasser, einer Wasserspritzpistole und zur Sicherheit auch mit einem Erste-Hilfe-Kasten für Notfälle. Entscheiden dürft Ihr Euch zu Beginn des Abenteuers angenehmerweise zwischen zwei jugendlichen Charakteren, nämlich dem Knaben Zeke oder dem Weibchen Julie. Da sich die anderen Bewohner ja vor Angst in die Hose machen, bleibt das Schicksal der gesamten an den beiden tapferen Teenagern hängen, so sieht's leider aus.
    Merkwürdigerweise scheint die Angst den Einwohnern zusätzlich auch das Gehirn gelähmt zu haben, denn bekloppterweise amüsiert sich zuweilen die mächtig "verstrahlte" Bevölkerung tatsächlich trotz akuter Todesgefahr in Swimming-Pools, flitzen ungeschützt durch die Gegend oder hüpfen sich freudig einen "Wolf", obwohl sich zig Zombies in unmittelbarer Nähe aufhalten. Nun denn, wir können's nun mal nicht ändern, unser Auftrag lautet sowieso alle menschlichen Wesen zu retten und alles plattzumachen, was irgendwie "zombiemäßig" aussieht. Auf sie mit Gebrüll.
    Gefragt ist außer Eurem Geschick auch noch eine gehörige Portion an Ausdauer, denn "Zombies" erstreckt sich über ungemein viele Level (ich glaube, es waren über 50), welche im Einzelnen nicht nur umfangreich, sondern zudem auch noch Geheimgänge aufweisen, in welche des öfteren die etwas "helleren" Bürger des Städtchens geflüchtet sind. Habt Ihr tatsächlich alle Zielpersonen eines Levels retten können, öffnet sich sogleich das Tor zum nächsten Spielabschnitt, in welchem das Prozedere von vorne beginnt. An dieser Stelle merkt bzw. erahnt Ihr womöglich schon einen negative Aspekt dieses Abenteuers, dieser liegt nämlich an dem sich doch immer wieder auf sehr ähnliche Weise wiederholenden Ablauf, denn auch nach 20 oder 25 oder 30 Leveln offenbart sich nichts schrecklich Neues. So innovativ die Spielidee auch sein mag, so unterschiedlich sich die Waffenauswahl gestaltet, so eintönig (zumindest auf Dauer) stellt sich das Level für Level stattfindende Zombiegemeuchel dar. Da helfen auch nicht die zahlreichen Geheimgänge weiter, im Gegenteil, sie verlangsamen den Spielfluss noch mehr bzw. ziehen das Spiel unnötig in die Breite. Hier fehlt leider ein gehöriges Maß an Innovation, so schön-schaurig-gruselig das Ambiente auch sein mag.
    Hingegen ist es äußerst erfreulich, dass Ihr tatsächlich zu zweit gleichzeitig dieses Zombie-Abenteuer durchzocken dürft, dieses Feature hebt den Spielspaß erheblich und tröstet phasenweise doch deutlich über die vorhandenen spielerischen Längen hinweg. Einen weiteren Pluspunkt stellt der generell vorhandene Spielwitz dar, welcher auch hauptsächlich dafür verantwortlich ist, dass Ihr "bei der Stange" bleibt. Bemerkenswert ist dabei außerdem noch, dass das Hauptaugenmerk eindeutig auf eine möglichst originelle Präsentation, gerade im Kampf mittels ausgefallener Waffen oder sonstiger Hilfsmittel gegen die "Kino-Berühmtheiten". Liebhaber besonders brutaler Szenen oder schauriger Momente schauen hier in die Röhre, denn "Zombies" ist eher als ein buntes Comic-Abenteuer gedacht und nicht als ein etwaiger Gruselschocker. In diesem Punkt kann ich einige von Euch beruhigen, für andere Leser stellt dies womöglich eine große Enttäuschung dar. Geschmacksache hin oder, die innovative Spielidee und der zweifelsohne stark vorhandene Spielwitz und somit daraus resultierende Spielspaß überzeugen, können aber leider mangels Abwechslungsreichtum und monotoner Passagen letztlich auf lange Sicht hin zu Gähnattacken und Schnarchphasen spüren. Ich quälte mich jedenfalls nach und nach immer mehr durch die Level und betete im weiteren Verlauf des Spiels inständig, dass dies nun einer der letzten Level sein möge und sich nicht erneut ein nahezu identisch durchzuzockender Spielabschnitt auftun würde. Mein Flehen wurde aber für lange Zeit nicht erhört; als ich mich dann eines Tages aber tatsächlich auf der Zielgeraden befand, wollte ich es zunächst gar nicht glauben. Schnaub.

  • Zombies
    Zombies
    Publisher
    Konami
    Developer
    LucasArts
    Release
    1993
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Zombies
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29.04.2004
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