Action-Adventure-Spiele in der zweiten Dimension sind mittlerweile ziemlich rar gesät und wenn, dann erscheinen diese mittlerweile zumeist als Download-Titel. So auch im Falle von Spelunky, welches nun als Xbox Live Arcade-Titel veröffentlicht wurde. Nachdem es Spelunky bereits seit 2008 als PC-Freeware gibt, erfolgte nun die Veröffentlichung als Xbox Live Arcade-Titel, für den aktuell 1200 Microsoft Points fällig werden. Warum sich der Kauf dennoch lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.
Bei Spelunky schlüpfen wir in die Rolle eines tapferen Abenteurers, der sich auf die Suche nach einem gigantischen Schatz begeben möchte. Eine gefährliche Reise, bei der schon so mancher Schatzsucher die Jagd nach Reichtum mit dem Leben bezahlen musste. Wie so oft erwartet uns hierbei auch ein kleines Tutorial, welches uns die grundlegende Steuerung und das Gameplay erläutert und auch direkt selbst ausprobieren lässt. Das Ziel bei Spelunky ist im Grunde, in jedem Level vom Startpunkt aus den Ausgang zu finden. Über viele Ebenen hinweg muss man sich dann den Weg zum Zielpunkt suchen, dabei allerlei Schätze einsammeln und noch unzählige Feinde und Fallen überleben.
Quelle: Microsoft
Spelunky für Xbox Live Arcade im Gamezone-Test (2)
Unser Held kann nicht nur auf Knopfdruck springen, sondern auch rennen und in diesem Fall mit einem Sprung noch weiter entfernte Ziele erreichen. Zur Verteidigung gegen die Feinde ist eine Peitsche mit von der Partie und zusätzlich dürfen wir noch Bomben einsetzen oder mit Greifhaken und Seilen ein Stück nach oben klettern. Weitere Hilfsmittel können wir übrigens bei den immer wieder im Spiel verteilten Händlern erwerben und uns damit den Alltag etwas erleichtern.
Das Gameplay selbst ist also ziemlich simpel, aber dafür erwartet uns bei Spelunky ein sehr ordentlicher Schwierigkeitsgrad. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass bei diesem Titel jedes Mal aufs Neue die Level per Zufall generiert werden. Einfach die Level auswendig lernen und sich die Orte der Gegner einprägen, funktioniert also sicherlich nicht. So muss man bei jedem Spiel konzentriert ans Werk gehen, denn schon der kleinste Fehler wird bei Spelunky knallhart bestraft. Ein Sturz aus zu großer Höhe und schon verlieren wir eines der wertvollen Herzen, von denen wir zu Beginn gerade einmal mit vier Stück ausgestattet sind. Ein Sturz in eine Stachelfalle dagegen und das Spiel ist direkt vorbei. Aber der hohe Schwierigkeitsgrad stört keineswegs und frustriert auch kaum. Bei Spelunky verlieren wir schließlich nicht aufgrund irgendwelcher Kameraprobleme oder wegen einer ungenauen Steuerung. Nein, wenn man hier den Game Over-Bildschirm sieht, dann liegt das einfach nur daran, dass man als Spieler komplett gefordert wird und kein Fehler verziehen wird. Erschwerend kommt hinzu, dass es in einem Level keine Checkpoints gibt und man auch während eines Durchgangs nicht speichern kann. So muss man den Titel stets in einem Durchlauf schaffen, aber eine kleine Erleichterung sind immerhin die Abkürzungen.
Die Abkürzungen
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Spelunky für Xbox Live Arcade im Gamezone-Test (4)
Für jede Welt, kann man nämlich eine Abkürzung freischalten und so zu Beginn des Spiels entsprechend schon in der jeweiligen Welt starten. Doch auch das Freischalten selbst ist nicht so simpel und einfach, wie man es vermuten könnte. Hierzu müsst ihr nämlich nicht einfach eine Welt erfolgreich absolvieren und dürft euch anschließend schon über die Abkürzung im Startbildschirm freuen. Vielmehr müssen wir eine Welt mehrfach durchspielen und jeweils am Ende des letzten Level ein bestimmtes Kriterium erfüllen. So müssen wir beispielsweise bei einem Durchgang am Schluss noch eine Bombe übrig haben. Sofern wir alle geforderten Kriterien erfüllt haben, dürfen wir uns dann aber schlussendlich über die Abkürzung freuen und im Auswahlbildschirm bequem in einer späteren Welt starten. Eine willkommene Erleichterung.
Das Tagebuch
Vor Beginn des Spiels erhalten wir übrigens das Tagebuch eines anderen Abenteurers, welches wir nun im Spiel vervollständigen dürfen. Treffen wir auf einen neuen Feind, so wird dieser beispielsweise im Tagebuch eingetragen und bietet uns verschiedene Statistiken. Wer also wissen möchte, wie oft er diesen und jenen Gegner bereits besiegt hat oder auch von diesem besiegt wurde, der darf gerne einen Blick ins Tagebuch werfen. Auch Fallen oder Personen sind im Büchlein mit von der Partie und sofern man gerne solche Alben vervollständigt, wird man damit also sicherlich auf seine Kosten kommen.
Mit Freunden auf Schatzsuche
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Spelunky für Xbox Live Arcade im Gamezone-Test (5)
Dies gilt dabei auch für die Mehrspielermöglichkeiten, denn bei Spelunky dürfen wir mit bis zu drei weiteren Spielern ans Werk gehen. Zu Beginn des Spiels darf jeder Spieler auf Tastendruck teilnehmen und sich ebenfalls mit dem Seil in die Tiefen begeben. Eine sicherlich nette Variante, die mit Freunden zusätzlich unterhalten kann.
Zudem darf man sich gewohnt auf Online-Bestenlisten freuen, die natürlich gerade bei einem so schweren Spiel für jede Menge Motivation sorgen dürften. Der Vergleich mit Freunden oder Spielern aus der ganzen Welt macht unheimlich viel Spaß und ein regelmäßiger Blick auf die High Scores gehört bei Spelunky sicherlich dazu. Hier darf man dann nicht nur den eigentlichen High Score betrachten, sondern bekommt auch die Information, bis zu welchem Level der Spieler bei seiner besten Punktzahl gekommen ist. Fast schon beruhigend zu sehen, dass auch die Freunde ihre Probleme mit dem hohen Schwierigkeitsgrad zu haben scheinen.
Hübsche Grafik, toller Sound
Kommen wir abschließend noch auf die technischen Aspekte dieses Xbox Live Arcade-Titels zu sprechen und hier kann Spelunky durchaus überzeugen. Dies liegt nicht zuletzt an der wirklich liebevollen Optik des Spiels, die von Hand gezeichnet wurde und überragend ausschaut. Ein anderes Wort als liebevoll fällt uns dabei auch überhaupt nicht ein. Der Sound macht es da kaum schlechter und bietet uns eine tolle und vor allem stimmungsvolle Kulisse, die hervorragend zum Spielgeschehen passt.
