Als Kölner hat man es einfach nicht leicht. Mit dem Auto durch die Innenstadt zu fahren, gerade zur Rush Hour, ist eine Tortur. Fährt man (der Umwelt und den Nerven zuliebe) doch mit der KVB, seien es Busse oder Straßenbahnen, sollte man seinen Zeitplan lieber mit ordentlich Puffer gestalten. Ob es jetzt Bauarbeiter sind, die im U-Bahn-Tunnel grillen, oder der Zugführer durch einen technischen Defekt mal wieder dazu gezwungen ist, alle Fahrgäste aussteigen zu lassen - wirklich Spaß macht das Fahren mit den Öffentlichen nicht. Doch anstatt nur zu meckern durfte man dank Cities in Motion selbst Hand an die Linien-Erstellung anlegen, um sich wenigstens selbst zeigen zu können, dass man es besser kann. Fans des Spieles dürfen sich nun auf den zweiten Teil der Verkehrssimulation freuen, die ersten, bisher verfügbaren Informationen dazu wollen wir euch hier zusammenstellen.
Eine der Hauptneuerungen werden dabei die Levels selbst sein. Waren zuvor maximal 3x3 km große Areale möglich, wird deren Größe im zweiten Cities in Motion mit 8x8 km nahezu siebenmal so groß ausfallen. Dabei werden die Spieler nicht nur planiergeraubte, platte Gebiete, sondern erstmals auch Relief vorfinden. Zudem werden die Karten ähnlich wie in Sim City 4 zu einer Region zusammengefasst. Waren sie zuvor vereinzelte Level und der Fortschritt des Spielers nach Absolvieren der Mission mehr oder weniger gelöscht, wird man nun in der Regionsübersicht immer ein Auge auf die bisher gemanagten Städte haben. Ob die einzelnen Städte innerhalb einer Region miteinander verbunden werden können, etwa durch Autobahnen oder verknüpftem Schienenverkehr, ist bisher leider nicht bekannt.
Durch die Region wird es auch möglich sein, den Spielern eine in sich abgeschlossene Kampagne zu bieten, die nicht nur auf der Aneinanderreihung von unterschiedlichen Missionen basiert. Inwieweit man wieder in den Genuss von echten Städten kommen kann, ist bisher nicht bekannt. Die vorhandenen Städte werden jedoch - im Gegensatz zu Cities in Motion - in hohem Maße dynamisch sein und sich an die Verkehrsanbindung anpassen. Eine vielbefahrene U-Bahn mit hochfrequentierten Stationen wird dabei sicherlich andere Auswirkung haben als ein fast leerer Bus im Umland. Inwiefern sich das genau gestaltet, muss noch von den Entwicklern erklärt werden.
Quelle: forum.paradoxplaza.com
Bereits auf den ersten Blick lässt sich erkennen, dass die Städte um einiges größer werden können, als dies bei Cities in Motion der Fall war.
Daneben wird es für den Aufbau des Verkehrsnetzes natürlich wieder eine Vielzahl an unterschiedlichen Fahrzeugtypen geben, wenn auch die Anzahl der einzelnen Vehikel verkleinert werden soll. Neben den bekannten Bussen, Straßen- und U-Bahnen sind nun auch O-Busse (elektrische Busse mit Überleitung) und Fähren (ersetzen vermutlich die Wassertaxis) vorhanden. Auch hilfreiche Erweiterungen wie Busspuren wird es geben. Für Anhänger des Mikromanagements wird interessant zu erfahren sein, dass die Fahrgäste nun auch tageszeitenabhängig durch die Stadt fahren. So ist die Nachfrage nach Bussen und co. mitten in der Nacht vermutlich sehr viel geringer als zu Stoßzeiten, sodass man seine Fahrpläne nach Belieben anpassen kann.
Ebenso neu wird das Setzen von Wegpunkten sein. Cities in Motion hat den Weg, den eine Linie genommen hat, davon abhängig gemacht, welche Haltestellen angefahren werden und die kürzeste Verbindung gewählt. So wird etwa es im zweiten Teil möglich sein, Busse eine vielbefahrene Straße umfahren zu lassen, ohne eine womöglich ungenutzte Haltestelle dazwischen zu schalten. Eine weitere Neuerung sind Depots, in welchen aktuell ungenutzte Fahrzeuge Halt machen können. Auch der Bau von U-Bahnen wird sich ändern, da dieser sich nun nicht mehr auf lediglich drei Ebenen stützt, sondern die Trassen in beliebigen Höhen unter der Erde gesetzt werden können, was sich selbstredend auf den Baupreis auswirken wird.
Weitere Features sind bis dato leider nur angerissen worden. Vor allem vom heiß erwarteten Mehrspielermodus ist bisher nicht mehr bekannt, als dass es ihn geben wird. Anzunehmen ist, dass sich mehrere Spieler auf einer Karte ansiedeln können und in konkurrierenden Unternehmen um die Gunst der Fahrgäste buhlen. Da ist die Vergrößerung der Karten eine willkommene Neuerung, denn im ersten Teil waren diese doch recht schnell erschlossen. Ähnlich verhält es sich mit dem Stadtkarten-Editor. Gewiss sein darf man sich sicherlich über den Punkt, dass Cities in Motion 2 wie der Vorgänger über ein umfangreiches DLC-Paket verfügen wird, das nach und nach neue Inhalte zum Hauptspiel liefert.
Alles in allem bietet Cities in Motion 2 einige interessanten Neuerungen, die den guten aber doch recht oberflächlichen Vorgänger sinnvoll erweitern. Gespannt sein darf man vor allem auf den Mehrspielermodus und das dynamische Wachstum der Städte. Freunde von Teil 1 werden sicherlich auf ihre Kosten kommen, da am Grundprinzip des Spieles nicht gerüttelt wird. Erscheinen soll Cities in Motion 2 im zweiten Quartal dieses Jahres.
Die Informationen stammen aus den Entwickler-Tagebüchern:
Big Changes! - Developer diary #1
Basic Vehicles - Developer diary #2
Planning the levels - Developer diary #3
More Vehicles - Developer diary #4
