Obscure ist wieder da: Was auf der Playstation 2 als Survival-Horror begann, wird 2013 von Mitarbeitern des ehemaligen Entwicklers Hydravision neuaufgesetzt - als lustiger Sidescroller im Comicstil. Wir haben das Spin-Off angespielt und konnten das neue Obscure mit dem alten vergleichen.
Die Branche muss im Remake-Wahn sein: Mitarbeiter des ehemaligen Entwicklerstudios Hydravision haben sich zusammengetan, um ein Remake von Obscure zu produzieren. Das Spiel ist schon so gut wie fertig, die Business-Seite aber noch nicht. Als wir das Spiel bei Publisher Focus Entertainment anspielen, hat die Entwicklerfirma noch nicht mal einen Namen. Der PR-Mann witzelt: "Während wir euch dieses Spiel zeigen, melden die Macher des Spiels in Frankreich eine Firma an. Ich weiß noch nicht mal, wie sie heißen wird!" Bei der Vorstellung klingt das sympathisch unprofessionell.
Quelle: Focus
Obscure in der Vorschau (2)
Denn bei der Konzeptionierung von Obscure hat man sich anscheinend ein wenig mehr Gedanken gemacht. Es soll kein Remake sein sondern ein Spin-Off und erzählt die Geschichte von vier Charakteren, die in keinem Teenie-Horror fehlen dürfen: Ein Nerd, die Schul-Schönheitskönigin, der Raufbold und das Sport-Ass stehen zur Auswahl, jeder von ihnen besitzt unterschiedliche Skillsets. Während der eine beispielsweise besser mit Schusswaffen umgeht, kann der andere ordentlich im Nahkampf austeilen. Da das Spiel Co-Op für bis zu vier Spieler online wie offline anbietet, werden auch alle Protagonisten gleichzeitig zum Einsatz kommen können.
Acht Levels soll das Downloadspiel für Xbox 360, Playstation 3 und PC liefern, insgesamt läuft es am Ende auf eine Spielzeit von vier bis fünf Stunden hinaus – das klingt nach wenig, erscheint aber auch zum Budgetpreis von vermutlich 800-1.200 Microsoft Points.
Das neue Obsucre wird ein Action-Plattformer der alten Schule: Man steuert die Einheiten aus einer Außenperspektive durch die Levels, mit einem Bus werden die Charaktere durch die Welt gefahren. Unsere Aufgabe: Schüler der Leafmore High in jedem Level finden, zu retten und zum Bus zu bringen. Im Level, das wir anspielen können, sind mehrere Kinder auf der Karte verteilt. Manche muss man nur finden und kann sie dann zum Bus tragen, andere sind widerspenstiger. Ein kleines Mädchen will ihr Versteck etwa nicht verlassen, bis wir nicht ihren Bruder gefunden haben. Der ist am anderen Ende der Karte und hat einen Süßkramautomaten geknackt. Den kann man ihm abnehmen und wegtragen – er wird ihm überall hin folgen. Solche kleinen, amüsanten Rätsel machen Spaß und lockern das Geschehen auf, kompliziert zu lösen sind sie jedoch nicht.
Quelle: Focus
Obscure in der Vorschau (1)
Auch durch Art-Design und Story wird eher eine ironische Grundstimmung vermittelt. Die Zeiten, in denen Obscure für grusligen Horror stand, sind vorbei. Realistische Grafik wird durch Comic-Optik ausgetauscht, die ehemals sehr dichte Atmosphäre durch Witz und Humor. Obwohl man in dem "Arcade-Obscure" mit Knarren und Waffen allerlei Monster tötet, wird das verharmlost dargestellt und für ein jugendliches Publikum präsentiert. Wer Beispielsweise Angriffe kombiniert, sammelt Unlockpunkte. Vier Stufen kann man so erreichen, die durch Druck auf das D-Pad ausgelöst werden. Als wir das beim Raufbold tun, ballert er eine Salve Munition um sich, die wirklich alles platt macht – gefährlich sieht das aber nicht aus.
Im Kern von Obcure steckt ein ganz amüsanter Action-Plattformer, der ulkig aussieht und auch so erzählt wird. Warum man dafür die Horror-lastige Story von Obscure hernimmt ist uns ein Rätsel – immerhin werden Fans an bekannte Orte zurückkehren, etwa die Leafmore Highschool.
