Injustice: Götter unter uns in der Vorschau: Wahnsinnig umfangreiche Klopperei von den Machern von Mortal Kombat

Special Sandro Odak

Kampf der Giganten: Was wäre, wenn Batman gegen Superman antreten würde? Würde der Mann aus Stahl den Milliardärssohn schlagen können? Netherrealm stellt sich genau diese Frage und lässt Superhelden in "Injustice: Götter unter uns" gegeneinander antreten. Wir haben das Prügelspiel von den Machern von Mortal Kombat angespielt.

Batman,Superman, Aquaman. Das sind Superhelden, die Guten! Was man zu wissen glaubt, stellt Netherrealm in Injustice auf den Kopf: Weil der Joker mit Massenvernichtungswaffen spielt, flippt Superman aus, tötet ihn und ist auf einem gnadenlosen Rachefeldzug. Die Gut-Böse-Verhältnisse verschieben sich: Ein paar Superhelden und –schurken schlägt sich auf die Seite des Mannes aus Stahl, die andere bleibt ihren alten moralischen Grundpfeilern treu.

Diese Ausgangslage sollte DC Comics vermutlich zum Toben bringen. Die Guten müssen gut sein, die Bösen schlecht, das hört man sonst immer von Entwicklern, die mit solchen Lizenzen zu tun haben. Überraschend cool geht der Comic-Verlag daher mit Netherrealm um. Hector Sanchez, der Produzent des Prügelspiels, erklärt uns, dass die Zusammenarbeit mit DC hervorragend klappt. Die Comicleute freuen sich sogar, wie Sanchez Team es geschafft hat, selbst aus Hinterbänkler-Helden wie Aquaman einen coolen Spielcharakter zu erstellen. Immerhin muss DC dieses Mal auch keine fiesen Fatalities bei den Superhelden hinnehmen wie in MK vs DC. Injustice soll eine jüngere Zielgruppe ansprechen und ein T-Rating erhalten.

Mehr Casual-Gameplay

Injustice in der Vorschau: Wahnisinnig umfangreich! (4) Quelle: Warner Bros. Injustice in der Vorschau: Wahnisinnig umfangreich! (4) Neben dem offensichtlichen Verzicht auf zu offensichtlich präsentierte Gewalt soll vor allem ein entschlacktes Gameplay Neulingen den Einstieg erleichtern. Attacken werden nun auf drei Kampfbuttons verteilt und sind in leichte, mittlere und harte Angriffe eingeteilt. Der vierte Button löst eine Superhelden-Kraft aus, die bei jeder Figur anders ist. Aquaman etwa ruft eine tosende Killerwelle herbei, die seine Gegner platt macht. Batman hingegen hat kleine Mikro-Bots in Form von Fledermäusen. Sie schwirren wie ein Schild um ihn herum und können auf Tastendruck auch selbstständig angreifen. Einen separaten Verteidigungsmodus gibt es nicht mehr. Die Charaktere verteidigen automatisch, wenn man rückwärtsgeht.

Beim Testspiel sind uns besonders die tollen dynamischen Hintergründe aufgefallen. In neun von zehn Fällen, so Sanchez, sind die interaktiv. Wer in der Bathöhle kämpft, kann beispielsweise auf Knopfdruck an einer Wand die Bordkanone des Batmobils aktivieren oder Autowracks und Kleinteile mit einem beherzten Powerkick dem Gegner entgegenschleudern. Um Neulinge auch hier nicht zu überfordern, wird im oberen Teil des Bildschirms angezeigt, wann man solche Umgebungsmoves ausführen kann. Sie sollen dann auch immer durch eine Taste ausgelöst werden. Umständliche Kombos wird man sich nicht merken müssen, zumindest nicht, um Standard-Kämpfe zu bestreiten.

Fighting-Profis sollen laut Sanchez trotzdem auf nichts verzichten müssen. Sie werden durch gut getimte Kombo-Angriffe punkten können und von dem strategischen Kampf profitieren. Damit auch jeder dahinkommt, haben die Macher zwei Trainingsmodi eingebaut. Zum Einen gibt es einen Practice Modus, in dem man einfach gegen eine Anzahl Feinde antreten kann. Außerdem vermittelt ein optionales Tutorial in einfachen Lernschritten, wie Injustice gesteuert wird.

Injustice in der Vorschau: Wahnisinnig umfangreich! (6) Quelle: Warner Bros. Injustice in der Vorschau: Wahnisinnig umfangreich! (6) Im neuen Spielmodus S.T.A.R. Labs, dem Nachfolger des Challange Towers, werden diese Kenntnisse dann in 240 Mini-Spiel-Episoden vertieft. Zehn Missionen gilt es pro Charakter zu bestreiten, viele davon sind auch reine Fun-Missionen. Im Cat-Woman-Teil steuern wir etwa eine Katze um Laserstrahlen herum – das klingt witzig, bringt einem aber spielerisch die Geh- und Hüpffunktionalität des Spiels bei. Pflicht sind die minispiele sicherlich nicht, sie zeigen aber in ganz einfachen Lernschritten, wie man Charakter-spezifische Kombos aktiviert.

Neben solchen Spaß-Modi wird Injustice aber auch ganz klassisch Einzelkämpfe und Arcade-Durchläufe gegen unterschiedliche Gegner anbieten. Außerdem gibt es einen dedizierten Story-Modus, der allein mit über drei Stunden Animations-Cinematics daherkommt. An Spielinhalt soll es nicht mangeln, Injustice ist von Haus aus so vollgepackt, wie nur wenige andere Spiele.

Arena-Kämpfe auf mehreren Stages

Besonders gut gefallen hat uns beim Hands-On die Multi-Stage-Systematik. Drängt man einen Spieler bis an den Rand eines Kampfareals, kann man ihn mit einem beherzten Powerkick durch die Wand boxen und den Kampf so in eine weitere Stage überführen. Das sieht wirklich fantastisch aus und ist in manchen Levels sogar mehrmals möglich. Bis zu drei Stages sollen die Arenen enthalten. Erst wenn man in seinen Feind in der dritten Stage weiter katapultiert, landet man im Ausgangsareal.

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